Marktstart und Preis

Nach VWs erstem Elektroauto auf MEB-Basis, dem ID.3, haben die Wolfsburger den ID.4 präsentiert. Das Elektro-SUV soll vor allem praktisch sein und kommt deshalb auch mit Dachreling (75 Kilo Dachlast) und Anhängerkupplung. Der ID.4 steht bereits bei den Händlern. Zum Marktstart gab es den ID.4 nur mit 150 kW (204 PS) und großem 77-kWh-Akku zum Basispreis von 44.450 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 10.688 Euro). Davon geht aber noch die Umweltprämie ab. In der Zwischenzeit haben die Wolfsburger jedoch das Basismodell ID.4 "Pure" mit 109 kW (149 PS) und 52-kWh-Akku nachgeschoben. Dessen Grundpreis liegt bei 36.950 Euro.
VW ID.4 GTX
An der Front ist das Topmodell GTX an den neuen übereinander angeordneten LEDs zu erkennen.

ID.4 GTX ab 50.415 Euro

Statt GTI heißen die Sportmodelle der VW-Elektroautos GTX. Das erste Modell, das mit dem neuen Kürzel an den Start geht, ist der ID.4 GTX. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere GTX-Modelle folgen. Das neue ID.4-Topmodell soll schon im Sommer 2021 auf den Markt kommen und wird von zwei Elektromotoren angetrieben. Die Leistung? 220 kW (299 PS)! Das reicht, um den 4,58 Meter langen GTX in 6,2 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Das ist immerhin mehr als zwei Sekunden schneller als die reguläre Version, die 8,5 Sekunden für den Sprint benötigt. Gleichzeitig soll der 486 Kilo schwere 77-kWh-Akku bis zu 480 Kilometer Reichweite ermöglichen, was rund 40 Kilometer weniger sind als beim normalen ID.4 mit 77-kWh-Batterie. Den Verbrauch des Sport-ID.4 gibt VW mit 18,1 bis 19,1 kWh (nach NEFZ) an.
• ID.4 GTX neues Topmodell
• zwei Elektromotoren (jeweils einer an Vorder- und Hinterachse)
• 220 kW (299 PS)
• 0-100 km/h in 6,2 Sekunden
• 77-kWh-Akku mit bis zu 480 km Reichweite
• Eingang-Getriebe
• elektrischer Allradantrieb
• cW-Wert von 0,29
• sportliche Optik
• Marktstart im Sommer 2021
• Basispreis ab 50.415 Euro
Damit das Topmodell auch optisch als solches zu erkennen ist, hat VW dem GTX jeweils drei übereinander angeordnete LEDs in der Frontschürze spendiert, die für eine spezielle Lichtsignatur sorgen sollen. Außerdem sind die Lüftungsgitter schwarz lackiert und der GTX kommt serienmäßig mit den LED-Matrix-Scheinwerfern (IQ Light) zu den Kunden. Im Profil fallen die lackierten Türleisten und die neuen 20-Zoll-Felgen auf. Wem das noch nicht reicht, 21-Zöller gibt es für den GTX gegen Aufpreis. Das Heck wird von den 3D-LED-Rückleuchten und einer neu designten Heckschürze geprägt. Ganz neu ist die Lackierung in der Farbe "Kings Red metallic".
VW ID.4 GTX
Die Oberseite des Armaturenbretts ist beim GTX blau. Dazu spendiert VW dem Topmodell rote Ziernähte.

Auch im Innenraum hat VW den GTX behutsam verfeinert. Es gibt rote Kontrastnähte, GTX-Logos am Lenkrad, den Sitzen und den auf den Einstiegsleisten sowie eine Edelstahl-Pedalerie im bekannten Design. Gegen Aufpreis gibt es zudem Sportsitze mit AGR-Siegel. Ebenfalls optional erhältlich ist das Sportpaket inklusive Sportfahrwerk mit 15 Millimeter Tieferlegung und Progressivlenkung. Zusätzlich kann das vom normalen ID.4 bekannte Sportpaket "Plus" mit DCC Fahrwerksregelung, sprich adaptiven Dämpfern bestellt werden. Der im Werk Zwickau gefertigte ID.4 GTX soll bereits ab Sommer 2021 zum Basispreis von 50.415 Euro (vor Abzug der aktuell geltenden Prämien) ausgeliefert werden.
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Bis zu 520 Kilometer Reichweite

VW bietet den ID.4 aktuell in mehreren Leistungsstufen an. Der ID.4 "Pro" mit 150 kW (204 PS) konnte in unserem ersten Check überzeugen. Die Basismotorisierung nennt sich ID.4 "Pure" und leistet 109 kW (149 PS). Mit sogenanntem Performance-Upgrade werden daraus 125 kW (170 PS). Serienmäßig ist das SUV mit Hinterradantrieb ausgestattet, später soll es aber auch noch einen Allradantrieb geben. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie üblich auf 160 km/h limitiert, um Energie zu sparen. Während die beiden schwächeren Motoren mit einer 52 kWh großen Batterie ausgestattet sind (soll für 360 Kilometer reichen), kommen die stärkeren mit einem 77 kWh fassenden Stromspeicher. Der hat eine Reichweite von bis zu 520 Kilometer und lädt dank Schnellladetechnik binnen einer halben Stunde wieder neue Energie für 320 Kilometer. Ganz neu ist das Topmodell ID.4 GTX mit 220 kW (299 PS) und elektrischem Allradantrieb ohne mechanische Verbindung.
VW ID.4  !! SPERRFRIST 23. September 2020  17 Uhr !!
Insgesamt sind fünf Leistungsstufen zwischen 109 kW (149 PS) und 220 kW (299 PS) im Angebot.

Größer als der Tiguan

Das Design des ID.4 ist ansprechender als das des kugeligen, leicht schüchtern wirkenden ID.3. Möglicherweise auch, weil es konventioneller ist. Die Front baut hoch und steht beinahe senkrecht. Die typische ID-Lichtsignatur (gegen Aufpreis gibt es Matrix-LED), bei der die beiden Scheinwerfer durch ein LED-Band miteinander verbunden sind, ist etwas aggressiver gestaltet als beim ID.3. In die Schürze mit großem unterem Lufteinlass ist ein angedeuteter Unterfahrschutz integriert.
Die Türgriffe stehen nicht hervor, sondern sind bündig mit der restlichen Tür. Das wirkt sehr edel. Das Heck, mit Dachkantenspoiler und schmaler Heckscheibe erinnert etwas an den Range Rover Evoque. Die dunkel abgesetzte Schürze reicht recht weit hoch und auch hier ist wieder ein Unterfahrschutz angedeutet. Die Rücklichter haben in der höchsten Ausstattung eine eigene 3D-Signatur. Dabei sind die einzelnen, viereckigen Elemente, unter dem dunklen Glas hintereinander angeordnet. Auch hier schafft wieder ein durchgehendes LED-Band eine Verbindung.
VW ID.4  !! SPERRFRIST 23. September 2020  17 Uhr !!
Die Rücklichter des elektrischen VW ID.4 haben eine eigene 3D-Signatur.
Dank Hinterradantrieb kommt das Elektroauto mit einem Wendekreis von 10,20 Meter aus und ist damit Kompaktwagen-Niveau. Von den Dimensionen her sortiert sich der ID.4 zwischen dem Tiguan und dessen Allspace-Variante ein:
● Länge: 4584 mm
Breite: 1852 mm
Höhe: 1640 mm
Radstand: 2771 mm
Kofferraum: 543 Liter/1575 Liter
Anhängelast: 1200 kg/75 kg Stützlast

Softtouch und größerer Zentralbildschirm

AUTO BILD hat die Sitzprobe im ID.4 gemacht. Der Innenraum stammt fast eins zu eins aus dem ID.3. Deshalb fällt auch beim ID.4 das Instrumentendisplay etwas klein aus. Die Fahrstufen werden ebenfalls durch einen direkt daran anschließenden Schalter eingelegt. Es gibt zwar einen Start-Knopf an der Lenksäule, doch den benötigt man nicht, um das Auto zu starten. Mit dem Einlegen der Fahrstufe "D" oder "B" fährt das Auto los, um es auszuschalten reicht es, das Eingang-Getriebe auf "P" zu stellen. Der Zentralbildschirm auf dem Armaturenbrett wächst auf bis zu zwölf Zoll, serienmäßig ist er zehn Zoll groß. Außerdem wurden beim ID.4 einige Dekore angepasst und das Armaturenbrett kommt jetzt mit Softtouch.
VW ID.4  !! SPERRFRIST  	23. September 2020	17:00 Uhr !!
Der Innenraum stammt fast eins zu eins aus dem ID.3 – die Materialien sind etwas hochwertiger.
Natürlich auch hier an Bord: Das Head-up-Display mit Augmented Reality und das ID.Light. Das Lichtband vor der Windschutzscheibe gibt optische Rückmeldungen, wenn man den Sprachassistenten nutzt, zeigt den Ladestand der Batterie visuell, warnt bei Gefahr in Rot und unterstützt bei der Navigation. Abbiegehinweise werden beispielsweise durch ein in die entsprechende Richtung laufendes Licht angezeigt. Typisch Elektroauto bietet das SUV ordentlich Platz. Auch in der hinteren Reihe ist das Raumgefühl sehr gut, mit dem optionalen Panorama-Glasdach wird das natürlich noch besser. Weil der ID.4 vor allem praktisch sein soll, passen auf die Rückbank drei Kindersitze nebeneinander.
Fazit von Katharina Berndt: Unter den beiden MEB-Elektroautos von VW gefällt mir das Design des ID.4 besser, er ist einfach deutlich präsenter. Im Innenraum sind die Materialien angenehm, es gibt richtig viel Platz. Plus die hohe Sitzposition beim SUV. Schade nur, dass VW nicht auch das Instrumentendisplay einen Tick größer gemacht hat.