Mini Countryman (2017): Vorstellung

Mini Countryman (2017): Vorstellung und Sitzprobe

— 26.10.2016

Alles zum neuen Mini Countryman

Der neue Mini Countryman wächst in allen Dimensionen. Er kommt mit den bekannten Drei- und Vierzylindermotoren und sogar als Plug-in-Hybrid. AUTO BILD saß schon drin!

Die wichtigsten Fakten zum neuen Mini Countryman im Artikel:


➤ Vorstellung: Präsentation in LA, Marktstart im Februar 2017
➤ Interieur: Neu ist die sogenannte "Picnic Bench"
➤ Ausstattung: mehr Komfort-Features im Mini Countryman
➤ Connectivity: Navigationssystem Professional mit Touchscreen
➤ Preise: Mini Cooper Countryman ab 26.500 Euro
➤ Motoren: Vier Benziner, vier Diesel von 136 PS bis 192 PS
• Mini Cooper S E Countryman: ➤ Plug-in-Hybrid mit 224 PS

Vorstellung: Mini-Familie wieder komplett

Video: Mini Cooper S Countryman (2017)

Der neue Mini-King

Die Mini-Familie ist komplett neu aufgelegt. Nach Drei-/Fünftürer, Cabrio und Clubman kommt Anfang 2017 der neue Countryman zu den Händlern. Mit dem Countryman haben die Deutsch-Briten 2010 den Mini erfolgreich in die Kompakt-SUV-Klasse gehoben. Wer einen Kleinwagen sucht, der ist beim Countryman falsch, denn von den Abmessungen her hat das SUV nichts mit einem klassischen Mini gemein. Das wird bei der zweiten Generation noch deutlicher, denn der neue Countryman ist der größte Mini, den es je gab. Am Ende ist er aber nur etwas größer als ein VW Golf. Wer zum ersten Mal vor dem neuen Mini Countryman steht, könnte trotzdem denken, dass das Lifestyle-SUV um eine ganze Klasse aufgestockt wurde. Der Countryman sieht speziell als Cooper S mit den großen Lufteinlässen und den eckig gestalteten hinteren Kotflügeln bullig aus. Mit 4,30 Metern Länge übertrumpft der Countryman den R60 genannten Vorgänger um satte 20 Zentimeter. Klingt erst mal viel, aber das allseits beliebte Vergleichsobjekt VW Golf ist nur rund vier Zentimeter kürzer. Gleichzeitig wächst der Radstand von 2,60 Meter auf 2,67 Meter.

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Interieur: Neu ist die sogenannte "Picnic Bench"

Der Innenraum des neuen Countryman ist typisch Mini: leicht verspieltes Design, aber eine nicht nur für Mini-Fahrer extrem einfache Bedienung. Der mittige Tacho der ersten Mini-Modelle gehört schon lange der Vergangenheit an, hier sitzt beim neuen Countryman gegen Aufpreis das Navi mit Touchscreen. Ebenfalls neu im Countryman ist der mittige rote Kippschalter zum Motorstart, den wir aus den aktuellen Mini-Modellen kennen. Der geht aufs Haus, alle anderen Neuerungen, wie Head-up-Display (600 Euro) und elektrische Sitze (1250 Euro) müssen die Kunden extra bezahlen. Die Rückbank ist weiterhin im Verhältnis 40:20:40 umklappbar, auch die praktischen Lösungen der verschieb- und verstellbaren Rücksitzbank bietet der neue Countryman.

Die "Picnic Bench" ist Ladekantenschutz und Sitzgelegenheit zugleich. Kostenpunkt: 120 Euro.

Beim angenehm hohen Einstieg in den Fond begrüßt einen der belederte Union Jack auf den Rückseiten der Kopfstützen. Dieses nette Detail gehört zur höchsten Ausstattungsvariante Mini yours, soll aber nicht von den Platzverhältnissen ablenken. Wo der erste Mini Countryman schon nicht knapp geschnitten war, legt der Nachfolger vom Gefühl her noch mal zu. Auf den hinteren Plätzen sitzt es sich sehr bequem, das Raumangebot ist üppig. Allerdings war der Kofferraum des Vorgängers mit 350 bis 1170 Litern doch eher knapp bemessen. Dank 20 Zentimetern mehr Außenlänge schluckt der Landmann jetzt auch mehr Gepäck. Bei umgeklappten Sitzen bis zu 1390 Liter. Im Normalfall immer noch stattliche 450 Liter. Und dann beherrscht der Neue neben der elektrischen Heckklappe noch ein Kunststück: Die sogenannte "Picnic Bench" ist Sitzgelegenheit und Ladekantenschutz zugleich und wird einfach manuell aus dem Ladeboden ausgeklappt.

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Mini Countryman Illustration Mini Cabrio Illustration Mini Superleggera Illustration

Ausstattung: Mehr Komfort-Features im Mini Countryman

Wie es sich für einen Mini gehört, lässt sich auch Countryman Generation zwei nahezu komplett individualisieren. Neben zahlreichen Außenfarben gibt es Streifen, Dächer und Außenspiegel in Kontrastfarben, verschiedene Innenausstattungen und bis zu zehn unterschiedliche Felgendesigns. Ganz neu sind die Farben "Island Blue metallic" und "Chestnut", was übersetzt Kastanie bedeutet. Ein neues Komfort-Feature ist die elektrische Heckklappe, die sich per Komfortzugang auch berührungslos öffnet. Die "Picnic Bench" kostet 120 Euro Aufpreis. Die vorderen Sitze sind beim neuen Countryman erstmals in einem Mini elektrisch einstellbar und merken sich voreingestellte Positionen per Memory-Funktion. 

Die Anhängerkupplung kommt mit einem abnehmbaren Kugelkopf. Die Anhängelast beträgt je nach Motorisierung zwischen 1500 und 1800 Kilogramm.

Alle Motorisierungen sind auf Wunsch mit dem ALL4 genannten Allradantrieb kombinierbar. Zudem sind optional elektronische geregelte Dämpfer erhältlich. Die drei Fahrmodi Mid, Sport und Green können im neuen Mini Countryman gewählt werden. Unterschiede gibt es bei den Felgen. Cooper und Cooper D rollen serienmäßig auf 16-Zoll-Felgen vom Hof, während alle anderen Varianten mindestens 17-Zöller spendiert bekommen. 19-Zoll-Räder sind ab sofort nicht mehr exklusiv für den John Cooper Works, sondern für alle Motorisierungen lieferbar.

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Connectivity: Navigationssystem Professional mit Touchscreen

Der mittige Tacho der ersten Mini-Modelle gehört schon lange der Vergangenheit an, hier sitzt beim neuen Countryman gegen Aufpreis das Navi "Professional" mit Touchscreen. Wer nicht gerne auf dem Bildschirm rumdrückt, der kann das System auch ganz bequem per Tasten in der Mittelkonsole bedienen. Hier spürt und sieht man die Markenverwandtschaft zu BMW deutlich. Serienmäßig ist ein Radio mit Zentralinstrument und Bluetooth-Freisprecheinrichtung verbaut. Nur für das große Navi gibt es den neuen Country Timer, der Fahrten abseits befestigter Straßen aufzeichnet. Im Nachhinein kann der Fahrer die Daten analysieren und kann verschiedene Stufen vom "Street Cruiser" bis zum "Cliff Champ" erreichen. Und auch der sogenannte Mini Find Mate ist neu im Countryman. Der Assistent gehört zum Wired Paket und hilft dabei bestimmte Gegenstände zu finden. Entsprechende Tags werden an Schlüsselbunden oder Taschen befestigt und können per Bluetooth geortet werden, falls man sie mal wieder verlegt hat.Bleibt abzuwarten, wie gut dieses System in der Realität funktioniert, beziehungsweise, wie es ohne Bluetooth-Verbindung läuft.

Das Zentralinstrument ist von einem LED-Ring umgeben.

Mit Mini Connected ist zudem ein Mobilitätsassistent an Bord. Das System informiert den Fahrer über die aktuelle Verkehrslage und soll so die optimale Abfahrtszeit berechnen. Zudem kann sich das System laut Mini häufig gefahrene Routen, wie den Arbeistweg merken, und den Fahrer vor Fahrtantritt über Verkehrsbehinderungen oder ähnliches informieren. Auch bei den Assistenzsystem hat Mini aufgerüstet. Serienmäßig an Bord ist der Auffahrwarner inklusive Bremsfunktion. Gegen Aufpreis gibt es den Driving Assistant mit aktivem Tempomat, Personenwarnung und Fernlichtassistent.

Motoren und Preise: Über 3000 Euro Aufpreis zum Vorgänger

Natürlich hat der generationsbedingte Wachstumsschub auch einen Haken: der Countryman geht in die Massephase. Das bedeutet, er legt nicht nur 20 Zentimeter Länge, sondern auch rund 100 Kilogramm zu. Als Cooper mit Dreizylinder wiegt das Lifestyle-SUV rund 1365 Kilogramm. Trocken, wohlgemerkt. Da ergibt es natürlich Sinn, dass Mini auch für das größte Modell die starken Motoren anbietet. Als Cooper S leistet der Countryman 192 PS und ist damit das Topmodell. Zumindest so lange, bis der John Cooper Works Countryman kommt.

Zum Marktstart im Februar 2017 außerdem im Angebot sind: der Countryman Cooper, Cooper D und SD. Der Einstiegspreis für den 136 PS starken Countryman Cooper ohne Allradantrieb liegt bei 26.500 Euro. Das entspricht einem Aufpreis von 3800 Euro zum auslaufenden Modell. Das Topmodell Cooper S kostet mindestens 29.900 Euro (bisher ab 26.700 Euro). Alle Motorisierungen sind auf Wunsch mit dem ALL4 genannten Allradantrieb lieferbar, wofür sich beim Vorgänger rund 60 Prozent der Kunden entschieden. Serienmäßig sind alle Motoren mit einer Sechsgang-Handschaltung und Vorderradantrieb ausgestattet. Eine Ausnahme ist der Cooper SD, der ab Werk mit einer Achtgang-Automatik kommt. Premiere im Countryman hat der Plug-in Hybrid namens Cooper SE, der zeitlich versetzt auf den Markt gebracht wird. Den Antrieb übernimmt der Countryman vom BMW 225xe. Im Falle des Mini bedeutet das, der Dreizylinder vom Cooper wird mit einem 88 PS starken E-Motor an der Hinterachse gekoppelt. Das Ergebnis: 224 PS Systemleistung und Allradantrieb. Rein elektrisch soll der Mini Countryman Cooper SE 40 Kilometer weit und bis zu 125 km/h schnell fahren.

Mini Countryman (2017): Vorstellung

Technische Daten: vier Motoren von 136 PS bis 192 PS

Mini Cooper CountrymanMotor: Dreizylinder-Benziner • Hubraum: 1499 ccm • Leistung: 100 kW (136 PS) • Gewicht: 1390 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h in 9,6 s • Höchstgeschwindigkeit: 202 km/h • Verbrauch: 5,5 - 5,7 l/100km • Preis: ab 26.500 Euro.

Mini Cooper ALL4 Countryman • Motor: Dreizylinder-Benziner • Hubraum: 1499 ccm • Leistung: 100 kW (136 PS) • Gewicht: 1470 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h in 9,8 s • Höchstgeschwindigkeit: 197 km/h • Verbrauch: 6,0 - 6,2 l/100km • Preis: ab 28.500 Euro.

Mini Cooper S Countryman • Motor: Vierzylinder-Benziner • Hubraum: 1998 ccm • Leistung: 141 kW (192 PS) • Gewicht: 1460 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h: 7,4 s • Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h • Verbrauch: 6,0 - 6,3 l/100 km • Preis: ab 29.900 Euro.

Mini Cooper S ALL4 Countryman • Motor: Vierzylinder-Benziner • Hubraum: 1998 ccm • Leistung: 141 kW (192 PS) • Gewicht: 1530 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,2 s • Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h • Verbrauch: 6,4 - 7,1 l/100 km • Preis: ab 31.900 Euro.

Mini Cooper D Countryman • Motor: Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1995 ccm • Leistung: 110 kW (150 PS) • Gewicht: 1430 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h in 8,8 s • Höchstgeschwindigkeit: 208 km/h • Verbrauch: 4,3 - 4,6 l/100 km • Preis: ab 29.500 Euro.

Mini Cooper D ALL4 Countryman • Motor: Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1995 ccm • Leistung 110 kW (150 PS) • Gewicht: 1500 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h in 8,7 s • Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h • Verbrauch: 4,8 - 5,0 l/100 km • Preis: ab 31.500 Euro.

Mini Cooper SD Countryman • Motor: Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1995 ccm • Leistung 140 kW (190 PS) • Gewicht: 1465 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,7 s • Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h • Verbrauch: 4,6 - 4,8 l/100 km • Preis: ab 33.900 Euro.

Mini Cooper SD ALL4 Countryman • Motor: Vierzylinder-Diesel • Hubraum: 1995 ccm • Leistung: 140 kW (190 PS) • Gewicht: 1535 kg • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,4 s • Höchstgeschwindigkeit: 218 km/h • Verbrauch: 4,9 - 5,1 l/100 km • Preis: ab 35.900 Euro

Gebrauchtwagen: Unter 10.000 Euro geht nichts

Die vierte Modellreihe des Mini kam 2010 auf den Markt und wurde mit sieben Motorisierungen angeboten. Die Motorenpalette reicht bei den Benzinern vom One Countryman mit 98 PS bis zum Countryman John Cooper Works mit 218 PS und serienmäßigem Allradantrieb. Der Cooper S Countryman leistete zu Beginn 184 PS und ab Juli 2014 dann 190 PS. Bei den Selbstzündern reicht die Palette vom One D Countryman mit 90 PS bis zum Cooper SD Countryman mit 143 PS. Das Angebot an gebrauchte Mini Countryman vom Typ R60 ist riesig, die Auswahl an Benzinern und Dieseln sehr ausgegleichen.

Der R60 genannte Vorgänger war der erste viertürige Mini und wurde weltweit über 540.000 Mal verkauft.

Gebrauchte Cooper D Countryman mit 112 PS beginnen bei etwas über 11.000 Euro, die Laufleistungen sind entsprechend hoch. Für rund 13.000 Euro gibt es wahlweise One D Countryman mit wenig Leistung (90 PS) und wenig Kilometern (um die 50.000 km) oder sogar vergleichsweise gut ausgestattete Cooper SD (143 PS) mit knapp 180.000 Kilometern auf der Uhr. Wer lieber einen Benziner möchte, muss rund 12.000 Euro für einen Mini One Countryman mit unter 100.000 Kilometern Laufleistung und geringer Ausstattung einplanen. Für gut 1000 Euro Aufpreis gibt es aber auch einen 122 PS starken Cooper Countryman. Gut ausgestattete Cooper S Countryman aus den Baujahren 2011 oder 2012 gibt es für gut 14.000 Euro. Die stärkere Version mit 190 PS ist seltener und beginnt bei rund 17.500 Euro. Für das Topmodell John Cooper Works werden mindestens 22.000 Euro fällig, die Auswahl an gebrauchten Exemplaren ist überschaubar. Sehr junge, top ausgestattete Mini John Cooper Works Countryman können auch die 30.000 Euro Marke knacken. Im Dauertest überzeugte der Mini Cooper SD Countryman trotz zum Teil nachlässiger Verarbeitung und billigem Plastik. Das Fahrwerk wurde oft bemängelt, die Motor-Getriebe-Einheit dafür gelobt.

Übersicht: Gebrauchte Mini Countryman

100.000 Kilometer im Mini Countryman

Mini Countryman Mini Countryman Mini Countryman, Innnenraum
Autor:

Jan Götze

Fazit

Mini geht mit der Zeit. Die Deutsch-Briten trauen sich und bringen einen richtig großen Mini: Der neue Countryman ist nicht nur bei den Abmessungen gewachsen, auch die Motorenpalette wurde um einen wichtigen Plug-in-Hybrid erweitert. Zusätzlich bietet er viel Platz, eigenständiges Design und verliert dank zahlreicher Individualisierungsmöglichkeiten trotzdem nicht den typischen Mini-Charme.

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