Der Krieg und die damit einhergehende Energiekrise bremsen die Elektromobilität in Deutschland aus: Seitdem Putin Europa den Gashahn zudreht, steigen auch die Strompreise kontinuierlich in schwindelerregende Höhen. Das betrifft Haushaltsstrom für die Wallbox ebenso wie öffentliche Ladesäulen und das High-Power-Ladenetz von Tesla, Shell Recharge, Allego, Ionity und anderen. 
Gerade hat Tesla die Preise an seinem firmeneigenen Supercharger-Netzwerk deutlich erhöht: Teslafahrer zahlen aktuell zwischen 0,69 und 0,71 Euro pro kWh. Das entspricht einer Kostensteigerung von rund 23 Prozent. Der Preis für Fremdmarken stieg ebenfalls empfindlich: Wer ein Auto anderen Fabrikats bei Tesla laden will, zahlt 0,80 bis 0,82 Euro pro kWh. Das ist aktuell an 25 Ladestationen in Deutschland möglich.
Das niederländische Schnelllade-Netzwerk Allego langt ab dem 6. Oktober noch heftiger zu: High-Power-Laden mit mehr als 50 kW kostet dann 0,85 Euro pro Kilowattstunde – bisher sind es 0,75 Euro.

Die zurzeit besten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
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Wie viel die großen Netzbetreiber fürs Schnellladen kassieren

Unschöner Trend: Ein Stromanbieter nach dem anderen setzt die Preise hoch, kein Ende absehbar! Bisher war Tesla mit 0,55 Euro/kWh relativ günstig, jetzt stieg der Preis auf 0,69-0,71 Euro. Fremdmarken konnten an 25 der 138 deutschen Standorte zum Preis von 0,80 Euro/kWh zapfen. Eine Flatrate zum Preis von monatlich 12,99 Euro machte auch ihnen den günstigen Tesla-Tarif zugänglich. Die Gebühr ist gleich geblieben, doch durch den stark gestiegenen Grundpreis lohnt sich die Flatrate jetzt erst ab etwa 130 geladenen kWh/Monat. Bei einem VW ID.3 (Realverbrauch im Schnitt 21,3 kW) entspricht das in etwa einer Fahrleistung von rund 610 km, ist also etwas für Vielfahrer.
Die nächste Runde eröffnet Shell Recharge: Ab dem 28. September steigt der Preis an der Schnellladesäule um fünf Cent auf 0,64 Euro pro kWh. Für Inhaber einer Recharge-Ladekarte wird auch das Roaming teurer: 0,74 Euro statt bisher 0,64 Euro pro kWh. Zusätzlich zahlt man für die ersten 20 Ladevorgänge im Monat jeweils 0,35 Cent, also maximal sieben Euro monatlich. Diese Gebühr fällt für Stamm- ebenso wie für Laufkundschaft an.
Allego wird ab 6. Oktober zum zweiten Mal in diesem Jahr die Tarife heraufsetzen. Dann kostet langsames 22-kW-Laden 0,60 Euro pro kWh, Schnellladen bis 50 kW 0,75 Euro und HPC sogar 0,85 Cent. Damit übertrifft Allego sogar Ionity, die für spontanes Laden weiterhin 0,79 Euro pro kWh berechnen. In Frankreich zahlt man nun 0,98 Cent, schon fast einen Euro. Krass ist der Preis in Dänemark: Wer dort an der HPC-Ladesäule von Allego zapft, zahlt 1,32 Euro pro kWh!

So viel kostet Haushaltsstrom ab Oktober in der Grundversorgung

Auch die Preise für Haushaltsstrom kennen nur eine Richtung: Das Vergleichsportal Verivox kalkuliert im September bereits mit durchschnittlichen Kosten von 0,52 Euro pro kWh.
Der drittgrößte deutsche Stromversorger EnBW hat kürzlich angekündigt, ab Oktober den Tarif in der relativ günstigen Grundversorgung auf rund 0,37 Euro/kWh heraufzusetzen. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem September um 0,10 Euro bzw. rund 30 Prozent. Stichproben bei EnBW ergeben dagegen bereits jetzt Neukunden-Tarife zwischen 0,65 und 0,70 Euro. Fahren mit einem E-Auto wird also unerbittlich teurer.

Was sind die wichtigsten Anbieter von Ladestrom, welche Konditionen bieten sie?

Dabei macht die Lade-Infrastruktur an sich schon genug Probleme: Zum einen gibt es nicht genug Ladesäulen, zum anderen ist der Markt zu wenig transparent und das Bezahlen an den Ladestationen immer noch kompliziert. Es gibt viele Stationsbetreiber mit zum Teil rein regionalen Angeboten und manchmal nur kleinen Ladenetzen. Dazu kommt eine Vielzahl an Angeboten und Zugangsmöglichkeiten zur Ladeinfrastruktur, die auf den ersten Blick kaum zu überblicken ist.

Beispiel: Mitunter ist es für den Kunden nicht ersichtlich, ob die Stationen des lokalen Ladenetzwerks in der bevorzugten App verzeichnet sind. Auch fällt es vielen Autoherstellern schwer, die im Navi hinterlegte Liste der Ladestationen aktuell zu halten. Eine sehr aktuelle Übersicht für die Routenplanung gibt es zwar bei der Bundesnetzagentur – doch es fehlen dort die Links zu den jeweiligen Betreibern. Deshalb hier ein genauer Blick auf den Lade-Tarifdschungel: Hier finden Sie die wichtigsten Anbieter öffentlicher Ladestationen in Deutschland mit ihren jeweiligen Konditionen (Stand September 2022).

Das kostet das Laden an öffentlichen Stationen

Was ist Ionity und was berechnet es?

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Ionity ist ein Joint Venture von Mercedes, BMW und VW. Darüber hinaus gibt es Beteiligungen von Ford und Hyundai. Ionity hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein europaweites Netz aus Schnellladesäulen aufzubauen, an denen mit 350 kW ultraschnell geladen werden kann. E-Autos der beteiligten Marken laden mit 35 Cent pro Kilowattstunde günstig: Dazu muss der "Ionity Passport" erworben werden, er kostet 17,99 Euro Grundgebühr pro Monat, bei mindestens zwölf Monate Vertragslaufzeit. Spontanes Laden dagegen ist sehr teuer: 79 Cent/kWh.

Wie viele öffentliche CCS-Ladestationen hat Tesla?

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Ab 2012 baute Tesla das Supercharger-Netzwerk auf, um seine Kunden mit Schnelllade-Korridoren zu unterstützen. Erst im Frühjahr 2022 wandelte sich Tesla vom exklusiven Stromanbieter für die eigenen Modelle zum Versorger für alle Elektroautos mit CCS-Anschluss. Inzwischen sind in Deutschland 25 Ladestationen für Fremdmarken zugänglich. In Europa sind es weit über 100. Dort kostet spontanes Schnellladen mit bis zu 250 kW Ladeleistung für Teslafahrer derzeit (September 2022) 68-71 Cent pro kWh, für Zaungäste mit Modellen anderer Fabrikate 79-81 Cent pro kWh.

Was kostet der Strom bei EnBW mobility+?

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Hinter EnBW mobility+ steckt die Energie Baden-Württemberg AG. Das Ladenetz in Deutschland und Europa ist groß, der gesamte Bezahlvorgang kann übers Smartphone laufen. Standard-Tarif AC-Laden: 45 Cent/kWh. DC-Laden: 55 Cent/kWh. Viellader-Tarif AC-Laden: 36 Cent/kWh, DC-Laden: 46 Cent/kWh (plus 5,99 Grundgebühr/Monat). Vorteils-Tarif für EnBW-Kunden: AC-Laden: 38 Cent/kWh, DC-Laden: 48 Cent/kWh.

Was nimmt NewMotion/Shell Recharge?

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An den Shell-Schnellladesäulen kostet die Kilowattstunde ab 29. September 64 Cent. Im Roaming an markenfremden Schnellladen zahlt man 74 Cent, bei Ionity sogar 81 Cent. Für Wechselstrom-Laden bietet für Wechselstrom-Ladepunkte keine eigenen Tarife. An der Ladesäule wird der jeweilige Preis des Betreibers bezahlt. Dafür macht Shell Recharge (ehemals New Motion) das Nutzen fast aller Ladepunkte in Deutschland möglich. Das funktioniert auch mit der Shell-Recharge-Karte. Erkundigen Sie sich vor dem Laden nach dem jeweiligen Ladepreis des Betreibers, um bei den Kosten auf Nummer sicher zu gehen! Noch etwas: Zusätzlich zahlt man für die ersten 20 Ladevorgänge im Monat jeweils 0,35 Cent, maximal sieben Euro monatlich. Diese Gebühr fällt für Stamm- ebenso wie für Laufkundschaft an.

Wie sind die Preise für den Ladestrom bei ADAC e-Charge?

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Der ADAC arbeitet für ADAC e-Charge mit EnBW zusammen und kann seinen Kunden daher mit mehr als 200.000 Ladepunkten das größte Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in weiteren europäischen Ländern anbieten. Eine Grundgebühr gibt es nicht. Preis AC-Laden: 38 Cent/kWh. Preis DC-Laden: 48 Cent/kWh. Roaming kostet 42 Cent, für Gleichstrom 52 Cent.

Wie hoch ist der Aufwand beim Chargemap Pass?

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Mit dieser Multinetzwerk-Ladekarte gibt es einen Zugang zu fast allen Ladestationen in ganz Europa. Chargemap unterhält zahlreiche Kooperationen mit Partnern wie Ionity und EnBW. Die Preise hängen von den Betreibern der jeweiligen Ladestation ab.

Was ist das Netzwerk Intercharge?

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Intercharge von Hubject ist ein großes eRoaming-Netzwerk und arbeitet mit vielen Autostromanbietern zusammen. Der konkrete Ladepreis hängt allerdings vom Betreiber der Ladesäule ab.

Wie kalkuliert Ladepay die Strompreise?

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Ladepay von tanke-netzwerk.de ist ein Zusammenschluss von Stadtwerken, der den Zugang zu rund 1100 Ladepunkten in ganz Deutschland ermöglicht. Roaming-Partner vergrößern die Reichweite der Ladekarte. Die Preise sind jeweils betreiberabhängig.

Gratis laden mit den Leipziger Stadtwerken?

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Das kostenlose Laden bei den Leipziger Stadtwerken lief im März 2021 aus. Seither gibt es den Ladestromtarif L-Strom.drive, bei den die Kilowattstunde 44 Cent (AC) und 53 Cent (DC) kostet. Vertragskunden zahlen nur 34 bzw. 43 Cent/kWh. Laden bei Roaming-Partnern kostet für alle 50 (Wechselstrom) respektive 60 Cent/kWh.

EinfachStromLaden mit vielen Tarifen?

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EinfachStromLaden von Maingau Energie erfreut mit günstigen Preisen pro kWh und einem großen Netzwerk (60.000 Ladepunkte in Deutschland, 250.000 in Europa). Preise in Deutschland: AC-Laden 39 Cent/kWh für Maingau-Kunden (sonst 49 Cent) plus 10 Cent Standzeitzuschlag pro Minute ab 240 Minuten Laden. DC-Laden 49 Cent/kWh für Maingau-Kunden (sonst 59 Cent) plus 10 Cent Standzeitzuschlag pro Minute ab 60 Minuten Laden.

Wieviel kostet das Laden mit Plugsurfing (App und Ladekarte)?

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Das Plugsurfing-Netzwerk (App und RFID-Ladekarte) glänzt mit einem großen Ladenetzwerk, das über ganz Europa verteilt ist – es bietet Zugang zu den meisten Ladesäulen in Deutschland. Entweder es entstehen Kosten in Abhängigkeit vom Betreiber der Säule: pro kWh, pro Minute oder in einer Kombination aus beidem. Einige Stationen erheben auch eine Startgebühr. Zudem hat Plugsurfing Festpreise für Deutschland eingeführt: 48 Cent/kWh (AC); 64 Cent/kWh (DC) und 89 Cent/kWh (Ionity).

Was verlangt das StromTicket aus Dresden?

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Für das StromTicket von Sachsen Energie sprechen günstige Ladepreise und der fleißige Ausbau des e-Roamings. Die Preise nach zeitlicher Dauer beginnen bei 50 Cent pro halber Stunde und sind sowohl nach AC- und DC-Laden als auch nach Steckertyp gestaffelt.

Kosten fürs InCharge-Netzwerk von Vattenfall?

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Das Incharge-Netzwerk von Vattenfall lockt E-Auto-Fahrer speziell im Norden und rund um Hamburg mit einem großen Netz an Ladesäulen. Preis AC-Laden: 45 Cent/kWh. Preis DC-Laden: 65 Cent/kWh.

Wie sind die Kosten bei Charge&Fuel?

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Die Charge&Fuel-App oder -Card der VW-Tochter LogPay bietet verschiedene Tarife mit unterschiedlicher monatlicher Grundgebühr (privat und geschäftlich). Über sie können auch getankten Treibstoff oder fahrzeugbezogene Leistungen wie eine Wagenwäsche abgerechnet werden. Die Preise für AC- und DC-Laden hängen vom jeweiligen Betreiber ab. Außerdem bietet Charge&Fuel Zugang zum Schnellladenetzwerk Ionity.

Welche Tarife bietet Charge Now?

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Der Ladedienst Charge Now, bei dem künftig auch BP mitmischt, heißt seit 1. Juli 2020 "BMW Charging" bzw. "Mini Charging". Bei beiden gibt es einen "Active"- und einen "Flex"-Tarif. Preise Active: 4,99 Euro/Monat Grundgebühr, AC-Laden: 33 Cent/kWh (8-21 Uhr: nach 180 Minuten Ladezeit + 6 Cent/min.), DC-Laden: 39 Cent/kWh (nach 90 Minuten Ladezeit +20 Cent/min nach anderthalb Stunden); Ionity: 79 Cent/kWh. Preise Flex: keine Grundgebühr, Preise variieren je nach Anbieter. BMW-Neuwagenkunden bekommen ein Jahr Active ohne Grundgebühr, BMW iX3-Kunden ein Jahr das Ionity-Plus-Paket (35 Cent/kWh) ohne Grundgebühr. Auch Mercedes me Charge läuft unter Charge Now, Preis AC- und DC-Laden: je nach Anbieter; 99 Euro/Jahr Grundpreis, EQA-Neuwagenkunden ein Jahr frei, EQC-Neuwagenkunden 3 Jahre frei. Ionity-Paket: 156 Euro/Jahr Grundpreis, EQA-Neuwagenkunden ein Jahr frei, 29 Cent/kWh.

Was kosten die Ladetarife bei EWE go?

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Mit der Mobility Card von EWE Go können mithilfe von Roaming-Partnern 50.000 Ladepunkte in Deutschland und 150.000 in Europa angesteuert werden. Preise AC-Laden: 42 Cent/kWh (49 Cent bei Partnerladestationen), DC-Laden: 52 Cent/kWh (59 Cent bei Partnerladestationen).

Wie teuer ist die Flatrate bei elvah?

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Das Flatrate-Angebot von elvah ist überwiegend etwas für Vielfahrer und -lader. Die Grundgebühr für Paket M bzw. L beträgt 50 oder 100 Euro pro Monat, darin enthalten sind 90 oder 180 kWh Ladestrom. Wird weiterer Strom gezapft, beträgt der Basispreis 54 Cent für Wechselstrom und 69 Cent für Gleichstrom. Für Wenigfahrer gibt es weitere Flex-Ladepakete. Nutzbar sind etwa 200.000 Ladepunkte in Europa.

Was kostet die EWR Autostrom-Flat?

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Das Angebot in Zusammenarbeit mit Innogy kostet 25 Euro im Monat, an rund 5000 Ladestationen in Deutschland. Enthalten sind 1000 kWh, jede Kilowattstunde mehr kostet 30 Cent.

Was kostet Ladestrom bei Allego?

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Allego betreibt europaweit rund 12.000 Ladepunkte, davon gut 3000 in Deutschland. Ab Oktober 2022 kostet bei dem niederländischen Anbieter die Kilowattstunde (kWh) Wechselstrom (AC) mit bis zu 22 Kilowatt (kW) Ladeleistung 60 Cent. An den öffentlichen Gleichstrom-Schnellladern (DC) mit maximal 50 kW zahlen Kunden 75 Cent pro kWh, an den "High Power Chargern" (HPC) über 50 kW sind es 85 Cent/kWh. Im Ausland sind die Preise teilweise höher!

Laden ohne Vertrag laut Ladesäulencheck zu teuer

Das Missverhältnis zwischen den Preisen fürs Zuhause-Laden und denen unterwegs hat zuletzt der Öko-Energieversorger Lichtblick mithilfe des Datendienstleisters Statista beim Ladesäulencheck 2021 untersucht (der aktuelle Ladesäulencheck ist derzeit noch in Arbeit).
Die Experten sahen sich die Tarife für das spontane öffentliche Laden – also ohne Vertragsbindung – an Standard- (AC) und Schnellladesäulen (DC) an. Danach errechneten sie die Kosten für 14 Kilowattstunden (kWh) für 100 Kilometer Fahrt in einem VW ID.3.
Bei den 2022 untersuchten Ladesäulenbetreibern fielen 4,77 bis 6,68 Euro (AC-Laden) beziehungsweise 4,77 und 10,77 Euro (DC-Laden) an. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Haushaltsstrom kostet 4,48 Euro. Heißt: Für E-Mobilisten kostet der Strom an der Ladesäule nach dieser Analyse also bis zu 140 Prozent mehr als zu Hause.

Das kostet öffentliches Laden ohne Vertrag

Ionity

Pfeil
1876 Ladepunkte (davon 1876 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: DC (23-50 kW) 0,79; Preis für 100 km Ladung in Euro: DC 11,06
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID.3 (ca. 14 kWh)

Tesla

Pfeil
25 Ladestationen mit 472 Superchargern (sowohl CCS als auch Tesla-Standard); Preis in Euro/kWh 0,79-0,81; Preis für 100 km Ladung in Euro: ab 11,06
Flatrate für monatlich 12,99 Euro: 0,69-0,71 Euro. Preis für 100 km Ladung in Euro: ab 9,94
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID.3 (ca. 14 kWh)

Stadtwerke Leipzig

Pfeil
374 Ladepunkte (darunter mehrere Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: für Bestandskunden AC (bis 22 kW) 0,44; DC (23-50 kW) 0,53; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 6,16, DC 7,42 Euro
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Stromnetz Hamburg / Hamburg Energie

Pfeil
1300 Ladepunkte (davon 379 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,44; DC (23-50 kW): 0,55; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 8,22 Euro, DC 9,76 Euro (inkl. 2,06 Euro Ladegebühr)
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

EnBW

Pfeil
5917 Ladepunkte (davon 2691 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,45; DC (23-50 kW): 0,55; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 6,16 Euro, DC 7,70 Euro
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Maingau

Pfeil
140 Ladepunkte (davon zwei Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,49; DC (23-50 kW): 0,59; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 6,86, DC 8,26
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Allego

Pfeil
3372 Ladepunkte (davon 1538 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,60; DC (23-50 kW): 0,75; HPC (>50 kW): 0,85 Euro. Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 8,40 Euro, DC 10,05 Euro, HPC 11,90 Euro
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

EWE

Pfeil
1670 Ladepunkte (davon 646 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,42; DC (23-50 kW): 0,52; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 5,88, DC 7,28
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Stadtwerke Düsseldorf

Pfeil
Über 400 Ladepunkte (davon mehr als 10 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,39; DC (23-50 kW): 0,49; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 5,32, DC 6,68
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Aral Pulse

Pfeil
860 Ladepunkte (davon 131 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: einheitlich 0,69 Cent; Kosten für 100 km Ladung in Euro: 9,66 Euro
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Mainova

Pfeil
122 Ladepunkte (davon 5 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,44 Euro; DC (23-50 kW): 0,54 Euro; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 6,16 Euro, DC 7,56 Euro
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Stadtwerke München

Pfeil
1200 Ladepunkte (davon 4 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,49; DC (23-50 kW): 0,69; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 6,68 Euro, DC 9,66 Euro
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Stadtwerke Dresden

Pfeil
646 Ladepunkte (davon 195 Schnellladesäulen mit mehr als 100 kW); Preis in Euro/kWh: AC (bis 22 kW): 0,39; DC (23-50 kW): 0,39; Kosten für 100 km Ladung in Euro: AC 5,46 Euro, DC 5,46 Euro
Tarife ohne Vertragsbindung, Berechnungsgrundlage: Batterieladung für 100 km, VW ID3 (ca. 14 kWh)

Lichtblick: "Monopole der Ladesäulenbetreiber"

Hauptursache für die hohen Kosten an öffentlichen Ladesäulen ohne Vertrag ist Lichtblick zufolge die zunehmende Monopolbildung großer Anbieter, die ihren jeweiligen regionalen Markt klar beherrschen. Von konkurrierenden Fahrstromanbietern verlangen die Ladesäulenbetreiber Preisaufschläge von 25 bis 100 Prozent, in der Spitze sogar 300 Prozent.
Roaminganbieter vereinfachen zwar den Zugang zu überregionalen Ladesäulen, verlangen in der Regel aber auch höhere Preise. Das Bundeskartellamt hingegen urteilte in einem am 12. Oktober 2021 veröffentlichten Zwischenbericht zwar, es gebe keine Belege dafür, "dass die Ladestrompreise in Deutschland systematisch und flächendeckend überhöht sind". Allerdings forderten auch die Wettbewerbshüter insgesamt einen stärkeren Wettbewerb beim Ladestrom für Elektrofahrzeuge.

Problem: Betrieb von Ladestationen bisher nicht profitabel

Elektro Ladesäule - Der kaufmännische Geschäftsführer Gerhard Hörpel steckt am 17.03.2014 auf dem Gelände vom MEET Batterieforschungszentrum in Münster (Nordrhein-Westfalen) einen Ladestecker für ein batteriebetriebenes Fahrzeug in eine Ladesäule. Das Forschungszentrum entwickelt neue Möglichkeiten der Batterietechnik
Einige Ladenetzwerke wirken auf den Nutzer unattraktiv, weil sie sehr regional aufgestellt sind.
E-Mobilisten sollten die Angebote der für sie relevanten Ladeinfrastruktur-Anbieter also nach wie vor unbedingt im Auge behalten. Ionity etwa erhöhte Anfang 2020 plötzlich die Preise, Anfang 2022 taten andere Anbieter das Gleiche, wie zum Beispiel Allego. EnBW führte im Herbst die sogenannte Blockiergebühr ein – sie fällt an, wenn jemand mehr als vier Stunden lang die Ladesäule besetzt.
Es gibt auch eine einfache Erklärung für die Unübersichtlichkeit und die schnellen Veränderungen auf dem Markt der öffentlichen Ladestationen: Das Geschäft mit den Ladepunkten ist (noch) keins. Fürs wirtschaftliche Betreiben der aktuell (September 2022) knapp 66.000 öffentlichen Ladepunkte gibt es noch zu wenig E-Autos.
Wallbox Ladesäule
Das Aufladen des E-Autos zu Hause an der Wallbox ist sprichwörtlich kinderleicht.
Die Rufe nach dem Mitwachsen der Infrastruktur mit der Zahl der E-Autos machen die Situation perspektivisch nicht besser. Bleibt die Möglichkeit, wie dann Geld verdient werden kann: zum Beispiel als Mittel zur Kundenbindung oder am Supermarkt, wo Kunden während des Einkaufs laden können. Dort allerdings gehen immer mehr Anbieter dazu über, vom Gratis-Angebot auf Tarif-Laden umzustellen.
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Wallbox (2021): Auto zu Hause aufladen - Elektro - Info

6 Schritte zur Elektro-Ladestation für zu Hause

Der bequemste und zugleich sicherste Weg, das eigene Elektroauto zu laden, ist daher weiterhin eine Wallbox für zu Hause. So eine Steckdose fürs E-Auto kann in der Garage, unter einem Carport, an der Hauswand oder an einer Stelle direkt am Stellplatz angebracht werden. Die Installation nimmt ein Elektriker vor. Mit einer 11-kW-Wallbox kann sowohl einphasig als auch dreiphasig und somit schnell geladen werden. Sie stellt die aktuell sinnvollste Lösung für den Hausgebrauch dar.
Wirklich unabhängig von weiteren Strompreis-Steigerungen ist man erst, wenn man die Tankstelle auf dem Dach hat. Die Königsform der Energieversorgung fürs E-Auto stellt also die eigene Photovoltaik-Anlage dar. Allerdings ist die Investition von bis zu 20.000 Euro inklusive Zwischenspeicher happig, zudem sind die Montage-Fachbetriebe auf bis zu zwölf Monate ausgelastet.