Video: SRT Viper

Die Schlange lebt

Die Viper läuft aus, meldet das Magazin Road & Track. Ab 2017 sollen im Dodge-Werk in Detroit keine Fahrzeuge mehr montiert werden, sondern nur noch Automatikgetriebe für Fiat-Chrysler. Das bedeutet wohl das Aus für das Serienauto mit dem hubraumstärksten Saugmotor der Welt, denn dort wird die Viper bisher von Hand zusammengeschraubt. Schon 2010 war ihre Ära zum ersten Mal zuende gegangen, damals ging Dodge-Mutter Chrysler bankrott. 2013 kehrte die Schlange zurück, verkaufte sich seitdem aber schleppend. Ganze 760 sollen 2014 neue Besitzer gefunden haben.

Zehn Zylinder und mehr als acht Liter Hubraum

Dodge Viper
So begann 1992 die Geschichte der Giftschlange.

Bild: Werk
1992 begann die Geschichte des Sportwagens mit dem Lkw-Motor. Zehn Zylinder, mehr als acht Liter Hubraum und die anfänglichen rund 400 PS waren schon damals Wahnsinn, vor allem, weil es bis 2012 keinerlei Fahrassistenz-Systeme gab, und sie begründeten den Ruf der Viper als Inbegriff von Hubraum und Leistung im Überfluss, als Ikone amerikanischer Unvernunft. Und ganz nebenbei brachten sie ihr höchstes Ansehen auf der Rundstrecke, wo sie – von kundiger Hand geführt – Europas GT-Rennwagen sozusagen zum Frühstück verspeiste.

Auf dem Weg zum Klassiker?

Mit den Jahren ging das PS-Rüsten weiter. Generation zwei hatte 612 PS, die aktuelle SRT Viper fährt mit 649 Pferden an der Hinterachse vor. Anfang 2016 soll noch eine Topversion ACR mit um die 700 PS folgen, so wird spekuliert. Und dann? Dann sollten Fans ganz schnell zugreifen. Denn der Weg zum Sammlerstück scheint vorgezeichnet. Dass die Viper für kleines Geld beim Fähnchenhändler ums Eck zu haben ist, damit ist nicht zu rechnen.
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