Kia Picanto (2017): Vorstellung

Kia Picanto (2017): Vorstellung

Kia Picanto (2017): Vorstellung

— 28.03.2017

Picanto mit Power

Die dritte Generation des Kia Picanto steht selbstbewusster da, kommt mit Sportausstattung und stärkerem Motor. Alle Infos und Fahrbericht!

➤ Vorstellung: Sportlicher Picanto mit Doppelauspuff
➤ Interieur: Innenraum ähnelt dem Kia Rio
➤ Fahren: Picanto fährt wie ein Kompakter
➤ Ausstattung: Mehr Farben für den Picanto
➤ Connectivity: Apple CarPlay und Android Auto werden unterstützt
➤ Motoren: Ende 2017 kommt ein 100-PS-Motor
➤ Technische Daten: Alle Motoren auf einen Blick
➤ Gebrauchtwagen: Kia Picanto ab 6000 Euro

Vorstellung: Sportlicher Picanto mit Doppelauspuff

Kia macht den Picanto sportlicher! Die dritte Generation kommt im Sommer 2017 nicht nur mit dem aktuellen "Tigernasen-Grill" und großem Schlund in der Frontschürze, sondern auch in der Sportausführung GT Line. Die ist an roten Akzenten und einem Doppelauspuff zu erkennen. Trotz aller Sportlichkeit wird der Dreitürer nicht mehr angeboten. Kia hat dem 3,60 Meter kurzen Picanto ein selbstbewussteres Äußeres mit breiteren Linien verpasst. Dazu soll auch ein 2,5 Zentimeter kürzerer Überhang an der Front beitragen, hinten wächst der Picanto um einen Zentimeter. Obwohl sich an den Abmessungen also fast nichts ändert, wächst der Radstand leicht auf 2,4 Meter. Das soll für mehr Raum im Auto sorgen. Das Cockpit erinnert an das Interieur des Kia Rio – inklusive des aufgesetzten Sieben-Zoll-Touchscreens. Um gegen die immer größer werdende Konkurrenz im Kleinstwagensegment zu bestehen (sie reicht von Renault Twingo über Nissan Micra bis zum VW Up), gibt es für den Picanto mehr Auswahlmöglichkeiten, was Farbe und Interieur angeht. Elf Lacke und fünf Innenraumpakete in Kontrastfarben bietet Kia an.

Auch technisch rüstet Kia den Picanto auf: Tagfahrlicht, Rückleuchten und Nebelscheinwerfer funktionieren jetzt mit LEDs, außerdem gibt es zum ersten Mal einen Notbremsassistenten. Das Fahrwerk wurde für eine stabilere Fahrt und besseres Handling überarbeitet. Bei den Motoren setzt Kia vor allem auf alte Bekannte: Der Einliter-Dreizylinder mit 67 PS und der 1,25-Liter-Vierzylinder mit 84 PS haben sich schon im Vorgänger bewährt. Ende 2017 komplettiert das stärkste Aggregat die Motorenpalette, der turbogeladene Einliter-Dreizylinder mit 100 PS macht den Picanto so stark wie noch nie.

Interieur: Innenraum ähnelt dem Kia Rio

Schicke Sache: Der Picanto "GT-Line" ist mit einem optionalen Kontrast-Paket ausgestattet.

Der Innenraum des Picanto wirkt größer und hochwertiger als der des Vorgängers. Design-Highlight sind die länglichen Lüftungsdüsen, die links und rechts das Armaturenbrett senkrecht begrenzen. Die GT-Line ist mit einem optionalen Kontrast-Paket ausgestattet: Die Grundfarbe der Ledersitze mit Lochmuster ist Schwarz, weinrote Farbflächen und Nähte lockern das Bild auf. Auch die inneren Türgriffe sind in dieser Farbwelt gehalten. Das wirkt geschmackvoll und hochwertig. Die größte Änderung betrifft allerdings das Infotainment. Der Siebenzoll-Touchscreen steht jetzt wie beim Kia Rio auf dem Armaturenbrett und kann Karten auch in 3D anzeigen. Das System arbeitet flüssig und lässt sich auch über seitliche Knöpfe bedienen. Mit denen springt man schnell in andere Menüs. Neu ist auch die bewegliche Mittelarmlehne zwischen Fahrer und Beifahrer – dank darunter verstecktem Fach ist sie sehr nützlich, wenn auch etwas schmal geraten. Die Sitzposition ist angenehm hoch, aus dem Picanto hat man alles im Blick. Es gibt Platz genug in fast alle Richtungen. Aber eben nur fast, weil selbst bei einer Größe von 1,65 Metern der Kopf gefühlt zu nahe am Dachhimmel ist. Dafür ist die Sitzposition auf der Rückbank jetzt besser: Die wurde um zwei Grad nach hinten geneigt, sodass man sich tatsächlich bequemer anlehnen kann. Wie in allen Kleinstwagen reicht auch hier der Platz in der zweiten Reihe für kurze Fahrten aus, auf längeren Strecken könnte es jedoch unbequem werden. Der Kofferraum wächst nicht nur gefühlt, sondern auch auch dem Papier auf 255 Liter (200 Liter beim Vorgänger) – dem doppelten Boden sei Dank. Wer den gesamten Platz nutzen will, der wird sich allerdings über die hohe Ladekante ärgern.

Fahren: Picanto fährt wie ein Kompakter

Der Einliter klingt kernig, wie man das von Dreizylindern kennt, er läuft aber angenehm vibrationsarm.

Kias Kleiner fährt überraschend erwachsen. Der Einliter klingt so kernig, wie man das von Dreizylindern kennt, er läuft aber angenehm vibrationsarm und liefert trotz 67 PS zumindest ausreichende Fahrleistungen. Der 1,2-Liter-Motor mit vier Zylindern ist gefühlt jedenfalls kaum schneller – wohl aber durstiger. Die Handschaltung wirkt nur auf den ersten Griff etwas labberig und sehr leicht schaltbar, am Ende versöhnt sie dann aber doch mit präzise rastenden Gängen. Auch die Lenkung fühlt sich erstaunlich präzise und mitteilsam an – da hat AUTO BILD in koreanischen Knirpsen schon ganz andere Dinge erlebt. Gleiches lässt sich über das Fahrwerk sagen. Um allen Vorwürfen eines unhandlichen und unterdämpften Schaukel-Minis zu entgehen, haben die Kia-Jungs ihren Picanto mal so richtig straff abgestimmt. Das erlaubt zwar bemerkenswert hohe Kurvengeschwindigkeiten, stößt mitunter aber unanagenehm auf. Besonders die Hinterachse quittiert Querfugen mit heftigen Stößen. Als kleine Wiedergutmachung verwöhnt der Picanto mit einem hervorragenden Geradeauslauf, bei einem derart kurzen Radstand nicht selbstverständlich.

Ausstattung: Mehr Farben für den Picanto

Kia legt Wert darauf, dass man den neuen Picanto an den eigenen Geschmack anpassen kann. Dazu gibt es neben der sportlichen "GT Line" auch elf Lackfarben und fünf Ausstattungspakete mit Leder in Kontrastfarben für den Innenraum. Zum ersten Mal bietet Kia für den Kleinstwagen außerdem einen Notbremsassistent an. Sicherheit beim Rückwärtsfahren soll eine optionale Kamera bieten. Während die GT-Line immer auf 16-Zoll-Felgen rollt, können Picanto-Käufer ansonsten aus vier Designs zwischen 14- und 16-Zoll wählen.

Connectivity: Apple Car Play und Android Auto werden unterstützt

Das Infotainment mit Siebenzoll-Touchscreen unterstützt Apple Car Play und Android Auto. Kabelloses Laden in der Mittelkonsole ist optional, für Geräte, die diese Funktion nicht unterstützen, gibt es einen USB-Anschluss.

Neue Kleinwagen (bis 2020)

Motoren: Ende 2017 kommt ein 100-PS-Motor

Bei den Motoren setzt Kia vor allem auf bewährte Technik: Den 67 PS starken Einliter-Dreizylinder und den 1,25-Liter-Vierzylinder mit 84 PS kennt man bereits vom Vorgänger. Ab Ende 2017 wird ein dritter Motor die Palette ergänzen. Der turbogeladene Dreizylinder entwickelt 100 PS aus einem Liter Hubraum. Alle Motoren sind an eine Fünfgangschaltung gekoppelt, für die Variante mit 84 PS gibt es auf Wunsch eine Viergang-Automatik. Ebenfalls auf der Aufpreisliste steht eine Start-Stopp-Automatik. Dieselmotoren wird es nicht geben.

Technische Daten: Alle Motoren auf einen Blick

Kia Picanto 1.0 T-GDI • Hubraum: 998 cm³ • Leistung: 74 kW (100 PS) • max. Drehmoment: 172 Nm • Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h • Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 10,1 s.

Kia Picanto 1.0 MPI • Hubraum: 998 cm³ • Leistung: 49 kW (67 PS) • max. Drehmoment: 96 Nm • Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h • Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 14,3 s • Verbrauch: 4,4 l/100 km.

Kia Picanto 1.2 MPI • Hubraum: 1248 cm³ • Leistung: 62 kW (84 PS) • max. Drehmoment: 122 Nm • Höchstgeschwindigkeit: 173 km/h • Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 12,0 s • Verbrauch: 4,6 l/100 km.

Kia Picanto (2017): Vorstellung

Gebrauchtwagen: Kia Picanto ab 6000 Euro

Der Kia Picanto der zweiten Generation (Typ: TA) gilt als Innovationsträger: Knieairbag, Keyless Go und elektrisch anklappende Spiegel gibt es für den seit 2011 gebauten Kleinstwagen. 2013 gab es einen Rückruf wegen schwergängiger Bremssättel an der Hinterachse, 2015 stellte Kia ein Facelift vor. Beim TÜV ist vor allem das Licht ein Thema, die Mängelzahlen liegen weit über dem Durchschnitt. Außerdem zickt die Handbremse bei manchen Autos. Gebraucht kostet das Vor-Faceliftmodell mit moderater Laufleistung etwa 6000 Euro, wer den stärkeren Motor mit 86 PS möchte, muss mindestens 7300 Euro zahlen. Der Markt für Modelle nach dem Facelift 2015 ist übersichtlich, die Autos haben in der Regel kaum Kilometer runter und beginnen bei 8000 Euro. Besonders selten sind die ab 2013 verkauften LPG-Modelle des Picanto – und entsprechend teuer: Mit 13.000 Euro müssen Interessenten rechnen.

Autoren: , Jan Götze, Katharina Berndt, André Huster

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