Die besten Kompakt-SUV mit großem Kofferraum im Test
Kompakt, aber oho: Hier passt mehr rein, als man denkt!

Kompakte SUV sind vor allem wegen ihrer praktischen Abmessungen und der erhöhten Sitzposition beliebt. Doch einige Modelle können mehr: AUTO BILD zeigt die Kompakt-SUV mit den größten Kofferräumen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Kompakte SUV sind nicht nur im Trend, sondern – je nach Modell – echte Helden in Sachen Nutzwert. Vor allem Varianten mit besonders großem Kofferraum bieten heute Raumverhältnisse, die früher klassischen Kombis vorbehalten waren. Kombiniert mit höherer Sitzposition, komfortablerem Einstieg und oft einer einfacheren Handhabung im Alltag ergibt sich genau die Mischung, die diese Fahrzeuge für viele Käufer so attraktiv macht.
AUTO BILD zeigt in dieser Bestenliste, welche kompakten SUV zwischen 4,30 und 4,70 Metern Länge im Test mit besonders viel Stauraum, hohem Alltagsnutzen und einer überzeugenden Gesamtleistung punkten. Sortiert wird nicht nach Design oder Image, sondern nach dem, was im Alltag wirklich zählt: Kofferraumgröße und Nutzwert.

8.
GWM
Wey 03
Kofferraumvolumen min.
517 l
2,4
gut
Preis
47.900 EUR
Typisch für dieses Segment ist die große Bandbreite an Einsatzzwecken. Die Fahrzeuge müssen gleichermaßen Kinderwagen, Getränkekisten oder Urlaubsgepäck schlucken, dabei komfortabel fahren und möglichst flexibel nutzbar sein. Aspekte wie Anhängelast, Variabilität des Innenraums und einfache Bedienung spielen deshalb oft eine größere Rolle als reine Fahrdynamik.
Typische Zielgruppen:
- Familien mit ein oder zwei Kindern
- Menschen mit hohem Platzbedarf im Alltag
- Käufer aus einem urbanen Umfeld
- Nutzer, die vom Kombi auf ein SUV wechseln möchten
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren wollen und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind. Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, neueste Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis und den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen (Zustand, Historie), sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen wollen und sich nicht um Wiederverkauf kümmern möchten. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden sehr individuell verhandelt –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können Zusatzkosten entstehen.
Kurz gesagt:
- Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
- Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
- Leasing: planbar und bequem, aber ohne Eigentum.
Der Skoda Enyaq RS zeigt im AUTO-BILD-Test, warum größere E-SUV im Alltag immer beliebter werden. Der Elektro-Allradler punktet mit 340 PS Systemleistung, sehr ausgewogenem Fahrverhalten, hoher Effizienz, viel Komfort – und vor allem mit seinem großzügigen Raumangebot. Mit 585 bis 1710 Litern Ladevolumen liegt der Enyaq im Segment ganz vorn und bietet einen Kofferraum, der Familienreisen mit viel Gepäck ebenso souverän meistert wie sperrige Ladung.
Im Alltag wirken Innenraum, Bedienung und Reichweite harmonisch aufeinander abgestimmt – typisch Skoda, im RS-Trimm jedoch spürbar dynamischer. Die getestete Variante ist üppig ausgestattet, überzeugt mit guten Federungsqualitäten und bleibt trotz sportlicher Ausrichtung entspannt und souverän.

Der Skoda Enyaq RS kombiniert sportliche Elektro-Power mit einem der größten Kofferräume im Segment – Platz 1 beim Nutzwert.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Im Nutzwert-Vergleich gefällt der Enyaq RS zusätzlich mit einer soliden Anhängelast von 1200 kg, die für viele Nutzer – etwa beim Ziehen kleiner Anhänger – völlig ausreichend ist. Preislich spielt er zwar in einer höheren Liga, doch wer viel Platz, moderne Technik und starke elektrische Fahrleistungen sucht, erhält ein sehr komplettes Gesamtpaket. Der Basispreis des RS-Modells liegt bei 61.600 Euro.
Gegenüber Verbrenner-Konkurrenten überzeugt der Enyaq vor allem mit hoher Laufruhe, spontanem Ansprechverhalten und einer im Alltag überzeugenden Gesamtreichweite. Die Kombination aus Performance, Komfort und Ladevolumen macht ihn zum stärksten Allrounder dieser Bestenliste.
Als reines Elektroauto ist der Skoda Enyaq RS für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Der Opel Grandland präsentiert sich im Test als klassischer Vertreter der Mildhybrid-SUV. Der 1,2-Liter-Turbo arbeitet mit 48-Volt-Unterstützung und sorgt so für einen effizienteren Stadt- und Pendlerbetrieb. Mit seinem klar strukturierten Innenraum, guten Sitzen und einem soliden Komfortniveau richtet sich der Grandland an Käufer, die Wert auf Vernunft und Alltagstauglichkeit legen.
Das Kofferraumvolumen liegt mit rund 550 bis 1600 Litern auf solidem Segmentniveau – ausreichend für Familien oder Urlaubsfahrten, jedoch etwas kleiner als bei Enyaq und Sportage (Platz 2).

Der Opel Grandland setzt auf Effizienz und Komfort.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Beim Nutzwert zeigt sich der Grandland gut aufgestellt, auch wenn seine Anhängelast von 1100 kg unter der der Allrad-Konkurrenten liegt. Im Vergleich zu Enyaq und Sportage bietet der Opel zudem das am wenigsten dynamische Fahrgefühl.
Für Käufer, die ein sparsames, leicht beherrschbares und alltagstaugliches SUV suchen, bleibt der Grandland dennoch eine überzeugende Wahl. Vor allem, wenn auch mal lange Strecken anstehen. Denn seine Stärken liegen klar bei Effizienz und Komfort, weniger bei maximalem Raumangebot oder sportlichem Auftritt. Der Basispreis liegt bei 36.400 Euro, der Testwagenpreis bei 42.300 Euro.
Fahrzeug-Deals
Der Dacia Bigster Hybrid 155 ist der Preis-Leistungs-Tipp in unserer Bestenliste der kompakten SUV mit besonders hohem Nutzwert. Er kombiniert ein sehr großes Ladevolumen mit einem überzeugenden Hybridantrieb und einem äußerst attraktiven Preis. Im AUTO BILD-Test zeigte sich der Bigster mit einem großzügigen Raumgefühl und einem funktionalen Innenraum, der vor allem Familien und stark nutzwertorientierte Käufer anspricht.
Mit einem Kofferraumvolumen von 546 bis zu 1851 Litern zählt er zu den größten Ladeangeboten im Segment – und das bei einem deutlich niedrigeren Einstiegspreis als bei vielen Konkurrenten. Der Basispreis startet bei 28.890 Euro, der Testwagenpreis liegt bei 31.290 Euro.

Maximaler Stauraum zum fairen Preis: Der Dacia Bigster ist der Preis-Leistungs-Tipp für Nutzwert-Fans.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Unter der Haube arbeitet ein 155 PS starkes Hybridsystem, das im Alltag sparsam agiert und dennoch ausreichend Leistung für den täglichen Verkehr bietet. Trotz eines Gewichts von rund 1460 kg beschleunigt der Bigster souverän und überzeugt auf langen Strecken mit einem ruhigen, komfortablen Fahrstil – der Fokus liegt klar auf Alltagstauglichkeit statt sportlicher Dynamik.
Mit seinem niedrigen Grundpreis und der Kombination aus Raumangebot, Technik und Effizienz trifft der Bigster vor allem bei preisbewussten Käufern einen echten Sweet Spot zwischen Praktikabilität und Kosten.
Der GWM Wey 03 tritt im Test als Plug-in-Hybrid-SUV an, das Komfort, Leistung und elektrische Reichweite kombinieren soll. Technisch ist der Wey üppig ausgestattet: Unter der Haube arbeitet ein zwei Liter großer Turbobenziner mit 204 PS zusammen mit zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse. Die Systemleistung liegt bei 442 PS, das maximale Drehmoment bei 685 Nm. Geschaltet wird über ein Neungang-Doppelkupplungsgetriebe, die Kraft verteilt sich bei diesem Kompakt-SUV auf alle vier Räder.
Auf dem Papier ist der Wey 03 damit ein ausgesprochen kräftiges Kompakt-SUV, das auch im Test mit sattem Vortrieb überzeugt: Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Dennoch bleibt der Wagen angenehm leise – unter anderem dank Doppelverglasung. Ein klarer Vorteil auf der Langstrecke.

Der Wey 03 überzeugt vor allem durch viel Leistung und eine hohe Reichweite – auch im Elektro-Modus. Dafür fällt der Basispreis jedoch entsprechend hoch aus.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Herzstück des Konzepts ist der große PHEV-Akku. Mit 34 kWh brutto (28,9 kWh netto) fällt er für einen Plug-in ungewöhnlich großzügig aus, entsprechend hoch ist die elektrische Reichweite: Im Test fuhr der Wey 03 starke 123 Kilometer rein elektrisch, die Gesamtreichweite beträgt 604 Kilometer.
Beim Nutzwert gibt sich der Wey 03 solide. Das Kofferraumvolumen liegt zwischen 517 und 1289 Litern. Positiv: Die Anhängelast beträgt 2000 Kilogramm gebremst (750 kg ungebremst), die Stützlast liegt bei 100 Kilogramm. Preislich startet der GWM Wey 03 bei 47.900 Euro, der Testwagen kam auf 56.600 Euro.
Fahrzeug-Deals
Diese kompakten SUV zeigen eindrucksvoll, wie viel Nutzwert in einem überschaubaren Format steckt – oft passt hier mehr hinein als in so manchen Kombi.
Bei kompakten SUV kommt es nicht auf Beschleunigung oder sportliches Handling an – hier zählen vor allem Alltagstauglichkeit und Komfort. Kompakt-SUV setzen weniger auf Design oder Langstreckenqualitäten, sondern auf souveräne, unkomplizierte Mobilität. Im besten Fall wird das durch geringen Verbrauch und niedrige Unterhaltskosten ergänzt.
Im Fahrzeugtest kombiniert die Redaktion harte Messwerte mit authentischen Eindrücken aus dem Alltag. Erst die Verbindung aus Zahlen und Erfahrung zeigt, wie gut ein Auto wirklich ist.
Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. In das Ergebnis fließen sowohl objektive Faktoren wie Beschleunigung, Verbrauch oder Bremsweg als auch subjektive Eindrücke ein – etwa Federungskomfort oder Bedienfreundlichkeit.
Wer am Ende ganz vorn stehen will, muss also mehr bieten als nur Tempo oder Effizienz. Entscheidend ist der beste Gesamteindruck.
Häufige Fragen zu kompakten SUV
Was ist ein kompaktes SUV?
Ein Kompakt-SUV verbindet die Vorteile eines SUV – etwa erhöhte Sitzposition, größere Bodenfreiheit und guten Überblick – mit den alltagstauglichen Abmessungen eines Kompaktwagens. In der Regel handelt es sich dabei jedoch nicht einfach um höhergelegte Kompakte: Kompakt-SUV verfügen meist über ein eigenständiges Design und setzen je nach Modell auf robustere Elemente wie markante Beplankungen oder sportliche Akzente.
Merkmale:
- Citytaugliche Maße: wendig, passt auf Standardparkplätze
- Variabler Innenraum: trotz kompakter Außenmaße ausreichend Kofferraumvolumen
- Vielseitiger Einsatz: alltags- und reisetauglich
- Antriebe: große Vielfalt
Kurz: Ein Kompakt-SUV ist ein vielseitiger Allrounder mit höherem Nutzwert als viele klassische Kompaktwagen. Die Länge bleibt in der Regel unter 4,60 Metern.
Was kosten kompakte SUV?
Die Preisspanne fällt je nach Marke, Ausstattung und Antrieb recht breit aus. Vollelektrische Modelle sind in der Regel teurer. Die Basispreise starten meist zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Eine Ausnahme bildet der Dacia Duster, dessen Preisliste bereits bei rund 20.000 Euro beginnt.
Für wen lohnt sich ein kompaktes SUV?
Kompakt-SUV eignen sich grundsätzlich für alle, die ein vielseitiges Auto mit viel Platz und hoher Sitzposition suchen. Das Angebot ist sehr breit gefächert – von sportlichen bis edlen Modellen ist alles dabei.
Welche Antriebe gibt es?
Kompakt-SUV gibt es mit allen wichtigen Antriebsvarianten. Einige Modelle bieten zudem eine Allradoption.
- Benziner: weit verbreitet, Mildhybrid-Unterstützung senkt den Verbrauch.
- Diesel: Angebot wird kleiner, für Vielfahrer aber weiterhin interessant – teils ebenfalls mit Mildhybrid-Technik
- Vollhybride: niedriger Verbrauch dank Elektrounterstützung, ganz ohne Ladestopps
- Plug-in-Hybrid: kurze Strecken elektrisch, auf der Langstrecke effizient unterwegs
- Elektro: zunehmend beliebt, inzwischen oft mit Reichweiten von über 400 Kilometern
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