Mit dem aktuellen Micra hatte Nissan kein wirkliches Glück: Gebaut in Indien als Weltauto, konnte er die europäischen Käufer nicht wirklich begeistern. Doch das könnte sich wieder ändern: Designt in London und gebaut in Frankreich, wird die neue Generation des Kleinwagens ab 2017 wieder ein Europäer – und bereit, Herzen zu erobern.
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In einer Liga mit Corsa, Polo und Co.

Nissan Micra
Der Nissan Micra ist erwachsener: V-förmiger Grill, Nissan-Logo hinter Glas und schlanke Scheinwerfer.
Bild: Thomas Starck
Ein V-förmiger Grill mit Nissan-Logo hinter Glas, schlanke Scheinwerfer, eine markante Seitenlinie und das Heck mit den markentypisch geformten Leuchten wirken wohltuend anders und erwachsen. Dazu passt auch die Länge: Um 17,4 Zentimeter ist der Micra gewachsen und streckt sich nun auf 3,99 Meter. Damit spielt er in einer Liga mit Corsa, Polo, Fiesta und Co. Auch der Radstand hat um 7,5 Zentimeter zugelegt, die Breite um 7,7 Zentimeter. Ob sich das wohl auch im Innenraum bemerkbar macht?
Der Fahrer sitzt vor einem modern gestalteten Cockpit, das ebenso wie die Außenhülle mit verschiedenen Farben und Dekoren gestaltet werden kann. Bunte Stoffe und vernünftige Materialien bringen Pepp in den Kleinen. Ein acht Zoll großes Infotainment-System thront in der Mitte, alles ist an seinem Platz. Gut auch, dass das Lenkrad jetzt auch in der Tiefe verstellbar ist, auch der Fahrersitz lässt sich nun in der Höhe justieren. Wer übrigens auf Sound steht: Gegen Aufpreis gibt es ein Bose-Musiksystem mit Lautsprechern in der Kopfstütze. Nette Spielerei, die ziemlich satt klingt.
Vorstellung: Das ist der neue Nissan Micra

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Neue Kleinwagen (2019, 2020, 2022 und 2023)
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Viel Platz vorne und im Kofferraum

Nissan Micra
Die abfallende Dachlinie werden Fondpassagiere über 1,80 Meter merken.
Bild: Thomas Starck
Während Fahrer und Beifahrer im Micra sehr bequem auf gut geschnittenem Gestühl sitzen und viel Bewegungsfreiheit haben, ist es hinten naturgemäß im Kleinwagen enger. Der Micra hat insgesamt 55 Millimeter an Höhe verloren und die Dachlinie fällt nach hinten ab – das werden Fondpassagiere merken, die über 1,80 Meter groß sind. Bei 1,86 Meter Körpergröße wurden der Kopf des Autors und der Dachhimmel jedenfalls eins. Kinder und kleinere Menschen werden aber keine Probleme haben. Der Kofferraum ist deutlich gewachsen – wie viel genau, verrät man bei Nissan noch nicht. Auf jeden Fall passt viel hinein, wenn die Ladekante überwunden ist. Auch innen ist eine deutliche Kante – Nissan sollte da nachlegen und zumindest gegen Aufpreis einen doppelten Ladeboden anbieten. Zumal beim Umlegen der 60:40 teilbaren Rücksitzbank eine Stufe entsteht. Die Rundumsicht ist grundsätzlich okay, die C-Säule ist allerdings recht breit geraten.

Moderne Assistenten und Connectivity

Nissan Micra
Der neue Micra kommt mit 360-Grad-Kamera, Notbrems- und Spurhalteassistent sowie Totwinkelwarner.
Bild: Thomas Starck
Das macht aber nichts, denn optional gibt es eine Menge Assistenten, die das Fahren und Rangieren leichter machen. Eine 360-Grad-Rundumkamera beispielsweise zeigt das Umfeld, der radarbasierte Notbremsassistent mit Fußgängererkennung schützt vor Kollisionen. Der Spurhalteassistent bremst beim Verlassen der Straße sanft die Räder ab und bringt den Kleinen wieder auf Spur, beim Überholen hilft der Totwinkelwarner. Ein gutes Paket in dieser Fahrzeugklasse! Das Infotainment beherrscht satellitengestützte Navigation, andernfalls koppelt es auch Apple CarPlay.
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Preis, Marktstart und Motoren

Den Antrieb übernehmen zwei Benziner und ein Turbodiesel; die Leistung liegt bei maximal 90 PS. Erhältlich ist der neue Micra ab März 2017, der Preis von aktuell rund 10.300 wird vermutlich noch leicht steigen.
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Fazit

von

Christopher Clausen
Mit eigenständigem und schickem Design, vernünftiger Qualität im Innenraum und aktueller Technik wird der Micra wieder zum ernstzunehmenden Konkurrenten im Kleinwagensegment. Einzig die Stufe im Kofferraum sollte durch einen Ladeboden abgemildert werden – so wird er vollends zum perfekten Stadtflitzer!