Die besten Firmenwagen im Test
Das sind die besten Business-Autos

Firmenwagen müssen vieles können: komfortabel sein, auf langen Strecken überzeugen, im Alltag funktionieren und dabei wirtschaftlich bleiben. AUTO BILD zeigt die besten Modelle aus Mittelklasse und oberer Mittelklasse.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
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Firmenwagen gehören zu den wichtigsten Fahrzeugen im Markt. Sie prägen das Angebot vieler Hersteller. Modelle der Mittelklasse und oberen Mittelklasse sind bei Dienstwagen besonders gefragt, denn sie sind ein guter Kompromiss aus Komfort, Kosten und Image. Sie sind repräsentativ genug für Geschäftstermine, gleichzeitig aber noch wirtschaftlich im Unterhalt und bei der Versteuerung.
Gerade bei der Wahl des richtigen Firmenwagens spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Leasingrate, Versteuerung und laufende Kosten. Viele Unternehmen setzen klare Budgetgrenzen. Besonders Elektroautos und Plug-in-Hybride sind aktuell attraktiv, weil sie steuerlich begünstigt werden. Gleichzeitig bleiben klassische Diesel für Vielfahrer relevant.
Typische Zielgruppen für Firmenwagen:
- Außendienstler mit vielen Kilometern pro Jahr
- Führungskräfte mit Anspruch auf Komfort und Repräsentation
- Pendler mit täglicher Nutzung und Fokus auf Effizienz
- Familien, die den Firmenwagen auch privat nutzen
Ein Firmenwagen ist steuerlich gesehen ein sogenannter "geldwerter Vorteil", sobald er auch privat genutzt werden darf – und genau dieser Vorteil muss versteuert werden. In der Praxis gibt es dafür zwei Modelle: die pauschale 1-Prozent-Regelung oder das Fahrtenbuch. Bei der 1-Prozent-Regelung wird monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises des Autos zum Gehalt hinzugerechnet, zusätzlich kommen 0,03 Prozent pro Kilometer Arbeitsweg obendrauf.
Deutlich attraktiver sind aktuell Elektroautos: Hier gilt bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 Euro nur eine Versteuerung von 0,25 Prozent, darüber 0,5 Prozent. Plug-in-Hybride liegen meist bei 0,5 Prozent, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Das macht E-Autos gerade im Firmenwagen-Kontext besonders interessant, weil der geldwerte Vorteil – und damit die Steuerlast – deutlich niedriger ausfällt. Alternativ kann ein Fahrtenbuch sinnvoll sein, vor allem wenn der Privatanteil gering ist.
Wichtig bei der Fahrzeugwahl: Nicht der Kaufpreis zählt, sondern der Bruttolistenpreis, da dieser die Steuerbasis bildet. Wer einen Firmenwagen auswählt, sollte deshalb die steuerlichen Auswirkungen stets mitdenken. Gerade bei hohen Listenpreisen oder langen Arbeitswegen kann der Unterschied mehrere Hundert Euro im Monat ausmachen.
Der Skoda Elroq steht an der Spitze dieser Bestenliste. Denn im AUTO BILD-Test bietet er das beste Gesamtpaket. Je nach Version leistet er bis zu 210 kW (286 PS), die Batterie liegt bei bis zu 77 kWh netto. Die Reichweite beträgt laut Hersteller über 500 Kilometer, im Alltag zeigt sich der Stromverbrauch auf einem soliden Niveau für diese Fahrzeugklasse. Genau diese Kombination aus ausreichender Reichweite und vernünftigem Verbrauch macht ihn für den Firmenwagen-Alltag besonders attraktiv.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Preislich startet der Elroq bei rund 35.000 Euro und bleibt damit im Vergleich zu vielen Elektro-Konkurrenten moderat. Gerade im Firmenwagen-Kontext ist das entscheidend, weil er oft unter typischen Leasing- und Budgetgrenzen bleibt. Gleichzeitig profitiert man beim Elroq von der günstigen Firmenwagen-Versteuerung. Im AUTO BILD-Test überzeugt der Skoda vor allem durch seinen hohen Nutzwert: viel Platz im Innenraum, gute Übersicht und ein komfortables Fahrwerk. Die Tester beschreiben ihn als angenehm unaufgeregt – ein Auto, das im Alltag einfach funktioniert. Genau hier hat er Vorteile gegenüber dem Mercedes CLA, der stärker auf Effizienz optimiert ist, und dem Skoda Superb, der seinen Fokus auf die Langstrecke legt.
Für Dienstwagen-Nutzer bedeutet das: Der Elroq passt zu vielen Profilen – vom Pendler bis zum Außendienstler mit gemischtem Einsatzprofil.
Der Mercedes CLA 250+ ist im Test das effizienteste Auto in dieser Firmenwagen-Bestenliste – und sichert sich genau damit Platz 2. Mit seinem modernen Elektroantrieb und aufwendiger Aerodynamik setzt er Maßstäbe beim Verbrauch: Je nach Einsatz liegen die Werte bei rund 13 bis knapp 20 kWh/100 km.
Im AUTO BILD-Test überzeugt er zudem mit viel Technik und hoher Reichweite, muss aber beim Nutzwert kleine Abstriche machen. Die Reichweite liegt laut Hersteller bei bis zu 792 Kilometern, im realen Test bleiben davon immer noch rund 500 Kilometer übrig – ein sehr guter Wert für diese Klasse.

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Auch beim Laden setzt der CLA Maßstäbe: Dank 800-Volt-Technik sind Ladeleistungen von bis zu 320 kW möglich, was extrem kurze Ladezeiten erlaubt. Preislich startet der CLA bei rund 55.800 Euro, der Testwagen liegt mit Extras bei über 66.000 Euro. Im Alltag überzeugt der Mercedes mit leisen Fahrgeräuschen, sehr guter Effizienz und moderner Software-Architektur. Die Tester loben besonders die Vernetzung und das hohe technologische Niveau. Kritik gibt es dagegen bei der Detailqualität im Innenraum sowie beim teilweise weniger wertigen Materialgefühl als erwartet.
Im Vergleich zum Skoda Elroq ist der CLA klar effizienter, bietet aber weniger Platz und Nutzwert. Wem es bei seinem Dienstwagen vor allem um Prestige zu einem fairen Preis geht, der fährt mit dem CLA auf jeden Fall richtig.
Der Skoda Superb Combi 2.0 TDI 4x4 spielt im AUTO BILD-Test seine größte Stärke genau dort aus, wo viele Firmenwagen eingesetzt werden: auf der Autobahn. Kein anderes Auto in diesem Vergleich ist so konsequent auf lange Strecken ausgelegt – damit wird er zum klaren Langstrecken-Champion.
Unter der Haube arbeitet ein 2,0-Liter-Diesel mit 193 PS, kombiniert mit Allradantrieb. Genau diese Kombination sorgt für souveräne Fahrleistungen und hohe Reisesicherheit – gerade bei schlechtem Wetter oder hohen Geschwindigkeiten. Der Testverbrauch liegt bei rund 6 Litern Diesel pro 100 Kilometer, was für ein Fahrzeug dieser Größe ein sehr guter Wert ist.

Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD
Das Highlight bleibt das Platzangebot: Der Superb Combi bietet bis zu 690 Liter Kofferraumvolumen und gehört damit zu den geräumigsten Fahrzeugen seiner Klasse. Auch im Fond gibt es enorm viel Beinfreiheit – ein klarer Vorteil gegenüber CLA und Elroq. Im Test lobt AUTO BILD vor allem den hohen Fahrkomfort. Der Superb gleitet entspannt über lange Distanzen, wirkt leise und souverän.
Klar, dem Superb fehlen als Firmenwagen die steuerlichen Vorteile und die Zukunftsperspektive eines Elektroantriebs. Für Vielfahrer bleibt er dennoch eine der besten Optionen überhaupt.
Der VW Tayron empfiehlt sich im AUTO BILD-Test klar als bestes Familienauto in dieser Firmenwagen-Liste. Sein größter Trumpf ist das Platzangebot. Und genau das ist im Alltag oft entscheidender als einzelne Bestwerte bei Verbrauch oder Leistung. Im Test tritt der Tayron mit dem 1,5-Liter-eTSI-Benziner an, der 150 PS leistet und von einem Mildhybrid-System unterstützt wird. Der Test-Verbrauch liegt bei rund 7 Litern pro 100 Kilometer – kein Spitzenwert, aber für ein großes SUV absolut im Rahmen.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Seine eigentliche Stärke zeigt der Tayron beim Raumangebot: Bis zu sieben Sitze, viel Beinfreiheit und ein sehr variabler Innenraum machen ihn zum idealen Begleiter für Familien oder Nutzer mit viel Platzbedarf. Der Kofferraum fällt entsprechend groß aus und ist klar auf Alltag und Urlaub ausgelegt.
Im Test lobt AUTO BILD vor allem die Übersichtlichkeit, den Komfort und die hohe Alltagstauglichkeit. Der Tayron fährt sich souverän und unkompliziert, ohne sportliche Ambitionen. Genau das ist auch der Unterschied zu den anderen Modellen: Während Elroq der bessere Allrounder ist und CLA sowie Superb jeweils spezialisierte Stärken haben, setzt der Tayron konsequent auf Raum und Flexibilität.
Für Firmenwagen-Nutzer mit Familie ist er damit die logischste Wahl im Vergleich.
Der Lynk & Co 02 ist im AUTO BILD-Test der klare Preis-Leistungs-Tipp unter den Firmenwagen. Er richtet sich an alle, die möglichst viel Ausstattung und modernes Design für ihr Budget bekommen wollen – und dabei bereit sind, kleine Abstriche zu akzeptieren.
Angetrieben wird der 02 von einem Elektromotor mit 200 kW (272 PS), gespeist aus einer Batterie mit rund 66 kWh. Die WLTP-Reichweite liegt bei etwa 445 Kilometern. Der Test zeigt jedoch: Im Alltag fallen die realistischen Reichweiten spürbar geringer aus, sind für Pendelstrecken und typische Firmenwagen-Nutzung aber absolut ausreichend. Der Verbrauch bewegt sich im soliden Mittelfeld.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Preislich wird der Lynk & Co besonders interessant: Mit rund 36.000 bis 40.000 Euro liegt er deutlich unter vielen etablierten Konkurrenten. Gleichzeitig bringt er eine umfangreiche Serienausstattung mit, die bei anderen Herstellern oft extra kostet – ein insgesamt attraktives Gesamtpaket.
Kritik gibt es vor allem bei der Abstimmung und im Detail: Fahrkomfort, Bedienlogik und Feinschliff erreichen nicht ganz das Niveau von Modellen wie Elroq oder CLA.
Der Lynk ist nicht das beste Auto im Feld – aber eines der cleversten Angebote. Wer beim Firmenwagen Budgetgrenzen einhalten muss oder die Steuerlast möglichst niedrig halten will, bekommt hier sehr viel Auto fürs Geld.
AUTO BILD kombiniert im Fahrzeugtest objektive Messwerte mit intensiven Alltagseindrücken. Bewertet wird nach einem festen Schema in den Kategorien Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. Dabei spielen nicht nur klassische Leistungsdaten wie Beschleunigung oder Verbrauch eine Rolle, sondern auch Faktoren wie Bedienbarkeit, Federungskomfort oder Geräuschniveau.
Gerade bei Firmenwagen ist die Gewichtung klar: Alltagstauglichkeit, Effizienz und Komfort stehen im Vordergrund. Ein gutes Auto muss sowohl auf der Kurzstrecke als auch auf langen Autobahnetappen überzeugen. Ebenso wichtig sind Kostenaspekte – von Verbrauch über Wartung bis zur steuerlichen Belastung. Elektroautos profitieren im Test zusätzlich durch ihre niedrigen Betriebskosten und die steuerlichen Vorteile, die für viele Nutzer im Alltag spürbar sind. Gleichzeitig bleiben Dieselmodelle relevant, wenn es um maximale Reichweite und Langstreckenkomfort geht. Entscheidend ist am Ende der beste Gesamtkompromiss.
Fazit
Firmenwagen aus Mittelklasse und oberer Mittelklasse müssen vieles gleichzeitig können. Entscheidend ist dabei vor allem das eigene Nutzungsprofil – denn je nach Einsatz unterscheiden sich die Anforderungen deutlich.
Der Skoda Elroq gewinnt, weil er den besten Gesamtkompromiss bietet und als Elektroauto zusätzlich steuerlich attraktiv ist. Der Mercedes CLA punktet mit niedrigem Verbrauch und passt mit hoher Reichweite besonders zu Pendlern. Der Skoda Superb bleibt die erste Wahl für Vielfahrer auf der Langstrecke. Der VW Tayron überzeugt mit viel Platz für Familien, während der Lynk & Co 02 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Wichtig: Auch die Versteuerung spielt eine große Rolle. Elektroautos sind aktuell klar im Vorteil, während bei Verbrennern vor allem der Listenpreis die Kosten bestimmt. Hier sollte man vorher kalkulieren, wie hoch die Steuerlast ausfällt.
Unterm Strich gilt: Der beste Firmenwagen ist der, der zum eigenen Alltag und zur steuerlichen Situation passt. Wer seinen Einsatzzweck kennt, trifft die richtige Wahl.
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