Skoda Kodiaq (2016): Fahrbericht

Skoda Kodiaq (2016): Fahrbericht

— 27.07.2016

So fährt der Skoda Kodiaq

Im Herbst 2016 wird der Skoda Kodiaq präsentiert. AUTO BILD durfte schon jetzt hinters Steuer des neuen SUVs. So viel Tiguan steckt im Kodiaq!

Da kommt echt was Großes auf uns zu. Um genau zu sein, etwas 4,70 Meter langes – der neue Skoda Kodiaq. Schon sechs Wochen vor seiner Premiere im September 2016 konnte AUTO BILD dem ersten neuen Skoda-SUV seit dem Yeti 2009 auf den Zahn fühlen. Noch getarnt und im Vorserienstatus zeigt der Skoda bereits jetzt seine Qualitäten. Am Computer haben Illustratoren den Kodiaq schon einmal enttarnt. 
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Video: Skoda Kodiaq Erlkönig Probefahrt (2016)

Erste Fahrt im Kodiaq

Beginnen wir beim Nutzwert, traditionell eine der Stärken der tschechischen VW-Tochter. Der Kodiaq überragt seinen nicht gerade schmächtigen Konzernbruder Tiguan um satte 20 Zentimeter. Wie gewohnt, nutzen sie bei Skoda die zusätzlichen Zentimeter für eine Menge Raum. Egal ob im Cockpit, in Reihe zwei oder im Kofferraum: Der Kodiaq bietet überall deutlich mehr Platz als der VW, die fünfsitzige Variante schluckt 720 Liter Gepäck. Im Fond reicht der Platz bis auf wenige Zentimeter an den Superb heran – und der bietet mehr Beinfreiheit als eine Mercedes S-Klasse.

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Hohe Qualität schon im Vorserienstadium

Beim Vorserienfahrzeug ist das Skoda-Emblem noch abgeklebt.

Wirklich überraschend ist das Ambiente im Innenraum des Kodiaq. Bisher eher pragmatisch, erinnert das SUV an die guten alten Zeiten bei Daimler: ruhige, unaufgeregte Formen, alles ist übersichtlich arrangiert und bereits jetzt top verarbeitet. Ganz neu sind die längs stehenden Luftausströmer neben dem acht Zoll großen Touchscreen. 2014 haben die Tschechen einen Interieurdesigner der Schwestermarke Audi verpflichtet – dem Kodiaq ist das anzumerken. Selbst im frühen Vorserienstadium des Testwagens wirkt alles solide zusammengesetzt, die Materialien sind spürbar hochwertiger als bisher. Einen Respektabstand zu den teureren Marken im Konzern gibt es so kaum noch.

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Fünf Motorisierungen zum Marktstart

Am Computer hat AUTO BILD den Kodiaq schon einmal enttarnt. Am 1. September 2016 ist Premiere.

Das gilt auch für die Technik. Weil das SUV nun mal die gleiche Basis wie VW Passat und Co nutzt, können die Tschechen aus dem Vollen schöpfen. LED-Scheinwerfer, Head-up-Display und Online-Services wie Google Earth sind neu bei Skoda und werden im Kodiaq zum ersten Mal eingesetzt. Kein Wunder, dass diese Baukastentechnik den Kodiaq auch beim Fahren auf Anhieb zu einem Großen macht. Beginnen wir beim Motor: Der Kodiaq wird zum Marktstart im Frühjahr 2017 mit drei Benzinern (125 bis 180 PS) sowie zwei Dieseln (150 und 190 PS) angeboten. Die beiden Basismotoren bekommen Frontantrieb, bei allen anderen ist Allrad serienmäßig. In unserem Testwagen war der 190 PS starke Turbodiesel mit serienmäßigem 4x4-Antrieb verbaut, ebenfalls ein alter Bekannter aus dem Volkswagen-Konzern. Ist erst mal die Anfahrschwäche überwunden, beschleunigt der Diesel den Kodiaq leichtfüßig. Dazu passt das komfortabel ausgelegte Fahrwerk: Vorbei die Zeiten, in denen Skoda seine Autos betont rustikal abgestimmt hat – sei es nun aus Konzern-Räson oder weil sie schlicht mehr Zuladung verkraften als die meisten Konkurrenten. Gegenüber dem weich abgestimmten Superb mit seiner etwas unterdämpften Hinterachse hat Skoda die Abstimmung geringfügig gestrafft, der Kodiaq schaukelt deutlich weniger. Ein gelungener Kompromiss.

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Clevere Idee bei Ford abgeschaut

Bemerkenswert sind zudem die vielen kleinen Lösungen im Kodiaq, die den Passagieren das Leben erleichtern sollen. Wie beim Superb sind zwei Regenschirme in den vorderen Türverkleidungen versteckt. Und Skoda hat sich von Ford die pfiffige Lösung mit den ausfahrbaren Schutzlippen an den Türkanten abgeguckt – clevere Ideen darf man auch mal kopieren. Auch das zeigt ja Größe.

Skoda Kodiaq (2016): Fahrbericht

Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Der Skoda Kodiaq wird ein riesiger Erfolg – das steht schon jetzt fest. Die Preise ab etwa 25.000 Euro bleiben im Rahmen, das SUV fährt einfach gut und hebt sich beim Design sowie dem Ambiente im Innenraum wohltuend von seinen Brüdern aus Wolfsburg ab. 

Stichworte:

SUV

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