VW Atlas (2017): Vorstellung und Sitzprobe

VW Atlas (2017): Vorstellung

— 28.10.2016

Das VW-SUV für Nordamerika

VW bringt ein siebensitziges SUV für den US-Markt. Der Atlas startet mit vier Zylindern, darüber rangiert ein VR6 mit 280 PS. Alle Infos und Bilder!

Die wichtigsten Fakten zum VW Atlas im Artikel:

Vorstellung: Der Siebensitzer startet 2017
Interieur: Erste Sitzprobe im VW Atlas (UPDATE)
Fahren: Der V6-Sauger hängt willig am Gas
Ausstattung: Mehr Buchstaben – mehr drin
Motoren: Vierzylinder und V6, auch ein Hybrid ist denkbar
Connectivity: Digitales Kombiinstrument und 3D-Karten

Vorstellung: Der Siebensitzer startet 2017

Video: VW Atlas (2017) Vorstellung

Fettes SUV für die USA

VW baut ein Siebensitzer-SUV für den US-Markt. Bislang geisterte es unter dem Namen CrossBlue durch die Medien, jetzt steht der offizielle Name fest: Es heißt Atlas – wie der Riese aus der griechischen Mythologie, auf dessen Schultern die Säulen des Universums ruhen. Die Baureihe auf Basis der MQB-Plattform wird im US-Werk Chattanooga produziert und ab Ende 2016 auch in Russland und im Nahen Osten angeboten. Und er wird in China vom Band laufen - bei Shanghai-Volkswagen und unter der Bezeichnung Teramont. In Europa ist kaum mit ihm zu rechnen. Preislich wird der Siebensitzer günstiger sein als der VW Touareg. Optisch schließt der VW Atlas an das 2013 in Detroit präsentierte CrossBlue Concept an: Der Atlas ist 5,04 Meter lang, 1,98 Meter breit und 1,77 Meter hoch – größer als alle bisherigen VW-Modelle in den USA. Schließlich ist die Konkurrenz scharf – auf dem US-Markt haben sich GM (Buick Enclave, Chevrolet Traverse, GMC Acadia), Honda (Pilot), Nissan (Pathfinder) und Toyota (Highlander) bequem eingerichtet. Auf den Schultern des VW Atlas ruht deshalb große Verantwortung: Floppt er, bleibt VW in den USA eine Nischenmarke für GTI-Fans und ein paar kostenbewusste Fahrer in den Metropolen.

Sitzprobe VW Cross Coupé GTE

Interieur: Erste Sitzprobe im VW Atlas

Mit dem siebensitzigen SUV Atlas will VW in den USA wieder an Boden gewinnen. AUTO BILD hat sich das neue Modell genau angeschaut – und machte die Sitzprobe!

AUTO BILD machte die Sitzprobe im VW Atlas. Vieles erinnert an den VW Golf Sportsvan.

Designt ist der neue Atlas für den amerikanischen Markt, aber auch für den Nahen Osten, Russland und China – wo Autos gern ein bisschen größer sein dürfen. Auf den ersten Blick in den Innenraum wird deutlich: Wie schon bei der Plattform (auf dem MQB steht auch der Golf) bedienen sich die Wolfsburger für das US-SUV im Konzern-Teileregal. Der Innenraum des Atlas entspricht im Layout dem des aktuellen Golf Sportsvan. Gleichzeitig wirkt das Cockpit aber etwas edler, jedenfalls in der Top-Variante: Hier überzeugt das Interieur mit sauber verarbeiteten Materialien im Holz-, Alu- und Klavierlack-Stil.

VW Atlas (2017): Vorstellung und Sitzprobe

Gestensteuerung? Nicht im Atlas, hier setzt VW noch auf konventionelle Bedienung.

Das Cockpit haben wir bereits in einer Studienversion im Cross Coupé gesehen – doch auf Touch-Elemente zur Heizungssteuerung und Gestensteuerung verzichtet die Serie. Die Passagiere in der zweiten Reihe des Atlas genießen Licht- und Sichtschutz per Rollo. Sieben Personen finden bequem Platz, sogar in der dritten Sitzreihe lässt es sich aushalten. Nach ganz hinten gelangt man durch einfaches Umklappen der Sitze in der zweiten Reihe.

Fahren: Der V6-Sauger hängt willig am Gas

So sah die Studie CrossBlue aus: eine Mischung aus Amarok, Tiguan und Touareg.

AUTO BILD ist bereits im Frühjahr die Studie CrossBlue/Teramont gefahren. Der Koloss aus Chattanooga konnte hier seine Masse kaum verschleiern. Doch die ebenso leichte wie präzise Lenkung dürfte den Amerikanern gefallen. Die Fahrwerksabstimmung ohne verstellbare Dämpfer ist dabei betont komfortabel, wie es der Amerikaner im Alltag mag. Der 3,6 Liter große VR6-Motor hängt willig am Gas, dreht kraftvoll hoch und hat so beste Chancen, sich in die Herzen amerikanischer Familien zu fahren. Die Achtgang-Automatik schaltet derweil weich im Hintergrund und soll so gerade auch diejenigen locken, die am Wochenende mit einem Anhänger unterwegs sind. Die knapp 2,3 Tonnen Anhängelast des Allradlers dürften zwar nicht für alle Ansprüche, aber wohl für die meisten Freizeitvergnügungen reichen.

VW Teramont (2016) im Test: Fahrbericht

AUTO BILD war schon mit der Studie unterwegs: Fahrbericht VW Atlas

Ausstattung: Mehr Buchstaben – mehr drin

S, SE, SEL: Bei solchen Modellbezeichnungen werden in Deutschland die Liebhaber klassischer Mercedes-Limousinen hellhörig. Beim Atlas stehen sie für die verschiedenen Ausstattungsniveaus - weitgehend sinnfrei, bis auf den Sachverhalt, dass mehr Buchstaben mehr Ausstattung bedeuten. VW hält es in den USA bei fast allen Modellreihen so - wie übrigens auch Ford. LED-Scheinwerfer sind übrigens Serie.

Motoren: Ein Hybrid ist denkbar

Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich umklappen und geben den Zugang zur dritten Reihe frei.

Unter der Haube des SUVs wird ein 3,6 Liter großer VR6-Benziner arbeiten. Er leistet 280 PS und erreicht ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Außerdem ist ein zwei Liter großer Vierzylinder-TSI mit 238 PS erhältlich. Beide Motoren geben ihre Kraft per Achtgang-Automatik weiter. Der Atlas ist entweder mit Vorderradantrieb oder mit Allrad (nur mit dem VR6) erhältlich; eine Geländeuntersetzung ist nicht vorgesehen. Doch die Bodenfreiheit ist groß, für den Allradler gibt es eine Fahrmodus-Auswahl. Zukünftig könnte auch eine GTE-Variante kommen, wie sie VW mit der Studie Cross Coupé GTE in Detroit gezeigt hat. Dann würden zwei Elektromotoren mit 40 kW und 220 Nm (vorne) und 85 kW und 270 Nm (hinten) den Verbrennungsmotor unterstützten. Zusammen könnten es die drei Antriebsquellen auf eine Systemleistung von 360 PS bringen. Damit könnte das SUV in etwas über sechs Sekunden auf 100 sprinten und 209 km/h Spitze schaffen. Im Durchschnitt soll sich der große VW mit 3,36 Litern Benzin auf 100 Kilometern zufriedengeben.

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Connectivity: Digitales Kombiinstrument und 3D-Karten

Der zentrale 10,1-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole kann 3D-Navigationskarten darstellen. Tacho und Drehzahlmesser werden optional digital in einem 12,3-Zoll-Display abgebildet. Via Car-Net kommt das Internet in den Atlas. Apple Carplay, Android Auto und Mirrorlink bringen Inhalte vom Handy aufs Display und Sound in den Innenraum – gegen Aufpreis ist ein 480-Watt-Soundsystem von Fender erhältlich. Fahrerassistenten wie ein Abstandsregeltempomat, Kollisionswarner, Notbrems- und Spurhalteassistent, Ein- und Ausparkhelfer und die Multikollisionsbremse sind je nach Ausstattungsvariante mit an Bord.

VW Atlas (2017): Vorstellung und Sitzprobe

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Autoren: Jens Meiners, Peter R. Fischer, Katharina Berndt,

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