Porsche 911 GT3 RS Facelift (2018): Test, Bilder, Preis

Porsche 911 GT3 RS Facelift (2018): Test, Bilder, Preis

Porsche 911 GT3 RS (991.2) Facelift 2018: Test, Bilder, Preis

— 21.02.2018

Mehr Power für den GT3 RS

Porsche bringt das GT3 RS Facelift mit Vierliter-Sauger, 520 PS und PDK. Ganz neu ist das Weissach-Paket. AUTO BILD hat alle Infos!

Vorstellung: GT3 RS kommt Mitte April 2018

Das Wichtigste vorweg: Das Porsche GT3 RS Facelift behält den Vierliter-Sauger! Ab Mitte April 2018 steht der überarbeitete GT3 RS mit 520 PS (bisher 500 PS) beim Händler und ist nach dem GT3 Facelift und dem GT2 RS das dritte GT-Modell innerhalb eines Jahres. Messepremiere hat das GT3 RS Facelift auf dem Autosalon Genf (8. bis 18. März 2018). Die Front übernimmt der RS vom GT3 Facelift. Neu sind die zusätzlichen Lufteinlässe auf der Fronthaube, die wir bereits vom Topmodell GT2 RS kennen. Weitere optische Änderungen sind ein leicht überarbeiteter Heckflügel, die Facelift-Rückleuchten und neue Schürzen. Bei der Präsentationsfarbe handelt es sich um einen neuen Farbton: Lizardgrün. Der Überrollbügel (Bestandteil des Clubsportpakets) und die Zierstreifen der Felgen sind in Wagenfarbe ausgeführt. Genau wie für den GT2 RS bietet Porsche auch beim GT3 RS Facelift ein Weissach-Paket an, das das Gewicht durch eine Extraportion Carvon auf 1430 Kilo drückt. Der nicht limitierte GT3 RS ist ab sofort zum Preis von 195.137 Euro bestellbar.

Autosalon Genf 2018: Die wichtigsten Auto-Neuheiten

Innenraum: Carbonschalensitze und Clubsportpaket

Viel Grün im Innenraum: Neu sind die jetzt perforierten Vollschaltensitze in Carbon.

Porsche-Experten fällt auf den Pressefotos sofort auf, dass das GT3 RS Facelift mit PDK ausgestattet ist. Anders als beim normalen GT3 lässt Porsche den Kunden beim GT3 RS keine Wahl: Auch das Facelift-Modell gibt es nur mit PDK, eine Handschaltung ist nicht vorgesehen. Dafür hat Porsche im Innenraum nicht mit grünen Akzenten gespart. Nähte, Gurte und Zuziehschlaufen gibt es auf Wunsch in Wagenfarbe – genau wie die neuen perforierten Alcantara-Sitzbahnen der Schalensitze aus Carbon und den optionalen Überrolkäfig des Clubsportpakets. Der ganze Innenraum ist auf Gewichtsreduktion ausgelegt, was auch die Leichtbautürtafeln mit Netzen und die neue Abdeckung hinter den Sitzen beweist.

Alle neuen Porsche bis 2021

 

Fahren: Erste Mitfahrt mit Walter Röhrl

Vollprofi Walter Röhrl nimmt Redakteur Ralf Kund mit im Porsche GT3 RS Facelift.

Walter Röhrl, Eispiste, Spikes, 911 GT3 RS – das könnte nett werden. Bis wir kurz langsamer werden und links abbiegen: "Das wäre die einzig vernünftige Straße gewesen, aber da darf ich net fahren – Verbindungspassage. Der Rest ist eher so Micky Maus", spricht Röhrl und hechtet gleich quer in die erste Kurve. Der Vierliter-Motor, der jetzt 520 PS leistet, röhrt und sägt voller Lust, Röhrl gibt dosierte Gasstöße. "Wennst weniger Gas gibst, is schneller. Sonst werden nur die Wege weiter, die Drifts größer – und das kostet Zeit." Auffällig ist die Ruhe, mit der Röhrl im verschärften Tempo durch die befestigten Eis-Parcours steuert. Man spürt an seiner Linie: Da ist kein bisschen Gas zu viel, da passt jeder Lenkeinschlag. Doch auch das Auto hat seinen Anteil, denn auch dieser GT3 RS ist ein Sauger, wahrscheinlich der letzte in dieser betont sportlichen Baureihe. "Mit dem Sauger gelingt das feine Dosieren ganz trefflich", sagt Röhrl, der immer auch sehr ökonomisch unterwegs ist. Ökonomisch im Sinne von: Niemals zu viel von irgendwas, nur so viel, dass es genau passt.

Ausstattung: Weissach-Paket für den GT3 RS

Das Weissach-Paket ist neu für den GT3 RS – erkennbar an der Carbonhaube, dem Carbondach und den Magnesiumfelgen.

Der GT3 RS tut es dem GT2 RS gleich: Ab sofort ist auch für den GT3 RS das Weissach-Paket zu haben. Erkennbar ist es an der Carbonhaube, dem Carbondach, den Magnesiumfelgen und zusätzlichen Carbonteilen. Wie teuer das Paket ist, verrät Porsche nicht. Nur zur Erinnerung: Beim GT2 RS lag der Aufpreis bei 29.750 Euro. Dafür ist das Clubsport-Paket mit Überrollbügel, Handfeuerlöscher, Sechspunktgurten und Vorrüstung für einen Batterietrennschalter beim GT3 RS aufpreisfrei – wie gehabt. Das Fahrwerk mit Kugelgelenken an allen Lenkern wurde in der Abstimmung noch mal überarbeitet, die Hinterachslenkung neu kalibriert. Für die Räder in den Dimensionen 265/35 20 und 325/30 21 hat Porsche neue Sportreifen im Angebot.

Porsche 911 GT3 RS Facelift (2018): Test, Bilder, Preis

Motor und Preis: Vierliter-Sauger dreht bis 9000 U/min

Das GT3 RS Facelift bleibt beim Sauger, der Vierliter-Sechszylinder leistet im Facelift 520 PS (bisher 500 PS) und dreht weiterhin bis 9000 U/min. Die Fahrwerte verbessern sich dank 20 Zusatz-PS minimal: 3,2 Sekunden bis 100 km/h (bisher 3,3 Sekunden) und 312 km/h Topspeed (bisher 310 km/h). Die einzige Getriebeoption lautet: PDK. Schon ab Mitte April 2018 sollen die ersten Kundenfahrzeuge des mindestens 195.137 Euro teuren GT3 RS Facelift ausgeliefert werden.

Autoren: Jan Götze, Ralf Kund

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen