Die besten SUV im Test
Die besten Allrounder: Diese SUV sind aktuell unschlagbar

Egal ob groß oder klein, SUV erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. In dieser Bestenliste zeigt AUTO BILD, welche Modelle besonders überzeugen!
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
- Jens Borkum
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Im stressigen Alltag kann es nicht schaden, in einem Fahrzeug zu sitzen, das auf alles vorbereitet ist. Daher greift über ein Drittel der Menschen in Deutschland zu der Fahrzeuggattung mit den wohl besten Allround-Fähigkeiten, nämlich zu einem SUV.
Aber SUV ist nicht gleich SUV. Wurden die Modelle früher lediglich als kleine und softere Ableger reinrassiger Geländewagen konzipiert, gibt es inzwischen eine schier unendliche Auswahl. Vom kleinen frontgetriebenen City-SUV bis hin zum übermotorisierten Luxusliner mit Allradantrieb findet sich heutzutage alles auf dem Markt, was das Herz begehrt. Und auch für die immer beliebter werdende Elektromobilität sind SUV besonders spannend.
Bleibt die Frage: Welche Modelle sind eigentlich die besten SUV, die sich dem Test gestellt haben? Das soll diese AUTO BILD-Bestenliste klären.
Die Gattung der SUV war anfangs vor allem auf Personen ausgerichtet, die in ihrer Freizeit besonders aktiv sind und dafür ein geländetaugliches Fahrzeug mit viel Platz brauchen. Inzwischen gibt es SUV für beinahe alle Bedürfnisse, von kompakten City-SUV bis hin zum Familien-SUV mit sieben oder mehr Sitzplätzen.
Typische Zielgruppen:
- Familien, die ein geräumiges und vielseitiges Fahrzeug brauchen.
- Outdoor-Fans, die ein robustes und geländetaugliches Fahrzeug benötigen.
- Personen, die eine erhöhte Sitzposition schätzen.
- Pendler, die auf dem täglichen Arbeitsweg nicht auf Komfort verzichten möchten.
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren wollen und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind.
Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, neueste Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis und den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen (Zustand, Historie), sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen wollen und sich nicht um Wiederverkauf kümmern möchten. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden sehr individuell verhandelt –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können Zusatzkosten entstehen.
Kurz gesagt:
- Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
- Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
- Leasing: planbar und bequem, aber ohne Eigentum.
Wie hervorragend Elektromobilität und SUV zusammenpassen, kann man bei Skoda sehen. Die tschechische VW-Tochter produziert mit Enyaq und Elroq gleich zwei Bestseller, die unter Strom stehen. Auch im Test demonstriert der kleinere Skoda Elroq 85, dass es wirklich keinen Grund mehr für Vorurteile gegen Stromer gibt. Das SUV schafft es mit seinen Allroundfähigkeiten sogar, dass es nicht nur bestes Elektro-SUV dieser Bestenliste ist, sondern sich mit der Note 1,4 den Gesamtsieg sichert.
Besonders für ein SUV ist wichtig, dass das Fahrzeug möglichst vielseitig einsetzbar und bequem ist. Hier überzeugt der Skoda auf ganzer Linie. Denn der Elroq 85 bietet im Gepäckabteil eine praktische Durchreiche, bei umgeklappter Rückbanklehne entsteht zudem ein ebener Ladeboden. Der Fahrer genießt eine sehr gute Übersicht und sitzt auf den gut dimensionierten Sitzen bequem.

Trotz der 21-Zoll-Leichtmetallräder muss man im Skoda Elroq nicht auf Komfort verzichten.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Passend dazu überzeugt der Elroq auch fahrdynamisch. Mit seinen 210 kW ist das Skoda-SUV zwar weder besonders stark noch überzeugt es mit Rekordbeschleunigungswerten. Dank des Heckantriebs wirkt der Elroq trotzdem sehr agil und lässt sich angenehm durch Kurven dirigieren. Den souveränen Fahreindruck unterstreicht das E-SUV durch das angenehm abgestimmte Fahrwerk, die sensible Federung sowie das feinfühlig regelnde ESP.
Mit einer Test-Reichweite von 447 Kilometer punktet der Elroq 85 auch in dieser Rubrik. Unterm Strich bietet Skoda ein SUV an, das fast alles kann und die frühere Überlegenheit von Modellen mit Verbrennern vergessen macht. Einziger Wermutstropfen: Der Testwagen kostet knapp 50.000 Euro.
Fahrzeug-Deals
Als reines Elektroauto ist der Skoda Elroq 85 für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Der Kia EV2 mit 42,2-kWh-Akku beweist im AUTO BILD-Test eindrucksvoll, weshalb derzeit kompakte SUV mit Elektromotor besonders gefragt sind. Gerade für alle, die im Alltag kostengünstig unterwegs sein möchten, ist neben den laufenden Kosten auch der Kaufpreis ein entscheidender Faktor. Die Basisversion startet bei 26.600 Euro, während das getestete Fahrzeug mit einem Preis von 36.300 Euro deutlich höher angesiedelt ist.
Dafür erhält man jedoch die Ausstattungsvariante GT Line in Kombination mit der 42,2-kWh-Batterie und damit ein Fahrzeug, das mit einem umfangreichen und hochwertigen Ausstattungsniveau überzeugt. Insgesamt präsentiert sich der EV2 als das Modell mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in dieser Bestenliste.

Im Test genehmigte sich der Kia EV2 im Schnitt 17,7 kWh/100 km. Das ergibt eine maximale Reichweite von nur 238 Kilometern.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Doch der EV2 punktet nicht nur mit seinem attraktiven Design und seiner umfangreichen Ausstattung. Auch in Sachen Fahreigenschaften hinterlässt das Fahrzeug einen positiven Eindruck. Mit 135 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern ist der kompakte Koreaner zwar nicht auf sportliche Höchstleistungen ausgelegt. Ebenso gehört seine Reichweite aufgrund der vergleichsweise kleinen Hochvoltbatterie nicht zur Spitzengruppe. Für alle, die überwiegend kurze bis mittlere Distanzen zurücklegen, bietet der EV2 jedoch ein nahezu ideal abgestimmtes Gesamtpaket.
Fahrzeug-Deals
Als reines Elektroauto ist der Kia EV2 42,2 kWh für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Und auch der Sieg in der nächsten Kategorie geht an ein Elektroauto, nämlich den Volvo EX30 Cross Country P8 AWD Electric. Selbst wenn der Schwede wirklich nur bedingt besonders sportlich und dynamisch aussieht, sorgt seine Leistung von 428 PS für den Beschleunigungs-Bestwert. In 3,6 Sekunden sprintet der EX30 aus dem Stand auf Tempo 100 und hängt damit nicht nur die E-Konkurrenz, sondern eben auch alle Verbrenner-SUV dieser Liste ab.
Im Cockpit geht es beim vollelektrischen Cross Country futuristisch minimalistisch zu. Haptische Bedienelemente sucht man hier vergebens, die Bedienung erfolgt praktisch komplett über den hochkant stehenden 12,3-Zoll-Touchscreen. Das kann vor allem beim Einstellen der Außenspiegel oder Klimaautomatik schon mal unnötig kompliziert wirken. Sogar das Handschuhfach wird über das Display entriegelt.

Die beiden Elektromotoren im EX30 stellen 315 kW (428 PS) zur Verfügung.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Das Highlight des EX30 P8 AWD ist und bleibt aber der Antrieb. Jeweils ein Elektromotor vorn wie hinten liefern eine Systemleistung von 315 kW bzw. 428 PS. Das sorgt für einen gewaltigen Vortrieb, macht sich aber natürlich auch bei der Reichweite bemerkbar. Im Test reichte eine Akkuladung lediglich für eine Reichweite von 328 Kilometern, was einem Verbrauch von 21,6 kWh auf 100 Kilometer entspricht. Wen das genauso wenig stört wie der Testwagenpreis von 55.790 Euro, der bekommt mit dem Volvo EX30 Cross Country P8 AWD ein wirklich beeindruckendes E-SUV.
Als reines Elektroauto ist der Volvo EX30 Cross Country P8 AWD Electric für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Im Fahrzeugtest kombiniert die Redaktion harte Messwerte mit authentischen Eindrücken aus dem Alltag. Erst die Verbindung aus Zahlen und Erfahrung zeigt, wie gut ein Auto wirklich ist.
Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. In das Ergebnis fließen sowohl objektive Faktoren wie Beschleunigung, Verbrauch oder Bremsweg als auch subjektive Eindrücke ein – etwa Federungskomfort oder Bedienfreundlichkeit.
Wer am Ende ganz vorn stehen will, muss also mehr bieten als nur Tempo oder Effizienz. Entscheidend ist der beste Gesamteindruck.
Häufige Fragen zu günstigen und kompakten Benziner-SUV
Welche Arten von SUV gibt es?
SUV sind in Europa in allen möglichen Varianten und Größen verfügbar. Dabei wird in der Regel zwischen folgenden Segmenten unterschieden:
- Kleine SUV: Basieren mit ihren kompakten Abmessungen auf Kleinwagen, ideal für die Stadt
- Kompakt-SUV: Beliebte Mischung aus überschaubaren Abmessungen und gutem Platzangebot
- Mittelklasse-SUV: Modelle mit ordentlichem Platzangebot und viel Komfort
- Oberklasse- und Luxus-SUV: Je nach Ausprägung besitzen diese Modelle besonders viel Leistung, Luxus und/oder Platz
Welche Antriebsarten gibt es bei SUV?
Anfangs waren SUV vor allem mit drehmomentstarken Dieselmotoren verfügbar, inzwischen gibt es sie mit allen gängigen Antriebsformen:
- Benziner: niedriger Anschaffungspreis, Mildhybrid-Unterstützung senkt den Verbrauch
- Diesel: für Vielfahrer geeignet, niedriger Verbrauch und hohes Drehmoment, teils ebenfalls mit Mildhybrid-Technik
- Vollhybrid: regelmäßiger Eingriff des Elektromotors senkt Verbrauch, kleine Batterie, externes Laden nicht möglich
- Plug-in-Hybrid: vollelektrisches Fahren bis zu 100 Kilometer möglich, meist Kombination aus Benziner und Elektromotor
- Elektro: hohes Drehmoment, niedrige Unterhaltskosten, realistische Reichweiten von über 400 Kilometern
Was kosten SUV?
Die Anschaffungskosten werden maßgeblich vom gewünschten Modell, der Ausstattung sowie der Antriebsform bestimmt. Die Preise für neue SUV beginnen aktuell bei knapp unter 20.000 Euro. Modelle der Ober- und Luxus-Klasse kosten schnell deutlich über 100.000 Euro, Individualisierungen können die Preise weiter nach oben treiben.
Für wen lohnt sich ein SUV?
Je nach Segment bietet ein SUV im Vergleich zu einer klassischen Limousine oder einem Kombi zahlreiche Vorteile. Neben der Vielseitigkeit sind hier vor allem die erhöhte Sitzposition sowie die höhere Bodenfreiheit der Fahrzeuge zu nennen.
Fazit
Was mit der Suche nach dem besten SUV begonnen hat, endet mit einer Glaubensfrage in Sachen Antrieb. Denn gerade im SUV-Segment sind vollelektrische Modelle besonders verbreitet und können mit den antriebsspezifischen Vorzügen besonders punkten. Welcher SUV-Fahrer verzichtet schon freiwillig auf ein hohes und sofort anliegendes Drehmoment?
Auch abseits der Antriebsfrage kann der Elroq 85 vollends überzeugen. Das Skoda-SUV ist einfach das kompletteste Fahrzeug in dieser Bestenliste und könnte sicher auch den einen oder anderen Verbrenner-Fan zu einem Umstieg bewegen.
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