Privilegien für Elektroautos

E-Kennzeichen: Autokennzeichen für Elektroautos

— 29.09.2015

"E" wie Elektroauto

Ab sofort verschafft ein spezielles Nummernschild E-Autos Privilegien. Kommunen können ihnen zum Beispiel kostenlose Parkplätze anbieten.

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'Sollen E-Autos Busspuren benutzen dürfen? '

(mv/dpa) Halter von Elektroautos können ab sofort ein spezielles Nummernschild mit einem "E" beantragen und damit bestimmte Privilegien im Straßenverkehr in Anspruch nehmen. So dürfen sie zum Beispiel ohne Gebühr parken oder auf der Busspur fahren – allerdings nur, wenn die jeweilige Kommune vor Ort auch die Voraussetzungen dafür schafft. Die Möglichkeit dazu gibt ihnen das im Juni 2015 in Kraft getretene Elektromobilitätsgesetz (EmoG). Neben reinen Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen werden laut EmoG auch "von außen aufladbare" Hybridautos privilegiert (sogenannte Plug-in-Hybridautos), wenn sie entweder höchstens 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder mindestens 30 Kilometer (ab 1. Januar 2018 mindestens 40 Kilometer) im vollelektrischen Betrieb schaffen.

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Hohe Anschaffungskosten sind weiterhin ein Problem

Die Freigabe von Busspuren für die Elektromobilität ist umstritten und obliegt den Kommunen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verspricht sich von dem neuen Kennzeichen "einen echten Erkennungseffekt". Die Bundesregierung will auf diese Weise mehr Autofahrer dazu animieren, sich ein klimafreundliches Elektroauto zuzulegen. Bis 2020 sollen erklärtermaßen eine Million E-Autos auf den Straßen fahren. Aber der Absatz hinkt ursprünglichen Prognosen gewaltig hinterher, die Zulassungszahlen sind lange nicht sechsstellig. Problem sind vor allem die hohen Anschaffungskosten und die geringe Reichweite. Eine staatliche Kaufprämie, wie von Teilen der Politik gefordert, ist laut Verkehrsminister Dobrindt nicht vorgesehen. Zuletzt forderte der Bundesrat eine staatliche Umweltprämie. Sein Vorschlag: 5000 Euro Kaufprämie für reine Elektroautos und 2500 Euro Kaufanreiz für Plug-in-Hybridmodelle.

Das kosten E-Autos mit und ohne Kaufprämie

Das neue Gesetz ist umstritten

Das E-Mobilitätsgesetz ist aus mehreren Gründen umstritten. Städte und Kommunen fürchten eine Überfüllung von Busspuren und somit eine Beeinträchtigung des öffentlichen Nahverkehrs. Oppositionspolitiker und Umweltverbände kritisieren, dass zu den förderungswürdigen Autos auch großvolumige Hybridfahrzeuge zählen, die die geforderte Reichweite im Elektrobetrieb zwar erfüllen, im anschließenden Verbrenner-Modus aber einen hohen Spritverbrauch aufweisen.
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