Kia hat den neuen Niro vorgestellt. Das SUV bekommt einen komplett neuen, kantigeren Look und einen modernen, reduzierten Innenraum mit großen Displays und nachhaltigen Materialien. Wie beim Vorgänger stehen drei Antriebe zur Wahl: ein Hybrid, ein Plug-in-Hybrid und eine vollelektrische Variante. Technische Daten nennt Kia aktuell noch nicht.

Marktstart und Preis: Neuauflage dürfte teurer werden

2022 rollt der neue Kia Niro zu den Händlern. Wegen der umfangreichen Änderungen werden die Preise wohl steigen. Aktuell gibt es den Hybrid ab 27.490 Euro, der Plug-in-Hybrid kostet mindestens 34.190 Euro, und der e-Niro startet bei 38.290 Euro.
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Design: Neuer Niro mit mehr Ecken und Kanten

Das Design der Neuauflage orientiert sich klar am 2019 gezeigten Showcar Habaniro. Der neue Niro behält zwar seine Grundform, ist aber deutlich kantiger als das aktuelle Modell. Die Front wirkt mit ihren verschiedenen parallelen Linien ruhiger und mutiger. Sehr unkonventionell ist dabei die Gestaltung der Scheinwerfer. Das Tagfahrlichts ist eine stilisierte Version der menschlichen Herzschlagkurve, die "Heartbeat"-Signatur. Darüber sind Fern-, Abblendlicht und Blinker angeordnet. Je nach Antrieb und Ausstattung wird der typische Tigernose-Grill wird durch eine Chromstrebe unterhalb der Motorhaube angedeutet oder ist zu einem schmalen Schlitz verengt. Der untere Lufteinlass wächst nach oben, zur Straße hin wird er durch ein silberfarbenes Element abgeschlossen, das wiederum das Tigernose-Design aufnimmt.
Kia Niro
Die Rückleuchten wurden scheinbar direkt von der Studie Habaniro, die Kia auf der New York Auto Show 2019 vorgestellt hat, übernommen.
Während der Vorgänger die klassische SUV-Beplankung an Radhäusern und Schwellern hatte, sind beim Neuen die Radhäuser und die unteren Bereiche der Türen vor Stößen und Kratzern geschützt. Die farblich abgesetzte, sehr breite C-Säule geht optisch in die Beplankung der Hinterräder über. Am Heck fällt auf, dass die Scheibe noch schmaler wirkt als beim Vorgänger. Sie wird seitlich von neuen bumerangförmigen Rückleuchten flankiert. Rückfahrlicht und Nebelschlussleuchte sind in die Schürze mit großem Unterfahrschutz-Element ausgelagert. Das Kennzeichen wandert hoch und ist jetzt auf der Heckklappe untergebracht.

Innenraum: Niro scheint EV6-Cockpit größtenteils zu übernehmen

Auch im Innenraum verändert sich der Niro stark, die Gestaltung erinnert insgesamt an das Elektroauto EV6. Auch der Niro bekommt einen neuen, durchgehenden Bildschirm ist. Zur Größe äußert sich Kia noch nicht, es ist aber davon auszugehen, dass das SUV wie auch der neue Sportage die zwei 12,3 Zoll großen Bildschirme nebeneinander für Tacho und Infotainment übernimmt. Wahrscheinlich gilt das auch für die Software, ist damit immer online, liefert Echtzeit-Infos und kann drahtlos upgedatet werden. Auch das Lenkrad und die digitale Bedieneinheit für die Klimaanlage scheinen direkt vom Markenbruder übernommen worden zu sein. Das Design der Mittelkonsole ist etwas abgewandelt, aber genauso reduziert. Statt des klobigen Automatikwahlhebels des Vorgängers, dient jetzt ein Drehrad zur Wahl der Fahrstufen.
Kia Niro
Der Innenraum ist komplett neu gestaltet und orientiert sich stark am vollelektrischen Kia EV6.
Verschiedenste recycelte Materialien kommen zum Einsatz. Der Dachhimmel ist aus aufbereiteten Tapeten, die Sitzbezüge bestehen aus Bio-Kunstleder und aufbereiteten Eukalyptusblättern. Der Lack der Türverkleidungen kommt ohne sogenannte BTX-Aromate, das sind bestimmte umweltschädliche Lösungsmittel.

Antriebe: Hybride bekommen eine neue Funktion

Wie den Vorgänger wird Kia auch die neue Generation nicht ausschließlich als vollelektrischen e-Niro, sondern weiterhin auch mit Hybridantrieb anbieten, und zwar als Vollhybrid und Plug-in-Hybrid. Ob es bei den Antrieben Veränderungen gibt, verrät die Marke allerdings noch nicht. Gerade beim Hybrid mit Stecker und dem reinen Elektroauto könnten größere Akkus für mehr elektrische Reichweite sorgen. Aktuell liegt die bei beim Plug-in-Hybrid bei 58 Kilometern, der e-Niro schafft je nach Batterie 289 bis 455 Kilometer. Offiziell ist aber, dass die Hybride mit einer neuen Funktion ausgestattet sind, die an bestimmten Orten automatisch auf reinen Elektroantrieb umschaltet. Die Daten liefern das Navi und Fahrgewohnheiten. Der sogenannte "Greenzone Drive Mode" aktiviert sich zum Beispiel in der Nähe von Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten, aber auch an häufig angesteueren Orten wie dem Zuhause oder dem Arbeitsplatz des Fahrers.