VW Golf 7 R Facelift (2017): Fahrbericht

VW Golf 7 R Facelift (2017): Fahrbericht

VW Golf 7 R Facelift (2017): Fahrbericht

— 28.03.2017

Erste Fahrt im 310-PS-Golf

Der Golf R bekommt mit dem Facelift nicht nur zehn PS mehr, sondern optional auch Semislicks und einen Akrapovic-Auspuff. Fahrbericht!

Das Golf-Topmodell bekommt ein Facelift! Die Leistung des R wurde im Modelljahr 2017 auf 310 PS gesteigert, macht also zehn PS mehr als beim Vorgänger. In Kombination mit dem neuen DSG kitzelt VW zudem 20 Nm mehr aus dem Vierzylinder, sodass somit 400 Nm auf den Allradantrieb drücken. Tempo 100 soll nach 4,6 Sekunden erreicht sein.

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Volle Hütte für die Rennstrecke

Unser Testwagen war ein fünftüriger Golf R mit DSG, Performance-Paket (Bremse mit gelochten Stift-Scheiben, Vmax-Aufhebung für 267 kmh), sowie Semislicks und Akrapovic-Abgasanlage. Was fahrdynamische Extras angeht, hat VW dem Topmodell also alles spendiert, was ab Werk so möglich ist und das spürt man auf der Rennstrecke.

Michelin-Semislicks mit Porsche-Kennung für den Golf

Die optischen Veränderungen sind minimal, die Leistung steigt um zehn PS auf 310 PS an.

Auch das Golf R Facelift überzeugt nach wie vor mit einem sehr guten Einklang aus Agilität und Stabilität. Trotz der zahlreichen Sportoptionen bleibt der Golf ein Golf. Er fährt sehr ausgewogen und kein bisschen überspitzt. Die Bremse mit gelochten Stift-Scheiben ist Teil des Performance-Pakets und sehr empfehlenswert. Der Druckpunkt ist angenehmer, wodurch sich die Bremse besser dosieren lässt. Außerdem ist sie nicht so indifferent-leichtgängig wie die Serienbremse. Bei den optionalen Sportreifen vertrauen die Wolfsburger auf Michelin Pilot Sport Cup 2 mit Porsche-Kennung. Was für die Zuffenhäuser-Sportwagen gut ist, funktioniert auch auf dem Golf. Zugegeben, die Michelin-Semislicks reißen jetzt nicht gerade den Asphalt auf vor lauter Grip, geben der Vorderachse aber spürbar mehr Stabilität und Seitenführung. Dadurch lässt sich der Golf R auf der Bremse noch exakter positionieren, lenkt griffiger und definierter ein.

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Der Golf R bleibt kopflastig

Auf Lastwechsel reagiert das Topmodell des Golf mit einem gut kontrollierbaren Eindrehen des Hecks, gerade in mittelschnellen Kurven. Enge Haarnadeln gehören jedoch nach wie vor nicht zu seinem Lieblings-Terrain. Trotz der starken Traktion würgt er ein wenig kopflastig hindurch. Der Frontmotor lässt sich eben nicht verstecken. Dafür ist das neue Siebengang-DSG jetzt erstmals eine ernsthafte Überlegung wert: nicht nur, weil es ein wenig ambitionierter schaltet als das doch arg lustlose Vorgänger-DSG, sondern vor allem, weil es dem Golf R nun 400 Nm anstelle der sonst üblichen 380 Nm beschert. Und die machen sich deutlich mehr bemerkbar als die Leistungsspritze von zehn PS. Verfechter der manuellen Handschaltung müssen übirgens nach wie vor mit 380 Nm auskommen.

Der Sound des Akrapovic-Auspuff ist dezent

Optional bietet VW eine Akrapovic-Auspuffanlage für den neuen Golf R an. Der Sound ist überraschend dezent.

Der Zweiliter-Motor ist hoch elastisch, reaktionsschnell und gefühlt ein wenig drehfreudiger als früher. Innen knurrt einem der Sound-Symposer noch immer ordentlich auf die Ohren, womit er sogar den Klang der 3800 Euro teuren Titan-Abgasanlage ein wenig überlagert. Die gibt dem Sound zwar eine sehr schöne, intensive Färbung, hält sich in der Lautstärke aber fast schon überraschend bedeckt  – zumindest für eine Akrapovic-Anlage. Ein Ford Focus RS klingt deutlich wilder! Die Lenkung und das Fahrwerk geben sich unverändert ausgewogen; erstere mit sehr direktem Ansprechverhalten und angenehm festem Handmoment, letzteres mit einer sehr aufmerksamen Dämpfung auch im Race-Modus.

Golf R zum Basispreis von über 40.000 Euro

Für mindestens 40.675 Euro bekommen die Kunden ab April 2017unterm Strich einen Golf, der ein wenig schärfer und unter Performance-Aspekten auch ein wenig konsequenter fährt. Die Kombi-Variante des Golf R gibt es ab Spätsommer 2017 ausschließlich mit dem neuen Siebengang-DSG, die Preise beginnen bei 44.800 Euro.

Autor: Manuel Iglisch

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