Dacia Spring Electric: Preise, Ausstattung und Motoren
Dacia Spring: Alle Infos zum günstigsten E-Auto Deutschlands
Der Dacia Spring Electric ist das erste Elektroauto der Marke – mit bis zu 65 PS und 230 Kilometern Reichweite. AUTO BILD hat alle Infos, die Preise und Test!
Bild: Dacia
Inhaltsverzeichnis
Mit dem Spring Electric hat Dacia im Jahr 2021 sein erstes Elektroauto auf den Markt gebracht. Der Preis ist günstig – typisch Dacia eben. 22.750 Euro kostete der Dacia Spring Electric in der Basisversion "Essential" mit 33 kW (44 PS), die etwas stärkere Variante mit 48 kW (65 PS) steht ab 24.550 Euro beim Händler.
Nach Abzug der vom Hersteller mit 7177,50 Euro angegebenen Umweltprämie liegt der Einstiegspreis dann bei 15.573 Euro. Damit ist der Spring der günstigste Elektro-Neuwagen auf dem deutschen Markt. Auf den Akku gibt es acht Jahre oder 120.000 Kilometer Garantie.
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Der Dacia Spring Electric ist die europäische Variante des chinesischen Renault K-ZE. Bis auf den Grill und die Rücklichter gleichen sich die Autos. Die Form erinnert an einen geschrumpften Sandero Stepway: kompakter Aufbau mit Dachreling, ausgeformtes Heck mit leicht hervorstehenden Rückleuchten, dazu betonte Radläufe, die optisch weit nach oben reichen. Typisch Elektroauto: Der Frontgrill ist geschlossen. Ihn zieren Chromelemente in C-Form.

Die Rücklichter haben eine Signatur in Form eines liegenden Y – wie andere aktuelle Dacia-Modelle.
Bild: Groupe Renault
Unter dem großen Dacia-Logo verbirgt sich die Klappe für die Ladebuchse. Die Scheinwerfer sind zweigeteilt. Das Tagfahrlicht bilden schmale LED-Linien direkt unterhalb der Motorhaube. Eine weitere Lichteinheit ist über der Schürze zu finden. Plastikbeplankungen an den Schürzen, den Radläufen, den Schwellern und den Türen unterstreichen den SUV-Charakter.
Dasselbe Ziel verfolgt auch der angedeutete Unterfahrschutz am Heck. Die Form der Rückleuchten erinnert an ein liegendes Y. Über der recht kleinen Heckscheibe ist ein dezenter Dachkantenspoiler angebracht. Da das Kleinwagen-SUV als Stadtauto konzipiert ist, sind die Abmessungen überaus kompakt.
Abmessungen des Dacia Spring Electric:
• Länge: 3734 mm
• Breite: 1770 mm
• Höhe: 1516 mm
• Radstand: 2423 mm
• Kofferraum: 270-1100 Liter
• Breite: 1770 mm
• Höhe: 1516 mm
• Radstand: 2423 mm
• Kofferraum: 270-1100 Liter
Auch den Innenraum übernimmt der Spring komplett vom K-ZE. Entsprechend verzichtet Dacia auf herkömmliche Rundinstrumente. Die Geschwindigkeit wird über ein 3,5-Zoll-Display in der Mitte des Kombiinstruments angezeigt. Drumherum sind andere Informationen kreisförmig angeordnet. So kann der Fahrer hier ablesen, in welcher Fahrstufe sich der Wagen befindet, wie voll die Batterie ist oder wie schnell sich die Batterie entlädt. Gegen Aufpreis gibt es ein Siebenzoll-Infotainment mit Navi in der Mittelkonsole.

Statt eines Tachos zeigt ein kleines Display die Geschwindigkeit an.
Bild: Groupe Renault
Das Infotainmentsystem ist kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto. Ist das Handy gekoppelt, kann man über eine Taste am Multifunktionslenkrad den eigenen Sprachassistenten des Smartphones nutzen. Darunter befinden sich drei klassische Drehräder für die Klimaanlage und das Gebläse. Auch die Fahrstufe der Automatik wird über so einen Drehschalter ausgewählt. Auf eine elektrische Parkbremse verzichtet Dacia, zwischen den Sitzen ist der gute alte Handbremshebel zu finden.
Mit einer Länge von nur 3,73 Metern knüpft der Dacia Spring an Kleinwagenwerte aus den 90er-Jahren an. Daher die erste Frage: Wie sieht es auf der Rückbank aus? Da zwickt es dann doch spürbar im Bein- und vor allem im Kopfbereich. Von der Raumausnutzung eines Elektroautos hätte man trotz der geringen Abmessungen mehr erwarten dürfen.

Auf der ersten Fahrt schafften wir nur 150 statt 230 Kilometer, ein Grund dürften die kalten Temperaturen gewesen sein.
Bild: Groupe Renault
Jetzt aber ab in die erste Reihe. Wir stellen den Drehknopf auf D und fahren los. Bis 50 km/h braucht der 44-PS-Knirps knappe sechs Sekunden – reicht doch und klappt alles easy. Bei Stromwegnahme rekuperiert der Spring immer mit dem gleichen Verzögerungsmoment. Die versprochene Reichweite (laut WLTP 230 Kilometer) konnten wir trotz zurückhaltender Fahrweise bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zwar nicht erreichen, rund 150 Kilometer waren aber locker drin. Nicht nur wegen der Reichweite empfiehlt sich auf der Autobahn Zurückhaltung.
In Verbindung mit den dünnen Schlappen (165/70 R 14) reagiert der leichte, schmale und hohe Spring äußerst empfindlich auf Seitenwinde – rechte Spur und Tempo 90 lautet daher die Empfehlung. Dafür fallen die Abrollgeräusche gering aus. Mit 125 km/h Spitze ist das natürliche Terrain des Spring sowieso ganz klar neben der Autobahn. Da passt auch der Beschleunigungswert von fast 20 Sekunden auf 100 Sachen besser ins Bild.
Die taube Lenkung akzeptieren wir angesichts des Preises klaglos. Auch dass weder Lenksäule noch Fahrersitz höhenverstellbar sind. Doch Sitze mit Seitenhalt würden wir mit Kusshand nehmen. In jeder Kurve rutscht der Po auf den äußersten Rand der Sitzfläche. Aber alles in allem: Mehr braucht man in der Stadt nicht.
Im AUTO BILD-Vergleich musste sich der Dacia Spring gegen seine Konkurrenten Fiat 500e und den Renault Twingo Electric behaupten. Verglichen mit seinen Kontrahenten ist der Dacia mit einem Testwagenpreis von 21.790 Euro der günstigste Kandidat. Die Mitte markiert der Renault mit 25.540 Euro, der Fiat ist mit 30.990 Euro der Teuerste in dem Trio (die Preise sind von Anfang 2022).
Auch beim Kofferraumvolumen hat der Dacia die Nase vorn; während Fiat und Renault mit 185, bzw. 188 Litern auskommen müssen, passen in den Spring sogar 270 Liter. Bei der maximalen Zuladung muss der Rumäne aber Abstriche machen, da gewinnt der Twingo Electric.

Diese Drei sind gemacht für die Stadt: klein, leicht und wendig. Da genügen auch Reichweiten von 130 bis 197 Kilometer.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Auf der Straße sticht vor allem Der Fiat mit seinem agilen Fahrverhalten heraus. Der kleine Italiener ist zwar das schwerste der drei Autos, mit 87 kW (118 PS) aber auch der stärkste. Und auch der Komfort bleibt nicht auf der Strecke. Das Fahrwerk des 500e ist straff, aber auch nachgiebig. Der Spring wirkt trotz seines weich abgestimmten Fahrwerks und der kleinen 14-Zoll-Räder im Vergleich richtig unbeholfen und stolperig. Auch werden Überlandausflüge mit dem schwachen und verzögert ansprechenden Antrieb im Dacia schnell anstrengend.
Platzierung im Test:
• Platz 1 mit 501 von 800 Punkten: Renault Twingo Electric. Die geringe Reichweite macht er mit den besten Platzverhältnissen und günstigem Preis wett.
• Platz 2 mit 495 von 800 Punkten: Fiat 500e. Gewinnt die Eigenschaftswertung dank gutem Komfort, lebendigem Antrieb und flotter Ladetechnik.
• Platz 3 mit 442 von 800 Punkten: Dacia Spring. Für ihn spricht vor allem der Preis. Doch der nur etwas teurere Twingo kann vieles deutlich besser.
• Platz 2 mit 495 von 800 Punkten: Fiat 500e. Gewinnt die Eigenschaftswertung dank gutem Komfort, lebendigem Antrieb und flotter Ladetechnik.
• Platz 3 mit 442 von 800 Punkten: Dacia Spring. Für ihn spricht vor allem der Preis. Doch der nur etwas teurere Twingo kann vieles deutlich besser.
Dacia Spring vs. Fiat 500 e vs. Renault Twingo Electric: Test-Daten
Fahrzeugdaten | Dacia Spring | Fiat 500 e | Renault Twingo Electric |
|---|---|---|---|
Motor | Elektromotor | Elektromotor | Elektromotor |
Leistung | 33 kW (44 PS) | 87 kW (118 PS) | 60 kW (82 PS) |
Drehmoment | 125 Nm | 220 Nm | 160 Nm |
Höchstgeschwindigkeit | 125 km/h | 150 km/h | 135 km/h |
Antrieb | Vorderradantrieb | Vorderradantrieb | Hinterradantrieb |
Bremsen vorne/hinten | Scheiben/Trommel | Scheiben/Trommel | Scheiben/Trommel |
Reifenhersteller | Bridgedtone Turanza T005 | Continental EcoContact6 | Michelin Primacy 4 |
Reifendimension Test vorne | 165/70 R14 81T | 195/55 R16 V | 205/45 R16 83H |
Reifendimension Test hinten | 165/70 R14 81T | 195/55 R16 V | 205/45 R16 83H |
Kofferraumvolumen min. | 270 l | 185 l | 219 l |
Kofferraumvolumen max. | 1100 l | 550 l | 980 l |
Kosten/Garantien | |||
Versicherungsklassen | 17/20/15 | 13/18/16 | 16/15/16 |
Gesamtkosten | 1928 EUR | 1581 EUR | 1525 EUR |
Werkstattintervalle | 30.000 km/1 Jahre | 15.000 km/1 Jahre | 30.000 km/1 Jahre |
Garantie | 3 Jahre/100.000 km Jahre | 2 Jahre/- Jahre | 2 Jahre/- Jahre |
Garantie gegen Durchrostung | 6 Jahre | 12 Jahre | 12 Jahre |
Mobilitätsgarantie | - Jahre | 2 Jahre | - Jahre |
Beschleunigung | |||
Beschleunigung 0-50 | 5,8 s | 3,2 s | 4,0 s |
Beschleunigung 0-100 | 21,9 s | 8,8 s | 12,3 s |
Beschleunigung 0-130 | - s | 15,1 s | - s |
Elastizität | |||
Zwischenspurt 60-100 | 14,2 s | 4,8 s | 7,2 s |
Zwischenspurt 80-120 | 32,0 s | 6,6 s | 11,6 s |
Gewichte/Zuladung | |||
Leergewicht/Zuladung | 983/317 kg | 1349/341 kg | 1155/363 kg |
Leergewicht in % vorne | 53 % | 58 % | 50 % |
Leergewicht in % hinten | 47 % | 42 % | 50 % |
Gesamtgewicht | 1300 kg | 1690 kg | 1518 kg |
Bremsweg | |||
Bremsweg (kalt) | 36,6 m | 35,8 m | 34,5 m |
Durchschn. Verzögerung (kalt) | 10,5 m/s² | 10,8 m/s² | 11,2 m/s² |
Bremsweg (warm) | 36,0 m | 35,7 m | 34,9 m |
Durchschn. Verzögerung (warm) | 10,7 m/s² | 10,8 m/s² | 11,1 m/s² |
Wendekreis | |||
Wendekreis links | 10,3 m | 10,0 m | 9,0 m |
Wendekreis rechts | 10,1 m | 9,9 m | 8,8 m |
Abmessungen Kofferraum | |||
Ladekantenhöhe | 750 mm | 710 mm | 800 mm |
Kofferraumtiefe min. | 655 mm | 500 mm | 600 mm |
Kofferraumtiefe max. | 1330 mm | 1025 mm | 1380 mm |
Kofferraumbreite min. | 935 mm | - mm | 1035 mm |
Kofferraumbreite max. | 1250 mm | 1020 mm | - mm |
Kofferraumhöhe min. | 550 mm | 560 mm | 360 mm |
Kofferraumhöhe max. | 825 mm | 880 mm | 640 mm |
Breite Heckklappenöffnung | 785 mm | 855 mm | 950 mm |
Innenhöhe Ladekante | 19 mm | 195 mm | 40 mm |
Geöffnete Heckklappe bis Boden | 1750 mm | 1930 mm | 1894 mm |
Geräusche | |||
Innengeräusch bei 50 km/h | 63 dB (A) | 57 dB (A) | 62 dB (A) |
Innengeräusch bei 100 km/h | 71 dB (A) | 66 dB (A) | 69 dB (A) |
Innengeräusch bei 130 km/h | - dB (A) | 71 dB (A) | 73 dB (A) |
Den Spring gibt es in zwei Ausstattungen. Die Basis heißt Essential und ist sehr puristisch: eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, ein Lichtsensor und eine manuelle Klimaanlage zählen zur Serienausstattung.

Mit der Ausstattung Comfort Plus bekommt der Dacia Spring orange Akzente.
Bild: Groupe Renault
Die höhere Ausstattung Extreme beinhaltet neben orangefarbenen Akzenten an Außenspiegeln, Dachreling, den Türen und dem Grill auch ein Technik-Paket und mehr Leistung. Das besteht aus dem Infotainment mit sieben Zoll großem Bildschirm, einer Einparkhilfe mit Sensoren hinten und einer Rückfahrkamera. Eine Klimaanlage und ein Radio mit Bluetooth und USB-Anschluss sind immer an Bord.
Antriebsseitig stehen zwei Leistungsstufen zur Auswahl. In der Basis wird der Dacia Spring von einem 44 PS und 125 Nm starken Elektromotor angetrieben. Damit sollen laut Dacia 125 km/h Höchstgeschwindigkeit drin sein. Um Strom zu sparen, ist das Elektroauto das Gegenteil eines Beschleunigungswunders: Von 0 auf 100 km/h geht es in zähen 19,1 Sekunden.
Wem das zu langsam ist, der kann auf die höhere Ausstattungsstufe "Extreme" zurückgreifen. Wobei auch die Version mit maximal 65 PS auch nicht unbedingt als Rakete durchgehen würde. Immerhin: Das Leistungsplus sorgt für eine Beschleunigung aus dem Stand auf Landstraßentempo in 13,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bleibt aber unverändert.
Als Energiespeicher dient ein 26,8 kWh großer Akku, der eine Reichweite von 230 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll, der Extreme kommt auf 220 Kilometer nach WLTP . Um möglichst energiesparend zu fahren, gibt es einen Eco-Modus. Damit wird die Leistung auf 31 PS gedrosselt, und das Auto fährt nicht mehr schneller als 100 km/h.
Technische Daten im Überblick
Spring 70 | Spring 100 | |
|---|---|---|
Leistung | 52 kW (70 PS) | 75 kW (102 PS) |
Antrieb | Frontantrieb | Frontantrieb |
80 - 120 km/h | 10,3 s | 6,9 s |
Akkukapazität | 24,3 kWh | 24,3 kWh |
Reichweite (WLTP)* | 225 km | 228 km |
Verbrauch* | 12,4 kWh/100 km | k. A. |
Geladen werden kann bei Wechselstrom mit 6,6 kW. Gegen Aufpreis (und nur in der höheren Ausstattung Comfort Plus) kann der Spring mit Gleichstrom und maximal 30 kW geladen werden. An Schnellladesäulen soll die Batterie dann in 56 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen sein, an der heimischen Steckdose dauert eine Vollladung laut Dacia 13,5 Stunden.
Über eine eigene App kann man außerdem aus der Ferne die Restreichweite überprüfen, die Klimaanlage schon vor der Fahrt einschalten oder den Standort des Spring ermitteln. Hängt das Auto gerade am Strom, kann man den Ladevorgang starten oder beenden oder sich anzeigen lassen, wie lange der Dacia Spring noch laden muss.
Fazit
Wir sagen: gut gemacht! Der Dacia-Minimalismus macht den Spring äußerst sympathisch. Nicht nur in preislicher Hinsicht, denn das Elektroauto ist eins der wenigen seiner Gattung, bei dem das Gewicht
nicht aus dem Leim gegangen ist. Da reichen wenig Leistung und ein kleiner Akku. Komfort und Ergonomie dürfen aber nicht weiter vernachlässigt werden. So sagen wir auch: in Zukunft bitte besser machen!
nicht aus dem Leim gegangen ist. Da reichen wenig Leistung und ein kleiner Akku. Komfort und Ergonomie dürfen aber nicht weiter vernachlässigt werden. So sagen wir auch: in Zukunft bitte besser machen!
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