Das Bundeswirtschaftsministerium will die Förderung von Plug-in-Hybriden (PHEV) früher als geplant komplett abschaffen. Anders als im Koalitionsvertrag vorgesehen, soll es schon ab Ende 2022 keine Zuschüsse mehr für die Fahrzeuge mit Verbrenner- und extern aufladbarem Elektromotor geben.

Die im Unterhalt günstigsten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Dacia Spring Electric; Kosten pro Monat laut ADAC: 355 Euro
UVP ab 20.940 EUR, Ersparnis: bis zu 9570  EUR
2.
Smart fortwo Coupé EQ; Kosten pro Monat laut ADAC: 382 Euro
UVP ab 21.940 EUR, Ersparnis: bis zu 8240  EUR
3.
Renault Twingo Electric; Kosten pro Monat laut ADAC: 396 Euro
UVP ab 24.350 EUR, Ersparnis durchschnittlich 9570  EUR
4.
Fiat 500e; Kosten pro Monat laut ADAC: 445 Euro (23,8 kWh)
UVP ab 26.790 EUR, Ersparnis: bis zu 11.495  EUR
5.
E.Go Mobile Life; Kosten pro Monat laut ADAC: 483 Euro (21,5 kWh)
UVP ab 26.560,00 EUR
6.
Opel Corsa-e; Kosten pro Monat laut ADAC: 491 Euro
UVP ab 30.400 EUR, Ersparnis: bis zu 11.920  EUR
7.
Renault Zoe; Kosten pro Monat laut ADAC: 505 Euro (Zoe Life, 41 kWh)
UVP ab 33.140 EUR, Ersparnis: bis zu 9570  EUR
8.
Mini Cooper SE 3-Türer; Kosten pro Monat laut ADAC: 514 Euro
UVP ab 32.500 EUR, Ersparnis: bis zu 12.110  EUR
9.
Peugeot e-208; Kosten pro Monat laut ADAC: 524 Euro
UVP ab 32.450 EUR, Ersparnis: bis zu 11.265  EUR
10.
Nissan Leaf: Kosten pro Monat laut ADAC: 546 Euro (40 kWh)
UVP ab 29.990 EUR, Ersparnis: bis zu 11.673  EUR
11.
VW ID.3: Kosten pro Monat laut ADAC: 555 Euro (58 kWh)
UVP ab 36.960 EUR, Ersparnis: bis zu 10.210  EUR
12.
Peugeot e-2008; Kosten pro Monat laut ADAC: 560 Euro
UVP ab 35.450 EUR, Ersparnis: bis zu 11.418  EUR
13.
Hyundai Kona Elektro; Kosten pro Monat laut ADAC: 562 Euro (39,2 kWh)
UVP ab 35.650 EUR, Ersparnis: bis zu 13.760  EUR
14.
Opel Mokka-e; Kosten pro Monat laut ADAC: 563 Euro
UVP ab 34.460 EUR, Ersparnis: bis zu 13.104  EUR
15.
Citroën e-C4; Kosten pro Monat laut ADAC: 563 Euro
UVP ab 34.640 EUR, Ersparnis: bis zu 11.512  EUR

Habeck: "Fokus bei Förderung stärker auf Klimaschutz"

"Plug-in-Hybride sind unserer Meinung nach marktgängig und brauchen keine öffentliche Förderung mehr", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) der Funke-Mediengruppe. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" über das Vorhaben berichtet. Zudem soll auch die Förderung für reine Elektroautos schrittweise gesenkt werden, wie Habeck bestätigte. "Wir wollen bei der künftigen Förderung von E-Autos den Fokus schärfen und stärker auf Klimaschutz ausrichten", so der Grünen-Politiker. Die Vorschläge sollen nun in die Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung gehen.

Gemischte Reaktionen auf Förder-Ende 2022

Während Umweltverbände das Förder-Ende für Plug-in-Hybride als "zielführend" und "überfällig" bezeichneten, kam vom Koalitionspartner FDP bereits Gegenwind: "Jedes elektrisch betreibbare Fahrzeug leistet einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele. Wir müssen einen Umstieg auf solche Fahrzeuge so attraktiv wie möglich machen und diese Fahrzeuge entsprechend fördern", so der verkehrspolitische Fraktionssprecher der Liberalen Bernd Reuther.
Toyota RAV4 Plug-in Hybrid
Der Plug-in-Hybrid-Förderung wird von der Bundesregierung bald der Stecker gezogen.

Bis zu 6750 Euro Förderung für Plug-in-Hybridmodelle

Aktuell gibt es für Plug-in-Hybridmodelle (PHEV) bis 40.000 Netto-Grundpreis 4500 Euro Umweltbonus vom Staat, die Hersteller legen noch einmal den halben Betrag von 2250 Euro bis zur Gesamtsumme von 6750 Euro drauf. Für PHEV bis 65.000 Euro gibt es insgesamt noch 5625 Euro Förderung.

So hoch ist die Umweltprämie (Stand: Mai 2022)

Fahrzeugtyp
Netto-Listenpreis Basismodell
Bundesanteil (verdoppelt)
Herstelleranteil (netto)
Gesamt (netto)
Abzweigung
Elektroauto
Abzweigung
Abzweigung
Elektroauto
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
Abzweigung
Plug-in-Hybrid
Abzweigung
bis 40.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro
bis 40.000 Euro
40.000 bis 65.000 Euro
6000 Euro
5000 Euro
4500 Euro
3750 Euro
3000 Euro
2500 Euro
2250 Euro
1875 Euro
9000 Euro
7500 Euro
6750 Euro
5625 Euro

Lange Lieferzeiten könnten zum Problem werden

Für Kaufinteressenten von Plug-in-Hybriden könnte der geplante Beschluss schon jetzt zum Problem werden. Denn maßgeblich für die Bewilligung der Förderung durch das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist die Zulassung des Fahrzeugs. Und da könnte es angesichts langer Lieferzeiten gerade bei elektrifizierten Autos knapp werden.
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Forderungen aus der Industrie, die Förderung an Zeitpunkt des Kaufs zu knüpfen, wies Habeck jedoch zurück. "Wir haben das erörtert, müssen aber dabei bleiben, dass die Kraftfahrzeugzulassung der relevante Zeitpunkt bleiben muss", sagte er den Funke-Zeitungen. "Die Anfälligkeit für Missbrauch ist zu hoch, wenn der Zeitpunkt des Vertragsabschluss zählt und nicht die Zulassung." Er fände es "hilfreich, wenn die Automobilhersteller selbst die Differenz ausgleichen würden, die durch die längeren Lieferzeiten entstehen kann".

Bildergalerie

Neue Plug-in-Hybride (2020 bis 2023)
Neue Plug-in-Hybride (2020 bis 2023)
Neue Plug-in-Hybride (2020 bis 2023)
Kamera
Neue Plug-in-Hybride (2020, 2021 und 2022)

Koalitionsvertrag sieht Verschärfung vor

Laut Ampel-Koalitionsvertrag sollte die Innovationsprämie im neuen Jahr nur noch für Kfz ausgegeben werde, "die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben, der nur über einen elektrischen Fahranteil und eine elektrische Mindestreichweite definiert wird". Diese Mindestreichweite ist dort mit 80 Kilometern ab dem 1. August 2023 definiert. Kritiker halten Plug-in-Hybriden bereits seit Langem vor, sie seien nur auf dem Papier umweltfreundlich.