BMW X3 (2018): Test, Preis, Technik

BMW X3 (2018): Test, Preis, Technik

BMW X3 G01 (2018): Test, Technik, Preis, Marktstart, Motor

— 16.10.2017

Alle Infos zum neuen BMW X3

Größer und schlauer: Der neue BMW X3 basiert auf der Plattform des 5er. AUTO BILD hat alle Infos zu Ausstattung, Motoren, Marktstart und den Fahrbericht!

Vorstellung: Größer bei gleichen Proportionen
Interieur: Ein großer Schritt Richtung 5er
Fahren: In dieser Klasse macht ihm keiner so schnell was vor (Update!)
Ausstattung: Drei Varianten – von sportlich, über robust bis edel
Connectivity: Gestensteuerung und teilautomatisiertes Fahren
Motoren und Preise: Ab Dezember 2017 mit zwei neuen Benzinern

Vorstellung: Größer bei gleichen Proportionen

Die Nieren des neuen X3 sind riesig. Entfallen sind die runden Nebelscheinwerfer unter den Hauptstrahlern.

Im November 2017 lässt BMW den neuen X3 auf die Straße. Auf den ersten Blick hat sich der X3 mit dem Baucode G01 gegenüber dem Vorgänger (F25) kaum verändert – womit die Münchner es den Kollegen von Audi nachmachen, die den aktuellen Q5 ebenfalls nur behutsam weiterentwickelt haben. Aber wie im Q5 ist die Technik komplett neu. Die Plattform (CLAR – Cluster Architecture) teilt sich der X3 mit seinen großen Limousinen-Brüdern 5er und 7er, natürlich in abgewandelter Form. Dennoch: Auch wenn die Proportionen des X3 im Vergleich zum Vorgänger gleich bleiben, wächst der Neue: Er ist rund sieben Zentimeter länger (4716 mm), eineinhalb Zentimeter breiter (1897 mm) und höher (1676 mm) und weist einen rund fünf Zentimeter größeren Radstand (2864 mm) auf als bisher. Dass der Größenunterschied kaum auffällt, liegt auch daran, dass die kleinste Felgengröße auf 18 Zoll angehoben wurde (bislang: 17 Zoll). Die größeren Räder lassen die mit einem Schwung versehenen Radhäuser nicht zu überdimensioniert wirken.

Windschlüpfig wie der X1

Die stärksten optischen Veränderungen gibt es an der Front des X3. Die Nieren sind riesig und die Nase steht steiler, was dem SUV einen kraftstrotzenden Auftritt garantiert. Übrigens: Luftklappen in den Nieren helfen, den cw-Wert des Neuen auf 0,29 zu senken – damit hat der X3 den gleichen Luftwiderstandsbeiwert wie der aktuelle X1. Zudem verzichten die Designer auf das bislang verbaute Erkennungsmerkmal aller BMW-SUVs: die runden Nebelscheinwerfer in der Schürze unterhalb der Hauptscheinwerfer. Stattdessen strahlen in Zukunft längliche Nebelleuchten in der Schürze. Im Profil ist die neue Generation an den umgestalteten Radausschnitten (nicht mehr rund, sondern nach hinten abgeflacht) und dem glattgebügelten Hofmeisterknick zu erkennen. Am Heck trägt der X3 ab Marktstart November 2017 eine doppelflutige Auspuffanlage – unabhängig davon, welcher Motor unter der Haube steckt. Die Topversion ist der M40i mit 360 PS. Eine noch schärfere M-Version des X3 wurde aber bereits als Erlkönig gesichtet: Damit könnte BMW dann den extrastarken Mittelklasse-SUVs von Mercedes-AMG (GLC 63 mit 510 PS) und Audi (SQ 5 mit 354 PS) Paroli bieten.

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Interieur: Ein großer Schritt Richtung 5er

Im Innenraum orientiert sich der X3 am 5er – mit freistehendem 10,2-Zoll-Monitor.

So behutsam BMW den X3 außen weiterentwickelt hat, so deutlich fällt der Schritt im Innenraum aus. Die neue Cockpit-Architektur im Stile des 5er watscht den alten X3 locker ab: Der 10,2-Zoll-Monitor steht frei auf dem Armaturenträger, die Instrumente sind digital wie bei 5er und 7er, die Dekorleisten sehen frisch aus und machen einen hochwertigen Eindruck. Für Freude am Anfassen sorgen galvanisierte Knöpfe, die sich so anfühlen, als wären sie aus massivem Metall. Bei Sitzposition und Ergonomie gibt's nix zu nörgeln – der X3 passt. Hinten gibt es dank des größeren Radstands mehr Platz, vor allem nach oben und für die Knie. Auch sehr große Menschen mit 1,95 Meter fühlen sich im X3-Fond richtig wohl. Für ein besseres Raumgefühl haben die Designer das Panoramadach um zwölf Zentimeter nach hinten verlängert, die Lehne der Rücksitzbank kann geneigt werden – steil für maximale Kofferraumkapazität bis entspannt für lange Reisen. Für das besser nutzbare, weil weniger verschachtelte Gepäckabteil (550 bis 1600 Liter) haben sich die Entwickler noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das Gepäckrollo kann, wenn es nicht gebraucht wird, in eine Mulde unter der Ladefläche verstaut werden. Endlich fliegt das Ding nicht mehr im Hausflur oder in der Garage herum!

Fahren: In dieser Klasse macht ihm keiner so schnell was vor

Dank der hecklastig ausgelegten Momentenverteilung ist der X3 als Allrad agil.

Der M40i startet mit einem pubertären Auspuffbrüller, der morgens die Nachbarn weckt, aber zum Glück der einzige Missklang bleibt. Denn mit 360 PS unter der langen Haube bleibt kein Auge trocken: In 4,8 Sekunden soll der Top-Benziner Tempo 100 erreichen, 250 km/h Spitze sowieso. Statt der 8,2 Liter Normverbrauch zeigte der Bordcomputer auf der ersten Fahrt realistische 13 Liter an - auch weil die hellwache Drehorgel (bis 6600 Touren) da vorne mächtig verlockt. Die 20-Zoll-Mischbereifung schenkt satten Grip, erst die angefressenen Reifenschultern verraten, dass trotz der Türen aus Aluminium gut 1900 Kilo zum Kurvenrand drängen. Die elektronische Dämpferverstellung und die neue, hecklastige Momentenverteilung des Allrads (55 Prozent hinten) tun alles, um den SUV gefühlt zu schrumpfen und das Wanken zu unterdrücken - wie der BMW beim Gaslupfer das Heck eindreht, das macht ihm in dieser Klasse so schnell keiner nach. Das erste M-Model fährt natürlich alles auf, was das Programm hergibt: variable Sportlenkung, Sportfahrwerk und Sportgetriebe, die in bürger lichen X3 zusammen 890 Euro mehr kosten. Fehlt nur, etwas tiefer im Auto zu hocken statt auf den zu hoch eingebauten Sportsitzen. Zusammen mit der feinen Lenkung und der tollen Achtgang-Automatik wird der X3 wieder das Fahrpaket unter den Nobel-Hochsitzen.

Ausstattung: Drei Varianten – von sportlich, über robust bis edel

Der Topbenziner ist der 360 PS starke X3 M40i. Seine Achtgang-Automatik verfügt über eine Launch-Control.

Kunden haben die Wahl zwischen drei Ausstattungslinien, die den Charakter des X3 in Richtung Sport, Luxus und Offroad ausformen. Mit sportiven Schürzen, Sportlenkrad mit Lederbezug, Sportsitzen, Alu-Zierleisten für den Innenraum und schwarzem Dachhimmel soll die M Sport-Linie die dynamische Seite des X3 betonen. Mit Lederausstattung, Edelholz-Interieurleisten und Chromakzenten für die Karosserie ist die Luxury Line wird der X3 deutlich eleganter. Die sogenannte  xLine unterstreicht nach Meinung der BMW-Marketingabteilung mit seidenmatten Nieren dagegen die robuste Seite des X3, der eine Bodenfreiheit von 204 Millimetern hat (Wattiefe: 500 Millimeter). Darüber hinaus finden sich auf der Extraliste beispielsweise eine 3-Zonen-Klimaautomatik, die für Fahrer, Beifahrer und die Fondpassagiere individuelle Einstellungen erlaubt. Für die beiden vorderen Sitze gibt es neben einer Sitzheizung auch eine Sitz-Kühlung. Optional können die Seitenscheiben mit einer Akustikverglasung bestellt werden – für die Frontscheibe ist das geräuschhemmende Glas Serie. Wer möchte, kann den aus dem 5er und 7er bekannten Schlüssel ordern, mit dem Infos zu Kraftstoffvorrat, Service- und Wartungsintervalle und der Status des Fahrzeug (Fenster und Schiebedach) abgerufen werden können. Mit dem Ambient Air Paket wird die Luft im Innenraum beduftet und ionisiert. Zur Modellpflege im Herbst 2017 bietet BMW auch die neue BMW Individual-Lackierung "Sonnenstein metallic" an. Im Innenraum gibt es neue Farbkombinationen für die erweiterte Lederausstattung "Merino" und Dekorleisten in "Pianolack schwarz".

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Connectivity: Gestensteuerung und teilautomatisiertes Fahren

BMW-Designer Calvin Luk erklärt AUTO BILD die Änderungen an der Front des X3.

Die CLAR-Plattform macht auch den Weg frei für die Connectivity des 5ers. Apple CarPlay funktioniert im X3 jetzt auch ohne Kabel und wer lieber wedelt als wischt, kann dem SUV per Gestensteuerung Anweisungen geben. Das vollfarbige Head-up-Display spiegelt dem X3-Piloten Infos in die Scheibe. Außerdem kann das Telefon induktiv geladen werden – vorausgesetzt, es ist kompatibel. Und auch bei den Fahrassistenten stehen 5er und 7er Pate. Die Palette ist dementsprechend umfangreich: Mit teilautonomen Funktionen ausgestattet, hilft der X3 beim Spurwechseln und -halten, beim Lenken (voraussichtlich ab Dezember 2017 erhältlich), warnt vor Querverkehr, vor Falschfahren und erkennt, wer Vorfahrt hat.

Motoren und Preise: Ab Dezember 2017 mit zwei neuen Benzinern

Zum Marktstart gab BMW den Kunden drei Motorenoptionen zur Auswahl, jetzt legen die Münchner für Dezember 2017 nach. Im Portfolio stehen nun neben dem Top-Benziner M40i mit 360 PS, zwei neue Vierzylinder-Motoren (20i und 30i). Ebenso sind zwei Diesel (20d und 30d) verfügbar. Stets mit an Bord ist im X3 ein Allradantrieb und das Achtgang-Steptronic-Automatikgetriebe, das im M40i auch über eine Launch-Control verfügt. Der Top-Benziner kostet in der Basis 66.300 Euro. Der günstigste Diesel fängt ab 47.250 Euro an. Preise für die neuen Benziner nennt BMW noch nicht.

BMW X3 M40i:
Reihen-Sechszylinder-Benziner • 8-Gang Steptronic Getriebe • Hubraum: 2.998 ccm • Leistung: 265 kW/360 PS • max. Drehmoment: 500 Nm bei 1.520 – 4.800 U/min • Beschleunigung [0–100 km/h]: 4,8 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h • Verbrauch kombiniert: 8,4 – 8,2 l/100 km CO2-Emissionen kombiniert: 193 – 188 g/km • Preis: ab 66.300 Euro.
 
BMW X3 xDrive30i: (ab Dezember 2017)
Vierzylinder-Benziner • 8-Gang Steptronic Getriebe • Hubraum: 1.998 ccm • Leistung: 185 kW/252 PS • max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.450 – 4.800 U/min • Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 6,3 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h • Verbrauch kombiniert: 7,4 l/100 km • CO2-Emissionen kombiniert: 168 g/km • Preis: noch nicht bekannt.
 
BMW X3 xDrive20i: (ab Dezember 2017)
Vierzylinder-Benziner • 8-Gang Steptronic Getriebe • Hubraum: 1.998 ccm • Leistung: 135 kW/184 PS • max. Drehmoment: 290 Nm bei 1.350 – 4. 600 U/min • Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 8,3 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h • Verbrauch kombiniert: 7,2 l/100 km • CO2-Emissionen kombiniert: 165 g/km • Preis: noch nicht bekannt.
 
BMW X3 xDrive30d:
Reihen-Sechszylinder-Dieselmotor • 8-Gang Steptronic Getriebe • Hubraum: 2.993 ccm • Leistung: 195 kW/265 PS • max. Drehmoment: 620 Nm bei 2.000 – 2.500 U/min • Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 5,8 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h Verbrauch • kombiniert: 6,0 – 5,7 l/100 km • CO2-Emissionen kombiniert: 158 – 149 g/km • Preis: ab 55.950 Euro.
 
BMW X3 xDrive20d:
Vierzylinder-Dieselmotor • 8-Gang Steptronic • Hubraum: 1.995 ccm • Leistung: 140 kW/190 PS
max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.750 – 2.500 U/min • Beschleunigung [0 – 100 km/h]: 8,0 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 213 km/h • Verbrauch kombiniert: 5,4 – 5,0 l/100 km • CO2-Emissionen kombiniert: 142 – 132 g/km • Preis: ab 47.250 Euro.

BMW X3 (2018): Test, Preis, Technik

Autoren: Peter R. Fischer, Joachim Staat

Stichworte:

Kompakt-SUV

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