Suzuki Swift (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Suzuki Swift (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Alle Infos zum neuen Swift

Premiere bei Suzuki: Der Swift kommt zum ersten Mal mit turboaufgeladenem Motor und nur noch drei Zylindern. AUTO BILD hat alle Infos und den ersten Fahrbericht!
‚ě§Vorstellung: Neuer Swift wirkt rundlicher
‚ě§Interieur: Mehr Platz auf der R√ľckbank und im Kofferraum
‚ě§Fahren: Auch mit drei Zylindern ein echter Renner
‚ě§Ausstattung: Suzuki bietet viele Assistenten an
‚ě§Motor: Zum ersten Mal mit Turbo und drei Zylindern
‚ě§Technische Daten: Zwei Benzinmotoren zur Auswahl
‚ě§Gebrauchtwagen: Suzuki Swift ab 4900 Euro fahren

Vorstellung: Neuer Swift wirkt rundlicher

Video: Suzuki Swift (Genf 2017)

Der japanische Mini

Nach knapp sieben Jahren Bauzeit bringt Suzuki die Neuauflage des Bestsellers Swift. Etwas rundlicher ist er geworden, aber trotzdem leichter: Der Swift steht auf einer neuen Plattform, auf der auch der Baleno in abgewandelter Form aufbaut. Dazu hochfester Stahl ‚Äď voil√†, wiegt der Zwerg 120 Kilo weniger, bringt nun 840 Kilo ohne Fahrer auf die Waage. Einige Elemente wie das abgesetzte Dach und die extrem kurzen √úberh√§nge hat Suzuki auch bei der neuen Version behalten. Der neue Swift ist ein Zentimeter k√ľrzer (3,84 Meter), drei Zentimeter flacher (1,48 Meter) und ganze vier Zentimeter breiter (1,73 Meter) als sein Vorg√§nger und hat zwei Zentimeter mehr Radstand. Insgesamt erscheint der Kleinwagen mit seinen schlankeren Frontleuchten etwas weicher als bisher, die Griffe f√ľr die Fondt√ľren sind in der C-S√§ule versteckt, das Heck ist ebenfalls etwas zarter geformt. Motorseitig kommen ein Einliter-Turbomotor und eine gr√∂√üere 1,2-Liter-Maschine zum Einsatz. Bei den Schaltungen stehen eine F√ľnfgang-Handschaltung und eine Sechsgangautomatik zur Auswahl. Den Turbomotor gibt es auch in einer Mild-Hybrid-Version, die nur 4,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll. Am Preis d√ľrfte sich nicht viel √§ndern, der aktuelle Suzuki Swift kostet 14.600 Euro.
Neun Monate nach der Standardversion soll der Swift Sport folgen. Dank Leichtbau und einem 1,4-Liter-Boosterjet-Benziner soll er ordentlich Power haben, auch die Optik soll aggressiver sein. Schon vor der offiziellen Pr√§sentationen sind im Netz japanische H√§ndlerbrosch√ľren des Autos aufgetaucht. Sie verraten, dass es zumindest in Japan sechs Varianten vom Suzuki Swift geben wird: Hybrid RS, RSt, RS, Hybrid ML, XL und XG.

Interieur: Mehr Platz auf der R√ľckbank und im Kofferraum

Das Cockpit des Suzuki Swift und mit einem großen Touchscreen in der Mitte ausgestattet.

Das Cockpit des Suzuki Swift ist reduziert mit √ľberarbeiteten L√ľftungsd√ľsen und mit einem gro√üen Touchscreen in der Mitte ausgestattet. Der leicht gewachsene Radstand kommt den Passagieren im Fond zugute, die auch bei einer K√∂rpergr√∂√üe von 1,86 Meter recht entspannt hinten sitzen k√∂nnen. Und mehr Kofferraum gibt es dazu: 256 Liter passen nun ins erweiterte Ladeabteil. Wenn da diese fiese Stufe nicht w√§re! Koffer und Taschen plumpsen erst einmal gut 20 Zentimeter nach unten. Das allerdings ist bei den Konkurrenten wie dem Nissan Micra nicht viel besser.

Fahren: Auch mit drei Zylindern ein echter Renner

Zum ersten Mal gibt es den Swift in der Topmotorisierung mit Turbo und drei Zylindern. Eingeschworene Fans m√ľssen da erst einmal schlucken, doch keine Sorge: Der macht richtig Spa√ü! Ab 2000 Umdrehungen entwickelt der Einliter-Motor sein maximales Drehmoment von 170 Newtonmetern, treibt den Zwerg mit Elan an ‚Äď in 10,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Spitze: 195 km/h. Dabei hilft bei der Version mit Mild-Hybrid (optional) ein Startergenerator, der als kleiner E-Motor beim Anfahren und Beschleunigen aushilft und so Sprit sparen soll: 4,3 Liter Verbrauch verspricht Suzuki, im Test zeigte der Bordcomputer nach 170 Kilometern gute 5,4 Liter an.

Lenkung und Fahrwerk sind Swift-typisch sportlich angehaucht, ohne dass aber der Komfort darunter leidet.

Unterhalb der 2000 Touren wird es etwas z√§h, da sollte man lieber einen Gang runterschalten ‚Äď insbesonders wenn es bergauf geht. Das funktioniert super angenehm, der Schalthebel flutscht locker durch die f√ľnf G√§nge, nur der R√ľckw√§rtsgang stellte sich als etwas bockig dar. Einen sechsten Gang vermisst man nur bei extremen Schnellfahrten ‚Äď und den gibt es, wenn man sein Kreuzchen bei der optionalen Automatik macht. Lenkung und Fahrwerk sind Swift-typisch sportlich angehaucht, ohne dass aber der Komfort darunter leidet: Zwar poltert es bei fiesen L√∂chern, doch f√ľhlt man sich nie durchgesch√ľttelt. Und wie sch√∂n ruhig der Motor l√§uft ‚Äď auch ohne Ausgleichswelle! Bei 110 km/h sind die Abrollger√§usche lauter als der Antrieb, im Stand ist der Dreizylinder kaum h√∂rbar.

Ausstattung: Suzuki bietet viele Assistenten an

Dazu schn√ľrt Suzuki ein gro√ües Assistenzprogramm ‚Äď vom Sieben-Zoll-Infotainment mit Apple Carplay und Android Auto √ľber ein kamera- und radarbasiertes System, das im Notfall autonom bremst oder sich per Tempomat an den vorausfahrenden Verkehr h√§ngt. Auch einen Spurhaltewarner, M√ľdigkeitserkennung und Fernlichtassistent gibt es. Ziemlich modern und auf der H√∂he der Zeit also.

Motor: Zum ersten Mal mit Turbo und drei Zylindern

Zusammen mit einem Startergenerator soll der Turbomotor nur 4,3 Liter verbrauchen.

Bisher gab es den Swift nur mit Saugmotor. Das √§ndert sich mit der neuen Generation: Die Topmotorisierung ist nun ein Dreizylinder-Turbomotor mit einem Liter Hubraum und 111 PS. Den gibt es wahlweise mit F√ľnfgangschaltung oder Sechsstufen-Automatik. Zus√§tzlich bietet Suzuki einen Mild-Hybrid an, bei dem ein Startgenerator beim Anfahren und Beschleunigen eingesetzt wird. Das reduziert den Verbrauch auf 4,3 Liter pro 100 Kilometer. Wer auf den Sauger nicht verzichten will: Den bekannten 1,2-Liter-Benziner mit 90 PS gibt es in einer leicht modernisierten, um f√ľnf Prozent sparsameren Form mit dualer Einspritzung ‚Äď mitsamt vier Zylindern und optional auch Allradantrieb, aber ohne Automatikgetriebe.

Technische Daten: Zwei Benzinmotoren zur Auswahl

Suzuki Swift 1.2 ‚óŹ Hubraum: 1242 cm¬≥ ‚óŹ Leistung: 66 kW (90 PS) ‚óŹ maximales Drehmoment: 120 Nm ‚óŹ Getriebe: F√ľnfgang-Schaltung ‚óŹ H√∂chstgeschwindigkeit: 180 km/h ‚óŹ Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 11,9 s ‚óŹ Verbrauch: 4,3 l/100 km.
Suzuki Swift 1.2 ALLGRIP ‚óŹ Hubraum: 1242 cm¬≥ ‚óŹ Leistung: 66 kW (90 PS) ‚óŹ maximales Drehmoment: 120 Nm ‚óŹ Getriebe: F√ľnfgang-Schaltung ‚óŹ H√∂chstgeschwindigkeit: 170 km/h ‚óŹ Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 12,6 s ‚óŹ Verbrauch: 4,9 l/100 km.
Suzuki Swift 1.0 ‚óŹ Hubraum: 998 cm¬≥ ‚óŹ Leistung: 82 kW (111 PS) ‚óŹ maximales Drehmoment: 170 Nm ‚óŹ Getriebe: F√ľnfgang-Schaltung ‚óŹ H√∂chstgeschwindigkeit: 195 km/h ‚óŹ Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,6 s ‚óŹ Verbrauch: 4,6 l/100 km.
Suzuki Swift 1.0 ‚óŹ Hubraum: 998 cm¬≥ ‚óŹ Leistung: 82 kW (111 PS) ‚óŹ maximales Drehmoment: 160 Nm ‚óŹ Getriebe: Sechsstufen-Automatik ‚óŹ H√∂chstgeschwindigkeit: 190 km/h ‚óŹ Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,0 s ‚óŹ Verbrauch: 5,0 l/100 km.
Suzuki Swift 1.0 SHVS ‚óŹ Hubraum: 998 cm¬≥ ‚óŹ Leistung: 82 kW (111 PS) ‚óŹ maximales Drehmoment: 170 Nm ‚óŹ Getriebe: F√ľnfgang-Schaltungk ‚óŹ H√∂chstgeschwindigkeit: 195 km/h ‚óŹ Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,6 s ‚óŹ Verbrauch: 4,3 l/100 km.

Gebrauchtwagen: Suzuki Swift ab 4900 Euro fahren

Das Vorg√§ngermodell, Typ FZ, wird seit 2010 gebaut und mit Motoren zwischen 75 und 136 PS ausgestattet. 2013 gab es ein Facelift, bei dem die Frontsch√ľrze und der K√ľhlergrill √ľberarbeitet wurden. Mit Dieselmotor gibt es den Swift auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur vor 2015: In diesem Jahr fiel der Selbstz√ľnder der versch√§rften Euronorm zum Opfer. R√ľckrufe gab es 2012 wegen ESP-Aussetzern, nicht richtig mit dem Lenkgetriebe verbundenen Lenks√§ulen und auslaufendem Kraftstoff. Das Facelift wurde 2014 wegen falsch verlegter Bremsleitungen und lockeren Riemenscheiben, die den K√ľhler au√üer Gefecht setzen konnten, in die Werkstatt zur√ľckgerufen.

2013 wurde der Swift optisch √ľberarbeitet: K√ľhlergrill und Frontsch√ľrze haben sich leicht ver√§ndert.

Einige Swift-Besitzer berichten von knackenden Vorderachsen, der ADAC vermerkt viele defekte Batterien. Beim T√úV fallen verstellte oder kaputte Scheinwerfer, √Ėlverlust und nicht greifende Handbremsen auf. Daf√ľr ist Rost kein Problem. Das Vorfacelift-Modell kostet mit angemessenem Kilometerstand etwa 4900 Euro. In der Regel handelt es sich bei den Gebrauchtwagen um gut ausgestattete Autos mit dem 1,3-Liter-Benziner (92 PS). F√ľr das Facelift sind 7700 Euro f√§llig, in der Regel sind die Suzuki Swift unter 50.000 Kilometer gelaufen und haben den 94 PS starken 1,2-Liter-Benziner unter der Haube.
√úbersicht: Gebrauchte Suzuki Swift
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