Bildergalerie Mazda3 (2019)

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Mazda3 (2019): Test und alle Infos

Hightech-Motor für den neuen Mazda3

Der Mazda3 kommt mit einer völlig neuen Plattform und einem selbstzündenden Benzinmotor. AUTO BILD hat alle Infos und Sitzprobe!

Vorstellung: Mazda3 wird eleganter

Auf der LA Auto Show 2018 (30. November bis 9. Dezember) präsentiert Mazda den neuen Mazda3 als Schrägheck und als Limousine. Für Mazda war der Kompakte bislang ein echter Verkaufsschlager: Nach eigenen Angaben verkauften die Japaner seit der Markteinführung im Jahr 2003 mehr als sechs Millionen Exemplare. Grund genug, bei der vierten Generation nicht allzu viel an der Seele des Mazda3 zu verändern, sondern lediglich die Designsprache zu verfeinern. Das Außendesign orientiert sich an der 2017 auf der Tokyo Motor Show gezeigten Studie "KAI Concept". An der Front dominiert ein großer Kühlergrill das Erscheinungsbild des neuen Mazda3. Die Chromzierspange fällt filigraner aus als beim Vorgänger. Die Scheinwerfer sind schmaler und aufs Wesentliche reduziert. Der Stoßfänger wirkt glatter und erhält nun kleinere Lufteinlässe. Auch im Profil haben die Japaner das Design modifiziert: Der Radkasten ist weniger wuchtig modelliert, überflüssige Kanten sucht man vergeblich. Beim Schrägheck springt die massive C-Säule ins Auge, die Fenster scheinen dagegen sehr klein. Die Limousine bietet hier eine größere Fensterfläche, die C-Säule ist deutlich schmaler. Das Heck fällt bei beiden Varianten flach ab. Die Rückleuchten sind filigran gezeichnet und tragen runde Leuchtelemente.

LA Auto Show (2018): Bildergalerie

Das Heck fällt flach ab, die Rückleuchten erhalten runde Leuchtelemente.

Mazda setzt seinen 3er auf eine völlig neue Plattform. Dabei sollen die ungefederten Massen reduziert werden. Die neue Plattform heißt "Skyactiv-Vehicle Architecture" und ist eine Weiterentwicklung der aktuellen Basis. Bei ihr werden die bisherigen Verbindungen zwischen Heck und Front um neue ergänzt. Nun entstehen Ringstrukturen, die in verschiedene Richtungen wirken. Dadurch erhöhen die Ingenieure die Steifigkeit des Autos. Bei den Abmessungen bleibt auch der neue Mazda3 seinem Vorgänger beinahe treu. Das Schrägheck ist mit 4,46 Metern gerade mal einen Zentimeter kürzer als sein Vorgänger (Stufenheck: acht Zentimeter länger, jetzt 4,66 Meter). In der Breite ist das neue Modell um nur zwei Millimeter gewachsen, dafür ist er einen Zentimeter niedriger. Revolutionär ist der neue Motor im Mazda3: Der "Skyactiv-X" ist der erste Serienmotor, der Benzin durch Kompression entzündet. Der Motor soll besonders effizient sein, sehr direkt ansprechen und viel Drehmoment entwickeln.

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Innenraum: Hinten sitzt man wie in einem Coupé

AUTO BILD hat bereits im Mazda3 gesessen. Und musste feststellen: Schönheit hat ihren Preis. Das merkt man spätestens, wenn man hinten in den neuen Mazda3 einsteigt. Kopf runter und rein in die Höhle. Hier hinten ist es dunkel und auch nicht wirklich luftig geschnitten. Eher wie bei einem Coupé. Die Beinfreiheit ist okay, aber Bankdrücker über 1,80 Meter stoßen mit dem Kopf schnell ans Dach, das dem Scheitel zu den Seiten hin bedrohlich nahe kommt – der Typ 3 geht als Fünftürer doch eher in Richtung 2+2-Sitzer. Wer so einen scharfen Hintern hat, der darf das.

Der Innenraum wurde deutlich aufgeräumt. Das rote Leder ist Käufern des Skyactiv-X-Motors vorbehalten.

Eine Reihe weiter vorne atmet es sich deutlich befreiter. Und man sitzt richtig gut. Auf komplett neuem Gestühl, das auffällig mehr Seitenhalt bietet als bisher. Sportsitze hat Mazda deshalb gar nicht mehr extra im Angebot. Das Layout von Cockpit und Armaturenbrett verfolgt die neue Design-Strategie "weniger ist mehr". Mazda verzichtet weitgehend auf Knöpfe und Tasten, die meisten Funktionen lassen sich übers Lenkrad oder den Controller in der Mittelkonsole bedienen. In jedem Dreier steckt jetzt serienmäßig das Bediensystem MZD Connect, inklusive Navigation und Apple Carplay oder Android Auto. Ein Head-up-Display, das seine Informationen in die Windschutzscheibe projiziert (bisher auf eine Plastikscheibe) sowie ein zum Fahrer gerichtetes 8,8-Zoll-Display zählen ebenfalls zum Serienumfang des Grundmodells. Das heißt nun einfach Mazda3. Darüber wird es künftig nur noch eine Ausstattungsvariante geben sowie zahlreiche Technik- und Komfortpakete. Auffällig: Wie schon der renovierte Sechser kommt auch der Dreier mit hochwertigen Materialien im Innenraum. Zumindest an unserem Messemodell wirkte nichts billig. Da kann man schon mal auf den Putz hauen: "Im Premiumsegment der Kompakten", verkündet Mazda selbstbewusst, "wird der Dreier ein neues Kapitel aufschlagen". Wir sind gespannt.

Ausstattung: Viele Assistenten für den Mazda3

Auch das Stufenheck wird erneuert. In Deutschland verkauft sich der "Fastback" nicht so gut wie das Schrägheck.

Wer seinen Mazda3 mit dem neuen Skyactiv-X-Motor bestellt, der kann den Innenraum exklusiv mit rotem Leder konfigurieren. Eine breite Auswahl gibt es auch bei den Soundsystemen. Neben dem Standardsystem mit acht Lautsprechern bietet Mazda auch noch eine Bose-Anlage mit zwölf Boxen an. Ansonsten denkt Mazda beim Thema Ausstattung an Sicherheit. Neben den bekannten i-Activsense-Assistenzsystemen ist für den Mazda3 auch eine neue Fahrerüberwachung erhältlich: Mittels Infrarotkamera und spezieller LED-Technik beobachtet der Mazda den Fahrer. Dabei wird gemessen, wie weit die Augenlider geschlossen sind bzw. wie oft geblinzelt wird. Auch Blickrichtung und Augenbewegung werden gemessen. Aus diesen Parametern erkennt das System, ob der Fahrer müde ist. Ist das der Fall, warnt das Fahrzeug den Fahrer akustisch. Sollte das nichts bewirken, arbeitet der Assistent mit dem aktiven Bremseingriff zusammen. Auch ein neuer Querverkehrs-Assistent (FCTA) kommt im neuen Mazda3 zum Einsatz. Ein Stauassistent (CTS) ist ebenfalls für den Kompakten verfügbar. Das System kann im dichten Autobahnverkehr selbstständig beschleunigen, bremsen und lenken. Als erstes Modell der Marke verfügt der Mazda3 außerdem über einen Knie-Airbag für den Fahrer. Was den Passantenschutz angeht, soll eine energieabsorbierende, innere Struktur der Motorhaube den Aufprall dämpfen.

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Connectivity: MZD Connect wurde verfeinert

Das MZD Connect Infotainment System wurde für den Mazda3 in Sachen Hardware und Software komplett überarbeitet. Außerdem führen die Japaner eine Smartphone-App ein, die als digitale Bedienungsanleitung dient. Warnhinweise werden nun nach Wichtigkeit sortiert.

Motoren und Preise: Hightech-Antrieb für den Mazda3

Unter der Haube steckt der revolutionäre Skyactiv-X. Er ist der erste Serienbenziner mit Kompressionszündung.

Mazda bringt den Mazda3 mit drei Motoren. Zum Marktstart stehen ein Diesel und zwei Benziner zur Wahl. Der 1,8 Liter große Skyactiv-D-Diesel ist bereits aus dem CX-3 bekannt und leistet dort 115 PS. Der normale Benziner, Skyactiv-G, ist die neueste Entwicklungsstufe des Zweiliter-Motors. Er ist als Mildhybrid ausgeführt und bringt es auf 121 bzw. 150 PS. Wirklich neu ist Mazdas Skyactiv-X-Motor. Es ist der erste Serienbenziner mit Kompressionszündung. Ähnlich wie beim Dieselmotor zündet das Benzin-Luft-Gemisch selbstständig. Konventionelle Ottomotoren benötigen für die Verbrennung einen Zündfunken, da Benzin aufgrund hoher Oktan-Zahlen hierzulande nicht besonders zündwillig ist. Auch Mazdas Innovationsträger ist Bestandteil eines Mildhybrid-Systems. Alle Infos zum Skyactiv-X hat AUTO BILD in diesem Artikel zusammengefasst. In welchen Leistungsstufen sich die Motoren im Mazda3 bewegen, konnte Mazda auf Nachfrage von AUTO BILD noch nicht final sagen. Optional lässt sich der Kompaktwagen auch zum Allradler machen: Der i-Activ AWD hat jetzt eine "Vierrad-Vertikallast"-Erkennung, die zusammen mit dem Torque-Vectoring die Drehmomentverteilung auf die einzelnen Räder steuert. Der Mazda3 soll ab Frühjahr 2019 beim Händler stehen. Die Preise könnten bei rund 23.000 Euro starten.

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Gebrauchtwagen: Gebrauchte Vorgänger ab 9000 Euro

Gebrauchte Mazda3 der dritten Generation starten bei 9000 Euro.

Die dritte Generation des Mazda3 ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt bereits ab 9000 Euro zu haben. Dabei handelt es sich um Dieselfahrzeuge mit Laufleistungen über 110.000 Kilometern. Vergleichbare Benziner starten bei ungefähr 11.000 Euro. Betrachtet man Foreneinträge von Mazda3-Fahrern ab Baujahr 2013/14, scheint der Kompaktwagen ziemlich robust zu sein. Die Kunden beschweren sich eher über Kleinigkeiten. Je nach Softwarestand stürzt das Infotainment bei der Wiedergabe von USB- und Smartphone-Inhalten gelegentlich ab. Außerdem beklagen viele Kunden ein Knacken im Bereich der A-Säule, das aber innerhalb der Garantie bei vielen Exemplaren behoben wurde.

Gebrauchte Mazda3 der vorherigen Generation finden Sie hier!

Autoren: Andreas Huber, Tomas Hirschberger

Stichworte:

Kompaktklasse

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