Pro und Kontra E-Auto: was spricht fürs Elektroauto, gibt es Nachteile?
Was sind die größten Vorteile von Elektroautos?

Was könnte für ein E-Auto sprechen? Faktisch reichen die Vorteile von geringeren Strom- bis zu geringeren Wartungskosten als beim Verbrenner. Hier sind Fakten zur Umwelt, Reichweite und zur Höhe der laufenden Kosten.
Bild: AUTO BILD Montage / DPA
Inhaltsverzeichnis
- Die größten Vor- und Nachteile von Elektroautos
- Checkliste zum E-Auto-Kauf
- Wie hoch sind die Steuervorteile für E-Autos?
- Wie umweltfreundlich sind E-Autos?
- Wie groß ist der Energiekostenvorteil beim E-Auto?
- Wie häufig haben E-Autos Pannen?
- Freie Fahrt und freies Parken laut Gesetz
- Warum die laufende Kosten für E-Autos gering ausfallen
- Haben E-Autos Vorteile im Winter?
- Mehrere hundert Euro Zuverdienst durch die THG-Quote
- Wie sehr die Reichweite bei neuen E-Autos wächst
- Wo liegen die Schwächen von E-Autos?
- E-Autos verursachen weniger Verkehrslärm
- Fazit
Pro E-Auto
- Lokal emissionsfreie Fahrt, mit Ökostrom immer
- Geringere Energie- und laufende Kosten
- Fast verschleißfreie Fahrt
Kontra E-Auto
- Höherer Anschaffungspreis
- Laden komplizierter als Tanken
- Geringere Reichweite als Verbrenner
Pro E-Auto
- Lokal emissionsfreie Fahrt, mit Ökostrom immer
- Geringere Energie- und laufende Kosten
- Fast verschleißfreie Fahrt
Kontra E-Auto
- Höherer Anschaffungspreis
- Laden komplizierter als Tanken
- Geringere Reichweite als Verbrenner
Wer privat ein neues Auto kauft, bindet sich für einige Jahre. Vielen fällt die Wahl dabei schwer: Soll es ein Verbrenner sein, ein Hybrid oder ein neues Elektroauto? Bei den laufenden Kosten ist es einfach: Da schneiden E-Autos besser ab. Aber oft ist die Entscheidung eher eine Bauch- als eine Kopfsache.
Doch über den Kopf – und vielleicht durch das Verhalten der Menschen um einen herum – könnte sich die E-Mobilität mittelfristig durchsetzen. Aktuell schauen viele Autokäufer genauer hin, ob nicht ein E-Auto der nächste Neuwagen ist, oder ob es wieder ein Diesel oder Benziner oder ein Hybrid sein soll. AUTO BILD gibt eine Entscheidungshilfe mit besonderem Blick auf Elektroautos.
Diese Punkte sollte man vor dem Kauf checken:
• Der richtige Wagen muss zur täglichen Routine und zu den üblichen Fahrstrecken passen: Wie weit pendelt man jeden Tag? Daher ist die Reichweite wichtig.
• Mit einher geht die Frage, wie groß der Akku des E-Autos sein soll.
• Zur Ladeinfrastruktur: Als Nächstes wäre zu klären, wo man laden kann? Geht es privat günstig mit einer Wallbox, oder ist man auf öffentliches Laden angewiesen?
Auch der spätere Wiederverkaufswert spielt für einige eine große Rolle – gerade vor dem Hintergrund ungewisser Energiekosten in der Zukunft: Wie entwickeln sich die Spritpreise, die CO2-Steuer, die Stromkosten? Wird die neue E-Auto-Förderung den Markt beleben?
Bei Unsicherheit gibt jeder feste Faktor Sicherheit zum Kauf eines E-Autos: Damit geht eine Umstellung der Routinen einher, man lädt ganz anders, als man tankt. Und vielfach – aber nicht immer – sind Elektromobile trotz Rabatt der Hersteller teurer als gleichartige Verbrenner. Bei immer mehr Autos nähern sich die Preise an – wie beim Skoda Elroq, der günstiger ist als sein Verbrenner-Bruder. Doch irgendwann wird das Aus für klassische Verbrenner kommen – ein günstiger, fossilfreier Flüssigkraftstoff ist aktuell nicht in Sicht.
Boom der neuen E-Autos
Was kaufen die Deutschen aktuell? Im Jahresverlauf 2025 zogen die Zulassungszahlen für Elektroautos scharf an – auf niedrigem Niveau: Das Elektro-Segment erreichte einen Marktanteil von 19 Prozent, stieg von 16,6 Prozent stetig auf zuletzt 23 Prozent im November. Experten rechnen mit sinkenden Preisen bei neuen E-Autos, das könnte die Nachfrage nach Batterieautos steigern.
Wie wirken sich die einzelnen Faktoren wirtschaftlich aus? Hier ein genauerer Blick.
Batterieelektrische Autos (keine Plug-in-Hybride) sind bis Ende 2035 von der Kfz-Steuer befreit – auch nach Halterwechsel. Schon jetzt freuen sich Halter von batterieelektrischen Kfz über Post vom Zoll, der den Steuerbescheid verschickt. Wer ein Batterieauto anmeldet, bekommt gleich einen Bescheid bis 2030 – über 0 Euro. Selbst wenn es bei der bisherigen Steuerbefreiung bis 2035 bleibt: Für einen Toyota bZ4X, ein familientaugliches SUV mit 204 PS, fallen nach Wegfall der Steuerfreiheit nur 74 Euro im Jahr an. Bei der geplanten Verlängerung würde der Besitzer in zehn Jahren so 740 Euro an Kfz-Steuer sparen.
Zudem gilt für die private Nutzung von Elektromobilen als Dienstwagen ein reduzierter geldwerter Vorteil von 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises im Monat. Das heißt: Bei geschäftlich genutzten Elektroautos bis 100.000 Euro müssen nur 0,25 Prozent angesetzt werden. Bei Plug-in-Hybriden (mind. 40 km Reichweite, max. 50 g CO2/km) sind es 0,5 Prozent. Für elektrische Dienstwagen gibt es zudem erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten.
In die Beurteilung der Umweltbilanz von Elektroautos fließen einige Aspekte ein. Dazu gehören:
• Der Stromverbrauch von der Produktion bis zur Verschrottung
• Eine Sonderstellung nimmt der Energieaufwand zur Herstellung der Batterie ein, denn sie erzeugt eine besondere CO2-Last. Laut einer jüngsten ICCT-Studie ist der Rucksack nach 17.000 Kilometer oder zwei Jahren Fahrt ausgeglichen, ab dann fahren Elektrowagen klimaneutral. Nach Erkenntnissen des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) ist ein Elektroauto über seinen gesamten Lebenszyklus fast immer klimafreundlicher als das Weiterfahren eines Autos, das fossile Kraftstoffe verbrennt.
• Der Stromverbrauch von der Produktion bis zur Verschrottung
• Eine Sonderstellung nimmt der Energieaufwand zur Herstellung der Batterie ein, denn sie erzeugt eine besondere CO2-Last. Laut einer jüngsten ICCT-Studie ist der Rucksack nach 17.000 Kilometer oder zwei Jahren Fahrt ausgeglichen, ab dann fahren Elektrowagen klimaneutral. Nach Erkenntnissen des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) ist ein Elektroauto über seinen gesamten Lebenszyklus fast immer klimafreundlicher als das Weiterfahren eines Autos, das fossile Kraftstoffe verbrennt.
Ifeu-Studie sieht das E-Auto immer vorn
Die Ifeu-Studie berechnete im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA): Im Jahr 2020 zugelassene Elektroautos sind etwa 40 Prozent klimafreundlicher als Autos mit Benzinmotor. Bis 2030 sei basierend auf dem Ausbau erneuerbarer Energien ein Anstieg auf bis zu 55 Prozent möglich. Der Klimavorteil bleibe auch dann bestehen, wenn sich der Anteil mithilfe von erneuerbarem Strom hergestellter E-Fuels für Autos mit Verbrennungsmotor in den kommenden Jahren deutlich erhöhen würde, hieß es.
Konkret wurde auf Basis von 150.000 km Laufleistung ein Verbrauch von E-Autos bei 16 kWh, von Benzinern bei 5,9 Litern und beim Diesel von 4,7 Litern auf 100 km zugrunde gelegt. Das angesetzte Fahrprofil ähnelte dem beim ADAC Ecotest angesetzten. Auch der Strommix wurde unterschiedlich bewertet. In Summe schneidet das Elektroauto über den Lebenszyklus besser ab.

Der Anteil der erneuerbaren Energien hat zuletzt zugenommen. 2023 reduzierte sich der Kernenergieanteil durchs Abschalten der Atomkraftwerke.
Bild: BDEW
Welche Rolle der Strommix spielt
Im laufenden Betrieb wirkt sich der Strommix in Deutschland auf die Umweltbilanz von E-Autos aus. Der Anteil grüner Energie ist deutlich angestiegen, in der Jahresbilanz 2025 liegt er bei etwas mehr als der Hälfte des erzeugten Stroms. 2022 waren es erst 44 Prozent. Mit steigendem Anteil grünen Stroms verbessert sich die Umweltbilanz von E-Autos, insbesondere beim Laden von Ökostrom. Schon jetzt attestieren viele Studien dem E-Auto über die gesamte Lebensdauer einen CO2-Vorteil von bis zu 70 Prozent gegenüber Autos mit Benzinmotor.
Neben den aktuellen Spritpreisen in Deutschland spielen für eine Kaufentscheidung auch die zukünftigen Preise eine wichtige Rolle. Hinzu kommt der steigende Anteil des CO2-Preises: Pro 10 Euro für die Tonne fallen etwa 3 Cent pro Liter an, auch seit dem Jahreswechsel 2024 auf 2025 stieg diese Abgabe. 2026 wird sie sich in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro/Tonne bewegen.
Was kostet Energie für E-Auto, Benziner und Diesel aktuell?
Elektroauto | Benziner | Diesel | |
|---|---|---|---|
Verbrauch auf 100 km | 18 kWh | 7,7 Liter | 7,0 Liter |
Energie-/Kraftstoffpreis | 36,51 Cent/kWh | 1,762 Euro/Liter | 1,694 Euro/Liter |
Energiekosten/100 km | 6,57 Euro | 13,57 Euro | 11,86 Euro |
Jahreskosten auf 12.000 km | 798 Euro | 1628 Euro | 1423 Euro |
Der auf Sicht steigende Preis für fossile Brennstoffe dürfte den Vorteil für E-Autos vergrößern, die geringeren Treibstoffkosten (Strom gegenüber Benzin, Diesel etc.). Laut dem zuletzt verfügbaren Energiekostenvergleich des Bundeswirtschaftsministeriums vom November 2025 liegen die reinen Energiekosten auf 100 Kilometer bei Klein- und Kompaktwagen für Super E10 bei 10 Euro, bei Autos der Mittel und Oberklasse bei 13,76 Euro. Beim Elektroauto liegen die Stromkosten bei 5,20 Euro für kleine Autos bzw. bei 5,51 Euro bei Autos der Mittel und Oberklasse.

Die Energiekosten sprechen fürs E-Auto: Bei Mittel/Oberklasse sind auf 100 km für Benzinkosten 13,76 Euro fällig, im gleich großen E-Auto nur 5,51 Euro (Stand: November 2025).
Bild: BMWE, Bundeswirtschaftsministerium
Der Preisvorteil beim E-Auto macht bei kompakten Autos rund 40 Prozent aus, bei größeren mehr als die Hälfte! Der Durchschnittspreis bei Haushaltsstrom lag im Dezember 2025 laut dem Verbraucherportal Verivox bei 36,51 Cent pro Kilowattstunde.

Sehr schnelles Laden von dazu geeigneten Elektroautos ist praktisch, in der Regel etwas teurer als AC-Laden mit 22 kW.
Bild: DPA
Die Preise beim HPC-Schnellladen (HPC = High Power Charging) liegen etwas darüber, sind aktuell aber im Sinken begriffen. Die Preise pro Kilowattstunde Strom variieren zwischen 45 und 69 Cent, mit Ausreißern nach oben. Einen Überblick für 2025 gibt der Ladenetzreport des Stromanbieters Lichtblick (von Mitte 2025).
So viel kostet Ladestrom für 100 km im E-Auto
Platz 1: Dacia Spring (5,12 Euro/100 km)
Der Dacia Spring gehört zu den sparsamsten E-Autos. Nach 20 Sekunden erreicht das Vorfaceliftmodell mit 65 PS Tempo 100, sein Maximaltempo liegt bei 125 km/h. Der kleine Akku hat eine Kapazität von 27,4 kWh. Aber die Größe korrespondiert mit dem Energieverbrauch: AUTO BILD hat für das Modell Extreme mit 65 PS einen Alltagskonsum von 16,4 kWh auf 100 km gemessen. Bei einem Strompreis von 31,24 Cent (Verivox-Durchschnittspreis für März 2026) ergeben sich reine Energiekosten von 5,12 Euro. Das Spring-Facelift unterscheidet sich technisch kaum von der 1. Generation und sollte daher beim Ranking "Das verbrauchen Elektroautos auf 100 km" weiterhin ganz vorn stehen. Seit Jahreswechsel 2025/26 ist ein neues Modell mit größeren Motoren auf dem Markt, für das aber noch keine AUTO BILD-Testwerte vorliegen.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 8,62 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 10,38 Euro.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 8,62 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 10,38 Euro.
Platz 2: Fiat 500 Elektro (5,22 Euro/100 km)
Die fünfte Generation des Cinquecento (gestartet 2020) fährt als Fiat 500 Elektro rein elektrisch: 3,63 Meter lang und entweder 95 PS oder 118 PS stark. Der "große" Elektro-500 hat eine 37 kWh große Batterie, die vom kleinen speichert bis zu 21,3 kWh Energie. Im Alltag kommt der Elektro-500er mit größerem Akku, der 150 km/h schnell fährt, auf einen Verbrauch von 16,7 kWh. Damit fallen Stromkosten in Höhe von 5,22 Euro je 100 km an.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,35 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,52 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,35 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,52 Euro.
Platz 3: Opel Astra Electric (5,25 Euro/100 km)
Der Opel Astra Electric verbraucht im Alltag 16,8 kWh. Das kompakte Elektroauto gefiel den Testern von AUTO BILD vor allem durch seine stimmige Aufmachung: Es kommt als solides Auto daher, so wie die bisherigen Astra-Generationen mit Verbrennungsmotor. Der Astra Electric ist ein vollwertiger Fünftürer mit bis zu 1269 Kofferraumvolumen (bei umgeklappter Sitzbank) und einem Akku mit 54 kWh nutzbarer Kapazität. Sein 156 PS starker Frontantrieb beschleunigt in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h; Schluss ist bei Tempo 170. Die reinen Stromkosten für 100 km Fahrt mit dem Astra Electric liegen bei 5,25 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,41 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,59 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,41 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,59 Euro.
Platz 4: VW ID.3 Pro (5,41 Euro/100 km)
Der kompakte VW ID.3 ist zwei Zentimeter kürzer als der VW Golf, das macht ihn zum würdigen E-Bruder des Bestsellers: Sein Kofferraum hat mit 385 Litern fünf Liter mehr Platz, bei umgeklappter Rückbank sind es 1267 Liter – das wären 30 Liter mehr. In der getesteten Ausführung "Pro" versorgt ein 59 kWh großer Akku den 204-PS-Motor mit Strom. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei gedeckelten 160 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der elektrische Kompakte in 7,6 Sekunden. Als Testverbrauch ermittelte AUTO BILD beim ID.3 Pro 17,3 Kilowattstunden, das ergibt Kosten von 5,41 Euro auf 100 km.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,86 Euro, mit Ionity ad-hoc (69 Cent/kWh) bei 11,94 Euro.
Platz 5: Mercedes-Benz CLA (5,56 Euro/100 km)
Der CLA (Marktstart 2025) ist der erste Mercedes mit 800-Volt-Netz. Weitere technische Leckerbissen an Bord wie Zweigang-Getriebe, intelligente Vernetzung, gewaltige Ladeleistung (320 kW) und vorbildliche Aerodynamik (cw-Wert 0,21) führen auch zu einem bemerkenswert sparsamen Verbrauch: Bei der mittleren Leistungsstufe 250+ der elektrischen Mittelklasse mit 272 PS, bestromt von einem 85 kW großen Akku, ermittelten AUTO BILD-Tester 17,8 kWh auf 100 km. Ergibt beim Laden mit Hausstrom 5,56 Euro.
Auswärts bei EnBW lädt man ab 9,97 Euro, im Hyper-Schnellladenetz von Ionity (0,69 Euro / kWh) sind es 12,28 Euro.
Auswärts bei EnBW lädt man ab 9,97 Euro, im Hyper-Schnellladenetz von Ionity (0,69 Euro / kWh) sind es 12,28 Euro.
Platz 6: Tesla Model Y (5,65 Euro/100 km)
Der erfolgreiche SUV-Crossover Tesla Model Y wurde von AUTO BILD zuletzt in der 2. Modellreihe "Juniper" (seit März 2025) getestet. Bei angenehmen 18 Grad Außentemperatur maßen wir einen Durchschnittsverbrauch von 18,1 kWh – bemerkenswert wenig für rund zwei Tonnen schweres Mittelklasse-Auto mit markanter Silhouette. Das Model Y, das Tesla auch im brandenburgischen Grünheide baut, ist mit 4,75 Meter Länge mehr als stattlich. Dass dieses Format nicht nur repräsentative, sondern auch praktische Funktion hat, belegt der bis zu 2138 Liter große Kofferraum (bei umgeklappter Rückbank). Die getestete Version Long Range mit Hinterachsantrieb hat einen 77 kWh großen Akku (Werksangabe) und fährt bis 201 km/h schnell. Bei maßvollem Tempo kosten 100 km also aktuell rund 5,65 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,14 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 12,49 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,14 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 12,49 Euro.
Platz 7: Mini Cooper SE (5,81 Euro/100 km)
Den aktuellen Elektro-Mini, ein 3,85 langes Auto, brachten BMW und der chinesischen Hersteller Great Wall Motor (GWM) 2023 heraus. Die E-Version fußt auf der Plattform, auf der auch das GWM-Produkt Ora 02 entsteht. Die Basisversion Cooper E beschleunigt ein 184-PS-Motor an der Vorderachse bis auf 160 km/h, dafür stehen bis zu 36,8 kWh Strom zur Verfügung – ein kleiner Akku, der den Mini als Stadtauto ausweist. Eine Nummer größer ist die Ausführung SE mit 218 PS aus einem 49,8-kWh-Akku, den AUTO BILD im Spätsommer bei warmen 18 Grad Außentemperatur testete. Die Vergleichsfahrt ergab 18,6 kWh auf 100 km. Das kostet an der Wallbox durchschnittlich 5,81 Euro. Wer ad hoc am Schnelllader von EnBW (56 Cent/kWh) lädt, zahlt für diese Energiemenge 10,42 Euro. Bei Ionity am Hypercharger (ad hoc 69 Cent/kWh) kostet das Laden 12,83 Euro.
Platz 8: Opel Corsa Electric (5,94 Euro/100 km)
Der Kleinwagen Opel Corsa Electric ist weitgehend baugleich mit dem Peugeot 208. Elektrisch fährt man ab 136 PS, in der Topausführung "GS" sogar mit 156 PS. Wie sein größerer Bruder Astra Electric wird der Corsa dafür gelobt, dass er nicht viel Gewese um seinen alternativen Antrieb macht – "einfach ein Auto", stellen unsere Tester erfreut fest. Vier Personen können im GS-Modell gemäß WLTP-Prüfnorm bis zu 429 km weit fahren, bevor nachgeladen werden muss. Angesichts des relativ kleinen Akkus (48,1 kWh netto im GS, 46,3 kWh netto im Basis-Corsa) ist das ein ordentlicher Wert. Im Realverbrauch schrumpft der natürlich: Im GS hat AUTO BILD 19,0 kWh auf der Verbrauchsrunde gemessen; das geschah Spätherbst 2023 bei 9 Grad Außentemperatur. Damit kosten 100 km im 156-PS-Corsa 5,94 Euro.
Schnellladen bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet für den zugrundeliegenden Durchschnittsverbrauch bei 10,64 Euro, an einer Ionity-Powerladestation (69 Cent/kWh) kosten die 100 km exakt 13,11 Euro.
Schnellladen bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet für den zugrundeliegenden Durchschnittsverbrauch bei 10,64 Euro, an einer Ionity-Powerladestation (69 Cent/kWh) kosten die 100 km exakt 13,11 Euro.
Platz 9: Tesla Model 3 Performance (6,00 Euro/100 km)
Der Limousinenbruder des Model Y ist der Tesla Model 3, den es mittlerweile in einer Vielzahl von Versionen gibt: Vom reinen Heckantrieb zum Allradler mit einer Vielzahl von Akku- und Reichweitevarianten. Der Test des Model 3 Performance mit 534 PS und Hinterachsantrieb ergab auf der 155-km-Testrunde einen Durchschnittsverbrauch von 19,2 kWh – das bringt überschaubare Ladekosten von 6,00 Euro auf 100 km. Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,75 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 13,25 Euro.
Platz 10: BMW iX1 (6,06 Euro/100 km)
Das Kompakt-SUV BMW iX1 basiert auf Plattform des X1 – ist also ein Zwilling vom Verbrennermodell, das es mit Diesel-, Benzin- und Hybridantrieb gibt. Unsere Tester loben beim E-Auto den BMW-typischen Antritt und den sänftenähnlichen Fahrkomfort. Der iX1 startet als eDrive 20 mit 204 PS an der Hinterachse, den Strom gibt ein 64,7 kWh großer Akku ab. Den Verbrauchstest führte AUTO BILD diesen Sommer bei 21 Grad Außentemperatur mit dem Topmodell xDrive 30 durch, den zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit insgesamt 313 PS antreiben. Der Akku hat ebenfalls 64,7 kWh Speichervermögen. Auf 100 km verbrauchte der iX1 19,4 kWh Strom, das führt beim Laden mit Haushaltsstrom zu Kosten von 6,06 Euro.
Bei EnBW an der Schnellladesäule (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 10,86 Euro, am Hyper-Schnelllader von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 13,39 Euro.
Bei EnBW an der Schnellladesäule (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 10,86 Euro, am Hyper-Schnelllader von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 13,39 Euro.
Platz 11: Skoda Enyaq 85x (6,09 Euro/100 km)
Der Skoda Enyaq basiert – wie seine Halbbrüder VW ID.4 und Audi Q4 e-tron – auf dem VW-Elektro-Baukasten. Seine 4,64 Meter Länge machen ihn zu einer stattlichen Erscheinung, das ist auch am Kofferraum erkennbar: 585 Liter passen hinein, bei umgeklappter Rückbank sogar 1710 Liter. Inzwischen gibt es das tschechische E-SUV in fünf Versionen, vom günstigsten Enyaq 60 mit 179 PS bis zum sportlichen RS mit 340 PS. AUTO BILD hat jüngst das 286 PS starke Modell 85x getestet, samt 77-kWh-Akku. Dabei kam ein Verbrauch von 19,5 kWh heraus (bei 15 Grad Außentemperatur). Ergibt pro 100 km Stromkosten von 6,09 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,92 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 13,46 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,92 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 13,46 Euro.
Platz 12: Hyundai Inster (6,19 Euro/100 km)
Eines der wenigen echten günstigen Elektroautos unter 25.000 Euro: Der Hyundai Inster kam 2025 auf den Markt und verkaufte sich auf Anhieb gut. Das Einstiegsmodell des 3,38 Meter kurzen Crossover aus SUV und Kleinwagen kostet ab 23.900 Euro. Angetrieben wird der Inster 42 kWh von einem 97 PS-Elektromotor, die Energie kommt aus einem 42 kWh großen Akku. AUTO BILD testete die größere Version 49 kWh, die folgerichtig bis zu 49 kWh Akku-Kapazität hat. Den Strom setzt ein 115 PS starker E-Motor über die Vorderachse in Vortrieb um, bis zu 150 km/h schnell wird der Viersitzer damit. Beim Verbrauchstest an einem 8 Grad kühlen Frühjahrstag ermittelten wir eher hohe 19,8 kWh auf 100 km, das würde beim Nachladen an der Wallbox 6,19 Euro kosten, die im Sommer sicher zu unterbieten sind.
Bei EnBW am Straßenrand (56 Cent/kWh) lädt man ad hoc für 11,09 Euro, dieselbe Strommenge kostet in Ionitys Hyper-Schnellladenetz (69 Cent/kWh) sind 13,66 Euro fällig.
Bei EnBW am Straßenrand (56 Cent/kWh) lädt man ad hoc für 11,09 Euro, dieselbe Strommenge kostet in Ionitys Hyper-Schnellladenetz (69 Cent/kWh) sind 13,66 Euro fällig.
Platz 13: Mazda 6e EV (6,62 Euro/100 km)
Das zweite E-Auto der Ingenieursmarke Mazda ist die Fließhecklimousine 6e EV: ein lang gestrecktes, eher traditionell beblechtes E-Mobil. Auf einer Länge von 4,92 verknüpfen sich technische Raffinesse – und am Heck fährt nach Porsche-Art bei Tempo 90 ein Spoiler aus. Die technischen Daten sind eher bodenständig: An die 400-Volt-Plattform kann man zwei Akkupakete anflanschen: 68,6 oder 80 kWh. Im Test war der kleinere Akku an Bord, erbrachte auf der Testrunde einen Verbrauch von 21,2 kWh auf 100 km. Das entspricht Stromkosten an der Wallbox von durchschnittlich 6,62 Euro.
Öffentlich lädt man diese Energiemenge am EnBW-Schnelllader (56 Cent/kWh) für 11,87 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 14,63 Euro.
Öffentlich lädt man diese Energiemenge am EnBW-Schnelllader (56 Cent/kWh) für 11,87 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 14,63 Euro.
Platz 14: Mercedes EQB 300 4Matic (7,06 Euro/100 km)
Der Mercedes EQB ist als mittleres Elektro-SUV seit 2022 auf dem Markt. AUTO BILD fuhr die mittlere Ausführung mit Allradantrieb und bis zu 228 PS auf der Testrunde. Sie hat eine 66,5 kWh große Batterie, die an der Gleichstromladesäule bei einer Ladeleistung von bis zu 100 kW unter idealen Bedingungen in rund 30 Minuten von leer auf 80 Prozent geladen wird. Der EQB kostet in dieser Ausführung ab 55.519 Euro. Auf der Verbrauchsrunde erwies er sich trotz über 2,1 Tonnen Leergewicht als recht wirtschaftlich: Ein Verbrauch von 22,6 kWh – gefahren bei sommerlichen Temperaturen – führt zu Stromkosten von 7,06 Euro auf 100 km.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,66 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,59 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,66 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,59 Euro.
Platz 15: Renault 5 E-Tech (7,12 Euro/100 km)
Noch ein günstiger Kleinwagen mit Elektroantrieb: Der Renault 5 E-Tech hat soeben den Twingo abgelöst, er knüpft an den einstigen Kleinwagen R5 an. Das E-Auto ist 3,92 Meter lang und hat Platz für vier Personen. Das Basismodell "95" hat ebenso viel PS, die im Testauto aus einem 52 kWh großen Akku Energie für ein maximales Tempo von 150 km/h ziehen. Der Basispreis liegt bei 34.500 Euro. Das E-Auto beschleunigt in minimal 12 Sekunden von 0 auf 100 km/h. AUTO BILD hat die dritte Leistungsstufe "150" in der Akkugröße "Comfort Range" (52 kWh) im Mai bei kühlen 12 Grad getestet und ermittelte dabei 22,8 kWh Verbrauch auf 100 km. Bei einem Strompreis von 31,1 Cent ergeben sich Kosten in Höhe von 7,12 Euro.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,77 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,73 Euro.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,77 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,73 Euro.
Platz 16: VW ID.7 Tourer Pro (7,44 Euro/100 km)
Der VW ID.7 ist die ein Passat mit elektrischen Mitteln: ein Auto im Dienstwagen-Format, mit entsprechenden Abmessungen. Seine 4,96 Meter in der Länge und 1,86 in der Breite machen ihn für Repräsentationsaufgaben tauglich. Damit überragt er den aktuellen Passat sogar um 5 bzw. 2 cm. Als Kombi "Tourer" hat er zwar nicht so viel Laderaum, aber genug: 1714 Liter passen bei umgeklappter Rückbank rein. Angetrieben wird der ID.7 von dem hocheffizienten 286-PS-Elektromotor an der Hinterachse. Die Topversion GTX hat zusätzlich noch den Standard-Elektroantrieb mit 109 PS an der Vorderachse. Der neueste Verbrauchstest wurde beim Tourer Pro S gemacht, der einen größeren Akku (86 kWh netto) als das Basismodell Pro hat. Bei winterlichen 5 Grad Außentemperatur haben wir auf der Testrunde einen Durchschnittsverbrauch von 23,8 kWh ermittelt. Das kostet mit Haushaltsstrom 7,44 Euro.
An einer Ladestation von EnBW im günstigsten Ad-hoc-Ladetarif "S" (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 13,27 Euro, bei Ionity HPC-Schnellladern (69 Cent/kWh) sind es 16,35 Euro.
An einer Ladestation von EnBW im günstigsten Ad-hoc-Ladetarif "S" (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 13,27 Euro, bei Ionity HPC-Schnellladern (69 Cent/kWh) sind es 16,35 Euro.
Platz 17: Audi Q4 45 e-tron (7,44 Euro/100 km)
Keine Überraschung, dass der Q4 einen ähnlichen Stromverbrauch aufweist, wie der VW ID.7: Der Audi Q4 e-tron hat starke technische Parallelen zum VW. Beide basieren auf der Elektro-Plattform des Volkswagen-Konzerns auf, nutzen gleiche Akkus und Antriebsstränge. Mit 4,58 Meter Länge ist der Q4 ebenfalls ziemlich geräumig, aber das Format hat Gewicht: Leer wiegt der Q4 um zwei Tonnen. Davon ist rund ein Viertel für den Akku reserviert. Die Leistungs-Bandbreite spannt sich zwischen 204 und 340 PS. AUTO BILD testete die mittlere Leistungsstufe 45 e-tron quattro 77 kWh-Akku. Seine 286 PS an der Hinterachse (ab 54.950 Euro) treiben den Q4 bis auf 180 km/h. Dabei wurde ein Durchschnittsverbrauch von 23,8 kWh ermittelt. Ergibt Energiekosten von 7,44 Euro auf 100 km.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 13,50 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 16,63 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 13,50 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 16,63 Euro.
Platz 18: VW ID.4 Pro 4Motion (8,53 Euro/100 km)
Der dritte Plattform-Bruder: Das elektrische Kompakt-SUV VW ID.4 ist eng verwandt mit Skoda Enyaq und Audi Q4 e-tron. Dass deren Durchschnittsverbrauch (trotz ähnlicher Wetterbedingungen während der Tests) nicht nah beieinander liegt, liegt am Antrieb. Denn AUTO BILD hat die Allradversion des ID.4 getestet – signalisiert durch das "4Motion". Die doppelte Traktion erfordert mehr Energie, der Motor hingegen ist der gleiche wie bei Skoda und Audi, ein neu entwickeltes VW-Aggregat mit 286 PS. Die Energie für maximal 180 km/h liefert erneut ein 77-kWh-Akku. Im Test wurde ein durchschnittlicher Verbrauchswert von 27,3 kWh ermittelt, der zu Energiekosten von 8,53 Euro auf 100 km führt.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 15,29 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 18,84 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 15,29 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 18,84 Euro.
Platz 19: Skoda Elroq (8,90 Euro/100 km)
Für Skoda ist es der "Senkrechtstarter": Das kompakte Elektro-SUV Elroq schoss seit Anfang 2025 an die Spitze der Elektroauto-Zulassungsstatistik. Im Oktober war er bereits Bestseller in Deutschland, im November immerhin auf Platz 3. Er gehört zu den ersten E-Autos, die günstiger sind als ein gleich großer Benziner derselben Marke: Ab 33.900 Euro kostet der Elroq. Ausgestattet ist das Basismodell Elroq 50 mit 170 PS an der Hinterachse, die Energie dazu kommt aus einem 52-kWh-Akku. Das bringt bis zu 160 km/h Endgeschwindigkeit. AUTO BILD hat bisher den Elroq 85 mit 286 PS und 77-kWh-Akku getestet, der bis zu 180 km/h schnell fährt. Bei ungünstigen winterlichen -2 Grad ergab der Test wir einen Durchschnittswert von 28,5 kWh auf 100 km. Das entspricht 8,90 Euro.
Bei EnBW am Straßenrand (ab 56 Cent/kWh) lädt man den Elroq für 15,96 Euro, an einem der ultraschnellen Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet Ad-hoc-Laden 19,67 Euro – bei sommerlichen Temperaturen fällt der Energieverbrauch sicher geringer aus.
Bei EnBW am Straßenrand (ab 56 Cent/kWh) lädt man den Elroq für 15,96 Euro, an einem der ultraschnellen Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet Ad-hoc-Laden 19,67 Euro – bei sommerlichen Temperaturen fällt der Energieverbrauch sicher geringer aus.
Platz 20: Hyundai Ioniq 5 (8,97 Euro/100 km)
Der Ioniq 5 zählt zu den auffälligsten E-Autos der neuen Generation. Das macht sein avantgardistisches Design mit schrägen Sicken und Falzen in der Karosserie. Das 4,63 Meter lange SUV gibt es seit 2022. Das Basismodell mit 170 PS und 63 kWh großem Akku kostet ab 44.900 Euro. AUTO BILD testete im Frühling 2024 das Topmodell "N" mit brachialen 650 PS, die ihre Kraft aus einem 84 kWh großen Akku schöpfen. Beide Achsen sind angetrieben und beschleunigen den Power-Elektriker auf bis zu 260 km/h. Bei der Verbrauchsfahrt nach einheitlichen Kriterien ging es ruhiger zu. Sie ergab bei günstigen 20 Grad Außentemperatur einen Verbrauch von durchschnittlich 28,7 kWh. Die würden 8,97 Euro an der Wallbox kosten.
Mit Schnellladung bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet dieselbe Energiemenge 16,07 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 19,80 Euro.
Mit Schnellladung bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet dieselbe Energiemenge 16,07 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 19,80 Euro.
Platz 21: VW ID.Buzz (9,59 Euro/100 km)
Den E-Bus von Volkswagen haben viele schon ins Herz geschlossen, bevor er Anfang 2023 auf den Markt kam. Die eingangs echt geringe Reichweite und der hohe Preis für den ID.Buzz scheinen die Fangemeinde bisher nicht allzu sehr zu schocken. So kommt das Grundmodell nach Prüfnorm WLTP maximal 331 Kilometer weit, bis aufgeladen werden muss. Der Einstiegspreis beim "Einsteigermodell" (O-Ton VW) Freestyle mit kleinem Akku (59 kWh) liegt knapp unter 50.000 Euro. Getestet haben wir an einem kühlen Wintertag mit 6 Grad Außentemperatur die Langversion (4,96 Meter) in der Konfiguration Pro (286 PS an der Hinterachse, Akku-Kapazität 86 kWh). Auf 100 km verbrauchte der elektrische Kleinbus 30,7 kWh. Das bedeutet schattige Fahrtkosten von 9,59 Euro, wenn man den Durchschnittspreis für Haushaltsstrom zugrundelegt.
Beim öffentlichen Laden zahlt man ad hoc beim Marktführer EnBW (56 Cent/kWh) 17,19 Euro, beim Hyper-Netzwerk Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 21,18 Euro.
Beim öffentlichen Laden zahlt man ad hoc beim Marktführer EnBW (56 Cent/kWh) 17,19 Euro, beim Hyper-Netzwerk Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 21,18 Euro.
Die Technik von Elektroautos ist weit weniger komplex als die von Verbrennern. Tatsächlich schneiden sie in der aktuellen Pannenstatistik des ADAC sehr viel besser ab als Verbrenner. Auch im jüngsten TÜV-Report 2026 zeigen die Batterieautos ihre Qualität: Mit den wenigsten Mängeln fielen Mini Cooper SE, Audi Q4 e-tron und Fiat 500e auf. Die Mängelquote liegt zwischen 3,5 Pannen (Auswertung auf 1000 Fahrzeuge im Alter von drei Jahren) bis 4,2. Als Sieger bei den Verbrennern glänzte der Fiat 500 mit 2,9 Pannen auf 1000 Autos. Und: Je jünger die Autos sind, desto größer wird der Vorsprung der Elektroautos. Die größte Pannenursache ist bei beiden Antriebsformen die 12V-Starterbatterie.
Der Vorsprung der E-Autos hat vor allem zwei Gründe:
1. Fehlende sensible Bauteile im Bereich Motor/Motormanagement
2. Kontaktlose Schlüssel-Ausführungen (Keyless-Go) verringern den Pannengrund "Schlüssel im Auto" (Fahrer ausgesperrt)
1. Fehlende sensible Bauteile im Bereich Motor/Motormanagement
2. Kontaktlose Schlüssel-Ausführungen (Keyless-Go) verringern den Pannengrund "Schlüssel im Auto" (Fahrer ausgesperrt)
Ein in Städten nicht zu unterschätzendes Privileg für Elektroautos und Plug-in-Hybride ist das Gratis-Parken meist für zwei Stunden in öffentlichen Zonen. Die Regel beruht auf dem Elektromobilitätsgesetz (EmoG) aus dem Jahr 2015. Hier eine Übersicht der Privilegien mit dem E-Kennzeichen.

Die Parkplatzsituation ist für E-Auto-Besitzer in Innenstädten entspannter, meist darf man bis zur jeweiligen Höchstdauer gratis parken, beim Laden sowieso.
Bild: DPA
Die vielleicht stärksten Argumente fürs E-Auto: keine Flüssigkeiten, keine Kupplung, kein Kraftstoffsystem, keine Abgasanlage. Deren Fehlen hat noch einen Sondereffekt bei der Hauptuntersuchung: Die Abgasuntersuchung entfällt, damit spart man 40 Euro beim TÜV. Auf viele andere Verschleißteile kann das Elektroauto verzichten – damit wird es im Unterhalt günstiger. Auch andere Betriebskosten und vor allem die Energiekosten sind bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen teils so niedrig, dass der Gesamtvergleich für das E-Auto spricht.
Wie hoch ist die Versicherung für E-Autos?
Bei den Kosten für die Versicherung unterscheiden sich Elektroautos und Benziner/Diesel oder Hybride kaum. Oft landen Elektroautos aufgrund der mutmaßlich reichweitenschonenden und damit langsameren Fahrweise ihrer Besitzer in einer günstigeren Typklasse. Zudem belohnen immer mehr Versicherer emissionsarme Fahrzeuge mit speziellen Tarifen. Wegen der höheren Anschaffungskosten ist bei E-Autos ein Vollkasko-Vertrag empfehlenswert, der mit dem Akku auch die teuerste Komponente des Wagens einschließt. Einen ausführlichen Kostenvergleich für sehr viele Automodelle gibt es beim ADAC.
Turbo-Beschleunigung ohne Motorsound
Ein nicht zu unterschätzender Aspekt für passionierte Autofahrer ist das hohe Drehmoment von E-Autos: Der oft als störend empfundene Motorsound entfällt. Ganz still, aber mit Effet lassen sich E-Autos beschleunigen. Allerdings haben sich auch viele Fahrer so sehr daran gewöhnt, dass ein Auto ohne Motorengeräusch als seelenlos empfunden wird.
In puncto Ausstattung wiederum bleiben bei modernen Elektrofahrzeugen meist keine Wünsche offen, der Weg zum autonomen Fahren ist spürbar kürzer als bei einem alten Diesel. Und mittlerweile ist das Angebot an E-Autos groß, eine Vielzahl elektrischer Fahrzeuge der großen Autohersteller ist auf dem Markt, bis 2028 kommen weitere hinzu.
"Grünes" Gewissen beim Fahren
Auch die Emotionen spielen eine Rolle beim Autokauf. Während sich viele andere Kunden an Optik, Sound oder Image ihres neuen Lieblings erfreuen, können E-Auto-Fahrer ein gutes Gewissen haben. Denn auch wenn immer wieder Wasserstoff/Brennstoffzelle oder E-Fuels als alternative Antriebe gewünscht werden: Nach Ansicht der meisten Experten sind nur E-Autos geeignet, den Weg in die Dekarbonisierung und damit zum Verlangsamen des Klimawandels zu finden. Die höhere Energieeffizienz beim E-Auto, bedingt durch das Rekuperieren beim Bremsen, machen das E-Auto effizienter.
Einige Vorteile von E-Autos offenbaren sich im Winter: So entfällt der verschleißreiche Kaltstart, denn E-Autos brauchen keine Zeit zum Erreichen der Betriebstemperatur. Dadurch sind Elektromobile im Winter die besseren Kurzstreckenautos. Sie benötigen zum Enteisen der Scheiben auch keine Abwärme vom Motor, denn die gibt es gar nicht. Meist lassen sich die Scheiben ferngesteuert mit der elektrischen Heizung von Eis befreien. Das kostet im Einzelexperiment beim Toyota bZ4X gerade mal ein Prozent der verfügbaren Akkukapazität. Kein Eiskratzen am E-Auto und auch kein Verkratzen der Scheiben.
Zusätzlich zum guten Gewissen können Menschen über die THG-Quote mit der Umweltfreundlichkeit ihrer Elektroautos etwas hinzuverdienen. Und zwar indem sie ihre CO2-Einsparungen als Emissionszertifikat (wie einen Schuldschein oder eine Aktie) verkaufen. Dies gilt für private E-Auto-Eigentümer wie für Leasingnehmer. Dabei zeichnen sich für 2026 Prämien im Bereich von 280 Euro pro Jahr ab! (Überblick: So funktioniert die THG-Quote!)
Sinkende Kosten von Akkus
Der Akku ist das teuerste Bauteil im E-Auto. Daher arbeitet die Industrie daran, die Akkus günstiger herzustellen. Als Meilenstein gilt ein Wert von 100 Euro pro gespeicherter Kilowattstunde, der ist Stand Dezember 2025 gerissen, günstige E-Auto-Akkus kosten nur noch 65 Euro pro kWh. Auch die Akkutechnik macht Fortschritte.
So teuer sind gebrauchte E-Autos
Aktuell gehen die Preise gebrauchter E-Autos im Jahresvergleich leicht zurück, der Durchschnittspreis sank von 36.256 Euro auf 34.800 Euro im Dezember 2025 (laut Zahlen des Autoportals Autoscout24). (Tipps zum Kauf eines gebrauchten E-Autos), es gibt Secondhand-E-Autos schon unter 7000 Euro. Experten rechnen mit einer höheren Nachfrage bei weiter vergrößertem Angebot.
Wie teuer ist das öffentliche Laden?
Die Kosten für das Laden hängen vom Standort ab: Wer privat lädt via Wallbox zahlt generell weniger. Die Preise beim öffentlichen Laden hängen vom Anbieter und der Ladeart ab: In Hamburg beispielsweise kann man stadtweit AC-Laden mit bis zu 22 kW zu 0,49 Cent (monatliche Gebühr: 5 Euro).

Bild: Matthias Brügge/AUTO BILD
Das Laden im öffentlichen Raum ist inzwischen an rund 170.000 Ladepunkten möglich, konkret 140.000 Normal- und 45.500 Schnellladepunkte (Stand November 2025). Eine Vielzahl von Anbieter wirbt um Ladekunden, immer wieder gibt es Angebote zum günstigen Preis, und mit Hilfe von Abomodellen ist auch das Schnellladen für 50 bis 60 Cent pro kWh möglich.
Mittlerweile ist die Auswahl an Autos unterschiedlicher Reichweite groß, man hat die Wahl zwischen gebrauchten oder neuen Elektrowagen mit eher 300 km Reichweite oder solchen mit großem Akku mit 500 bis 600 km Reichweite – je nach Fahrprofil und Finanzkraft des Käufers. Das Schnellladen hat sich auf Fernstraßen und im Alltag eingebürgert, die Ladepausen werden dank Supercharger oder anderer HPC-Anbieter immer kürzer.

An immer mehr Supermärkten kann man E-Autos aufladen, wie hier bei einem REWE-Markt in Mecklenburg-Vorpommern.
Bild: AUTO BILD / Matthias Brügge
Letztendlich hängt die fahrbare Strecke ohne Nachladen auch vom individuellen Verhalten wie dem Fahrstil ab. Wer jetzt Richtung Plug-in-Hybride mit zusätzlichen Verbrennungsmotor an Bord schielt, holt sich aber die Nachteile von E-Autos mit kleiner Batterie mit den hohen Wartungskosten von Verbrennern in die heimische Garage.
Essenziell wichtig für E-Auto-Akkus ist Lithium. Der Rohstoff ist jedoch rar, es wird von Problemen beim Abbau berichtet (hoher Wasserverbrauch), vor allem in Südamerika, beim Preis (noch zu hoch) und bei der Entsorgung (Brandgefahr, giftige Gase). Auch bei Kobalt ist der Nachweis sauberer Lieferketten schwierig. Immerhin wird an kobaltfreien Akkus gearbeitet, manche sollen gar nahezu ganz auf seltene und teure Rohstoffe verzichten.
Die Lebensdauer einer Lithium-Ionen-Batterie wird allgemein auf zehn bis zwölf Jahre taxiert, bis dahin sollten sie noch eine Speicherkapazität von über 80 Prozent aufweisen. Meist ist diese Schwelle per Herstellergarantie abgedeckt. Es gibt auch Ausreißer nach oben, etwa den 1-Million-Kilometer-Tesla (fuhr bis zu 476.000 Kilometer mit einem Akku). Viele Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten an lange haltbaren Super-Akkus für 1000 und mehr Kilometer. Und das richtige Recyceln von E-Auto-Akkus gerät zunehmend in den Fokus, da ist noch viel Potenzial, es wird in der EU in immer höherem Maß zur Pflicht.
Rund 75 Prozent der Deutschen fühlten sich laut vom Umweltbundesamt von Verkehrslärm am Wohnort beeinträchtigt. Elektroautos können durch den fehlenden Motorsound für mehr Gesundheit sorgen – auch wenn sie wie Verbrenner allein beim Fahren Rollgeräusche erzeugen. Die wirken sich jedoch merklich erst ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h aus, daher sind E-Autos mindestens beim Anfahren und in verkehrsberuhigten Zonen wie Wohngebieten deutlich im Vorteil gegenüber Verbrennern. Dies gilt nicht nur für Pkw, sondern auch und besonders für Motorräder, Busse oder Müllfahrzeuge.
Gefahr im Verkehr durch Geräuschlosigkeit
Die Lautlosigkeit hat auch eine Schattenseite: Bei einem Elektroauto sind die Geräusche bei geringem Tempo massiv reduziert, zu hören ist nur das Abrollen der Reifen. Das birgt Gefahren für Fußgänger, speziell für blinde und sehbehinderte Menschen. Daher müssen E- und Hybridautos mit dem sogenannten Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) ausgestattet sein (hier ein Beispiel). Heißt: Es müssen bis 20 km/h "motorenähnliche Geräusche" und beim Einlegen des Rückwärtsgangs ein akustisches Signal zu hören sein. Abgesehen davon gibt es natürlich Puristen, die bei einem leisen Stromer den satten Motorsound vermissen. Andere wiederum freuen sich über den erwähnten reduzierten Lärm.
Fazit
Die finanziellen Vorteile für E-Autos stechen heraus: geringere Wartungs- und Inspektionskosten, gute Ökobilanz, große Fahrdynamik, lärmfreies Fahren, Steuervorteile und weitere Privilegien. Aber die gewohnheitsmäßige Bindung an Verbrenner stehen dem gegenüber. Wer kühl rechnet und im engeren Umfeld mit Ladesäulen gut versorgt ist, kann über den Umstieg nachdenken – oder sich ein aktuelles E-Auto mit größerer Reichweite kaufen.
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