Schlaglöcher und Bordsteinkanten sind die natürlichen Feinde jeder Alu-Felge. Um unschönen Kratzern, geplatzten Reifen oder sogar Felgenbrüchen vorzubeugen, arbeiten Felgenproduzent Maxion-Wheels und Reifenhersteller Michelin an einer flexiblen Felge für Niederquerschnitts-Reifen. Das neuartige Rad besteht im Grunde aus vier Teilen: dem klassischen Felgenbett mit festem Felgenstern, zwei flexiblen Gummiflanschen und einer Felgensternverkleidung, um die Optik zu wahren.
Michelin Acorus Technology
So reagiert die Felge bei einem Schlagloch. Der äußere Zierring biegt sich mit der Felge nach oben.
Bild: Michelin
Die beiden Gummiflansche erweitern das eigentliche Tiefbett der Felge und dienen damit als Felgenschulter und Felgenhorn. Bei gewöhnlichen Rädern sind diese beiden Teile bei Schlaglöchern besonders gefährdet. Die beiden Hersteller nennen ihre Technologie "Acorus", abgeleitet von einer flexiblen, in Feuchtgebieten wachsenden Pflanze. Bei der Acorus-Felge absorbieren die Gummi-Schultern den Stoß, sichtbar wird das durch den sich bewegenden, flexiblen Felgenstern. Laut Michelin sollen trotz der Elastizität des Rads keine Einschränkungen in der Fahrdynamik entstehen, im Gegenteil. Die Felge soll trotz Niederquerschnittsreifen ein Plus an Komfort mit sich bringen.
Wie das funktioniert, sehen Sie hier im Video:

Tests verlaufen vielversprechend

Wie der Medienservice "BusinessWire" berichtet, sollen erste Tests mit der Felge vielversprechend verlaufen sein. Demnach wurde ein 285/30R21-Reifen auf die neuartige Felge gezogen und damit durch ein Schlagloch (80 mm tief, 700 mm lang) gefahren. Die Standardfelge durchstach den Reifen bei einer Geschwindigkeit von 28 km/h, das Acorus-Rad beschädigte den Reifen dagegen nicht. Wann die fertige Felge in den Handel kommt, ist noch nicht bekannt.

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