50 Sommerreifen im Test

Sommerreifen im Test Sommerreifen im Test Sommerreifen im Test

Sommerreifentest 2016: 205/55 R 16

— 22.03.2016

50 Sommerreifen im Vergleich

Das Angebot ist riesig wie nie, der Autofahrer völlig überfordert: Unser Sommerreifentest in der Kompaktklasse bringt Licht ins Dunkel.

Was die Osterglocken mit Reifen zu tun haben? Ganz einfach: Gehen die Blütenkelche auf, ist es Zeit zum Wechseln. Nach der bekannten Regel "von O bis O", also von Oktober bis Ostern, sollte man auf Winterreifen fahren. Und in der warmen Jahreshälfte sprechen mindestens drei gute Gründe für den Wechsel auf Sommerreifen.

Der Wechsel auf Sommerreifen lohnt sich mehrfach

Video: AUTO BILD Sommerreifen-Ratgeber (2016)

Startklar für den Sommer

Der erste und wichtigste Grund hat elementar mit der eigenen Sicherheit zu tun. Sobald nämlich die Temperaturen in den zweistelligen Bereich klettern, neigen die für Minusgrade ausgelegten Gummimischungen von Winterreifen zu einer Art Hitzestau. Das Gummi verliert seine Steifigkeit, und mit steigender Wärme werden die Bremswege immer länger. Sommerreifen sind dagegen genau für diesen Temperaturbereich ausgelegt und liefern ein sattes Plus an Sicherheit, anschaulich abzulesen an der Länge der Bremswege: Bei einer Vollbremsung steht unser Golf mit einem guten Sommerreifen nach etwa 36 Metern. Mit Winterbereifung braucht er dafür zusätzlich zwei Wagenlängen. Das ist eine verschenkte Sicherheitsreserve. Bei Tempo 160 beträgt der Unterschied sogar schon 25 Meter, das kann am Stauende ganz schön teuer werden.
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Sparen lässt sich dagegen an den Unterhaltskosten. Argument Nummer zwei liefert eine Studie des Reifenherstellers Continental, wonach Winterreifen im Sommerbetrieb überdurchschnittlich an Profiltiefe verlieren und deshalb schneller ausgetauscht werden müssen. Zumindest für Vielfahrer rechnen sich also die Anschaffung eines zweiten Reifensatzes und der halbjährliche Reifenwechsel. Und letztlich dürfen natürlich auch der Fahrspaß und die gute Laune beim Autofahren nicht zu kurz kommen. Ein knackiges Einlenken und ein dynamisches Kurvenverhalten machen das Autofahren zum Fahrerlebnis. Also runter mit den zähen Winterreifen und rauf mit den frischen Sommerpellen. Damit ein Hauch von Frühling auch im grauen Verkehrsalltag zu spüren ist.
Im Überblick: Alle AUTO BILD-Sommerreifen-Tests
Mehr zum Thema: Ganzjahresreifen im Test

Qualifikationsrunde: Auf der Suche nach den 15 Besten

In unserem Test müssen alle 50 Reifen zunächst bei der Qualifikation den Sicherheitscheck bestehen. Dazu messen wir Bremswege bei einer Vollbremsung aus Tempo 80 auf nasser und Tempo 100 auf trockener Piste. Nur die 15 Kandidaten mit den in Summe kürzesten Bremswegen kommen erreichen die zweite Testrunde. In der finalen Wertung überzeugten vor allem die Premiummarken. Doch unter den mit "vorbildlich" und "empfehlenswert" bewerteten Pneus findet sich auch günstige Alternativen. Welcher der Sommer-Kandidaten seine Aufgaben letztlich am besten meisterte, lesen Sie in der Bildergalerie.

Großer Sommerreifen-Test 2016

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Sommerreifen-Test 2016: Die Platzierungen in der Qualifikation
Platz Sommerreifen Bremsweg nass (Meter)* Bremsweg trocken (Meter)** Gesamtstrecke (Meter)
1 Pirelli Cinturato P7 Blue (91 V) 27,0 34,8 61,8
2 Hankook Ventus Prime³ (91 V) 27,9 34,6 62,5
3 Semperit Speed-Life 2 (91 V) 28,4 35,7 64,1
4 Uniroyal RainSport 3 (91 V) 28,7 35,9 64,6
5 Goodyear EfficientGrip Performance (91 V) 28,8 36,1 64,9
6 Dunlop Sport BluResponse (91 V) 29,5 35,7 65,2
Fulda EcoControl HP (91 V) 28,8 36,4 65,2
8 Bridgestone Turanza T001 (91 V) 28,7 36,6 65,3
Continental PremiumContact 5 (91 V) 30,6 34,7 65,3
10 Michelin Primacy 3 (91 V) 29,3 36,8 66,1
11 Vredestein Sportrac 5 (91 V) 29,6 37,1 66,7
12 Nexen N´blue HD Plus (91 V) 31,1 35,7 66,8
13 Yokohama BluEarth-A (AE-50) (91 V) 30,5 36,4 66,9
14 Nokian Line (91 V) 29,1 37,9 67,0
15 Falken Ziex ZE914 Ecorun (91 V) 29,8 37,4 67,2
16 Debica Presto (91 V) 29,6 38,1 67,7
17 Kumho Ecsta HS51 (91 V) 29,4 38,6 68,0
18 BF Goodrich g-Grip (91 V) 30,3 37,8 68,1
19 Kleber Dynaxer HP 3 (91 V) 31,2 37,7 68,9
20 Barum Bravuris 3HM (91 V) 30,0 39,0 69,0
Gislaved Ultra Speed (94 V) 30,7 38,3 69,0
Matador Elite 3 MP 44 (91 V) 30,9 38,1 69,0
Roadstone CP661 (91 V) 30,9 38,1 69,0
Viking ProTech HP (94 V) 31,8 37,2 69,0
25 Firestone TZ300 alpha (91 V) 30,2 39,3 69,5
Nankang Green Sport Eco-2+ (94 V) 32,9 36,6 69,5
27 Riken Maystorm 2 b² (94 V) 34,5 35,1 69,6
28 Wanli S-1063 (91 V) 32,0 38,8 70,8
Apollo Alnac 4G (91 V) 32,2 38,6 70,8
30 Dayton D320 Evo (91 V) 33,0 37,9 70,9
31 Hi Fly HF 201 (91 V) 33,4 37,7 71,1
32 Aeolus PrecisionAce AH 01 (91 V) 32,6 38,6 71,2
33 Formula Energy (91 V) 32,7 38,6 71,3
34 General Altimax Sport (91 V) 32,4 39,0 71,4
Zenises Three (91 V) 33,6 37,8 71,4
36 Fortuna Sport F2000 (91 V) 32,3 39,2 71,5
37 Zeetex ZT 1000 (91 V) 33,9 37,8 71,7
38 Sunny SN3630 (91 V) 33,0 38,9 71,9
39 Sailun Atrezzo SH402 (91 V) 33,3 38,9 72,2
Die folgenden Reifen haben den AUTO BILD-Sicherheitscheck nicht bestanden (zu lange Bremswege)
40 Evergreen EH23 (91 V) 33,7 39,7 73,4
41 Kormoran Gamma b2 (94 V) 37,3 36,6 73,9
Tristar F109 Ecopower 2 (91 V) 34,6 39,3 73,9
43 Constancy LY 688 (91 V) 35,2 39,4 74,6
Minerva F109 (91 V) 35,2 39,4 74,6
45 Taurus HP 401 (91 V) 36,4 38,8 75,2
46 Goodride R-VH680 (91 V) 37,4 38,0 75,4
47 Infinity INF-040 (91 V) 38,7 38,2 76,9
48 Goform G745 (91 V) 38,3 39,5 77,8
49 Multirac Mul Comfor (91 V) 39,7 38,6 78,3
50 Toyo Nanoenergy 2 (91 V) *** 41,0 38,7 79,7
*aus 80 km/h; **aus 100 km/h. Nur die 15 besten Reifen (Gesamtstrecke) kommen in die zweite Runde.
***Wurde inzwischen abgelöst durch den Toyo Proxes CF2.

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