BMW X3 (2017): Erlkönig

BMW X3 (2017): Vorschau und Technik

— 12.10.2016

Mehr Technik, mehr Power

BMW arbeitet am neuen X3. Das SUV soll 2017 mit modernster Technik und starken Motoren kommen. Jetzt gibt es ein Erlkönigvideo!

Der neue X3 hat die gleichen Abmessungen wie der Vorgänger, aber mehr Platz für die Passagiere.

Im Segment der SUVs herrscht ein harter Wettbewerb. Im Januar 2017 rollen die ersten neuen Audi Q5 auf die Straße, BMW muss mit dem X3 ein Jahr später nachziehen. Der X3 steht schon im eigenen Haus mächtig unter Druck: Von unten kratzt der erstaunlich erwachsene X1, von oben spielt jetzt auch der neue X5 die Vierzylinder-Trumpfkarte. Doch der neue X3 (Entwicklungskürzel G01) schöpft aus dem Vollen. Das liegt an der neuen Plattform CLAR ("Cluster Architecture"), die zuvor schon vom neuen BMW 5er genutzt wird. Das verhilft zu 100 Kilogramm weniger Gewicht und mehr Innenraumlänge. Eine neu konstruierte Sitzanlage sorgt außerdem für höhere Variabilität und besseren Komfort. AUTO BILD hat einen Erlkönig auf der Autobahn gefilmt:
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Rein elektrisch und mit M-Power

Die glattere Front soll den Elektro-X3 von den Versionen mit Verbrenner unterscheiden.

Um gegen Audi Q6 e-tron und Mercedes EQC antreten zu können, bringt BMW den X3 auch als Elektro-SUV. Das Problem: Die Architektur des nächsten X3 ist auf reinen E-Antrieb nicht vorbereitet, daher sind Veränderungen an den Achsen und der Bodengruppe nötig, bevor der X3 Electric Ende 2018 kommt. Den Start macht eine Variante mit 225 kW starkem E-Motor und 70-kWh-Lithium-Ionen-Akku. Für Europa ist eine kräftige Sportversion fix eingeplant.
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Das klassische Motorenprogramm bleibt weitgehend unverändert. Der 28i wird zum 252 PS starken 30i, der 30d legt von 258 auf 265 PS zu, der 35d bringt es künftig auf 320 PS. Für die PS-verwöhnte Kundschaft werden zudem neue M-Ausführungen ins Programm genommen. Der X3 M40i bekommt den 360 PS starken Sechszylinder aus dem X4, der X3M und der baugleiche X4M übernehmen einen drehmomentoptimierten Ableger des 431 PS starken M4-Aggregats. Gegen den GLC 43 AMG und den künftigen Jaguar F-Pace R, die beide mit 510 PS antreten, hat das bayrische Motorenwerk allerdings schlechte Karten. Da hilft auch der vorgesehene Elektrobaustein nicht weiter, denn er reicht nur zum Boosten und emissionsfreien Einparken, nicht aber zum nachhaltigen Aufbessern der Systemleistung.

Updatefähige Systeme und Air-Touch-Monitor

Video: BMW X3 (2017)

Startschuss für neuen X3

Weil BMW nur alle drei Jahre eine große Innovationsoffensive fährt, bewegt sich der neue X3 bei Infotainment, Digitalisierung und Connectivity auf dem bekannten Niveau von 7er und 5er. Die neue Multimedia-Grafik wird erst 2018 eingeführt, aber das macht keinen Unterschied, denn die Bordelektronik ist künftig update- und upgradefähig. Sonderfunktionen wie teilautonomes Fahren, vollautomatisches Einparken oder ein gewisses Plus an Leistung und Drehmoment können auch nachträglich dazugekauft werden. Ein interessantes Detail ist der Air-Touch-Monitor, der in Kombination aus Annäherungssensor und Luftkissen hässliche Fingerabdrücke auf dem Bildschirm zuverlässig verhindern soll. Im nächsten Schritt wird dann jenes flexible und dynamische Display eingeführt, das BMW schon im Januar in der i8-Roadster-Studie vorgestellt hat.

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Anders als der X5 bleibt der kleine Bruder der einteiligen Heckklappe treu. Die Scheibe lässt sich separat öffnen, gegen Aufpreis öffnet die Klappe wie bisher elektrisch, auch auf eine Fußbewegung unterm Stoßfänger hin. Es bleibt zwar bei nur zwei Sitzreihen, aber dafür können die Fondsitze gegen Aufpreis in Höhe, Länge und Lehnenneigung verstellt werden. Das Abdeckrollo verschwindet bei Nichtgebrauch in einer Aussparung im Kofferraumboden. Das auf Wunsch eingebaute Panoramadach besitzt eine deutlich größere Öffnung, eine doppelte Entlüftungsstellung (vorn/hinten) und einen zweiten Windabweiser als Schutzmaßnahme gegen Staudruck. 

Verbesserte Aerodynamik

An der Verkehrsfläche des X3 ändert sich nach dem Modellwechsel kaum etwas. Radstand, Höhe und Breite legen geringfügig zu. In Verbindung mit Sechszylindermotoren sind 19-Zöller und größere Bremsen Serie, zusätzlich zur xLine wird wieder ein M-Sportpaket angeboten. Die Front steht aufgrund der neuen Fußgängerschutz-Bedingungen etwas aufrechter im Fahrtwind als bisher. Neu ist der X3 Aero mit windschnittigeren Stoßfängern, glattflächigen Rädern, klar definierten Abrisskanten und variabler Luftführung (Aeroblade). Darüber hinaus reduziert eventuell die optionale Luftfederung per Fahrwerksabsenkung den Luftwiderstand. Die optischen Änderungen am X3 Electric müssen noch beschlossen werden. Die Controller wünschen sich nur neue Anbauteile, geschlossene Nieren und hellblaue Farbeffekte, die Verkäufer hätten lieber eine eigenständige Coupé-Karosserie – damit der Stromer-X3 optisch hervorsticht.

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Autor: Georg Kacher

Stichworte:

Kompakt-SUV

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