Suzuki Swift (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Suzuki Swift (2017): Vorstellung und Fahrbericht

— 20.03.2017

Alle Infos zum neuen Swift

Premiere bei Suzuki: Der Swift kommt zum ersten Mal mit turboaufgeladenem Motor und nur noch drei Zylindern. AUTO BILD hat alle Infos und den ersten Fahrbericht!

Vorstellung: Neuer Swift wirkt rundlicher
Interieur: Mehr Platz auf der Rückbank und im Kofferraum
Fahren: Auch mit drei Zylindern ein echter Renner
Ausstattung: Suzuki bietet viele Assistenten an
Motor: Zum ersten Mal mit Turbo und drei Zylindern
Technische Daten: Zwei Benzinmotoren zur Auswahl
Gebrauchtwagen: Suzuki Swift ab 4900 Euro fahren

Vorstellung: Neuer Swift wirkt rundlicher

Video: Suzuki Swift (Genf 2017)

Der japanische Mini

Nach knapp sieben Jahren Bauzeit bringt Suzuki die Neuauflage des Bestsellers Swift. Etwas rundlicher ist er geworden, aber trotzdem leichter: Der Swift steht auf einer neuen Plattform, auf der auch der Baleno in abgewandelter Form aufbaut. Dazu hochfester Stahl – voilà, wiegt der Zwerg 120 Kilo weniger, bringt nun 840 Kilo ohne Fahrer auf die Waage. Einige Elemente wie das abgesetzte Dach und die extrem kurzen Überhänge hat Suzuki auch bei der neuen Version behalten. Der neue Swift ist ein Zentimeter kürzer (3,84 Meter), drei Zentimeter flacher (1,48 Meter) und ganze vier Zentimeter breiter (1,73 Meter) als sein Vorgänger und hat zwei Zentimeter mehr Radstand. Insgesamt erscheint der Kleinwagen mit seinen schlankeren Frontleuchten etwas weicher als bisher, die Griffe für die Fondtüren sind in der C-Säule versteckt, das Heck ist ebenfalls etwas zarter geformt. Motorseitig kommen ein Einliter-Turbomotor und eine größere 1,2-Liter-Maschine zum Einsatz. Bei den Schaltungen stehen eine Fünfgang-Handschaltung und eine Sechsgangautomatik zur Auswahl. Den Turbomotor gibt es auch in einer Mild-Hybrid-Version, die nur 4,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll. Am Preis dürfte sich nicht viel ändern, der aktuelle Suzuki Swift kostet 14.600 Euro.

Neun Monate nach der Standardversion soll der Swift Sport folgen. Dank Leichtbau und einem 1,4-Liter-Boosterjet-Benziner soll er ordentlich Power haben, auch die Optik soll aggressiver sein. Schon vor der offiziellen Präsentationen sind im Netz japanische Händlerbroschüren des Autos aufgetaucht. Sie verraten, dass es zumindest in Japan sechs Varianten vom Suzuki Swift geben wird: Hybrid RS, RSt, RS, Hybrid ML, XL und XG.

Interieur: Mehr Platz auf der Rückbank und im Kofferraum

Das Cockpit des Suzuki Swift und mit einem großen Touchscreen in der Mitte ausgestattet.

Das Cockpit des Suzuki Swift ist reduziert mit überarbeiteten Lüftungsdüsen und mit einem großen Touchscreen in der Mitte ausgestattet. Der leicht gewachsene Radstand kommt den Passagieren im Fond zugute, die auch bei einer Körpergröße von 1,86 Meter recht entspannt hinten sitzen können. Und mehr Kofferraum gibt es dazu: 256 Liter passen nun ins erweiterte Ladeabteil. Wenn da diese fiese Stufe nicht wäre! Koffer und Taschen plumpsen erst einmal gut 20 Zentimeter nach unten. Das allerdings ist bei den Konkurrenten wie dem Nissan Micra nicht viel besser.

Fahren: Auch mit drei Zylindern ein echter Renner

Zum ersten Mal gibt es den Swift in der Topmotorisierung mit Turbo und drei Zylindern. Eingeschworene Fans müssen da erst einmal schlucken, doch keine Sorge: Der macht richtig Spaß! Ab 2000 Umdrehungen entwickelt der Einliter-Motor sein maximales Drehmoment von 170 Newtonmetern, treibt den Zwerg mit Elan an – in 10,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Spitze: 195 km/h. Dabei hilft bei der Version mit Mild-Hybrid (optional) ein Startergenerator, der als kleiner E-Motor beim Anfahren und Beschleunigen aushilft und so Sprit sparen soll: 4,3 Liter Verbrauch verspricht Suzuki, im Test zeigte der Bordcomputer nach 170 Kilometern gute 5,4 Liter an.

Lenkung und Fahrwerk sind Swift-typisch sportlich angehaucht, ohne dass aber der Komfort darunter leidet.

Unterhalb der 2000 Touren wird es etwas zäh, da sollte man lieber einen Gang runterschalten – insbesonders wenn es bergauf geht. Das funktioniert super angenehm, der Schalthebel flutscht locker durch die fünf Gänge, nur der Rückwärtsgang stellte sich als etwas bockig dar. Einen sechsten Gang vermisst man nur bei extremen Schnellfahrten – und den gibt es, wenn man sein Kreuzchen bei der optionalen Automatik macht. Lenkung und Fahrwerk sind Swift-typisch sportlich angehaucht, ohne dass aber der Komfort darunter leidet: Zwar poltert es bei fiesen Löchern, doch fühlt man sich nie durchgeschüttelt. Und wie schön ruhig der Motor läuft – auch ohne Ausgleichswelle! Bei 110 km/h sind die Abrollgeräusche lauter als der Antrieb, im Stand ist der Dreizylinder kaum hörbar.

Ausstattung: Suzuki bietet viele Assistenten an

Dazu schnürt Suzuki ein großes Assistenzprogramm – vom Sieben-Zoll-Infotainment mit Apple Carplay und Android Auto über ein kamera- und radarbasiertes System, das im Notfall autonom bremst oder sich per Tempomat an den vorausfahrenden Verkehr hängt. Auch einen Spurhaltewarner, Müdigkeitserkennung und Fernlichtassistent gibt es. Ziemlich modern und auf der Höhe der Zeit also.

Motor: Zum ersten Mal mit Turbo und drei Zylindern

Zusammen mit einem Startergenerator soll der Turbomotor nur 4,3 Liter verbrauchen.

Bisher gab es den Swift nur mit Saugmotor. Das ändert sich mit der neuen Generation: Die Topmotorisierung ist nun ein Dreizylinder-Turbomotor mit einem Liter Hubraum und 111 PS. Den gibt es wahlweise mit Fünfgangschaltung oder Sechsstufen-Automatik. Zusätzlich bietet Suzuki einen Mild-Hybrid an, bei dem ein Startgenerator beim Anfahren und Beschleunigen eingesetzt wird. Das reduziert den Verbrauch auf 4,3 Liter pro 100 Kilometer. Wer auf den Sauger nicht verzichten will: Den bekannten 1,2-Liter-Benziner mit 90 PS gibt es in einer leicht modernisierten, um fünf Prozent sparsameren Form mit dualer Einspritzung – mitsamt vier Zylindern und optional auch Allradantrieb, aber ohne Automatikgetriebe.

Technische Daten: Zwei Benzinmotoren zur Auswahl

Suzuki Swift 1.2 ● Hubraum: 1242 cm³ ● Leistung: 66 kW (90 PS) ● maximales Drehmoment: 120 Nm ● Getriebe: Fünfgang-Schaltung ● Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 11,9 s ● Verbrauch: 4,3 l/100 km.

Suzuki Swift 1.2 ALLGRIP ● Hubraum: 1242 cm³ ● Leistung: 66 kW (90 PS) ● maximales Drehmoment: 120 Nm ● Getriebe: Fünfgang-Schaltung ● Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 12,6 s ● Verbrauch: 4,9 l/100 km.

Suzuki Swift 1.0 ● Hubraum: 998 cm³ ● Leistung: 82 kW (111 PS) ● maximales Drehmoment: 170 Nm ● Getriebe: Fünfgang-Schaltung ● Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,6 s ● Verbrauch: 4,6 l/100 km.

Suzuki Swift 1.0 ● Hubraum: 998 cm³ ● Leistung: 82 kW (111 PS) ● maximales Drehmoment: 160 Nm ● Getriebe: Sechsstufen-Automatik ● Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,0 s ● Verbrauch: 5,0 l/100 km.

Suzuki Swift 1.0 SHVS ● Hubraum: 998 cm³ ● Leistung: 82 kW (111 PS) ● maximales Drehmoment: 170 Nm ● Getriebe: Fünfgang-Schaltungk ● Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,6 s ● Verbrauch: 4,3 l/100 km.

Gebrauchtwagen: Suzuki Swift ab 4900 Euro fahren

Das Vorgängermodell, Typ FZ, wird seit 2010 gebaut und mit Motoren zwischen 75 und 136 PS ausgestattet. 2013 gab es ein Facelift, bei dem die Frontschürze und der Kühlergrill überarbeitet wurden. Mit Dieselmotor gibt es den Swift auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur vor 2015: In diesem Jahr fiel der Selbstzünder der verschärften Euronorm zum Opfer. Rückrufe gab es 2012 wegen ESP-Aussetzern, nicht richtig mit dem Lenkgetriebe verbundenen Lenksäulen und auslaufendem Kraftstoff. Das Facelift wurde 2014 wegen falsch verlegter Bremsleitungen und lockeren Riemenscheiben, die den Kühler außer Gefecht setzen konnten, in die Werkstatt zurückgerufen.

2013 wurde der Swift optisch überarbeitet: Kühlergrill und Frontschürze haben sich leicht verändert.

Einige Swift-Besitzer berichten von knackenden Vorderachsen, der ADAC vermerkt viele defekte Batterien. Beim TÜV fallen verstellte oder kaputte Scheinwerfer, Ölverlust und nicht greifende Handbremsen auf. Dafür ist Rost kein Problem. Das Vorfacelift-Modell kostet mit angemessenem Kilometerstand etwa 4900 Euro. In der Regel handelt es sich bei den Gebrauchtwagen um gut ausgestattete Autos mit dem 1,3-Liter-Benziner (92 PS). Für das Facelift sind 7700 Euro fällig, in der Regel sind die Suzuki Swift unter 50.000 Kilometer gelaufen und haben den 94 PS starken 1,2-Liter-Benziner unter der Haube.

Autoren: , Katharina Berndt

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