Mini Cooper SE (2020)

Mini Cooper SE (2020)

Mini Cooper SE (2020): Test, Preis, Marktstart, Laden, Reichweite, Batterie, digitaler Tacho

Minis neuer E-Kraftzwerg

Bewährtes Retrodesign mit bewährter Technik für 32.500 Euro: Mini bringt 2020 mit dem Cooper SE ein bezahlbares E-Auto auf den Markt. Fahrbericht.

Vorstellung, Preis und Marktstart

Endlich kommen die bezahlbaren E-Autos! Bisher findet der Großteil der Elektromobilität mit Tesla Model S, Audi e-tron und Mercedes EQC jenseits der 80.000 Euro statt. Ab Sommer 2020 soll sich das ändern: VW ID.3, Opel Corsa-e und Peugeot e-208 werden für knapp unter 30.000 Euro in den Handel gehen. Bereits im März 2020 schickt auch Mini den Cooper S E für rund 32.500 Euro auf die Straßen. Und was bekommt man dafür bei Mini?

Mini Cooper SE hat keine eigene E-Plattform

Mini-Chefdesigner Oliver Heilmer (links) setzt auch beim elektrischen Mini auf bewährtes Retro-Design. 

Nichts expressionistisch Ausgefallenes wie der Technikbruder BMW i3. Und das ist auch gut so. Der Mini fällt mit seinem bewährten Retrodesign schon genug auf. Das hätte nur jede übertriebene Maßnahme kaputt gemacht. Und viel ändern konnte Mini-Chefdesigner Oliver Heilmer ohnehin nicht. Der Cooper SE basiert auf dem Verbrennermodell, steht nicht auf einer eigenen E-Plattform. Daher mussten die 33-kWh-Batterien des i3 ins Chassis des aktuellen Mini integriert werden. Die Batterien sitzen T-förmig im Kardantunnel und unter der Rücksitzbank des Zweitürers. Dadurch bleibt das Kofferraumvolumen von 211 Litern erhalten. In Kombination mit dem 184 PS und 270 Nm starken Elektromotor an der Vorderachse ist die Gewichtsverteilung besser als beim Cooper S, liegt bei knapp 54:46. Einziger Nachteil: Durch die Batterien steigt das Gewicht des Cooper S um 145 Kilogramm, wodurch der SE ein Leergewicht von 1365 Kilogramm hat.

Das Design wirkt bulliger

Außerdem musste Mini den Cooper SE 1,8 Zentimeter höher legen, damit die Batterien in den Fahrzeugboden passen. Um ihn optisch wieder runterzuholen, wurden die Seitenschweller über den Radkästen und an den Flanken verlängert. Das verleiht dem Cooper SE einen bulligeren Auftritt als dem Verbrenner. Daneben hat Mini den Kühlergrill nahezu geschlossen. Nur ein schmaler Luftschlitz versorgt die E-Komponenten mit Luft. Am Heck wurde lediglich die Schürze aufgrund der fehlenden Abgasanlage überarbeitet, sie hat jetzt eine kleine Abrisskante. Die optionalen 17-Zoll-Felgen (Mini Electric Corona Spoke 2-tone) haben austauschbare Einsätze aus Aluminium, die – typisch Mini – für mehr Individualisierung sorgen und die Aerodynamik verbessern sollen. Auch die schmaleren Außenspiegel verringern laut Mini den Luftwiederstand und deuten nebenbei an, dass die knubbeligen runden Außenspiegelgehäuse der Vergangenheit angehören.

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Innenraum: Mini zukünftig mit digitalem Tacho

Neu ist die 5,5 Zoll große, ovale digitale Tachoeinheit vor dem Lenkrad.

Ebenso verrät das Cockpit des Cooper SE einiges über die zukünftigen neuen Mini-Modelle. Die gelben Elektro-Akzente wie auf dem Automatikwählhebel kennen wir bereits aus dem Plug-in-Hybriden Mini Cooper SE. Neu ist die 5,5 Zoll große, ovale digitale Tachoeinheit vor dem Lenkrad. Ladestand der Batterie, Reichweite und Geschwindigkeit sind leicht abzulesen, das Display ist nicht überfrachtet mit Informationen. Beim Wechsel zwischen den Fahrmodi Green+, Green, Mid und Sport verändern sich die Farben der km/h-Anzeige von Grün zu Rot. Im Hauptdisplay in der Mittelkonsole ändert sich die Anzeigegrafik wie gewohnt. Bei Mini hätte man da fast noch mehr grafische Spielereien erwartet.

Fahren: Bis zu 270 Kilometer Reichweite

Zu den Fahrleistungen verrät Mini noch nicht so viel. Bei der ersten Prototypenfahrt beschleunigte der elektrische Dreitürer in kaum mehr als sieben Sekunden auf Tempo 100. Auf dem offiziellen Datenblatt stehen 7,3 Sekunden für den Sprint. Das unterstreicht den Fahrspaß, den die Kunden sicherlich auch von einem elektrischen Mini erwarten dürften. Noch mehr Fahreindrücke finden Sie hier. Bei der Reichweite für den Mini Cooper SE spricht Mini von 235 bis 270 Kilometern. Laut Mini genug für den typischen Mini-Kunden, der das Fahrzeug überwiegend in der Stadt und oft nur als Zweit- oder Drittwagen nutzt. Mit einer Gleichstrom-Schnellladestation sollen 80 Prozent Ladung in 35 Minuten möglich sein.

Mini Cooper SE (2020)

Fazit von Robin Hornig: Der Mini bleibt sich auch als Elektroauto treu, behält sein bewährtes Retrodesign und setzt auf erprobte E-Technik aus dem BMW i3. Beim Preis von 32.500 Euro dürfte es mit ein paar Zusatzoptionen nicht bleiben (zur Serienausstattung gehören unter anderem LED-Scheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik und das Navi). Die Elektromobilität wird er angesichts Reichweite und Einsatzspektrum zwar nicht revolutionieren, aber sicherlich ansehnlicher und spaßiger machen.

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