Skoda-SUV Kodiaq (2016) im Test: Sitzprobe

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Skoda-SUV Kodiaq (2016): Sitzprobe und Fahrbericht

— 02.09.2016

Neuer Kodiaq im großen Rundum-Check

Edle Materialien, viel Platz: AUTO BILD-Redakteur Stefan Voswinkel hat sich das neue große Skoda-SUV Kodiaq genau angeschaut. Plus: Fahreindrücke!

Was für ein Auftritt – vom Kühler bis zum Heck satte 4,70 Meter. Der neue Kodiaq legt sich gleich mit den ganz Großen an, sortiert sich zwischen VW Tiguan und Touareg ein. Mit Tendenz Richtung Touareg. Und das überrascht tatsächlich. Das elegante Design, die fein gezeichneten LED-Scheinwerfer und die an funkelnde Kristalle erinnernden Rückleuchten sehen jedenfalls deutlich mehr nach Premium aus als das recht zurückhaltende Äußere des Tiguan.

Skoda Kodiaq (2016): Alle Infos

Hochwertiger Look und gute Materialien

Video: Sitzprobe Skoda Kodiaq (2016)

Erste Sitzprobe im Kodiaq

Und auch im Innenraum zeigt Skoda, dass sie mittlerweile keinen Respektabstand zu den Wolfsburger Brüdern halten müssen. 2014 haben die Tschechen einen Interieurdesigner der Schwestermarke Audi verpflichtet – dem Kodiaq ist das anzumerken. Schon im Cockpit zeugen weiche Kunststoffe, an Bambus-Holz erinnernde Dekoreinlagen, feine Chromrahmen um Instrumente und die hochstehenden Lüftungsdüsen sowie jede Menge Klavierlack vom hohen Anspruch Skodas. Dazu kommt ein erstmals im VW-Konzern eingesetzter Touchscreen, der auf 9,5 Zoll gewachsen ist und die bisherigen Tasten durch berührungsempfindliche Flächen ersetzt. Erinnert an ein Apple iPad – und lässt sich ähnlich intuitiv bedienen.
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Viel Platz in den Reihen 2 und 3

Auf 4,70 Metern Länge bietet der Kodiaq ordentlich Platz für Passagiere in der zweiten und dritten Reihe.

Gewohnt hingegen ist das großzügige Platzangebot. Ähnlich wie beim Schwesterpaar Golf und Octavia machen die Tschechen auch beim Kodiaq eine Menge aus den zusätzlichen Zentimetern gegenüber dem Tiguan. In Reihe zwei lässt es sich selbst als zwei Meter großer Mensch bequem lümmeln. Und die aufpreispflichtige Reihe drei taugt nicht nur für Kinder – sogar Erwachsene können halbwegs passabel sitzen. Wird sie nicht bestellt, passen mindestens 720 Liter ins Heck, bei komplett umgeklappten Sitzen sind es sogar 2065 Liter. Das sind übrigens rund 400 mehr als der größere Touareg schluckt.

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Die Silhouette des Kodiaq ist elegant, die Rückleuchten funkeln in Diamantoptik.

Bemerkenswert sind zudem die vielen kleinen Lösungen im Kodiaq, die den Passagieren das Leben erleichtern sollen. Wie beim Superb sind zwei Regenschirme in den vorderen Türverkleidungen versteckt. Und Skoda hat sich von Ford die pfiffige Lösung mit den ausfahrbaren Schutzlippen an den Türkanten abgeguckt – clevere Ideen darf man auch mal kopieren. Auch das zeigt ja Größe.

So fährt der Kodiaq

Video: Skoda Kodiaq Erlkönig Probefahrt (2016)

Erste Fahrt im Kodiaq

Bereits vor seiner Premiere hat AUTO BILD dem Kodiaq auf den Zahn gefühlt – noch getarnt und im Vorserienstatus. Der Kodiaq wird zum Marktstart im Frühjahr 2017 mit drei Benzinern (125 bis 180 PS) sowie zwei Dieseln (150 und 190 PS) angeboten. Die beiden Basismotoren bekommen Frontantrieb, bei allen anderen ist Allrad serienmäßig. In unserem Testwagen war der 190 PS starke Turbodiesel mit serienmäßigem 4x4-Antrieb verbaut, ebenfalls ein alter Bekannter aus dem Volkswagen-Konzern. Ist erst mal die Anfahrschwäche überwunden, beschleunigt der Diesel den Kodiaq leichtfüßig.
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Skoda Kodiaq (2016): Fahrbericht

Dazu passt das komfortabel ausgelegte Fahrwerk: Vorbei die Zeiten, in denen Skoda seine Autos betont rustikal abgestimmt hat – sei es nun aus Konzern-Räson oder weil sie schlicht mehr Zuladung verkraften als die meisten Konkurrenten. Gegenüber dem weich abgestimmten Superb mit seiner etwas unterdämpften Hinterachse hat Skoda die Abstimmung geringfügig gestrafft, der Kodiaq schaukelt deutlich weniger. Ein gelungener Kompromiss. Mit einem Grundpreis von rund 26.000 Euro ist das Skoda-SUV ähnlich eingepreist wie ein kleinerer Tiguan und gut 6000 Euro teurer als der kleinere Seat Ateca (ab 19.990 Euro): Dieser Skoda zeigt ganz neue Größe!

Skoda Kodiaq (2016): Sitzprobe

Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Skoda hat mit dem Kodiaq wohl eines der besten SUV-Angebote auf die Räder gestellt. Platz ohne Ende kennen wir schon von den Tschechen – jetzt kommen noch Materialien und technische Lösungen aus der Premium-Klasse. Zum überraschend moderaten Preis.

Stichworte:

SUV

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