Lamborghini Huracán Spyder (2016): Fahrbericht
Der offene Lambo geht unter die Haut

Satte 610 PS, nur 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 324 km/h Spitze – der Lamborghini Huracán Spyder zaubert ein breites Grinsen ins Gesicht. Fahrbericht!
- Georg Kacher
Der Schlüssel zum Käfig, in dem dieses Untier von Motor auf seinen Einsatz lauert, versteckt sich unter einer roten Abdeckhaube in der Mittelkonsole: Alu-Gatter anheben, Startknopf drücken, inne halten. Sogar im friedlichen Strada-Modus mit den relativ verbindlich agierenden Verstelldämpfern (Option), der noch in sich ruhenden Aktivlenkung (Option) und dem lässigen Dreivierteltakt-Hochschaltrhythmus spürt man seine Kraft. Nein, der Lamborghini Huracán Spyder ist ganz sicher kein Auto für Vernunftmenschen. Aber eine Art Ritterschlag für Tierbändiger, die es sich zutrauen, das zehnzylindrige Unwesen mit seinen 610 PS zu zähmen.
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Vier armdicke Endrohre pusten einen Sound heraus, der den TÜV-Prüfer fast taub werden lässt.
Bild: Tom Salt
Keuchhustende Schnappatmung

Erst ab 8500 Touren läuft der 5,2 Liter große V10 im roten Bereich. Die Instrumente sind digital.
Bild: Tom Salt
In 3,4 Sekunden auf 100, erst bei 324 km/h ist Schluss

In 17 Sekunden öffnet sich das Dach des Spyder – mit einer aufwändigen Mechanik.
Bild: Tom Salt
Fazit
911 Turbo Cabrio, Ferrari 488 Spyder, ein offener R8. Allesamt feine Autos, wenn auch auf Linie gebrachte, glatt geföhnte Leistungsträger ohne nennenswerte Schwächen. Dass es sich trotzdem lohnen kann, mehr Risiko zu nehmen, beweist der Huracán Spyder, ein bunter Hardcore-Papagei mit vielen Ecken und Kanten, der gerade deshalb einen festen Stellplatz in unserer automobilen Erlebniswelt verdient.
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