Kia Stinger (2017): Vorstellung

Kia Stinger (2017): Vorstellung

Kia Stinger (2017): Vorstellung, Marktstart

— 19.01.2017

So scharf ist der Kia Stinger

Im Wortsinn eine große Überraschung: Kia zeigt in Detroit den Stinger, eine imposante Sport-Limousine mit bis zu 370 PS. AUTO BILD ist ihn bereits gefahren!

➤ Vorstellung: Der Stinger ist eine beeindruckende Sport-Limousine
➤ Interieur: Im Innenraum soll man sich wie in einem Kokon fühlen
➤ Fahren: Kräftiger Antritt und ausgewogene Balance
➤ Ausstattung: Serienmäßig mit Achtgang-Automatik (Update!)
➤ Motoren:
Diesel für Europa bestätigt (Update!)
➤Technische Daten: Bis zu 370 PS im Stinger (Update!)

Vorstellung: Ein Auto, das es von Kia noch nicht gegeben hat

Kia kann auch sportlich – das beweist der koreanische Hersteller mit diesem neuen Auto: Stinger heißt die beeindruckende Sport-Limousine, Kia selbst spricht gern von einem Gran Turismo. Ein Auto, das es so von Kia noch nicht gegeben hat. Stattliche 4,83 Meter lang, 1,87 breit und 1,40 flach. Vorn mit dem inzwischen Kia-typischen "Tiger-Nose"-Grill, hier in einer besonders breiten, flachen Variante, großen Lufteinlässen und auffälligen LED-Scheinwerfern. Dann folgen eine laaange Motorhaube, eine eingezogene Flanke mit Luft-Auslässen, 19-Zoll-Räder und ein flacher, Coupé-artiger Aufbau mit großer Heckklappe. Hinten gibt es einen erstaunlich langen Überhang und ein wuchtiges Heck mit zwei fetten Doppel-Endrohren – ein imposanter Auftritt. Der stärkste Stinger ist gleichzeitig der schnellste Serien-Kia: Der 370 PS starke V6 soll die Limousine in 5,1 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und bis zu 270 km/h schaffen.

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Stinger kommt vom englischen Sting und bedeutet Stachel.

Auf der IAA 2011 hatte Kia den GT gezeigt, eine sehr ähnlich aussehende Studie mit gegenläufig öffnenden Türen. "Auf den GT haben wir unglaublich viel positive Resonanz bekommen", sagt Kia-Designchef Peter Schreyer, "für die Serie wollten wir so nah wie möglich am Showcar bleiben." Gut, die Türen sind weg, aber sonst: Gelungen! Stinger kommt von Sting, englisch für Stachel. Und zum Stachel im Fleisch der Etablierten, wie Audi A5 Sportback und BMW 4er Gran Coupé, könnte er in dieser Form tatsächlich werden. Die Produktion startet in der zweiten Jahreshälfte 2017 und der Verkauf gegen Ende des Jahres. Preislich wird der GT bei rund 35.000 Euro liegen.
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Interieur: Man soll sich wie in einem Kokon fühlen

Das hohe Armaturenbrett verläuft streng horizontal und wird nur vom mittigen Touchscreen unterbrochen.

Die Idee hinter der Gestaltung des tiefliegenden Innenraums ist, dass man sich wie in einem Kokon fühlen soll. Das hohe Armaturenbrett verläuft streng horizontal und wird nur vom mittigen Touchscreen unterbrochen. Das schmale Dreispeichen-Lenkrad mit Schaltwippen greift wieder den sportlichen Aspekt auf, für den Komfort ist es allerdings mit verschiedenen Funktionstasten belegt. Die Mittelkonsole teilt sich in zwei Bereiche: Der obere Teil dient der Steuerung des Infotainments, darunter sind die Knöpfe für die Klimaanlage und die Lüftungseinstellung angebracht.

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Fahren: Kräftiger Antritt und ausgewogene Balance

Der V6 klingt kernig und sonor und macht mächtig Betrieb. Das Auto fühlt sich agil, aber nicht nervös an.

Bei ersten Probefahrten auf dem Kia-Testgelände mit noch heftig getarnten Karosserien gefiel der ziemlich wuchtige Stinger mit einem kräftigen Antritt, einer ausgewogenen Balance und einer erstaunlich direkten Lenkung. Der V6 klingt kernig und sonor und macht mächtig Betrieb, das Auto fühlt sich agil, aber nicht nervös an. Klar, das hier ist kein kleiner, wilder Sportler, sondern eine ausgewachsene, schnelle Fünf-Meter-Limo. "Der Stinger ist anders ausgelegt als alle anderen Kia bisher," sagt Albert Biermann, zuständig für die Abstimmung des Autos, "wir haben zum Beispiel das sehr auf Sicherheit ausgelegte ESP neu abgestimmt und wollten insgesamt mehr Präzision, Kontrolle und Rückmeldung. Er soll eben genau so fahren, wie er aussieht."

Ausstattung: Automatik ist serienmäßig

Hinterradantrieb ist serienmäßig, auf Wunsch gibt es den Kia Stinger sogar mit Allradantrieb.

Die Technik des Stinger stammt dabei in den Grundzügen vom G80 – einer bei uns nicht verkauften Luxuslimousine der Hyundai-Edelmarke Genesis. Dazu gehört der längs eingebaute Frontmotor, Hinterradantrieb und ein Fahrwerk mit Mc-Pherson-Federbeinen vorn und Mehrlenkerachse hinten. Beim Stinger wird es auf Wunsch auch Allradantrieb (von Magna) mit elektronisch gesteuertem Torque Vectoring geben und erstmalig bei Kia auch elektronisch verstellbare Dämpfer – bei dem sich die Dämpfer vorn und hinten getrennt abstimmen lassen. Das geschieht über die verschiedenen Fahrmodi Eco, Sport, Sport+, Komfort und Smart. Die regeln auch das Ansprechverhalten der Lenkung und die serienmäßige Achtgang-Automatik-Schaltung mit Schaltwippen am Lenkrad. Bei der Topmotorisierung, dem V6, kommen die Bremsen von Brembo, je nach Leistung steht der Stinger auf 17-, 18- oder 19-Zoll-Rädern. 

Serienmäßig kommt der Stinger mit Stabilitätskontrolle, optional hat Kia noch einiges an Assistenten im Angebot: einen Kollisionswarner mit Notbremssystem und Fußgängererkennung, einen Geschwindigkeitsregler, einen Spurthalteassistent, einen Querverkehrassistent, Fernlichtassistent und einen Toter-Winkel-Assistent, außerdem lässt sich bei langsamen Tempo die Umgebung überwachen. Zum ersten Mal bietet Kia in dem Coupé einen Müdigkeitswarner an.

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Das Head-up-Display zeigt neben der Geschwindigkeit noch verschiedene weitere Informationen wie die Lautstärke des Infotainments oder die Navigationsanweisungen an. Per Bluetooth lässt sich das Smartphone koppeln und während der Fahrt induktiv in der Mittelkonsole aufladen.

Motoren: Drei Motoren bestätigt

Für Europa hat Kia bereits drei Motoren bestätigt. Der einzige Diesel hat 2,2 Liter Hubraum, leistet 200 PS und 440 Nm maximales Drehmoment. 8,5 Sekunden soll der Stinger-Diesel für den Sprint auf Tempo 100 brauchen, bei 225 km/h ist Schluss. Außerdem gibt es zwei Benziner: einen turbogeladenen Zweiliter-Vierzylinder mit 225 PS und 353 Nm maximalem Drehmoment sowie die Topmotorisierung – einen V6. Der 3,3-Liter-Twinturbo bringt es auf 370 PS und 510 Nm maximales Drehmoment. Der stärkste Stinger ist gleichzeitig das schnellste Serienmodell von Kia: Er soll in 5,1 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und bis zu 270 km/h schnell sein. Achtgangautomatik und optionaler Allradantrieb sind serienmäßig. In Zukunft will Kia die Motorenpalette auch um einen Plug-in-Hybrid erweitern. Eine vollelektrische Variante ist auf der neuen Plattform zwar umsetzbar, aktuell aber nicht in Planung. Schon eher denkbar ist ein potentieller BMW M3-Gegner.

Technische Daten: Bis zu 370 PS im Stinger

Kia Stinger 2.2 CRDiMotor: 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel mit Turbolader ● Hubraum: 2199 cm³ ● Leistung: 147 kW (200 PS) bei 3800 U/min ● max. Drehmoment: 440 Nm bei 1750 bis 2750 U/min ● Beschleunigung: 0-100 km/h in 8,5 s.

Kia Stinger 2.0 T-GDI ● Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Turbolader ● Hubraum: 1998 cm³ ● Leistung: 188 kW (255 PS) bei 6200 U/min ● max. Drehmoment: 353 Nm bei 1400 bis 4000 U/min.

Kia Stinger 3.3 T-GDI V6 ● Motor: 3,3-Liter-V6-Benziner mit Twin-Turbolader ● Hubraum: 3342 cm³ ● Leistung: 276 kW (370 PS) bei 600 U/min ● max. Drehmoment: 510 Nm bei 1300 bis 4500 U/min ● Beschleunigung: 0-100 km/h in 5,1 s.

Kia Stinger (2017): Vorstellung

Autoren: Dirk Branke, Katharina Berndt

Stichworte:

Sportcoupé Sportwagen

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