Volvo XC60 (2017): Vorschau

Volvo XC60 (2017): Vorschau

Volvo XC60 (2017): Infos, Motoren, Preise und Tests

— 18.05.2017

Alle Infos zum neuen Volvo XC60

Volvo legt den XC60 neu auf. Das SUV bekommt den Look und Sicherheitsfeatures vom großen Bruder XC90. Alle Infos und Fahrbericht!

Vorstellung: Ein geschrumpfter XC90
Interieur: Bequem mit einer Tücke
Fahren: Komfortable Abstimmung, kräftige Motoren (Update!)
Ausstattung: Im Notfall lenkt der XC60 selber
Connectivity: Update für Infotainment und On Call App
Motoren: Immer Allrad, immer Automatik
Preise: Bei rund 48.000 Euro geht es los

Vorstellung: Ein geschrumpfter XC90

Volvo legt sein Erfolgs-SUV XC60 neu auf. Optisch ist der neue XC60 dicht dran an seinem großen Bruder, dem XC90. Typisch Volvo sind die Frontleuchten mit der charakteristischen Leuchtsignatur, deren Form von den Schweden gerne in Verbindung mit dem Hammer des altnordischen Gottes Thor gebracht werden. Die Haube ist gestreckt, die Überhänge sind sportlich kurz, die Linienführung schnörkellos und klar. Das Heck des XC60 erinnert mit der im unteren Teil nach vorne flüchtenden Kofferraumklappe an die Studie zum kommenden XC40.

Volvo XC60: Alt und neu im Vergleich

Für den schwedischen Hersteller ist der XC60 besonders wichtig. Das Mittelklasse-SUV macht rund ein Drittel aller verkauften Volvo aus und ist in Deutschland sogar der meistverkaufte Volvo. Von der ersten Generation des XC60 (seit 2008) rollten nach Herstellerangaben weltweit fast eine Million Exemplare aus den Showräumen der Händler. Die Erwartungen auf die Neuauflage sind dementsprechend hoch – und die Konkurrenz ist stark: So muss sich der neue XC60 an Mercedes GLC, BMW X3 und Audi Q5 messen lassen.

Interieur: Bequem mit einer Tücke

Auf der Alu-Spange, die von Tür zu Tür verläuft, ist eine Schwedenflagge eingearbeitet, die auch als Dehnungsfuge dient.

Der Innenraum des neuen XC60 ist hell und freundlich. Die Materialien sind geschmackvoll aufeinander abgestimmt, das offenporige Holzfurnier ist eine stylische Alternative zu Softtouch, Alu und Carbon. Fahrer und Beifahrer dürfen auf den Sitzen aus dem XC90 Platz nehmen und sich freuen, denn das Gestühl ist sehr bequem, ohne latschig zu sein. Lagom, sagt man in Schweden dazu. Genau richtig. Der Fahrer schaut auf digitale Instrumente und das Infotainment aus den großen Brüdern – und sieh an – der XC60 ist hier sogar ein bisschen Vorreiter. Denn die neuen Grafiken werden mit dem nächsten Update vom XC60 in die größeren Volvo übernommen. Mitgedacht hat Volvo bei den Türen, denn die überlappen den Schweller, sodass man sich beim Rein- und Rausklettern nicht die Hosenbeine dreckig macht. Clever.

Und hinten? Da lauert beim Einstieg eine Falle. Denn der Türausschnitt ragt so weit nach vorn, dass er dem Kopf im Weg ist. Hat man diese Hürde erstmal überwunden, sitzt es sich hinten ganz famos. Kopf- und Beinfreiheit sind ohne Tadel – so lässt man sich auch mit 1,95 Meter Körpergröße gerne im XC60 chauffieren.

Fahren: Komfortable Abstimmung, kräftige Motoren

Der Volvo XC60 legt viel Wert auf Komfort, die Motoren sind kräftig, die Automatik schnell.

Der XC60 ist kein Dynamiker à la BMW oder ein Perfektionist wie der Audi Q5, das will der Volvo gar nicht sein. Er will es zart, nicht hart. Im Komfort-Modus schaukelt er Fahrbahnunebenheiten nur so weg, dann werden 100 Kilometer Autobahn zur Wellness-Kur. Im Dynamik-Modus wankt er nicht mehr ganz so stark in schnellen Kurven, er wird aber auch kein Dynamiker. Zu ungenau ist seine Lenkung abgestimmt, zu komfortabel das Fahrwerk. Wer glaubt, mit diesem Volvo Kurven schnippeln zu können, der hält auch Ikea für einen Klamotten-Laden! Schließlich thronen wir in einem Zwei-Tonnen-SUV, liegen nicht in einem Sportwagen-Fliegengewicht. Wir waren mit dem 235-PS-Vierzylinder-Diesel unterwegs. Fein gedämmt, guter Punch, schnelle Achtstufen-Automatik. Bei flotter Fahrweise standen 9,3 Liter Diesel auf dem Bordcomputer, Volvo sagt 5,5 Liter, in der Mitte dürfte die Wahrheit liegen. 52.600 Euro kostet der Wellness-Trip, mit 190 Diesel-PS geht’s ab 48.050 Euro los. Dafür haben alle Varianten Allrad und Automatik Serie. Die kleinen Motoren mit Vorderradantrieb und Handschaltung kommen noch.

Ausstattung: Im Notfall lenkt der XC60 selber

Der neue XC60 ist knappe 4,69 Meter lang, 1,66 Meter hoch und 1,90 Meter breit.

Volvo hat die Assistenzsysteme im neuen XC60 noch einmal weiterentwickelt. Die Schweden kombinieren dabei Systeme zur Kollisionsvermeidung mit einer Lenkunterstützung. Gezielte Lenkimpulse sollen den Fahrer darauf hinweisen, dass er möglicherweise in den Gegenverkehr geraten kann oder Autos im toten Winkel übersieht. Das bedeutet: Im Notfall unterstützt der XC60 den Fahrer beim Ausweichen, wenn die automatische Notbremsung nicht mehr genügt. Diese neue Funktion des City Safety Systems ist im Geschwindigkeitsbereich zwischen 50 km/h und 100 km/h aktiv. Neben den neuen Zusatzfunktionen sind natürlich auch alle Assistenz- und Sicherheitssysteme aus der Volvo 90er-Baureihe im kleineren XC60 erhältlich.
Alle News und Tests zu Volvo

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Volvo XC60 Illustration

Connectivity: Update für Infotainment und On Call App

Der XC60 profitiert von einem Update des Volvo-Infotainmentsystems Sensus Connect. Die neu gestaltete Oberfläche stellt die jeweils wichtige Funktion in den Fokus. Andere Farben und Symbole sollen dafür sorgen, dass man das System einfacher bedienen kann, außerdem ist die Navi-Karte nun größer. Auch die Volvo On Call App wurde überarbeitet: Man kann nun Reiseziele direkt aus dem Handy-Kalender an das Navi des XC60 senden, sich die nächste Tankstelle anzeigen lassen und das Auto im Parkhaus oder in einer unbekannten Gegend orten. Wie die Autos der 90er-Reihe beherrscht das Volvo-SUV Apple CarPlay genauso wie Android Auto.

Motoren: Immer Allrad, immer Automatik

Zum Marktstart Ende Juli 2017 bietet Volvo für den XC60 vier Motoren an. Die Basismotorisierung ist der 190 PS starke D4-Diesel. Darüber rangiert der 235 PS leistende D5-Selbstzünder. Auf der Liste der Benzinmotoren stehen zunächst der T5 mit 254 PS und der T6 mit Turbo- und Kompressoraufladung, der es auf 320 PS und 400 Nm maximales Drehmoment bringt. Die Topmotorisierung bildet der T8-Plug-in-Hybrid mit 407 PS. Für ihn gibt Volvo bereits die 0-auf-100-Beschleunigung an: Nach 5,3 Sekunden stößt die Tachonadel in dreistellige Regionen vor. Der XC60 hat stets Allradantrieb und eine Achtgangautomatik an Bord.

Volvo XC60 (2017): Test


Preise: Bei rund 48.000 Euro geht es los

Der Basispreis für den 190 PS-Diesel-XC60 in der günstigsten Ausstattungslinie "Momentum" liegt bei 48.050 Euro. Für den stärksten Motor, den T8 Twin Engine AWD, verlangt Volvo mindestens 69.270 Euro.

Den Volvo XC60 ab 17.000 Euro gebraucht kaufen

Als Gebrauchter eine gute Wahl: der Volvo XC60.

Der Volvo XC60 ist seit 2008 auf dem Markt und gehört zu den beliebtesten SUVs in Europa. Die Preise für einen gebrauchten XC60 starten bei rund 17.000 Euro. Dafür bekommt man gepflegte Exemplare mit einer Laufleistung unter 100.000 Kilometern und mit dem zuverlässigen Fünfzylinder-Diesel (163 PS) unter der Haube. Wer noch mehr Dampf benötigt, der muss 21.000 Euro einplanen – dafür gibt es den D5 mit 205 PS oder den T6 mit 285 PS. Noch stärker ist nur noch der 305 PS starke Turbo-Vierzylinder-Benziner, für den mindestens 30.000 Euro fällig werden. Was gibt es bei einem gebrauchten XC60 zu beachten? Die erste Hauptuntersuchung absolviert das Schweden-SUV mit blütenweißer Weste. Besondere Beachtung gilt den Bremsen, die durch das hohe Gewicht schnell verschleißen und finanziell ordentlich ins Kontor schlagen. Alles auf einen Blick: Gebrauchte Volvo XC60

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VW Touareg Illustration Audi Q1 Illustration Mercedes GLA Illustration

Autoren: Peter R. Fischer, Andreas May

Stichworte:

Kompakt-SUV

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