Audi A3 Sportback 1.0 TFSI: Fahrbericht

Audi A3 Sportback 1.0 TFSI (2016): Fahrbericht

— 18.05.2016

Der Audi A3-zylinder

Mit dem Facelift zieht im Audi A3 ein Einliter-Dreizylinder mit 115 PS ein. Wie sich der kleine Motor im Sportback schlägt, zeigt der Fahrbericht!

Das Facelift des A3 beschränkt sich äußerlich auf wenige kleinere Retuschen, erneuert wurde die Technik.

Wenn Pressesprecher und Marketingprofis bei einer Modellpflege, die zur Halbzeit des Modellzyklus stattfindet, von einem "Technologie-Update" sprechen, lässt das tief blicken. Normalerweise bauscht der PR-Sprech Kleinigkeiten wie eine veränderte Frontschürze zum Design-Ei-des-Kolumbus auf. Beim aufgepeppten A3 werden solche optischen Retuschen mit einem Nebensatz abgetan. Nur zur Beruhigung für die Optik-Facelift-Fetischisten: Die Scheinwerfer sind schmaler. Doch die echte Musik spielt sich unter dem Blech ab. Wenn Audi schon auf Microsoft macht und verbal Updates aufspielt, muss sich auch bei der Technik wirklich etwas tun.
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Wirklich neu im A3: Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Motor (interner Code EA 211), der bereits beim VW Golf unter der Motorhaube werkelt. Ein Blick auf das Datenblatt zeigt, dass sich die Ingolstädter brav an die Konzern-Räson gehalten haben und keine Extratouren fahren. Also gibt sich der A3 ebenfalls mit 85 kW/115 PS und einem maximalen Drehmoment von 200 Newtonmetern zufrieden, das ab 2000 Umdrehungen pro Minute bereitsteht. Auf dem Datenblatt kann sich der neue Kleine sehen lassen.

Audi A3 Facelift (2016): Vorstellung

Relativ flott geht es auf Tempo 100

Der schon aus dem VW Golf bekannte Dreizylinder leistet 115 PS.

Nach relativ flotten 9,9 Sekunden wuchtet das Triebwerk den rund 1,2 Tonnen schweren A3 auf Landstraßen-Tempo und auch die Autobahn ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 206 km/h keine artenfremde Umgebung. Dass sich der Norm-Verbrauch mit 205/16-Zoll-Reifen bei 4,5 Litern pro 100 Kilometer einpendelt, ist sicher auch kein Nachtteil. Auf der Straße kann der kleine Benziner seine Zylinderanzahl nicht verleugnen. Auch wenn ihm die Ingenieure mit Kniffen wie vier Gegengewichten an der Kurbelwelle seine bauartbedingte Laufunruhe austreiben wollten, ist das Aggregat vor allem bei höheren Drehzahlen immer noch deutlich hörbar.

Gebrauchter Audi A3 Sportback im Test

Neu im Cockpit ist das optionale Virtual Cockpit, ansonsten gewohnte Optik und Qualität.

Das fällt umso schwerer ins Gewicht, da der Motor nach Drehzahlen giert, um in die Puschen zu kommen. Auch wenn sich das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe nach Kräften müht, jenseits der 160 km/h tut sich das Aggregat schwer, die Tachonadel auf die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 206 km/h klettern zu lassen. Wer ohne längsdynamische Ambitionen unterwegs ist, darf sich ohne missliebige Verbrennungs-Zwischentöne an dem Klang der Bang & Olufsen-Musikanlage (kostet 790 Euro Aufpreis) erfreuen und der Tatsache, dass der Dreizylinder ohne große Kraftanstrengung im Verkehr mitschwimmt. Insgesamt stehen drei Benziner und drei Diesel-Motoren mit einer Leistungsspanne von 81 kW/110 PS bis 140 kW/190 PS sowie zwei alternative Antriebe - der Erdgas g-tron und der Plug-in-Hybrid e-tron - zur Auswahl.

Audi A3 Facelift: Fahrbericht

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An den Platzverhältnissen hat sich beim 4,31 Meter langen Sportback nichts geändert. Hinten finden Erwachsene Platz. Der Kofferraum hat ein Volumen von 380 bis 1220 Litern, der Ladeboden ist eben und die Ladeluke enger als bei der Konkurrenz. Ab Juli 2016 steht der Update-A3 beim Händler und der Sportback ist mit dem Dreizylinder-Motor ab 24.200 Euro zu haben. Wenn man bei der umfangreichen Sonderausstattungs-Liste ein paar Kreuze macht, ist die 30.000-Euro-Grenze schnell übersprungen.

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Audi A6 Illustration Audi A3 Illustration Audi Q3 Illustration

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Vorgängermodell

A3 Vorfacelift ab 15.500 Euro als Gebrauchtwagen kaufen

Mit dem Marktstart des Facelifts im Mai 2016 wird das Vorfacelifts als Gebrauchtwagen günstiger. Der Vorgänger, der im Mai 2012 in den Handel kam, wird als Sportback mit 1,4-Liter-TFSI (122 PS) und moderater Laufleistung von Händlern und Privaten ab 15.500 Euro angeboten. Das A3 Vorfacelift, intern als 8V bezeichnet, wurde auf dem Genfer Autosalon 2012 als erster Kompaktwagen im VW-Konzern auf Basis des MQB präsentiert. Durch den hohen Anteil an Aluminium wiegt die dritte A3-Generation 1175 Kilo, und damit 80 Kilo weniger als der Vorgänger A3 8P (2003 bis 2013). Worauf Sie beim Kauf eines A3 8V achten sollten, erklärt AUTO BILD im ausführlichen Check.

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Autor: Wolfgang Gomoll

Stichworte:

Dreizylinder

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