Audi Q5 und BMW X3: 2016/2017

— 08.07.2014

Neue SUVs von BMW und Audi

Der SUV-Markt boomt, und die Konkurrenz wird härter. So reagieren Audi und BMW mit den neuen Q5 und X3. Dazu: weitere SUV-Neuheiten.



Aus der Nische in die Mitte. SUV parken inzwischen regelmäßig ganz weit vorn in der Zulassungsstatistik, sie gehören so selbstverständlich zum Straßenbild wie Bikinischönheiten an die Copacabana. Die Dinger verkaufen sich hierzulande fast von allein. Aber eben nur fast. Denn die Konkurrenz ist groß und der Wettbewerb hart. Wenn 2016 der nächste Audi Q5 erscheint und ein Jahr später der neue BMW X3 folgt, müssen die Bayern also wieder ein Stück näher an der Perfektion sein.

Neuer BMW X3 wird stärker, größer, leichter und sparsamer

Video: Audi Q5 & BMW X3

Würdige Nachfolger der Erfolgsmodelle

Der X3 steht schon im eigenen Haus mächtig unter Druck. Von unten kratzt der erstaunlich erwachsene X1, von oben spielt jetzt auch der neue X5 die Vierzylinder-Trumpfkarte. Doch der neue X3 (Entwicklungskürzel G01) basiert als erster BMW-SUV auf einem neuen, flexiblen Baukastensystem. Das verhilft zu mehr Innenraumlänge, eine neu konstruierte Sitzanlage sorgt außerdem für höhere Variabilität und besseren Komfort. Beim Antrieb lockt vor allem der Plug-in-Hybrid, der einen aufgeladenenZweiliter-Benziner mit 245 PS mit einer 95 PS starken E-Maschine koppelt. Die Systemleistung beträgt knapp 300 PS, das kumulierte Drehmoment liegt bei 700 Newtonmeter. Die maximale Reichweite im E-Betrieb soll 50 Kilometer betragen, was einen Prospektverbrauch von 3,8 Liter pro 100 Kilometer ergibt. Geladen werden die Lithium-Ionen-Akkus entweder an der Steckdose oder später induktiv und damit kabellos. Ein Dreizylinder ist für den neuen X3 nicht vorgesehen. Als gesetzt gelten die neuen Zweiliter-Diesel und die mit den Vierzylindern verwandten neuen Dreiliter-Sechszylinder. Bei allen Motoren steigt die Leistung gegenüber den Vorgängern um mindestens 15 PS. Neu im Programm ist der ab 2017 verfügbare X3 M40i mit dem 360 PS starken Dreiliter-Biturbo-Reihensechszylinder. Ein Jahr später erwarten Insider den X3 M mit 422 PS, dessen Motor erst 2014 im M3 und M4 Premiere feierte.

Zweite Generation des BMW X4 startet schon 2018

Die annähernd gleiche PS-Palette ist für den Nachfolger des X4 (G02) vorgesehen, der angeblich schon im Juli 2018 auf den Markt kommt, was die Laufzeit des aktuellen Autos auf ungewöhnlich knappe vier Jahre verkürzen würde. Anders als der X5 bleibt der X3 der einteiligen Heckklappe treu. Die Scheibe lässt sich separat öffnen, gegen Aufpreis öffnet die Klappe wie bisher elektrisch. Neu ist, dass die über Gesten gesteuerte Automatik künftig auch den Schließvorgang beherrscht. Als weitere Option öffnet und schließt sie auch auf eine Fußbewegung unterm Stoßfänger hin. Es bleibt zwar bei nur zwei Sitzreihen, aber dafür können die Fondsitze gegen Aufpreis in Höhe, Länge und Lehnenneigung verstellt werden. Das Abdeckrollo verschwindet bei Nichtgebrauch in einer Aussparung im Kofferraumboden.

BMW X4: Fahrbericht

BMW X4: Fahrbericht BMW X4: Fahrbericht BMW X4: Fahrbericht
Das auf Wunsch eingebaute Panoramadach besitzt eine deutlich größere Öffnung, eine doppelte Entlüftungsstellung (vorn/hinten) und einen zweiten Windabweiser als Schutzmaßnahme gegen Staudruck. An der Verkehrsfläche des X3 ändert sich nach dem Modellwechsel kaum etwas. Radstand, Höhe und Breite legen geringfügig zu. In Verbindung mit Sechszylindermotoren sind 19-Zöller und größere Bremsen Serie, zusätzlich zur xLine wird wieder ein M-Sportpaket angeboten. Die Front steht aufgrund der neuen Fußgängerschutz-Bedingungen etwas aufrechter im Fahrtwind als bisher. Zu den auffälligsten Aerodynamik-Maßnahmen gehören die Entlüftung der vorderen Radhäuser, die ungewöhnlich hohe umlaufende hintere Abrisskante und der markante Dachspoiler. Die seitliche Sicke auf Höhe der Türgriffe ist künftig in einem Stück durchgezogen. Ebenfalls neu sind die aufpreispflichtigen adaptiven LED-Scheinwerfer.

Der neue Audi Q5 ist made in Mexico

Die zweite Auflage des Q5 soll ab Woche 19/2016 im mexikanischen San José Chiapa vom Band laufen. Klar, die Löhne sind dort deutlich niedriger als in Ingolstadt. Wie bei BMW herrscht auch bei Audi hoher interner Druck. Der neue Q5 konkurriert nämlich nicht nur mit X3, GLK und Evoque, er hat auch den Macan von Konzernschwester Porsche im Visier. Während der 340 PS starke SQ5 dem Macan S zumindest auf dem Papier Paroli bieten kann, ist der neue Q5 RS mit seinen 450 Biturbo-PS dem Macan-Topmodell nominell sogar um 50 PS voraus. In beiden Fällen sorgt im Audi eine Achtstufenautomatik für geschmeidigen Kraftfluss. Wirklich spannend wird es aber mit dem Q5 e-tron quattro ultra (so die komplette Bezeichnung), der nicht nur besonders leicht und windschnittig sein will, sondern vor allem sparsam.

Hybrid-Antrieb im Q5 mit mehr Biss

Der Ingolstädter bekommt ein paar Charakter-Falten ins Blech gebügelt – tut ihm sichtbar gut. Am Heck verändert sich der Auftritt des Q5 nur geringfügig.

Als wichtigstes Mittel zu diesem Zweck dient der Plug-in-Hybrid, der einen 2.0-TFSIMotor (252 PS und 370 Newtonmeter) mit einer 109 PS und 300 Newtonmeter starken E-Maschine zusammenspannt – gleiches Rezept wie beim X3, allerdings mit etwas mehr Pfeffer. Wer vom technischen Aufwand des Hybriden nicht überzeugt ist und den Aufpreis von rund 3500 Euro scheut, bekommt den neuen Q5 auch als 2.0 TFSI mit 245 PS und 370 Newtonmeter oder als 2.0 TDI mit 190 PS und 400 Newtonmeter. V6-Fans finden im 272 PS und 600 Newtonmeter starken 3.0 TDI eine um 13 Prozent sparsamere Lösung als bisher. Möglich, aber noch nicht entschieden ist ein Q5 RS TDI mit 354 PS und 700 Newtonmeter, dessen dritter elektrisch betriebener Lader das lästige Turboloch zuschütten soll. Obwohl der aktuelle Q5 auch durch zeitloses Design besticht, wird der Nachfolger komplett neu eingekleidet – auf Wunsch mit 21-Zoll-Rädern und Matrixlicht. Innen gibt es statt der Rundinstrumente einen frei programmierbaren Farbbildschirm. Die nächste MMIGeneration, Drive Select mit direktem Zugriff über Lenkradtasten und das mit Google konzipierte Infotainmentsystem sind weitere Highlights.

Neuer Audi Q5 und BMW X3: 2016/2017

Audi Q5 und BMW X3 Illustration Audi Q1 Illustration Audi Q5 Illustration
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

So sehen Kassenschlager aus: Der nächste X3 wird geräumiger und fahrdynamischer, der neue Q5 stärker und gleichzeitig eleganter. Bei beiden besonders interessant: die Hybrid-Option – kräftig, sparsam und mit rund 3500 Euro Aufpreis noch bezahlbar.

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