Audi RS 3 Facelift (2016): Sitzprobe

Audi RS 3 Facelift (2016): Sitzprobe

— 05.10.2016

400 PS und Stufenheck für den RS 3

Audi schärft den RS 3 nach: Der Fünfzylinder bekommt mehr PS, die Karosserie passt sich dem A3-Facelift an. AUTO BILD macht die Sitzprobe.

Video: Audi RS 3 (2016)

400-PS-Limo

Keine Studie, aber trotzdem ein Ausblick: Audi erweitert das RS 3-Portfolio mit der Modellpflege um eine Stufenheckversion. Zunächst nur für den US-Markt und für China, später soll er dann aber auch in Europa angeboten werden. Was erwartet uns? AUTO BILD macht die Sitzprobe in der gelifteten RS 3 Limousine! Der Anblick ist ungewohnt, aber das Stufenheck steht dem RS 3 gut. Ganz unerwartet kam die neue Version des Kompakt-Sportlers nicht, schließlich haben die Ingolstädter bereits 2014 mit ihrer A3 Clubsport Studie bewiesen, dass Limousinen ohne weiteres das Rentner-Image ablegen können.
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Sportdress für die Limo

Mehr Dampf in der Hütte: Mit 400 PS liegt der Fünfzylinder des RS 3 auf TT RS-Niveau.

Vorausgesetzt die Zutaten stimmen. Und in diesem Punkt fährt der blaue RS 3 ganz vorne mit. Die Frontschürze hat silbrige Inlays, die die großen Luftöffnungen stärker betonen. Der "quattro"-Schriftzug rückt in den Rahmen des Singleframe-Grills und die serienmäßigen LED-Scheinwerfer entsprechen in Form und Innenleben denen des A3-Facelifts. Weil die Spur des A3 für den sportiven RS 3 nicht ausreicht, ist nicht nur die Vorderachse um 20 mm verbreitert, sondern auch die Radhäuser. Und natürlich kauert sich der RS 3 etwas tiefer (25 mm) über den Asphalt als seine braven Brüder.
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Spoilerlippe und armdicke Rohre

Mit dem neu abgestimmten ESC soll der geliftete RS 3 zum Driften animiert werden können.

Wandern wir weiter. Die 19-Zöller füllen die Radhäuser gut aus. Hinter den glanzgedrehten Speichen blinkt die Bremsanlage mit ihren 37-Zentimeter-Scheiben hervor. Auf Wunsch gibt es sie auch als Keramik-Version. Fett. Das denkt man sich unweigerlich auch am Heck des Limousinen-RS 3. Die Rückleuchten strahlen wie beim A3 Facelift mit der aktuellsten Leuchtgrafik. Darüber sorgt eine kleine Spoilerkante auf dem Heckdeckel für den letzten Kick des Fahrtwindes. Die Schürze umrahmt eine mattsilberne Diffusor-Andeutung die beiden armdicken Endrohre der Auspuffanlage. Insgesamt erinnert der Hinterwagen des RS 3 stark an die Limousine des RS 4 B7 – was bitte als dickes Kompliment zu werten ist.

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Der RS 3 ist wieder Spitzenreiter

Für Große ist die Rückbank des RS 3 kein besonderes Vergnügen.

Und jetzt zum Herzstück des aufgefrischten RS 3 – zum Fünfzylinder-Turbo! Dessen Leistung hebt Audi von nicht gerade schwächlichen 367 PS auf glatte 400 Pferde an. Nicht ganz unbeabsichtigt zieht der RS 3 damit leistungstechnisch wieder am Mercedes-AMG A 45 (381 PS) vorbei. Haube wieder zu und rein in den RS-Audi. Innen tut sich im Vergleich zum Sportback naturgemäß wenig. Sportlenkrad, Sportsitze und der Alcantara bezogene Wählhebel des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes versprühen Lust am Kurvenräubern. Alles ist Audi-typisch piekfein angerichtet. Egal, ob im großen Maßstab auf den Ledersitzen oder am kleinsten Knöpfchen: Materialtechnisch ist das Cockpit eine Show. Wie im normalen A3 ist der Blick durchs Lenkrad vom virtuellen Cockpit (optional) aufgewertet. Den sieben Zoll-Touchscreen auf dem Armaturenbrett trägt der RS 3 trotzdem. Jetzt wird's spannend, denn es geht nach hinten. Tja! Über 1,90-Menschen werden hier mittel- und langfristig nicht glücklich. Aber das dürfte Limo-Fans wohl tendenziell nicht schocken.

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Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Klar, die Limousine ist hauptsächlich für die außereuropäischen Märkte gedacht. Trotzdem macht sie einen guten ersten Eindruck. Und Audi-Fans wird es sicher freuen, dass die Kompakt-Sportler-PS-Krone wieder an die Marke mit den Ringen geht. Mal schauen, wer die 400 PS des RS 3 übertrumpft.

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