E-Auto-Laden: Das kostet öffentlicher Ladestrom
Wie stehen die Preise fürs öffentliche Laden von E-Autos?

Die Stromkosten dominieren beim öffentlichen Laden die Betriebskosten beim E-Auto. Einige Anbieter haben sommerliche Sonderpreise parat. So viel bezahlt man für das öffentliche Laden mit und ohne Vertrag!
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Inhaltsverzeichnis
- Wie groß ist das öffentliche Ladenetz?
- Wie groß ist das Ladenetz aktuell?
- So viel teurer ist öffentliches Laden
- Laden bei EnBW
- Ionity: Abo-Tarif fürs Super-Schnellladen
- Electra bietet Schnellladen in Deutschland
- Plugsurfing ohne Flatrate
- ADAC Recharge im Aral-Netz
- EWE Go hat einen einheitlichen Tarif
- Hamburger Energiewerke bieten Abomodell an
- JET-Tankstellen mit Einheits-Strompreis
- Mer rüstet Ikea-Möbelhäuser mit Ladeparks aus
- Shell Recharge hat dynamische Stromtarife
- Strom-Allianz fürs Schnellladen in Europa namens ChargeLeague
- Tesla: Supercharger-Tarif für Fremdmarken
- So viel kostet Haushaltsstrom für Neukunden
- Fazit
Wer ein Elektroauto, aber keine Wallbox mit privatem Stromtarif hat oder auf Reisen unterwegs lädt, ist aufs öffentliche Laden angewiesen – zum Tarif des jeweiligen Anbieters. Je nach Region bzw. Stadt können das einige wenige oder eine Vielzahl von Netzwerken sein. Jeder Anbieter hat sein eigenes Tarifmodell, der Markt ist unübersichtlich. AUTO BILD nennt die Preise der wichtigsten Ladenetzwerke!
Warum das wichtig ist: Die meisten öffentlichen Ladesäulen zeigen die jeweiligen Strompreise nicht an – anders als Spritpreise an der Tankstelle. Und es existieren unterschiedliche Preise nach Art des Ladens: Wer sich nicht vertraglich bindet, zahlt zumeist mehr – beim Ad-hoc-Laden. Wer Ladekarte oder Lade-App eines Anbieters nutzt, spart nur bei dessen Stationen. Lädt man mit diesem Zugang an fremden Stationen, Roaming genannt, dann steigt der Preis. Die dritte Möglichkeit ist, ein Abo abzuschließen – dann zahlt man eine monatliche Gebühr, die Zugang zu einem Sondertarif ermöglicht. Solch ein Abo lohnt sich vor allem für Vielfahrer, die häufig beim gleichen Anbieter laden.
Grundsätzlich gilt: Wer individuelle Verträge mit dem jeweiligen Ladesäulen-Stromanbieter schließt und über dessen spezielle Ladekarte oder Lade-App (auf dem Smartphone) bezahlt, spart Geld (im Vergleich zum Roaming). Wer viel unterwegs lädt, sollte also zuvor Apps der infrage kommenden Anbieter auf dem Smartphone installieren. Zusätzlich bieten einige Netze eine Kostenerstattung an, die sich aber ebenfalls erst ab einer bestimmten Zahl von Ladevorgängen lohnt.
Das Netz der öffentlichen Ladesäulen in Deutschland ist mittlerweile 209.605 Ladepunkte groß (Stand: 1. Juli 2026, hier eine interaktive Karte der Bundesnetzagentur). Mit enthalten: 54.341 Schnellladepunkte (also mehr als ein Viertel), viele von ihnen in Ladeparks der High-Power-Ladenetze von Allego, Aral, EnBW, Ionity, Tesla und Shell. Aber auch an Schnellrestaurants oder Supermärkten (Aral, EWE Go).

Bild: Bundesnetzagentur
Wer öffentlich lädt, zahlt mehr als an der privaten Ladestation: Der Öko-Energieversorger Lichtblick hat in seinem Ladesäulencheck 2025 die mittleren Kosten fürs Schnellladen mit 10,45 Euro auf 100 km berechnet. Dagegen kostet das Laden zu Hause bei einem Strompreis für Bestandskunden zurzeit 31,05 Cent / kWh im Schnitt (Stand: Juli 2026) nur 6,61 Euro auf 100 km (Basis: 21,3 kWh, Durchschnittsverbrauch VW ID.3 Pro S). Namhafte Kritiker dieses Preisgefälles sind unter anderem VDA, Verbraucherzentralen und der ADAC.
Das kostet das öffentliche Laden
Wie hoch sind die Preise für den Ladestrom bei ADAC e-Charge (Aral Pulse)?
ADAC e-Charge kooperiert mit Aral Pulse zum Laden im Roaming-Netz von rund 163.000 Ladepunkten – das ist eine sehr hohe Ladesäulendichte in Deutschland und Europa. ADAC-Mitglieder zahlen hierfür keine Grundgebühr. Der übliche e-Charge-Tarif beträgt 0,55 Euro pro Kilowattstunde an einem der über 3800 Ladepunkte (zumeist DC-Charger) von Aral Pulse. An den übrigen mehr als 117.000 Roaming-Ladestationen, die über die ADAC-App zugänglich sind, gilt ein Preis von 0,75 Euro/kWh – im In- und Ausland.
Was kostet Ladestrom bei Allego?
Allego betreibt europaweit mehr als 35.000 Ladepunkte, davon mehr als 750 Schnelllader in 16 Ländern. In Deutschland sind überwiegend Schnelllader an Fern- und Hauptstraßen installiert. Mit der Allego-App kostet das Laden im Tarif Smart 0,59 Euro/kWh. Im Tarif "Plus" mit einer Grundgebühr von 9,99 Euro kostet das Laden einheitlich 0,39 Euro/kWh. Beim Schnellladen fallen nach 45 Minuten zusätzliche Blockiergebühren in Höhe von 0,25 Euro pro Minute an.
Im Ausland sind die Preise teilweise höher, mitunter niedriger. So zahlt man in Frankreich fürs Schnellladen 0,49 Euro/kWh (für "regelmäßiges" Schnellladen gibt es dort zehn Cent Rabatt) und fürs HPC-Ultraschnellladen 0,59 Euro/kWh. Europaweit erlaubt die App das Laden an 950.000 Ladepunkten.
Wie teuer ist die Kilowattstunde bei Aral Pulse?
Aral betreibt an vielen Tankstellen, aber auch an Schnellrestaurants von Burger King und REWE-Supermärkten das Aral Pulse-Ladenetz aus. Neuerdings werden HPC-Gleichstrom-Charger mit bis zu 400 kW Ladeleistung installiert. Bezahlt wird per Ladekarte oder -App, mit Bezahl- oder Kreditkarte, PayPal oder per Plug & Charge. Aktuell besteht das Netz aus rund 3000 Ladepunkten, es wird beständig erweitert.
Seit Kurzem gibt es ein Abomodell namens "Extra-Tarif": Für eine Grundgebühr von monatlich 2,99 Euro laden Kunden über die App zu Sonderpreisen. Das bedeutet 0,41 Euro/kWh für AC-Laden, 0,46 Euro/kWh für DC-Laden bis 50 kW Ladeleistung und 0,54 Euro/kWh schnelles DC-Laden über 50 kW Ladeleistung.
Wer über eine Aral Pulse Ladekarte oder -App verfügt, kann den "Klassik-Tarif" nutzen. Dann zahlt man im Wechselstromnetz mit bis zu 22 kW ab 0,47 Euro/kWh, an Wechselstromsäulen mit bis zu 50 kW Ladeleistung 0,52 Euro/kWh. Für das HPC-Laden mit über 50 kW zahlt man 0,62 Euro/kWh.
Die dritte Stufe heißt "Ladesäulentarif", damit ist Ad-hoc-Laden per Zahlkarte, Payment-App oder Aral-Pulse-App ohne Registrierung eingeschlossen. Hier kostet die Kilowattstunde an der AC-Ladesäule 0,59 Euro, an der DC-Ladesäule mit bis 50 kW Ladeleistung 0,69 Euro/kWh und über 50 kW Ladeleistung 0,79 Euro/kWh.
Welche Tarife bietet Charge Now?
Der Ladedienst Charge Now (DCS), an dem auch BP beteiligt ist, bietet ein europaweites Netzwerk von über eine Million (!) Ladepunkten – in Deutschland sind es derzeit 167.413. Mittlerweile schließt DCS auch die großen Netzwerke wie etwa Aral Pulse, Ionity, E.ON Drive und Shell Recharge an.
Der Grundtarif "Urban" kostet einmalig 9,90 Euro. Anschließend gibt es keine monatlichen Gebühren, es wird nur der gezapfte Strom berechnet. Jeder Ladevorgang (AC und DC) kostet einmalig ab 35 Cent. Dazu kommen allerdings die Strompreise – je schneller der Strom fließt, desto teurer der Tarif. Die jeweiligen Tarife hängen laut Charge Now vom Anbieter ab. Naheliegend: Es geht hier nicht in erster Linie ums Sparen. Der Vorteil liegt bei DCS darin, Zugang zu einem besonders großen Ladenetz zu erhalten. Mit anderen Worten: Die Tarife können je nach Roaming-Partner auch deutlich höher sein.
Wie hoch ist der Aufwand beim Chargemap Pass?
Mit dieser Multinetzwerk-Ladekarte gibt es einen Zugang zu fast allen Ladestationen in ganz Europa. Chargemap unterhält zahlreiche Kooperationen mit Partnern wie Ionity und EnBW. Die Preise variieren stark; sie hängen von den Betreibern der jeweiligen Ladestation ab. "Überprüfen Sie die Tarife vor dem Laden in der Chargemap-App", empfiehlt das Netzwerk seinen Kunden.
Wie sind die Kosten bei Charge&Fuel?
Die Charge&Fuel-App oder -Card der VW-Tochter LogPay bietet verschiedene Tarife mit unterschiedlicher monatlicher Grundgebühr (privat und geschäftlich). Für Privatkunden kostet es zum Beispiel im Tarif der mittleren Stufe "Advanced" monatlich 7,14 Euro Grundgebühr. Beim Laden an der AC-Ladestation zahlt man 0,58 Euro/kWh, an der DC-Schnellladesäule sind es 0,70 Euro/kWh. An Ionity-HPC-Ladestationen werden ebenfalls 0,70 Euro/kWh berechnet. Über die Karte bzw. App lassen sich auch getankter Kraftstoff (23.000 Tankstellen) oder Wagenwäschen abrechnen. Insgesamt sind rund 900.000 Ladepunkte in ganz Europa angeschlossen.
Was kostet der Strom bei EnBW mobility+?
Der Anbieter EnBW (Energie Baden-Württemberg) betreibt das größte Ladenetz in Deutschland, über Roaming sind in ganz Europa mehr als 900.000 Ladepunkte angeschlossen. Dort kann man zum Einheitstarif laden, von Portugal bis zum Nordkap gilt immer der gleiche Preis – unabhängig von der Ladeleistung. Es gibt drei Preisstufen, die Ladetarife heißen mobility+ S (wie Small), mobility+ M (wie Medium) und mobility+ L (wie Large).
Im S-Tarif für spontanes Laden zahlt man 0,56 Euro/kWh an EnBW-Stationen (unbeachtlich der Ladeleistung) und zwischen 0,56 und 0,89 Euro/kWh bei Roamingpartnern, eine Ladekarte kostet einmalig 9,90 Euro.
Den M-Tarif gibt es für 5,99 Euro Grundgebühr im Monat, er ist monatlich änder- und kündbar. Hier kostet Laden an EnBW-Ladesäulen 0,46 Euro/kWh, an Partnersäulen ebenfalls zwischen 0,56 und 0,89 Euro/kWh.
Der L-Tarif schließlich richtet sich an Vielnutzer, er kostet monatlich 11,99 Euro und ermöglicht das Laden an EnBW-Ladesäulen für 0,39 Euro/kWh, an Roaming-Säulen erneut zwischen 0,56 und 0,89 Euro/kWh. Bei den Tarifen M und L ist eine Ladekarte enthalten.
Und es gibt noch einen vierten Tarif: Wer bereits EnBW-Kunde ist, erhält als Privatperson auf jeden der drei Tarife S, M und L jeweils zehn Prozent Rabatt, aber nur an EnBW-Ladesäulen. Das bedeutet im Viellader-Tarif L einen Preis von 0,35 Euro/kWh.
Einen weiteren – indirekten – Rabatt von 3 bis 5 Prozent gibt es, wenn man sich dem Bonusprogramm "Collect" anschließt: Pro Kilowattstunde Ladestrom erstattet EnBW dann 2 Cent zurück. Der Netzbetreiber führt ein Punktekonto für jeden teilnehmenden Nutzer. Je Kilowattstunde schreibt EnBW zwei Punkte gut, ab 500 gesammelten Punkten gibt es Geld aufs Bankkonto.
Was kosten die Ladetarife bei EWE Go?
Mit der Mobility Card von EWE Go können mehr als 3000 eigene Ladepunkte und über Roaming-Partner insgesamt 100.000 Ladepunkte in Deutschland und 400.000 in Europa angesteuert werden. Preise fürs Wechselstrom-Laden: Seit Ende 2024 hat EWE – ähnlich wie EnBW – Einheitstarife: Dann kostet das Laden an EWE-eigenen Stationen unabhängig von der Ladeleistung 0,52 Euro/kWh. Bei Roaming-Partnern zahlt man 0,62 Euro/kWh an rund 400.000 Ladepunkten überall in Europa. Das ist angenehm transparent.
Was kostet das Stromtanken bei den Hamburger Energiewerken?
Die Hamburger Energiewerke (HEnW) betreiben als regionaler Energieversorger der Stadt Hamburg rund 1600 Ladepunkte in der Hansestadt. Derzeit zahlt man beim Laden an einer öffentlichen Ladesäule der HEnW fürs Laden mit 22 kW 0,59 Euro/kWh, fürs schnelle Gleichstromladen werden 0,69 Euro/kWh berechnet. Der Roaming-Preis bei Partnern beträgt für AC-Strom 0,65 Euro/kWh, für Schnellladestrom 0,75 Euro/kWh. Eine Ladekarte kostet einmalig 9,99 Euro.
Mit einem Monatsabo "Plus" zu je 4,99 Euro Gebühr sinkt der Ladepreis bei HEnW-eigenen Ladestationen auf 0,49 Euro/kWh (22 kW) bzw. 0,59 Euro/kWh (HPC-Laden). Zugang zum Tarif gibt's per App oder kostenpflichtiger HEnW-Ladekarte (einmalig 4,99 Euro).
Was berechnet Ionity für HPC-Ladestrom?
Im europaweiten Schnellladenetz von Ionity kann man mit bis zu 400 kW ultraschnell laden. Es gibt vier unterschiedliche Tarife: Bei Abo-Modellen wie "Ionity Power 365" lädt man zum Jahresabo-Preis von 119,99 Euro günstig für 0,42 Euro/kWh. Auf monatlicher Basis gibt es für 11,99 Euro einen Ladepreis von 0,41 Euro/kWh. Ein zweiter Tarif "Ionity Motion" bietet HPC-Strom für 0,49 Euro/kWh an (ab 1. Juli 2026: 0,53 Euro), wenn man die Jahresgebühr von 59,99 Euro entrichtet. Bei monatlicher Zahlung werden jeweils 5,99 Euro fällig. Die höheren Preise gelten für neue Abos ab 1. Juli 2026.
Ohne Abo, aber per App lädt man bei Ionity für mindestens 0,66 bis 0,71 Euro/kWh (Ad-hoc-Ladepreise variieren bei Ionity je nach Standort zwischen 0,72 und 0,76 Euro/kWh). Das Ad-hoc-Laden ohne App oder Ladekarte (mit kontaktlosem Bezahlen über Zahl- bzw. Kreditkarte) kostet 0,72 Euro/kWh. Die Monatsgebühren sind europaweit einheitlich, die Verbrauchspreise variieren je nach Heimatland des Kunden.
Wie kalkuliert TankE die Strompreise?
Das TankE-netzwerk.de ist ein Zusammenschluss von Stadtwerken, der den Zugang zu rund 8000 Ladepunkten in NRW und ganz Deutschland ermöglicht. Roaming-Partner vergrößern die Reichweite der Ladekarte. Die Preise sind betreiberabhängig und über die TankE-Netzwerk-App für Smartphones zu erfahren.
Die TankE-Ladeapp wird zum 31. Dezember 2025 eingestellt. "Ladevorgänge erfolgen inzwischen fast ausschließlich über Drittanbieter-Apps und -Ladekarten", teilt das Netzwerk mit.
Wie lädt man mit den Leipziger Stadtwerken?
Die Leipziger Stadtwerke haben 788 Ladepunkte im Stadtgebiet, das Roaming-Netzwerk umfasst bundesweit 3300 Ladepunkte. Dafür gelten drei Tarife. Der "Vorteilspreis" ist Stammkunden der Stadtwerke vorbehalten, er beträgt 0,45 Euro/kWh an Wechselstromladesäulen und 0,55 Euro/kWh an Schnellladern. Im Roaming zahlen alle Nutzer grundsätzlich 0,61 Euro/kWh bzw. 0,71 Euro/kWh.
Für Zaungäste kostet das Ad-hoc-Laden an Stadtwerke-eigenen Säulen 0,54 Euro/kWh fürs Wechselstrom- und 0,64 Euro/kWh fürs Gleichstromladen.
Welche Tarife bietet Maingau Autostrom?
Das Produkt "Maingau Autostrom" von Maingau Energie wartet mit günstigen Preisen pro kWh und einem großen Netzwerk auf (127.000 Ladepunkte in Deutschland, 600.000 in Europa). Preise: Wechselstrom-Laden 0,52 Euro/kWh im "Vorteilspreis" für Maingau-Stromkunden mit festem Vertrag. Der Schnellladetarif ist aufgeteilt in einen "Niedrigpreis" in Höhe von 0,52 Euro/kWh für Autostrom Plus, Edeka, EWE Go Hochtief Ladepartner, Grid & Co., Hamburger Energiewerke, Ionity, Jet Strom, MVV, Pfalzwerke, Deutschlandnetz, SachsenEnergie und TankE sowie in einen "Hochpreis" für 0,82 Euro/kWh (Aral Pulse, E.ON Drive, EnBW, EWE Go, LichtBlick und Pfalzwerke) und in einen Standardpreis von 0,62 Euro/kWh für alle anderen Betreiber. Vorteil des Tarifs: Er gilt einheitlich im In- und Ausland.
Außerdem fällt grundsätzlich nach 180 Minuten ein "Standzeitzuschlag" (Blockiergebühr) in Höhe von 10 Cent pro Minute an – diese Strafgebühr ist auf 12 Euro pro Ladevorgang gedeckelt, und sie gilt unabhängig von Landesgrenzen für ganz Europa.
Für Zaungäste (mit Maingau-Ladekarte oder -App) gilt der "Normalpreis". Hier kostet AC-Laden 0,62 Euro/kWh, Gleichstromladen inklusive Ionity 0,62 Euro/kWh ("Niedrigpreis") bzw. 0,72 Euro/kWh ("Standardpreis") bzw. 0,82 Euro/kWh ("Hochpreis"). Die jeweiligen Anbieter sind identisch mit denen beim "Vorteilspreis". Die HPC-Netzwerke Allego, Aral Pulse, E.ON, EnBW, EWE Go und Mer liegen im "Hochpreis" – hier kostet es also 0,82 Euro/kWh, sowohl im In- als auch im Ausland.
Wie viel kostet das Laden mit Plugsurfing (App und Ladekarte)?
Der virtuelle Plugsurfing-Ladeverbund (App und RFID-Ladekarte) bietet mit seinem Partner-Ladenetzwerk den Zugang zu 850.000 Ladepunkten in ganz Europa – inklusive der meisten Ladesäulen in Deutschland. Abgerechnet wird pro kWh. Eine Plugsurfing-Ladekarte kostet einmalig 12,95 Euro, dazu kommt eine Einrichtungsgebühr von 9,95 Euro. Bisher gab es Flatrates in mehreren Stufen (je nach CPO).
Im November 2025 hatte Plugsurfing diese Einheitstarife gestrichen. Fortan werden die Strompreise ausschließlich in der App angezeigt. Wer den günstigsten Tarif finden möchte, kann per Preisfilter suchen. Laden bei Ionity kostet bei Plugsurfing derzeit 0,74 Euro/kWh. Bei Lidl lädt man Gleichstrom für 0,61 Euro/kWh, Wechselstrom kostet 0,50 Euro/kWh.
Die Blockergebühr beim AC-Laden beträgt 12 Cent die Minute ab 120 Minuten AC-Ladezeit, aber bereits nach 30 Minuten Schnellladen 24 Cent/Minute.
Wie stehen die Kosten bei Sachsen Energie?
Die Ladeapp "StromTanken" erschließt das Ladesäulennetz der Dresdner Stadtwerke. Das sind 646 Ladepunkte, davon 195 schnelle Gleichstrom-Säulen. Im Roaming sind rund 237.000 Ladepunkte bundesweit angeschlossen. An Sachsen-Energie-Ladesäulen kostet das Stromtanken für Stammkunden – unabhängig von Wechsel- oder Gleichstrom – aktuell 0,45 Euro pro kWh, bei Fremdanbietern 0,50 Euro. Sogenannte "Hochpreisbetreiber" beim Roaming kassieren 0,95 Euro/kWh – das sind etwas über 14.000 Anbieter derzeit (hier eine Liste). Der Tarif kostet monatlich 4,90 Euro Gebühr, die optionale Ladekarte 9,90 Euro. Blockiergebühren fallen nicht an.
Für Ad-hoc-Laden ohne Vertrag kassiert Sachsen Energie 0,50 Euro/kWh, an Ladesäulen des Unternehmens gibt es keine Blockiergebühren. Allerdings können beim Roaming – je nach Betreiber – zusätzliche Blockiergebühren entstehen.
Was nimmt Shell Recharge?
Im schnell wachsenden Netzwerk von Shell Recharge sind im Roaming 750.000 Ladepunkte europaweit angeschlossen. Bei Shell Recharge selbst gibt es verschiedenste Ladesäulen: immer mehr ultraschnelle HPC-Lader mit bis zu 360 kW Ladeleistung, aber auch sehr langsame Laternen-Ladepunkte mit 3,7 kW der Shell-Tochterfirma Ubitricity. Hier lädt man über Nacht mit knapp der doppelten Schuko-Leistung. Dafür kostet der Strom dort nur 0,49 Euro pro kWh. Andere Wechselstrom-Ladepunkte von Shell Recharge mit 11 oder 22 kW Ladeleistung hingegen haben individuelle Tarife, sie sind konkret aus der App zu erfahren. Wer bei einem Roamingpartner von Shell Wechselstrom lädt, zahlt einheitlich 0,59 Euro/kWh.
Der Recharge-Tarif: Aktuell experimentiert Shell mit dynamischen Tarifen. Mehrmals täglich kann der Preis – einheitlich an den meisten Schnellladestationen – wechseln. Eine Preisspanne ist nicht bekannt; zum Start am 30. Juni 2025 schwankte der Preis um sechs Cent zwischen 0,56 und 0,62 Euro/kWh. Die aktuelle Preisspanne grenzt Shell mit 0,59 bis 0,65 Euro/kWh ein. Auf den jeweiligen Tarif ist zusätzlich der e-Deal (s. u.) anwendbar.
An Shell-eigenen Schnellladestationen mit mehr als 50 kW zahlt man zwischen 0,59 und 0,65 Euro/kWh. Roaming ist mit Karte oder App teurer, nämlich 0,74 bis 0,84 Euro/kWh fürs Schnellladen und 0,49 bis 0,64 Euro/kWh fürs Wechselstromladen. Das Laden an Ionitys HPC-Schnellladesäulen ist im Roamingtarif enthalten.
Zusätzlich zahlt man pro Ladevorgang jeweils 0,35 Euro "Transaktionsgebühr" (bis vor kurzem sahen die AGB sie nur für die ersten 20 Ladevorgänge im Monat bzw. maximal sieben Euro monatlich vor – dieser Passus ist nicht mehr zu finden, wurde also offenbar gestrichen). Die Transaktionsgebühr fällt nicht an, wenn der Nutzer im Shell Kundenbindungsprogramm Club Smart registriert ist.
Wer keine Recharge-Ladekarte (oder eine andere Ladekarte) hat, muss per EC- oder Kreditkarte, Apple oder Google Pay sowie QR-Code auf der Säule zahlen. Das kostet 0,79 Euro pro kWh.
Shell e-Deal: Shell bietet wie andere große CPO einen Vorteilstarif für Viellader – nach einer Testphase im vergangenen Jahr wurde er von "Beta" auf "e-Deal" umbenannt. Das Kundenbindungsinstrument steht nunmehr unbefristet zur Verfügung. Der Tarif muss in der Recharge-App freigeschaltet werden. Gegen eine Monatsgebühr von 5,99 Euro kostet das Schnellladen an Shell-Ladesäulen zwischen 0,44 und 0,49 Euro/kWh (rund 25 Prozent billiger). Die Roaming-Tarife bleiben unverändert. Die Transaktionsgebühr in Höhe von 0,35 Euro pro Ladevorgang entfällt ebenfalls. Der Rabatt ist auf 400 kWh im Monat begrenzt. Für eine rund 50 CPO gelten eigene Tarife, z. B. EWE Go und Allego. Sie sind der App zu entnehmen.
Wie hoch sind die Kosten fürs InCharge-Netzwerk von Vattenfall?
Das InCharge-Netzwerk von Vattenfall lockt E-Auto-Fahrer speziell in Norddeutschland mit einem großen Ladenetz. An Vattenfall-Ladesäulen kostet Strom beim Wechselstrom-Laden 0,47 Euro/kWh und Gleichstrom zwischen 0,44 und 0,49 Euro/kWh (je nach Ladeleistung). Europaweit sind übers Roaming mehr als 100.000 Ladesäulen in Europa erreichbar. Der Roamingpreis kann abweichen und wird in der InCharge-App angezeigt. Vattenfall bietet an den eigenen Ladesäulen auch das Laden ohne Ladekarte via QR-Code und Kreditkarte an.
Was kostet das Laden am Tesla Supercharger?
Das Tesla-Supercharger-Netzwerk bietet für Tesla-Fahrer an Fernstraßen, aber auch an Einkaufszentren Schnelllade-Stationen an, 2022 öffnete sich Tesla zum Versorger für alle Elektroautos mit CCS-Anschluss. Inzwischen sind in Deutschland alle der mehr als 200 Supercharger für Fremdmarken zugänglich, europaweit weit über 1000. Dort kostet das Ad-hoc-Schnellladen mit mindestens 250 kW Ladeleistung für Teslafahrer und Stammkunden mit einer Fremdmarke derzeit (Juli 2025) ab ca. 0,40 Euro/kWh, wobei die Preise zur Haupt-Ladezeit zwischen 16 und 20 Uhr bis zu zehn Cent höher liegen.
Zaungäste mit Modellen anderer Fabrikate zahlen derzeit jeweils etwa 10 bis 15 Cent mehr, wenn sie keine Supercharging-Mitglieder für 9,99 Euro/Monat werden. Dieser Sondertarif ist monatlich kündbar. Achtung: In der Tesla-App werden neuerdings nur noch die ermäßigten Ladepreise, die Mitglieder und Tesla-Fahrer zahlen, angezeigt. Um die höheren Ad-hoc-Tarife zu sehen, muss man sich anmelden bzw. registrieren.
Was bieten Autohersteller ihren Kunden beim öffentlichen Laden?
Nahezu jeder Hersteller von Elektroautos bietet ein eigenes virtuelles Ladenetz an. Die meisten dieser Netzwerke sind nur für Eigenmarken zugänglich. So bietet Porsche zwei Sondertarife über die Ladesäulen von Aral Pulse und Ionity: Wer den "Porsche Charging Service Plus" für monatlich 16,99 Euro nutzt, zahlt an Schnellladepunkten von Aral Pulse den "Bevorzugt"-Sondertarif in Höhe von 0,39 Euro/kWh. Alle anderen Ladepartner berechnen im AC-Laden für die Kilowattstunde 0,44 Euro/kWh, im DC-Laden 0,59 Euro/kWh. Parallel dazu baut Porsche sogenannte "Charging Lounges", bisher sind fünf dieser Ladeparks entstanden. Andere Autobauer, z. B. Mercedes, bauen ein weltweites eigenes Netz auf.
Parallel bieten viele Hersteller, darunter BMW, Hyundai, Kia, Mercedes, Mini, Subaru und Toyota ihren Kunden Zugang zum DCS-Charging-Netz (zu dem auch die Charge Now gehört), das über 800.000 Ladepunkte in Europa erschließt.
EnBW ist in Deutschland Marktführer mit mehr als 8000 eigenen Schnell- und über 2400 AC-Ladepunkten. Bis 30. September bietet das Unternehmen einen Sommer-Sondertarif an, man erhält in jeder Preisgruppe 5 Cent Rabatt.
Im "Ladetarif S" zahlt man 0,51 Euro/kWh. Im "Ladetarif M", der eine Abo-Monatsgebühr von 5,99 Euro verlangt, zahlt man 0,41 Euro/kWh. Im "Ladetarif L" mit 11,99 Euro Abo-Monatsgebühr kostet Strom 0,34 Euro/kWh.
An Roaming-Stationen zahlt man (je nach Anbieter) zwischen 0,56 und 0,89 Euro/kWh. Die jeweiligen Preise sowie einen Preisfilter und weitere Funktionen bietet die EnBW-App "mobility+".

Das Aufladen des E-Autos zu Hause an der Wallbox ist sprichwörtlich kinderleicht. Da man mit Hausstromtarif lädt, zahlt man mitunter 50 Prozent weniger als an der Ladesäule.
Bild: Getty
Wer einen Haushalts-Stromvertrag hat, erhält pauschal beim Laden an einer EnBW-Station auf jeden der drei Tarife (S, M, L) einen Rabatt von 10 Prozent. Das entspricht (bis 30. September) im Viellader-Tarif L einem Preis von 0,30 Euro/kWh. Die Roaming-Tarife ändern sich hingegen nicht.
Mit bis zu 600 kW Ladeleistung hat das europäische Ladenetzwerk Ionity aktuell die schnellsten Ladesäulen. Sie füllen in unter acht Minuten ausreichend Energie für 300 km Reichweite in den Akku – sofern das betreffende Auto diese Leistung verarbeiten kann. Sonst dauert es länger.
Ionity hat vier Tarife: Neben dem Ad-hoc-Laden "Direct" für 0,72 Euro pro Kilowattstunde (kWh) gibt es die App mit dem Tarif "Go" für 0,68 Euro/kWh sowie zwei Abomodelle. Beim Abo-Tarif "Motion" gibt es gegen 5,99 Euro Monatsgebühr den Strom für 0,51 Euro/kWh, beim Abo-Tarif "Power" gibt es für monatlich 11,99 Euro den Strom für 0,41 Euro/kWh. Wer ein Jahresabo abschließt, zahlt bei "Motion" 59,99 Euro Abogebühr und 0,53 Euro/kWh, bei "Power" 119,99 Euro und für den Strom 0,41 Euro/kWh.

Bild: IONITY
In vielen Ländern Europas liegen die Ionity-Tarife niedriger: So kostet in Frankreich der Tarif "Power" 0,31 Euro pro kWh – der Standardtarif "Direct" kostet 0,55 Euro/kWh. Die Abo-Monatsgebühren sind europaweit einheitlich. Details sind über die Ionity-Seite und die Ionity-App abrufbar.
Der französisch-belgische Netzbetreiber Go Electra wächst in Deutschland beeindruckend schnell, betreibt mehr als 50 Standorte, die meisten mit mehr als 300 kW Ladeleistung. Neue Ladeparks sind vorwiegend an Verkehrsknotenpunkten und Einkaufszentren geplant.
Go Electra experimentiert mit dynamischen Preisen: Je nach Auslastung zahlt man zwischen 0,39 und 0,61 Euro/kWh fürs Laden per App. Ad-hoc-Laden kostet einheitlich 0,64 Euro/kWh.
Außerdem werden zwei Abo-Modelle angeboten: "Essential" für 1,99 Euro im Monat, dann werden vom jeweils gültigen Tarif 0,10 Euro abgezogen, oder "Smart" für 4,99 Euro im Monat mit 0,20 Euro Rabatt.
Als besonderen Service ermöglicht Electra, Ladepunkte im Voraus über die App zu reservieren. Das bietet bisher nur Mercedes MB Charge; andere CPO ziehen es zumindest in Erwägung.
Eines der ältesten virtuellen Ladenetzwerke ist Plugsurfing. Der 2012 gegründete Dienst ermöglichte seinen Nutzern den Zugang zu 550.000 Ladestationen von Fremdanbietern in Europa mit Einheitstarifen.
Seit Ende 2025 gibt es keine Flatrate mehr, jeder angeschlossene Ladepunkt ist in der App mit individuellem Preis gekennzeichnet. Für die Suche nach dem günstigsten Tarif im Umkreis gibt es einen Preisfilter. Bei Ionity kostet das Laden über die Plugsurfing-App derzeit 0,74 Euro/kWh.
Aral Pulse bietet Abo-Tarif an
Aral Pulse nennt das Ad-hoc-Laden in seinem Netzwerk den "Ladesäulentarif". Der kostet 0,79 Euro/kWh für "schnelles" Schnellladen (> 50 kW Ladeleistung) oder 0,69 Euro/kWh für "langsames" Schnellladen (< 50 kW Ladeleistung) oder 0,59 Euro/kWh für langsames Wechselstrom-Laden (AC-Laden).
Wie EnBW, Shell, Ionity, Tesla, Allego und andere große CPO (Charge Point Operator) bietet der Aral Pulse ein Abo namens "Extra-Tarif" – für 2,99 Euro monatliche Grundgebühr und Strom für 0,54 Euro/kWh am schnellen Gleichstrom-Schnelllader, 46 Cent für langsames Gleichstromladen und 0,41 Euro/kWh am AC-Lader. Aktuell gibt es den ersten Monat ohne Grundgebühr. Der Extra-Tarif kann binnen vier Wochen gekündigt werden.
Wer über die App als registrierter Kunde lädt, aber ohne Abo, hat Zugriff auf den "Klassik-Tarif". Dann kostet schnelles Gleichstromladen 0,69 Euro/kWh, langsames DC-Laden 0,59 Euro/kWh und AC-Laden 0,54 Euro/kWh.

Bild: Aral
Diese Tarife gelten nur für Aral-Ladestationen. Wer bei einem Roaming-Partner lädt, bezahlt tarifunabhängig 0,59 Euro (AC) bzw. 0,59 Euro (DC < 50 kW) und 0,79 Euro (DC > 50 kW) pro Kilowattstunde. Im Ausland gelten wiederum individuelle Tarife je nach Roaming-Partner.
Der ADAC hat exklusiv für Mitglieder einen eigenen Ladetarif "e-Charge", der Kooperationspartner ist Aral Pulse. Wer e-Charge nutzt, lädt an allen Aral-Ladestationen einheitlich für 0,55 Euro/kWh. Es gibt keine monatliche Grundgebühr.
Beim Roaming zahlt man an einer der mehr als 163.000 Partnerstationen 0,75 Euro/kWh. Der Roaming-Preis gilt genauso im Ausland.
Bonusprogramm "Collect" mit bis zu 5 Prozent Rabatt
Zum Zweck der Kundenbindung hat EnBW das Bonusprogramm "Collect" eingeführt. Wer sich registriert, erhält für jede Kilowattstunde EnBW-Ladestrom zwei Bonuspunkte. Bei 500 Punkten (entsprechend 250 kWh) gibt es fünf Euro Payback – bar aufs Bankkonto. Das sind also 2 Cent pro kWh und entspricht je nach Ladetarif zwischen 3,6 und 5 Prozent Rabatt.
Stammkunden-Tarif ebenfalls dreistufig
Zusätzlich gibt es einen Stammkunden-Tarif für Bezieher von EnBW-Haushaltsstrom: Wer einen EnBW-Stromvertrag hat, erhält pauschal beim Laden an einer EnBW-Station auf jeden der drei Tarife (S, M, L) einen Rabatt von 10 Prozent. Das entspricht – mit Sommerangebot bis 30. September – im Viellader-Tarif L einem Preis von 0,30 Euro/kWh. Die Roaming-Tarife bleiben gleich.
Über die EnBW Lade-App Mobility+ sind die jeweiligen Preise transparent abgebildet. Ein Preisfilter zeigt in einem gewählten Kartenausschnitt einer angewählten Ladesäule auch einige Alternativen, also günstige(re) Ladesäulen im Nahbereich. Zudem werden POI-Infos zur Umgebung angezeigt – das erleichtert den Zeitvertreib, während das Auto lädt. Bei einer Stichprobe erwies sich diese Funktion als gut bedienbar und lebensnah, angezeigt wurden Örtlichkeiten in fußläufiger Nähe bis ca. 100 Meter. Hart, aber fair: Gibt es keine POI im Nahbereich, werden auch keine angezeigt.
Der Oldenburger Energieversorger EWE hat im gesamten eigenen Ladesäulen-Netz "EWE Go" (mehr als 3000 Ladepunkte) einen Einheitstarif. Egal, ob man an normalen AC- oder superschnellen DC-Kabeln lädt, der Anbieter kassiert einheitlich 0,52 Euro/kWh. Auch der Roamingpreis ist europaweit einfach geregelt: Es kostet immer 0,62 Euro/kWh.

Viele lokale Energieversorger bauen Ladesäulen-Monopole auf. Die Hannoverschen Stadtwerke Enercity etwa besitzen 91 Prozent der dortigen Ladesäulen.
Bild: DPA
Die Hamburger Energiewerke (HEnW) mit dem "Stromnetz Hamburg" kassieren 0,59 Euro/kWh an AC-Ladesäulen und 0,69 Euro/kWh an DC-Säulen. Dieser Preis gilt fürs Ad-hoc-Laden, eine Ladekarte ist für einmalig 9,99 Euro verfügbar.
Für das monatliche Abo "Plus" zum Preis von 4,99 Euro senkt man den Ladepreis auf 0,49 Euro/kWh an AC-Ladepunkten und 0,59 Euro/kWh an DC-Ladesäulen – über die HEnW-App. Im Roaming kostet das Laden in beiden Tarifen 0,65 bzw. 0,75 Euro/kWh. Stammkunden mit Hausstromvertrag zahlen mit "Kombi Smart" 0,49 Euro/kWh an hauseigenen und 0,65 Euro/kWh an Roaming-Stationen.

Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Auch der Tankstellenbetreiber JET mischt beim Ladestrom mit – mit JET-Ladestationen. Dazu sollen weithin sichtbare Preistafeln kommen, an denen der aktuelle Strompreis wie der für Sprit angezeigt wird. Man lädt zum Preis der jeweiligen Ladekarte oder Lade-App. Der Preis fürs Ad-hoc-Laden steht an der Ladesäule wie auch auf der Website. Aktuell kostet die kWh 0,49 Euro.

Der Tankstellenbetreiber JET bietet an einigen Tankstellen in Deutschland schon sehr günstiges Schnellladen an. Der Anbieter will den Strompreis auf den Preistafeln für Benzin mit abbilden.
Bild: JET
Die Ausstattung der Jet-Tankstellen mit 400-kW-Schnellladern geht voran (hier eine Karte). Bisher ist das Bezahlen per Girocard (EC-Karte), Debit- oder Kreditkarte sowie per Ladekarte (Roaming) eingerichtet. Demnächst soll auch Plug&Charge möglich sein.
Das norwegische Ladenetzwerk Mer geht künftig an den Stromversorger Lichtblick. Mer betreibt nach eigenen Angaben rund 7000 Ladepunkte in Deutschland, viele in Kooperation mit deutschen Unternehmen. Dazu gehören auch die Ikea-Einrichtungshäuser mit leistungsstarken Schnellladesäulen. Insgesamt sind bis 2028 über 1000 Ladepunkte an den 54 Ikea-Standorten vorgesehen.
Da Mer auch einen eigenen Haustarif anbietet, gibt es ein gemischtes Preissystem: Fürs Ad-hoc-Laden beträgt der Stromtarif dort 0,79 Euro pro Kilowattstunde am HPC-Schnelllader und 0,69 Euro am DC-Schnelllader (50 bis 75 kW Ladeleistung). Wer sich bei Mer registriert, zahlt 0,69 bzw. 0,57 Euro. Darauf gibt's noch einmal 20 Prozent Rabatt, wenn man sich in der Smartphone-App "Mer Connect ME" mit der "Ikea Family Card" ausweist: Dann liegt die Kilowattstunde bei 0,55 bzw. 0,46 Euro.
Shell Recharge testet seit Sommer 2025 dynamische Preise. Somit kann der Ladetarif an den Recharge-Ladestationen mehrmals täglich wechseln. Der aktuelle Preis wird über die Lade-App angezeigt und orientiert sich an den Netto-Strompreisen auf dem Spotmarkt. Als Bandbreite nennt Shell derzeit zwischen 0,59 und 0,65 Euro/kWh. Shell-Ladepunkte sind grundsätzlich Schnelllader. Wie viele Preiskorrekturen es pro Tag gibt, ist unbekannt. Pro Ladevorgang kommt eine Transaktionsgebühr von 0,35 Euro hinzu – sie ist auf die ersten 20 Ladevorgänge im Monat beschränkt, also auf sieben Euro gedeckelt.
Der Abo-Tarif für Stammkunden heißt "e-Deal", hier gibt es 25 Prozent Rabatt. Das heißt: Die Spanne liegt derzeit zwischen 0,44 und 0,49 Euro pro kWh, teilt Shell mit. Der e-Deal-Vorteilstarif wird in der Lade-App von Shell Recharge beantragt und kostet monatlich 5,99 Euro. Der Rabatt ist auf 400 kWh im Monat begrenzt. Die Transaktionsgebühr entfällt beim e-Deal. Er wird nur für Nutzer mit iOS- oder Android-Smartphones angeboten und ist jederzeit fristlos kündbar.
Für Roamingpartner gelten eigene Tarife zwischen 0,49 und 0,84 Euro/kWh. Achtung: Mehr als 50 CPO im Verbund von Shell Recharge haben eigene Roaming-Tarife, z.B. Allego und EWE Go. Die Namen und Preise sind der App zu entnehmen. Zusätzlich sparen lässt sich über das Shell-Treueprogramm Club Smart.

Bild: Shell
Mitte 2025 schlossen sich vier große europäische Anbieter von Schnellladepunkten zu einer Allianz zusammen: In der ChargeLeague bilden die beiden in Deutschland weit verbreiteten Ladenetzbetreiber Ionity und das niederländische Fastned mit den Playern Atlante und Electra eine europaweite Allianz. Nutzer der jeweiligen Anbieter können mit deren App im gesamten Netzwerk an über 11.000 Ladepunkten ihr E-Auto aufladen. Das Netzwerk erstreckt sich über 25 europäische Länder und bietet den Zugang an 1700 Ladeparks.
Tesla bietet an seinem Supercharger-Netzwerk für Fremdmarken einen ähnlichen Stammkunden-Tarif wie Ionity oder EnBW: Die "Supercharging-Mitgliedschaft" ist identisch mit dem Haustarif (für alle Tesla-Fahrer, die keine Gratis-Laden-Funktion haben). Die Supercharging-Mitgliedschaft kostet 9,99 Euro pro Monat und ist monatlich kündbar. Die Preise an den Superchargern sind – anders als bei der Konkurrenz – standort- und tagesabhängig, es gilt zumeist ein Tarif für die Hauptladezeit (16 bis 20 Uhr) und ein etwas günstigerer Tarif für die (restliche) Nebenzeit. An weniger frequentierten Superchargern hat Tesla die On-Peak-Rate abgeschafft.
Durch eine Supercharging-Mitgliedschaft sinkt der Ladepreis auf das Niveau des Preises für Tesla-Fahrer. Aktuell beginnt dieser Supercharger-Stammkundentarif in Deutschland bei etwa 0,40 Euro/kWh (Hauptladezeit). In der Nebenzeit zahlen Tesla-Fahrer und Supercharging-Mitglieder aktuell je nach Standort ab etwa 0,30 Euro/kWh – es kann aber 20 Prozent mehr sein. In der Hauptzeit gilt die sogenannte On-Peak-Rate, man zahlt dann jeweils ca. 5 bis 10 Cent mehr.
Für Zaungäste mit Fremdmarken sind alle Preise jeweils 10 bis 13 Cent pro kWh teurer. In der App sind nur die Stammkunden-Ladepreise sichtbar – wer den Ad-hoc-Tarif erfahren möchte, muss sich zuvor anmelden. Auf der Tesla-Website sind beide Tarife sichtbar. Wichtig: Tesla ändert die Preise ohne Ankündigung, mitunter mehrmals täglich.
Die mehr als 320 Supercharger-Parks in Deutschland sind sämtlich auf 250 kW Ladeleistung hochgerüstet. Die neuen Ladestationen der 4. Generation (V4 nennt sie Tesla) können Strom mit bis zu 500 kW Ladeleistung übertragen.
Die günstige Alternative zum öffentlichen Laden ist das Laden zu Hause per Wallbox. Die Preise für Haushaltsstrom sind bis zu 50 Prozent niedriger. Das Vergleichsportal Verivox kalkuliert mit durchschnittlichen Kosten von 24,73 Cent pro kWh (für Neukunden, Stand 20. August 2026), für Bestandskunden im Mittel aller Verträge aller Stromkunden bei 31,05 Cent pro kWh.

Mit der eigenen Photovoltaik-Anlage können E-Auto-Fahrer noch günstiger laden. Es dauert allerdings einige Jahre, bis sich die Investition amortisiert hat.
Bild: R. Pohl
Wer einen intelligenten Stromzähler (Smart Meter) besitzt, kann mit speziellen Lade-Tarifen zusätzlich sparen; zu bestimmten Zeiten lädt man dann sogar zum Nulltarif. Durch hauseigene Photovoltaik-Anlagen lassen sich die Kosten weiter senken.
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