Die THG-Quote ist eine interessante Förderung für Besitzer von Elektroautos. Weil sie lokal emissionsfrei unterwegs sind, können E-Mobilisten die THG-Quote verkaufen, was mehrere Hundert Euro im Jahr einbringen kann. AUTO BILD erklärt, was es mit der Quote auf sich hat und wie der Verkauf funktioniert.
THG-Quoten-Prämie
THG-Quotenhandel mit Emobia

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Der Gesetzgeber will mit der Treibhausgasquote (kurz THG) die Emission von schädlichen Gasen im Straßenverkehr reduzieren. Mineralölfirmen müssen CO2 einsparen, indem sie eine Quote an emissionsarmen Kraftstoffen auf den Markt bringen.
Elektroautofahrer leisten ihren Beitrag zum Klimaschutz bereits. Deshalb können sie die CO2-Einsparung ihrer Autos zertifizieren und an die quotenpflichtigen Firmen verkaufen.

So kann man die THG-Quote verkaufen

Dieser Emissionshandel ist seit dem 1. Januar 2022 möglich. Seitdem kann jeder E-Auto-Besitzer seine Zertifikate auf dem freien Markt verkaufen. In der Praxis läuft das nicht individuell, sondern über Vermittler. Die kassieren für ihren Service zwar eine Provision, bündeln aber viele Zertifikate und schaffen sich und ihren Kunden so eine bessere Verhandlungsposition.
Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief
Bei den meisten THG-Vermarktern muss der Kfz-Schein hochgeladen und die Bankverbindung angegeben werden.
Der einzelne E-Mobilist muss nicht viel mehr tun, als sich beim THG-Quoten-Vermarkter der Wahl zu registrieren, seinen Fahrzeugschein hochzuladen und seine Bankdaten anzugeben. Den Rest nehmen die Unternehmen ihren Kunden ab.

Diese E-Autos sind richtig gut

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
BMW iX
UVP ab 77.300 EUR, Ersparnis: bis zu 13.386  EUR
Kia EV6
UVP ab 44.990 EUR, Ersparnis: bis zu 14.069 EUR / im Leasing schon ab 274  EUR
Mercedes EQS
UVP ab 97.807 EUR, Ersparnis: bis zu 6152  EUR
Hyundai Ioniq 5
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.280 EUR / im Leasing schon ab 234  EUR
Audi Q4 e-tron
UVP ab 41.900 EUR, Ersparnis: bis zu 12.420 EUR / Leasing-Bestpreis: 89  EUR
Skoda Enyaq iV
UVP ab 34.600 EUR, Ersparnis: bis zu 11.584 EUR / Leasing-Bestpreis 124  EUR
Mazda MX-30
UVP ab 34.490 EUR, Ersparnis: bis zu 13.035 EUR / im Leasing schon ab 90  EUR
Smart EQ fortwo
UVP ab 21.940 EUR, Ersparnis: bis zu 8240 EUR / im Leasing schon ab 77  EUR
Tesla Model 3
UVP ab 46.560 EUR; Ersparnis: bis zu 7975 EUR / Leasing-Bestpreis 289 ,00 EUR
Opel Corsa-e
UVP ab 30.400 EUR; Ersparnis: bis zu 11.920 ,00 EUR
Volvo XC40 Recharge
UVP ab 48.650 EUR; Ersparnis: bis zu 9570 ,00 EUR
Die Erlösmodelle unterscheiden sich so: Meist kann der Kunde zwischen Bestpreis und Festpreis wählen. Beim Bestpreis-Verkauf wird auf den Echtzeithandel auf THG-Quotenmarkt gesetzt und zum bestmöglichen Tarif abgestoßen.
Der Preis für eine Tonne CO2 kann zwischen 150 und 580 Euro liegen. Abzüglich der Provision des Vermittlers kommen 200 bis 350 Euro Ausschüttung pro Auto und Jahr beim E-Mobilisten an. 
HYUNDAI KONA ELEKTRO 64KWH
Wer ein Elektroauto wie diesen Hyundai Kona besitzt, kann mit dem eingesparten CO2 Geld verdienen.
Beim Festpreis garantiert der Vermittler einen Wert X, der sich aus einem durchschnittlichen Quotenverkaufspreis ergibt und nicht von momentanen Schwankungen am Markt abhängt. Wer zusätzliche Kunden wirbt, bekommt vom Vermittler weitere Boni ausbezahlt. Beispielsweise 25 Euro pro geworbenem neuen Zertifikatshändler.

Wie viel verdient man bei emobia?

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Die Plattform emobia richtet sich ausdrücklich an private Elektroauto-Besitzer. Es gibt zwei Tarifmodelle: Der Flex-Tarif ist an die schwankende Treibhausgasminderungsquote angepasst, aktuell liegt er bei 355 Euro. Er könnte aber auch nur 150 oder bis zu 580 Euro betragen. Der Fix-Tarif ist zwar niedriger, bleibt aber stabil: Damit werden dem Eigentümer jährlich 268 Euro ausgezahlt. In Wahrheit sind die Erlöse jeweils höher, aber emobia kassiert 20 Prozent als Provision (ähnlich wie die Mitbewerber). Es spielt keine Rolle, wie hoch die jährliche Laufleistung ist. Man scannt den Fahrzeugschein, lädt ihn hoch und gibt die Bankverbindung an. Nach spätestens zwei Wochen ist die Prüfung abgeschlossen.

Was macht Maingau-Energie anders?

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Der Energieversorger Maingau-Energie hat ebenfalls ein Angebot für den privaten Emissionshandel mit Elektroauto-Zertifikaten. Es gibt nur einen Tarif: Eine Pauschale in Höhe von 260 Euro, die jährlich fest ausgezahlt wird. Die Auszahlung erfolgt etwa drei Wochen nach Antragstellung, verspricht der Stromversorger.

Welchen Haken hat das Angebot von Geld-für-eAuto.de?

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Die ZusammenStrom GmbH in Hamburg bietet unter dem Namen "Geld-für-eAuto.de" 300 Euro jährlich an, abhängig von der Fahrzeugklasse kann es auch mehr sein. Für Pkw mit Elektroantrieb ist das Angebot gedeckelt. Das ist das Risiko für Teilnehmer: Wenn der Markt sich weiterentwickelt, und damit ist aufgrund der gesetzlich verankerten Steigerung der THG-Quote zu rechnen, könnte der Erlös für den Anbieter steigen. Dann schöpft die Plattform den überschüssigen Gewinn ab. Eigentümer müssen das beobachten und rechtzeitig kündigen.

Welchen Zusatz-Rabatt bietet Mobilityhouse an?

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Das Unternehmen Mobilityhouse vermarktet unter anderem Wallboxen. Da liegt es nahe, für Wallbox-Käufer auch gleich noch die THG-Quote zu verkaufen. 250 Euro jährlich bietet die Plattform dafür. Mobilityhouse macht Besitzern von Elektroautos den Deal schmackhaft, indem das Unternehmen einen Rabatt in Höhe von 50 Euro für den Kauf einer Wallbox auslobt.

Wie rundet Fainergy sein Angebot ab?

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Tue Gutes und rede darüber: Fairnergy möchte sich von Mitbewerbern abheben, indem die Plattform einen Teil der Provision aus dem THG-Verkauf für gemeinnützige Zwecke einsetzt. Pro Elektrofahrzeug sechs Prozent der aktuellen Quote – das entspricht derzeit 26,64 Euro – will das Unternehmen aufwenden, um Solaranlagen für Privathäuser in Bangladesch zu bauen. User können den Spendenanteil aber auch beliebig erhöhen. Der Verdienst für den Kunden beträgt mindestens 275 Euro, verspricht Fairnergy.

Mit welcher Garantie wirbt eAuto Cash?

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Die Firma eAuto Cash aus Darmstadt macht nichts anderes als die oben genannten Konkurrenten. Allerdings versucht sie E-Auto-Fahrer mit bis zu 410 Euro Verdienst durch die THG-Quote zu ködern. Eine Einschränkung findet sich im Kleingedruckten: Garantiert wird eine Mindestauszahlung von 360 Euro, die Differenz ist abhängig von der tatsächlichen Quote, schreibt eAuto Cash. Das Unternehmen reklamiert für sich: "Höchste Ausschüttungsquote auf dem Markt." Und: "Finden Sie einen seriösen Anbieter, der prozentual eine höhere Ausschüttung anbietet, so gehen wir dessen Angebote selbstverständlich mit!"

Welche Kunden hat Wirkaufendeinzertifikat im Blick?

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Wer einen Fuhrpark aus Elektroautos betreibt, wird sich eventuell für das Angebote von Wirkaufendeinzertifikat interessieren: Das Start-up aus Zossen bei Berlin bietet für Flottenbetreiber individuelle Betreuung an. Auch der ausgelobte Verdienst für die THG-Quote ist relativ hoch: Bis zu 400 Euro stellt Wirkaufendeinzertifikat in diesem Jahr in Aussicht. Es gibt drei Auszahlungsmodelle: Bis zu 400 Euro erhalten E-Auto-Fahrer im "Flextarif" nach zwölf Wochen oder 200 Euro sofort innerhalb von 24 Stunden.

Warum ist das E.ON-Angebot nicht attraktiv?

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Der deutsche Energie-Riese E.ON macht ebenfalls Elektroautofahrern ein Angebot, für sie die Vermarktung ihrer Emissionszertifikate zu übernehmen. Allerdings bietet das Unternehmen mit Sitz in Essen aktuell nur 300 Euro – die immerhin garantiert. Wichtig zu wissen: nur E.ON-Kunden können an diesem Programm teilnehmen. Diese müssen die E.ON-App auf ihrem Smartphone speichern, den Fahrzeugschein per App fotografieren und mitsamt ausgefülltem Antrag versenden.

Was macht das Lowago-Angebot interessant?

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Nicht alle Vermittler gehen beim Zertifikatehandel offen und transparent vor. Einige lassen die Auszahlungsgarantie weg, manche behalten sich sogar das Recht vor, die THG-Quote doch nicht zu verkaufen. Das kann problematisch sein, denn für E-Auto-Fahrer wäre es mindestens ärgerlich, wenn sie von dem nicht erfolgten Verkauf zu spät erfahren – denn rückwirkend zum Vorjahr ist der Anspruch nicht mehr möglich. Lowago dagegen macht alles richtig: Das Unternehmen aus Obertshausen bei Wiesbaden bietet garantiert 310 Euro.

Warum ist die prozentuale Beteiligung von Elektrovorteil.de attraktiv?

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Der Anbieter Elektrovorteil.de macht es geringfügig anders: Hervorgehoben wird von dem Vermittler der THG-Zertifikate zwischen Großkunden und E-Auto-Besitzern eine prozentuale Beteiligung. Mindestens 85 Prozent der THG-Prämie landen beim Kunden, 15 Prozent kassiert Elektrovorteil.de ein. Zugleich garantiert der Makler, dass mindestens 350 Euro Prämie ausgezahlt werden. Mit dieser Offerte bietet Elektrovorteil.de eine Win-win-Chance: Bei steigender THG-Quote wächst einerseits die Prämie, andererseits auch die Provision. Wer dieses Angebot nutzt, sollte aufmerksam die Preisentwicklung beobachten.

Was gibt es beim ADAC obendrauf?

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Auch der ADAC mischt inzwischen mit bei der Vermittlung der THG-Zertifikate. Europas größter Automobilclub garantiert für das Jahr 2022 allen Interessenten eine Prämie von 350 Euro. Mitgliedern winken 20 Euro mehr oder eine Gutschrift für ihr ADAC e-Charge Ladekarten-Konto in gleicher Höhe.

Was verspricht der THG-Service von Instadrive?

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100 Prozent Erlös dank automatisierter und optimierter Prozesse verspricht Instadrive: "Wir zahlen dir die höchste THG-Prämie und nehmen keine Erfolgsprovision." Bis zu 475 Euro sind bei einem Elektro-Pkw drin, bei leichten elektrische Nutzfahrzeugen sogar bis zu 700 Euro. Wer will, kann den gesamten Betrag in die eigene Tasche stecken. Allerdings werden Interessenten auf der Website sehr aktiv dazu animiert, zumindest einen Teil zu spenden, zum Beispiel ans Rote Kreuz, die Deutsche Umwelthilfe oder an die Tafel Deutschland.

Was bietet Renault den THG-Prämien-Interessenten?

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"Mobilize EV Bonus" nennt Renault ganz modern sein Angebot fürs Kassieren der THG-Prämie. Allerdings liegt es mit garantierten 250 Euro eher im unteren Bereich der Verdienstmöglichkeiten auf dem Markt. Und: Die Auszahlung durch Renault dauert drei bis fünf Monate. Immerhin ist der Bonus nicht nur auf Besitzer eines Mégane, Zoe oder Twingo E-Tech beschränkt, das Programm steht auch anderen Kunden offen.

Achtung, beim Quotenverkauf nicht in die Steuerfalle tappen!

Interessenten sollten trotz aller Freude über das leicht verdiente Geld die Steuern nicht vergessen. Die THG-Prämie ist nämlich ab einem bestimmten Betrag als Einnahme zu versteuern.
Steuerprofis raten dazu, ein eingehendes Gespräch mit dem Steuerberater zu führen oder zur steueroptimierten Prämie von 255 Euro zu greifen. Alles darüber ist einkommensteuerpflichtig und sollte gegebenenfalls gespendet werden.