Wie schnell lädt mein E-Auto? Das hängt auch von der maximalen Ladeleistung ab, die der Hersteller des Fahrzeugs vorgesehen hat. Die Ladeleistung ist eine wichtige Größe bei der Kaufentscheidung. Allgemein lässt sich sagen: Je mehr Leistung, desto kürzer ist der Ladestopp. Leider ist die richtig hohe Ladeleistung bisher noch ein ausgesprochenes Luxus-Feature.
Die kürzeste Wartepause an der Ladesäule hat derzeit der Porsche Taycan: Mit bis zu 320 kWh kann sein 97-kWh-Riesenakku in minimal 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Aber das hat seinen Preis: Ab 101.500 Euro kostet der Taycan. Wie schnell (bzw. langsam) aber geht es bei günstigen Elektroautos? Hier die Liste der sieben preisgünstigsten E-Autos und deren jeweilige Ladeleistung.

Die besten E-Autos bis 48.000 Euro

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1. Dacia Spring: ab 16.900 Euro

Mit dem Spring hat Dacia ein betont günstiges Elektroauto im Programm. Er ist mit großem Abstand der billigste auf dem Markt. Neu erfunden wurde der Kleine nicht. Es handelt sich um eine für den europäischen Markt angepasste Variante des chinesischen Renault KZ-E. Die Grundform entspricht dem Dacia Sandero
Dacia Spring  !! Sperrfrist: 21.02.2024, 09:00 Uhr !!
Kürzlich gab es für den Dacia Spring ein Facelift; doch die Technik blieb unverändert. Gebaut wird der Kleinstwagen in China.
Bild: S.C. Automobile Dacia S.A
Der Rumäne hat 44 PS und kommt auf eine Reichweite von 230 Kilometern. Sein Akku fasst 26,8 kWh. Verbrauch: 13,9 kWh/100 Kilometer. Ladeleistung: 30 kW. Das heißt, für einen Ladezyklus von 10 auf 80 Prozent braucht es mindestens 56 Minuten.
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2. Renault Twingo E-Tech: ab 28.000 Euro

Großer Hüpfer: Das nächstgünstigere E-Auto ist bereits mehr als 10.000 Euro teurer. Ähnlich wie der Dacia fühlt sich der seit 2014 angebotene Renault Twingo E-Tech in der Stadt am wohlsten. Seit 2020 gibt es den Franzosen als elektrische Version. 
Renault Twingo Electric
Der Renault Twingo E-Tech hat 82 PS und einen 21,3 kWh kleinen Akku. Das weist ihn als reines Stadtauto aus.
Bild: Renault
Dann hat er 82 PS und kommt mit einer Ladung seines 21,3 Kilowattstunden großen Akkus rund 190 Kilometer weit (Normwert). 16 kWh pro 100 Kilometer werden laut Hersteller verbraucht. Ladeleistung: 22 kW. Damit lässt sich das Tempo an der Ladesäule "Pi mal Daumen" abschätzen: Rund eine Stunde dauert es, bis der Twingo-Akku von 10 auf 80 Prozent aufgefrischt ist.
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3. Fiat 500: ab 30.990 Euro

Der Retro-Charme des Fiat 500 funktioniert auch dann, wenn er surrt. Dazu kommt das wirklich agile Fahrverhalten – einmal mehr zeigt sich, dass das Automobil an sich und der Elektromotor richtig gut zusammenpassen. Die technischen Daten vom 500 sprechen für sich: In sieben Sekunden wetzt der Fiat von 0 auf 100 km/h, wenn die Kombi großer Motor/großer Akku installiert ist. Der kleine Akku kann bis zu 21,3 kWh, der große sogar 37,3 kWh Energie speichern. 
Fiat 500e
Der Fiat 500 wird seit 2020 ausschließlich mit Elektroantrieb gebaut; zwei unterschiedliche Motor-Akku-Kombinationen gibt es.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Die maximale Reichweite laut WLTP wird mit 321 Kilometern angegeben. Der bis zu 118 PS starke E-Motor verbraucht 13 kWh auf hundert Kilometer. Ladeleistung: 85 kW beim großen, 50 kW beim kleinen Akku. Das bedeutet einen Ladestopp am HPC-Charger von mindestens 30, beim großen Akku 35 Minuten.
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4. MG4: ab 31.990 Euro

Der MG4 hat das Zeug zum Volks-Stromer. Er fährt gut und hat Platz, wenn auch nicht ganz so viel wie der VW ID.3. Übrigens: Eine konzeptionelle und optische Nähe zum VW ID.3 kann der MG4 nicht abstreiten. Kein Wunder. Der Mutterkonzern von MG heißt SAIC. Und SAIC produziert seit vielen Jahren Autos für VW. 
MG4 Electric
Der MG4 wird seit 2022 gebaut. Seine Abmessungen ähneln denen des VW ID.3, doch das chinesische Elektroauto bietet weniger Platz.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Das chinesische E-Auto kann mit seinen maximal 204 PS bis zu 450 Kilometer weit fahren. Verbrauch: 16 kWh. Akku-Kapazität: 64 kWh. Ladeleistung: 140 kW. Damit ist natürlich ziemlich viel Power an der Ladesäule drin: In etwas mehr als einer halben Stunde ist der Stromspeicher von 10 auf 80 Prozent aufgeladen.
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5. BYD Dolphin: ab 32.990 Euro

Immerhin aus dem Stand auf den fünften Preis-Platz schafft es der chinesische Newcomer BYD mit seinem günstigsten Modell Dolphin. Der elektrifizierte Delfin ist ein 4,07 Meter großer Kleinwagen – knapp 20 cm kürzer als der kompakte ID.3. Der BYD wird vorläufig in Europa nur in der 204-PS-Variante angeboten.
BYD Dolphin
Der Kleinwagen Dolphin von BYD hat einen großen Akku, mit dem die Ladeleistung nicht ganz mithalten kann.
Bild: BYD Co. Ltd
Die Ladeleistung ist mit 88 kW fast schon zu gering für den Akku. Denn der hat mit 60,4 kWh Kapazität relativ viel Volumen, das erst einmal gefüllt werden will. Dieser Vorgang dauert laut Hersteller im Idealfall 40 Minuten.
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6. MG ZS EV: ab 33.990 Euro

Ein zweiter MG hat es ebenfalls auf die Liste geschafft. Der MG ZS EV wirkt in Details manchmal noch kopiert. Insgesamt haben die Chinesen aber ein SUV am Start, das vernünftig verarbeitet ist, solide fährt und nicht an moderner Technik spart. 
MG ZS EV
Ein weiterer MG unter den günstigsten Elektroautos: Das SUV namens ZS lädt mit 50 kWh Ladeleistung.
Bild: Christoph Börries
Die maximale Batteriekapazität des ZS EV liegt bei 69,9 kWh und der Verbrauch bei 17,3. Mit bis zu 177 PS kommt er bis zu 440 Kilometer weit. Ladeleistung: 50 kW. An der Gleichstrom-Ladesäule wird der Füllstand von 10 auf 80 Prozent in etwa 40 Minuten gehoben.
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7. Opel Corsa-e: ab 34.650 Euro

Die Stellantis-Marke Opel baut ihre Modelle nach dem Motto: einfach ein Auto. Und so fällt auch beim Kleinwagen Corsa auf den ersten Blick nicht auf, dass es sich um die elektrifizierte Version des seit Jahrzehnten erfolgreichen Modells handelt. Ach ja, der Auspuff fehlt. Angetrieben wird der E-Corsa von mindestens 136 PS an den Vorderrädern. Es gibt auch eine GS-Version mit 156 PS. Beide fahren bis zu 150 km/h schnell.
Opel Corsa Electric GS Long Range
Im Verhältnis zur Größe des Opel Corsa-e hat sein Akku eine hohe Kapazität, das ermöglicht auch längere Reisen.
Bild: Stellantis
Der Akku für die schwächere Version hat 48,1 kWh Kapazität, das reicht für bis zu 357 km Reichweite nach der Prüfnorm WLTP. Die Ladeleistung liegt bei maximal 100 kW. Damit ist der Akku in rund einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent aufgeladen.
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Je günstiger der Preis, desto länger die Ladezeit – ist das so? Nicht ganz. Zwar brauchen die beiden billigsten E-Autos mit fast einer Stunde am Schnelllader wirklich am längsten. Doch dahinter pendelt sich die Wartezeit auf 30 bis 40 Minuten ein. Offenbar hat sich diese zeitliche Periode in der Industrie als gerade noch zumutbare Wartepause beim Gleichstromladen über alle Automarken hinweg durchgesetzt. Und diese 30 bis 40 Minuten beeinflussen die Ladeleistung ebenso wie die Kapazität jedes Akkus. Beides hängt eng zusammen. Je größer der Akku, desto höher die erforderliche Ladeleistung, um die 30 bis 40 Minuten Tankstopp einzuhalten. Die Regel gilt übrigens auch für größere und teurere E-Autos – was auch ihre höheren Kaufpreise teilweise erklärt. Denn größere Akkus und die damit einhergehende, notwendige höhere Ladeleistung kosten nun mal Geld. Ausnahmen (buchstäblich) nach oben sind nur die absoluten Überflieger Porsche & Co., für deren Superschnelllade-Potenzial man auch besonders tief in die Tasche greifen muss. Also: Auch günstige E-Autos können relativ flott laden.