Golf VII Facelift (2016): Vorstellung

VW Golf VII Facelift (2016): Vorschau, Technik und Preis

— 05.06.2016

Mehr Golf fürs gleiche Geld

Bessere Technik, mehr Ausstattung: Mit dem Facelift wird der Klassenprimus VW Golf noch besser. Der Preis bleibt aber gleich. Alle Infos!

Unsere Auto-Welt dreht sich immer schneller – siehe neue Konkurrenten wie Tesla. Und für VW dreht sie sich sogar noch ein wenig rasanter als für alle anderen Hersteller: Der Diesel-Skandal muss aufgearbeitet, neue Modelle wollen mit Hochdruck entwickelt werden. Verzögerungen darf es nicht geben, die Wolfsburger haben im vergangenen halben Jahr mit der Manipulation von Abgaswerten nahezu jeden Kredit bei den Kunden verspielt.

Der Golf zeigt, wohin es geht

Video: Golf VII Facelift (2016)

Schminke für den Golf

Blöd nur, dass trotz des rasanten Wandels in der Autoindustrie echte Neuerungen ihre Zeit brauchen. Trotz computergestützter Entwicklung dauert es etwas mehr als drei Jahre, bis aus einer Idee ein fertiges Auto wird. Übersetzt auf Volkswagens wichtigstes Auto, den Golf, heißt das: Erst der Volf VIII kann es richten – ganz aktuell wegen des Diesel-Skandals auf 2019 verschoben. Und so muss VW mit dem für Juli 2016 angekündigten Facelift des aktuellen Golf zeigen, wie sich die Marke in Zukunft entwickeln wird. Zu sehen ist von dem Wandel äußerlich wenig. Optisch hält sich VW nämlich zurück. Neue Lufteinlässe, neues LED-Fahrlicht im Stil des Audi TT, eine veränderte Rückleuchtengrafik sowie in den Stoßfänger integrierte Auspffendrohre müssen reichen, um Deutschlands meistverkauftes Auto fit für die nächsten drei Jahre zu halten. Allerdings verbirgt sich hinter den neu gestalteten Scheinwerfern zumindest gegen Aufpreis eine neue Technik: VW wird wie schon Audi und Seat für alle Gölfe LED-Scheinwerfer anbieten, die gab es bisher nur für die beiden elektrifizierten Modelle GTE und e-Golf. Anders als Opel beim Astra wird VW allerdings auf die Matrix-Technologie verzichten.

VW Golf e-Golf Touch: Sitzprobe

VW Golf R Touch VW Golf R Touch VW Golf R Touch
Im Innenraum ist alles neu

Modern: Digitales Cockpit und 9,5-Zoll-Touchscreen. Auch bei den Lenkradtasten hat VW nachgearbeitet.

Außen wird der Golf also nur behutsam weiterentwickelt – um im Innenraum alles neu zu gestalten. VW hat bereits im Januar auf der CES und der Detroit Auto Show gezeigt, wo die Reise hingeht: Der Golf bekommt einen riesigen Touchscreen à la Tesla. Statt acht Zoll wie bisher sind künftig 9,5 Zoll angesagt. Als erster Hersteller bringt VW zudem die aus dem neuen BMW 7er bekannte Gestensteuerung in die Kompaktklasse – und will es nach eigenen Angaben gleich ein Stück besser machen. Hakt es im BMW hier und dort noch etwas , soll die Bedienung im Golf deutlich besser funktionieren und mit mehr Gesten auch weitere Funktionen abdecken.Zum neuen Infotainment gehören zudem die aus dem Passat bekannten digitalen Instrumente. Klassische Anzeigen sind (wie auch zahlreiche Schalter) verbannt. Es wird allerdings spannend zu beobachten, wie viele Kunden sich das rund 3500 Euro teure Paket tatsächlich gönnen.

Der Golf fährt (fast) allein

Das restliche Elektronik-Update kennen wir bereits aus dem größeren Passat, der auf dem gleichen Technikbaukasten basiert. So wird der Golf künftig allein fahren – fast zumindest. Im Stau übernimmt Kollege Computer bis 60 km/h, folgt dem vorausfahrenden Fahrzeug automatisch. Weil der Fahrer noch voll in der Verantwortung ist, hat das mit autonomen Fahren noch nicht viel zu tun – entlastet aber spürbar. Ebenfalls neu ist der Trailer-Assist, der automatisches Ein- und Ausparken auch mit einem Anhänger ermöglicht.

Sparsamer Dreizylinder und starker R400

Für den zweiten Blick: Ein neuer Lufteinlass und scharfe LED-Scheinwerfer kennzeichnen den GTI.

Digital ist der Golf also künftig an der Spitze seiner Klasse. Aber auch bei den klassischen Disziplinen hat VW nachgelegt. So wird es den bekannten Dreizylinder mit einem Liter Hubraum nicht nur im Spritspar-Modell BlueMotion mit 115 PS geben, er soll mit weniger Leistung wohl auch die kleinen Vierzylinder ersetzen. Der GTE bekommt das Leistungsplus des Passat und wird künftig auf eine Systemleistung von 218 PS kommen. Ganz am oberen Ende bringt Volkswagen die Studie R400 in Kleinserie: der aufgelandene Vierzylinder leistet 420 PS und soll gegen den Mercedes-AMG A 45 mit 381 PS antreten. Und klar, VW betreibt Feinschliff beim Fahrwerk. Hier gehört der Golf zwar eh zu den Besten seiner Klasse, die Dämpferverstellung DCC soll künftig aber eine noch größere Spreizung zwischen Komfort und Sport sorgen.

Neue Kompakt-Sportler bis 2019

VW Golf VIII GTI Illustration Dacia Sandero RS VW Polo GTI Illustration

Der Preis bleibt gleich

Kommen wir zum Preis, und damit zurück zum Diesel-Skandal. Um Marktanteile zu halten, hat VW in den vergangenen Monaten das Rabattniveau erhöhrt. Und so kann der geliftete Golf nicht teurer werden als das aktuelle Modell, wird trotz besserer Technik und aufgewerteter Ausstattung bei knapp unter 18.000 Euro starten. Mehr Auto fürs gleiche Geld haben sie bei VW entschieden – das ging schnell. Offiziell präsentiert wird das Update des Golf vermutlich Ende 2016.

Golf VII Facelift (2016): Vorstellung

Den Golf als Gebrauchtwagen ab 7000 Euro

Einen gebrauchten Golf 7 gibt es schon ab 7000 Euro.

Der Golf gehört unumstritten zu den beliebtesten Gebrauchtwagen – und das nicht nur in Deutschland. Das Facelift der aktuellen Generation wird sich insbesondere auch auf die Preise für gebrauchte Golf VII auswirken. Seit Herbst 2012 ist er auf dem Markt (86 bis 300 PS). Technisch basiert der kompakte Wolfsburger auf dem neuen modularen Querbaukasten (MQB). Schummelsoftware und reißende Steuerketten beim TSI sind somit kein Thema. Bei aller Euphorie heißt es trotzdem Augen auf beim Golf-Gebrauchtwagenkauf. So macht das Siebengang-DSG unabhängig von der Motorenwahl hin und wieder Probleme. Gebrauchte Golf VII starten bei rund 8000 Euro – dafür gibt es den Einstiegsbenziner mit 86 PS. Sparer und Vielfahrer können getrost zum Basisdiesel 1.6 TDI (90/105/110 PS) greifen, der ausreichend kräftig und sehr sparsam ist. Wer wenig, aber gern flotter fährt, ist mit dem 140 beziehungsweise 150 PS starken 1.4 TSI gut bedient (ab 9000 Euro). Darüber rangieren auf Benzinerseite nur GTI- und R-Modelle mit bis zu 300 PS (ab 25.000 Euro). Die Elektro- und Plug-in-Hybrid-Modelle sind bis dato nur äußerst selten auf dem Gebrauchtwagenmarkt anzutreffen.
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Autoren: Georg Kacher, , Michael Gebhardt

Stichworte:

Kompaktklasse

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