In Deutschland ist eine Kaufprämie für E-Autos noch nicht beschlossen, aber so nah wie nie. Doch wie machen es andere Länder? AUTO BILD hat sich umgeschaut.
(dpa/cj) Eine Million Elektro- und Hybridautos im Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen: Trotz aller Zweifel hält die Bundesregierung an diesem 2010 von der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) vereinbarten Ziel fest. Derzeit sind es nur gut 55.000 zugelassene Stromer. Die Förderung von Elektrofahrzeugen in Deutschland beschränkt sich (noch) auf Park- oder Steuerprivilegien. Eine Kaufprämie von bis zu 5000 Euro ist nah, aber noch nicht beschlossen. Doch wie machen es andere Länder mit dem Anschub für E-Antriebe? Könnten dortige Hilfsmaßnahmen Vorbild für Deutschland sein?
Ein Smart Electric Drive wäre mit Kaufprämie kaum teurer als sein Verbrenner-Bruder.
Bild: Angelika Emmerling
In China hat ein ganzes Paket staatlicher Subventionen zu einem Schub für E-Mobile geführt. Laut einer Erhebung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) verdreifachte sich 2015 die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge im Reich der Mitte auf knapp 310.000. Neben verschiedenen Kaufprämien wurden Steuervorteile und eine rigide Zulassungspraxis eingeführt, die Elektroautos bevorzugt. Hintergrund dürfte die teils katastrophale Smog-Belastung in den Großstädten sein. "Den größten Effekt hat die Zulassungspolitik", sagt Wolfgang Bernhart von der Beratungsfirma Roland Berger. Allerdings sei das in Deutschland nicht anwendbar. Peking will per Verordnung bis 2020 außerdem 12.000 neue Ladestationen und 4,8 Millionen Ladesäulen aufstellen, um die Zahl der E-Autos auf fünf Millionen steigen zu lassen. Solche Maßnahmen erhöhten zwar den Komfort, sagt Bernhart. Aber: "Infrastrukturmaßnahmen wie Ladesäulen oder kostenlose Parkplätze bieten keinen Kaufanreiz."Steuervorteile haben auch in Norwegen zu einem regelrechten Boom geführt. 2015 fuhren 17 Prozent der neu zugelassenen Autos in dem skandinavischen Land elektrisch. Bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs fällt die Mehrwertsteuer weg, auch Kfz-Steuer und Abgas-Abgaben werden erlassen. Parken auf kommunalen Parkplätzen ist kostenlos, ebenso das Aufladen der Autos. "Das derzeitige Paket aus Steuervorteilen und weiteren Erleichterungen wie dem Entfall von Mautgebühren in Norwegen überschreitet die 5000 Euro Kaufprämie, die in Deutschland diskutiert werden", rechnet Klaus Stricker von Bain & Company vor. Allerdings gebe es in Norwegen inzwischen Überlegungen, bestimmte Vergünstigungen wieder etwas zurückzufahren, weil es sehr teuer sei.
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Neue E-Autos bis 2029 im Überblick
In den USA, Großbritannien und Frankreich setzt man vor allem auf direkte Kaufprämien. Paris schießt bei der Anschaffung von E-Autos seit April 2015 10.000 Euro zum Kaufpreis dazu, für einen Hybridwagen sind es noch 3500 Euro. Wer sich in Großbritannien für ein Elektroauto entscheidet, der bekommt nicht nur Steuererleichterungen, sondern seit 2011 bis zu 5000 Pfund (6618 Euro) vom Staat. Das ist weitaus mehr als derzeit in Deutschland diskutiert wird.
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Ratgeber gebrauchte E-Autos
Eine Kaufprämie von 5000 Euro für Privatkäufer scheitert in Deutschland noch am Widerstand des Finanzministeriums.
Bild: Montage
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) veranschlagt für seine geplanten Maßnahmen zwei Milliarden Euro bis zum Jahr 2020. Bernhart hält das für zu wenig. Etwa zwei bis vier Milliarden Euro würde es seiner Einschätzung nach kosten, um bis zum Inkrafttreten der neuen CO2-Grenzwerte 2020/21 genug Elektroautos auf die Straße zu bringen. Forscher der Technischen Universität Braunschweig gehen ohnehin nicht davon aus, dass die Rechnung der Bundesregierung aufgeht. Mit der Kaufprämie von 5000 Euro kommen sie bis 2020 in einem optimistischen Szenario auf 760.000 E-Autos. Selbst eine Verdoppelung der derzeit diskutierten Kaufprämie auf 10.000 Euro, so die Forscher, würde unter zuversichtlichen Annahmen nur dazu führen, dass 886.000 E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Das allerdings würde ihren Berechnungen zufolge 7,28 Milliarden Euro kosten – deutlich mehr als die Bundesregierung bisher veranschlagt.
Steueranreize wie ein Mehrwertsteuer-Erlass haben laut Roland-Berger-Experte Bernhart im Vergleich zur Direktförderung indes nur eine geringe Wirkung, nämlich auf Privatkäufer." Firmen sind an dieser Stelle dank des Vorsteuerabzugs ohnehin im Vorteil. Um die Nutzung von E-Autos in Firmenflotten zu erhöhen, fordert die Automobil-Lobby in Deutschland deshalb Sonderabschreibungsregeln. Nach Einschätzung Strickers ist das ein sinnvoller Ansatz: "Die gewerblichen Flotten bieten eine gute Möglichkeit, Fahrzeuge auf die Straße zu bringen." In der Galerie zeit AUTO BILD eine Übersicht ausgewählter Länder mit ihren Fördermaßnahmen und dem Elektroauto-Bestand.
Neue E-Autos bis 2029 im Überblick
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AUTO BILD zeigt alle Elektroauto-Neuheiten bis 2028. Los geht's mit der Mercedes C-Klasse EQ; Marktstart: Juli 2026; Preis: wohl unter 70.000 Euro. Die elektrische C-Klasse gibt es ausschließlich als Limousine. Der Innenraum mit großem Hyperscreen ist auf Komfort ausgelegt. Die Reichweite gibt Mercedes mit bis zu 760 Kilometer an.
Bild: Daimler AG
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BMW i7 Facelift; Marktstart: Juli 2027; Preis: ab 121.400 Euro. BMWs elektrischer 7er wurde auf Stand gebracht. Einige optische Modernisierungen außen und neue Displays innen spendieren die Münchener. Dazu hat der i7 ab sofort immer Allrad und etwas mehr Reichweite: bis zu 708 WLTP-Kilometer.
Bild: BMW Group
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VW ID.3 Neo; Marktstart: Juli 2026; Preis ab 33.995 Euro. Mit diesem Facelift bekommt VWs kompaktes Elektroauto einen neuen Namen. Er heißt jetzt ID.3 Neo. Die größte Änderung ist innen zu finden: Hier finden sich nun Knöpfe und Schalter für wichtige Features.
Bild: Volkswagen AG
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Zeekr 7GT; Marktstart: Juli 2026; Preis: ab 47.990 Euro. Der Kombi Zeekr 7GT ist vor allem für eines bekannt: die Batterie. Denn diese soll sich in nur 13 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen lassen!
Bild: ZeekrZeekr
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Audi A4 e-tron; Marktstart: Sommer 2026; Preis: ab 47.500 Euro. Außen ändert sich optisch wenig – dafür wurde der Innenraum deutlich modernisiert. Er erinnert an den Q6 e-tron, samt Beifahrerdisplay.
Bild: Audi AG
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Mercedes VLE; Marktstart: Sommer 2026, Preis: ab 82.260 Euro. Zunächst kommt der Van vollelektrisch. Bis zu 415 PS, über 700 Kilometer Reichweite und schnelles Laden mit über 300 kW sind drin.
Bild: Mercedes-Benz AG
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Porsche Cayenne Electric; Marktstart: Sommer 2026; Preis ab 105.200 Euro. Parallel zum Verbrenner-Cayenne gibt es jetzt ein Elektromodell. Bis zu 857 PS und 1500 Nm stark und mit großem 113-kWh-Akku. So beschleunigt das Topmodell in 2,5 Sekunden von null auf hundert.
Bild: Porsche AG
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Jeep Wagoneer S; Marktstart: Herbst 2026. Auf den ersten Blick ein echter Jeep der neuen Zeit: bulliges, böses Design und viel Leistung (600 PS und ein maximales Drehmoment von 800 Nm). Doch wie auch beim Avenger handelt es sich hier um ein E-Auto.
Bild: Stellantis
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Cupra Raval; Marktstart: Sommer 2026; Preis: ab 26.000 Euro. Cupras kleinstes Elektroauto soll eine Prise sportliches Design ins Segment bringen. Die Leistung liegt zwischen 116 und 226 PS. Reichweite: bis zu 450 Kilometer nach WLTP.
Bild: CUPRA SEAT Deutschland GmbH
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VW ID.Polo; Marktstart: September 2026; Preis: ab 24.995 Euro. Der erste elektrische Polo wird in drei Leistungsstufen angeboten: 116, 135 oder 211 PS gibt es. Die Reichweite liegt bei bis zu 454 Kilometern nach WLTP.
Bild: Volkswagen Group
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Skoda Epiq; Marktstart: Herbst 2026; Preis: ca. 25.000 Euro. Ursprünglich war das E-Auto im Kamiq-Format für 2025 geplant, der Marktstart hat sich nach hinten verschoben. Dabei soll der Epiq als günstiger Einstiegs-Stromer kommen und bis zu 430 Kilometer Reichweite schaffen.
Bild: Škoda Auto
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VW ID.4 Facelift/ID.Tiguan; Marktstart: November 2026; Preis: ab ca. 43.000 Euro. Optisch dürfte die Auffrischung dezent ausfallen und sich wohl auf die üblichen Punkte beschränken. Wichtiger: der ID.4 wird in ID.Tiguan umbenannt. Das habe die IG Metall Emden, wo das Auto gebaut wird, bekannt gegeben, berichtet unter anderem die "Ostfriesen-Zeitung".
Bild: Illustration: B. Reichel
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BMW i3; Marktstart: Herbst 2026; Preis: ca. 65.000 Euro. Der elektrische 3er folgt bei Design und Technik dem SUV-Bruder iX3. Mit bis zu 900 Kilometer Reichweite nach WLTP kommt er dank windschnittigerer Form und weniger Gewicht aber weiter.
Bild: Fabian Kirchbauer/BMW
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Nissan Leaf; Marktstart: 2026; Preis ab 35.950 Euro. 2020 brachte Nissan mit dem Leaf einen der ersten Stromer auf die Straße. 2026 startet die dritte Generation auf der CMF-EV-Plattform, mit 52- oder 75-kWh-Batterie für bis zu 604 Kilometer Reichweite nach WLTP.
Bild: Nissan Motor Company
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Nio ET9; Marktstart: 2026; Preis: ab ca. 100.000 Euro. Ob es das neue Flaggschiff von Nio überhaupt nach Europa schaffen wird, ist unklar. Spannend wäre es, denn neben einer sehr luxuriösen Ausstattung soll der große Nio mit einer 900-Volt-Ladetechnik kommen und so innerhalb von nur fünf Minuten 255 Kilometer nachladen können.
Bild: Nio
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VW ID.Cross; Marktstart: 2026; Preis: unter 30.000 Euro. Der VW ID.Cross soll als kompaktes Elektro-SUV im Sommer 2026 in Serie gehen, rund 420 Kilometer Reichweite bieten und unter 30.000 Euro kosten.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.Polo GTI; Marktstart: 2026. Mit dem ID.Polo GTI bringt VW ab 2026 einen sportlichen Ableger seines kleinen E-Modells. Das Serienfahrzeug knüpft an die Studie ID.GTI Concept an und soll die GTI-Tradition ins Elektrozeitalter übertragen.
Bild: Volkswagen AG
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Audi R8 e-tron; Marktstart: 2026. Der Nachfolger von Audis V10-Supersportler dürfte wohl vollelektrisch an den Start gehen.
Bild: Illustration: B. Reichel
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Skoda Peaq; Marktstart: 2026; Preis: über 50.000 Euro. Der Skoda Enyaq bekommt einen großen Bruder! Der Siebensitzer soll einen klaren Fokus auf Familien haben. Mit bis zu 299 PS dürfte der Peaq gut vom Fleck kommen.
Bild: Skoda Auto Deutschland
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Mercedes g-Klasse; Marktstart: 2026. Wer sich fragt, ob "g-Klasse" ein Tippfehler war: Nein! Das ist gewollt und spielt auf eine kleinere Variante der G-Klasse an, die Mercedes auf den Markt bringen will. Der Baby-G wird als reines Elektroauto kommen, und dürfte deutlich günstiger sein als sein großer Bruder.
Bild: Illustration: B. Reichel
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Toyota GR MR2 EV; Marktstart: 2026. Dieser gelbe Zweisitzer aus Toyotas GR-Sportabteilung könnte die Neuauflage des MR2 andeuten. Dann wahrscheinlich in einem deutlich zahmeren Look. Hinterradantrieb ist ein Muss für den Sportwagen.
Bild: Toyota
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Skoda Elektro-Combi; Marktstart: 2026. Als potenziellen Nachfolger für den Octavia Combi kündigt Skoda den Elektro-Combi an. Für einen niedrigen Verbrauch wird der E-Kombi flach gestaltet.
Bild: Illustration: B. Reichel
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Hyundai Ioniq 3; Marktstart: Ende 2026; Preis: ca. 35.000 Euro. Mit 4,16 Meter ist der Ioniq 3 im Segment der Kleinwagen zu Hause. Abfallendes Dach und Spoiler verleihen seinem Auftritt Dynamik. Die WLTP-Reichweite gibt Hyundai mit über 490 Kilometer an.
Bild: Hyundai Motor Deutschland GmbH
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Audi TT-Nachfolger; Marktstart: Ende 2026. Die Studie Audi Concept C zeigt als elektrischer Zweisitzer mit 800-Volt-Technik und elektrisch versenkbarem Hardtop, wie ein möglicher Nachfolger des TT aussehen könnte.
Bild: AUDI AG
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Opel Manta; Marktstart: frühestens 2026. Der Opel Manta feiert sein Comeback als vollelektrischer Crossover – die AUTO BILD-Illustration zeigt, wie er aussehen könnte. Für weitere Details ist es noch zu früh.
Bild: Bernhard Reichel
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Lancia Ypsilon; Marktstart: frühestens 2026 (DE); Preis: ab ca. 40.000 Euro. Der neue Ypsilon bedient ein nischiges Feld: ein kleines E-Auto, das irgendwie doch zum Premiumsegment gehören will. Dafür ist die Ausstattung top, der Preis für ein kleines Auto jedoch ziemlich hoch.
Bild: Stellantis
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Toyota Compact Cruiser; Marktstart: frühestens 2026. Nicht nur der Name Compact Cruiser erinnert bei diesem elektrischen Geländewagen an den Land Cruiser, auch das Design scheint an den FJ angelehnt. Ungewiss ist, ob er auch bei uns angeboten wird.
Bild: Toyota
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Tesla Cybertruck; Marktstart: frühestens 2026 (EU). Der elektrische Pick-up soll mit der größten Batterie über 805 Kilometer weit kommen und bis zu drei Motoren haben. Damit soll es in bis zu 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten.
Bild: Tesla
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Tesla Roadster; Marktstart: frühestens 2026. Die Zahlen zur Studie sind spektakulär. Drei Motoren liefern 10.000 Nm, von 0 auf 100 km/h geht es in 2,1 Sekunden, über 400 km/h Spitze sollen drin sein. Die größte Sensation ist aber die Reichweite: 1000 Kilometer verspricht Tesla. Der Roadster ist bereits vorbestellbar.
Bild: Tesla
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VW ID.Buzz Doppelkabine; Marktstart: frühestens 2026; Preis: ab ca. 60.000 Euro. Ein Auto mit Doppelkabine und Ladefläche – das hat bei VW Nutzfahrzeuge eine lange Tradition. Eine Patentanmeldung macht den "Doka"-Buzz zumindest einen kleinen Schritt realistischer.
Bild: Volkswagen AG
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Smart #2; Marktstart: Anfang 2027; Preis: ca. 23.000 Euro. Smart bringt sein berühmtestes Modell, den fortwo, als #2 zurück. Bislang gibt es lediglich eine Studie. 300 Kilometer Reichweite und Schnelladen unter 20 Minuten stehen aber schon im Raum.
Bild: Smart
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Toyota Yaris Cross EV; Marktstart: wahrscheinlich 2027. Toyota nennt die Studie "SU EV", sie sieht verdächtig nach einem elektrischen Yaris-SUV aus. Bis zur Serienreife dürfte die zerklüftete Front allerdings noch etwas entschärft werden.
Bild: Toyota
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VW ID.1; Marktstart: 2027; Preis: ca. 20.000 Euro. VW will sein Produktportfolio nach unten erweitern und ein Elektroauto unter 20.000 Euro auf den Markt bringen. Das könnte den ausgelaufenen e-Up ersetzen.
Bild: Illustration: B. Reichel
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Porsche Boxster Elektro; Marktstart: 2027; Preis: ab ca. 75.000 Euro. Optisch wird sich das kantige Design des elektrischen Boxster wohl stark an der Studie Mission R orientieren. Zum Antrieb gibt es bereits Eckdaten: mindestens 400 PS, Hinterradantrieb und 800-Volt-Technik.
Bild: Bernhard Reichel
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Porsche Cayman Elektro; Marktstart: 2027; Preis: ab ca. 75.000 Euro. Das Design des neuen Elektroautos dürfte sich an der Studie Mission R orientieren. Hinterradantrieb, mindestens 400 PS und 500 Kilometer Reichweite stehen im Raum.
Bild: B.Reichel
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Toyota Crossover EV; Marktstart: frühestens 2027. Toyota nennt dieses Showcar zwar "Crossover", es wirkt allerdings wie eine Limousine in Corolla-Größe.
Bild: Toyota
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Audi A8 e-tron; Marktstart: voraussichtlich 2028. Der A8-Nachfolger soll anders aussehen, als man es erwarten würde – im Stil eines Shooting Brakes. Das Auto soll autonom fahren und per Eyetracking bedient werden können.
Bild: AUDI AG
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VW Trinity; Marktstart: 2028. Das Prestigeprojekt Trinity wird noch einmal neu gedacht. Die Limousine ist in den Papierkorb gewandert. Aus dem ursprünglichen Tesla-Model-3-Fighter wird – wenn schon – ein Model-X-Gegner. Ein Elektro-SUV der Oberklasse im Touareg-Format.
Bild: Illustration: Larson
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Toyota bZ SUV; Marktstart: voraussichtlich 2028. Bislang liefert Toyota lediglich erste Bilder zur Studie, ansonsten gibt es keine offiziellen Infos. Wir könnten uns den Siebensitzer aber gut als elektrischen Highlander vorstellen.
Bild: Toyota
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Polestar 6; Marktstart: 2029; Preis: ca. 200.000 Euro. Polestar führt die Studie O2 in die Serie. Der Elektro-Roadster soll als Polestar 6 auf den Markt kommen – mit 800-Volt-Technik. Bis zu 650 kW (884 PS), 900 Nm Drehmoment und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sind angepeilt. Den Sprint von 0 auf 100 km/h soll der Polestar 6 in 3,2 Sekunden schaffen.
Bild: Polestar Automotive
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Skoda Favorit; Marktstart: unbekannt. Mit dieser Studie präsentiert Skoda den Favorit neu. Der kantige Kompaktwagen der 80er und 90er findet sich optisch jedoch nur bedingt wieder, die größte Ähnlichkeit sollen die kompakten Abmessungen sein, die den Favorit zu einem bequemen Begleiter im Alltag machen. Genauere Infos gibt es noch nicht.
Bild: Skoda
Ratgeber gebrauchte E-Autos
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Elektroautos gelten als sauber und leise. Im Vergleich zu Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben kosten E-Autos aber auch gleich ein paar tausend Euro mehr. Doch wie sieht es mit einem gebrauchten Stromer aus? Lohnt hier vielleicht die Anschaffung? Worauf ist beim Kauf zu achten, was sind die Schwachstellen und was sollte man über die Batterie wissen? AUTO BILD beantwortet in dieser Galerie die wichtigsten Fragen!
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Wie viel günstiger als ein Neuwagen ist ein Gebrauchter? Genau wie bei konventionell angetriebenen Autos können Sie ordentlich sparen, wenn Sie einen Gebrauchtwagen erstehen. Laut einer Prognose, die Schwacke auf Anfrage von AUTO BILD erstellt hat, wird ein VW e-Golf (Neupreis 34.900 Euro, 10.000 Kilometer Laufleistung pro Jahr) nach vier Jahren nur noch 18.750 Euro kosten – den gibt's also für die Hälfte! Anders als ...
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... bei einem Diesel oder Benziner, wo der Wertverlust in den ersten vier Jahren auch etwa 50 Prozent beträgt, hat der Elektro-Golf aber deutlich weniger Verschleißteile, die marode sein könnten. Das Problem bei der Sache: Noch gibt's keine Vierjährigen, der e-Golf ...
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... ist erst seit Februar 2014 auf dem Markt. Die ersten Exemplare, die im AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt angeboten werden, sind anderthalb Jahre alt und kosten noch an die 29.000 Euro. Also immerhin 5000 Euro weniger als ein Neuwagen.
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Wer eher mit dem BMW i3 liebäugelt, der muss bei einem Gebrauchtwagenkauf etwas tiefer in die Tasche greifen. Obwohl neu mit einem Preis von 34.950 Euro ...
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... fast exakt genauso teuer wie der e-Golf, soll der Münchner als Vierjähriger nach Schwacke-Prognose noch 22.150 Euro wert sein (60 Prozent des Neupreises) – deutlich wertstabiler als der VW. Ganz anders ...
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... sieht die Sache beim Tesla Model S aus: Schwacke rechnet damit, dass der Ober-Stromer nach 48 Monaten nur noch 40 Prozent der ursprünglich 120.300 Euro kostet – ein Model S für 54.600 Euro!
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Sind Stromer als Achtjährige noch etwas wert? Das ist nicht absehbar. Der Mitsubishi EV (ehemals i-MiEV), das älteste Volumenmodell unter den E-Fahrzeugen, wird seit Dezember 2010 gebaut. Die Preise für ihn und den baugleichen Peugeot iOn sind derzeit "auf einem niedrigen, aber stabilen" Niveau, wie Schwacke sagt. Wie das ...
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... in ein paar Jahren aussehen mag, ist völlig unklar: Zahlreiche Faktoren könnten die Wertentwicklung von Elektroautos in den kommenden Monaten und Jahren beeinflussen. Es ist allerdings anzunehmen, ...
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... dass der Wert von älteren Stromern (ab ca. acht Jahren) rapide in den Keller geht, da die Leistungsfähigkeit der Batterie sich unweigerlich irgendwann dem Ende zuneigt. Ist die Batterie platt, bedeutet das in der Regel den wirtschaftlichen Totalschaden. Dazu später mehr.
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Wie sieht's mit Verschleißteilen aus? Die prima Nachricht: E-Autos haben im Vergleich zum Verbrenner wesentlich weniger Verschleißteile, beim Kauf eines Gebrauchten muss man also weniger beachten. Zahnriemen, Zündkerzen, kompliziertes Getriebe, Kühlung, Auspuff – all das hat ein Stromer nicht. Und was es nicht gibt, das kann auch nicht kaputtgehen.
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Stoßdämpfer und Fahrwerk unterliegen vergleichbaren Kräften und Abnutzung wie bei konventionell angetriebenen Autos, und sie sind auf das etwas höhere Gewicht ausgelegt.
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Der große Vorteil: Elektromotoren sind wesentlich einfacher gebaut, haben eine höhere Lebensdauer und sind nicht so wartungsintensiv. Das gilt auch für das Einganggetriebe und die Akkumulatoren.
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Wie lange hält die Batterie? Lässt die Leistung nach? Die Frage aller Fragen. Glaubt man den Herstellern, hält die Batterie ein Autoleben lang. Fragt sich, wie man das definiert – bei guter Pflege kann ein Auto ja durchaus auch mal 15, 20 oder sogar noch mehr Jahre alt werden. Das dürfte eine Batterie nicht schaffen: Irgendwann lässt wie beim Handy die Leistung nach, die Reichweite sinkt, ...
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... es muss immer häufiger nachgeladen werden – und irgendwann geht gar nichts mehr. Doch die Akkus werden immer leistungsfähiger, moderne Lithium-Ionen-Akkus halten mindestens 2000 Ladezyklen. Bei durchschnittlicher Fahrweise entspricht das einem Zeitraum von rund zehn Jahren, und dann ist die Batterie ja auch nicht gleich tot, sondern nur etwas schwächer auf der Brust. Bei einigen Autobauern sollen die Akkumulatoren sogar 5000 bis 8000 Zyklen schaffen.
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Auch Volker Blandow vom TÜV Süd sieht wenig Probleme: "Alle aktuell verfügbaren Fahrzeuge weisen durchweg eine hohe Qualität auf." Bei den japanischen Herstellern wie Mitsubishi und Nissan sollte man allerdings auf das Modell und den Jahrgang achten: Im Laufe Zeit wurden die Modelle technisch verbessert, fahren weiter und ...
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... verbrauchen weniger Energie. Je neuer die Fahrzeuge seien, desto besser sei die Qualität der Akkus und die der E-Motoren. Sein Tipp: "Wer beim Händler ein Gebrauchtfahrzeug erwirbt, geht in diesem Punkt eine Stufe sicherer."
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Grundsätzlich gilt: Unterschreiben Sie niemals einen Kaufvertrag für einen gebrauchten Stromer, ohne den Zustand der Akkumulatoren zu kennen! Markenwerkstätten können über die Datenschnittstelle wichtige Batteriedaten auslesen. So können Sie vor dem Kauf überprüfen lassen, in welchem Zustand die Batterie ist. Ein absolutes Muss!
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Was ist, wenn die Batterie doch kaputtgeht? "Das ist nicht vorgesehen", so die Standardantwort der E-Auto-Hersteller auf Nachfrage von AUTO BILD. Einen konkreten Preis nannte nur Ford (14.400 Euro), der Rest schwieg sich aus. Aus gutem Grund: Geht außerhalb der Garantiezeit (meist acht Jahre oder 100.000 Kilometer) der Akku kaputt, kann das Auto in die Schrottpresse. Beim Peugeot iOn beispielsweise, ...
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... den AUTO BILD als Gebrauchtwagen getestet hat, kostete eine Ersatzbatterie (Stand August 2015) 24.374 Euro, also 200 Euro mehr als ein kompletter, nagelneuer iOn. Ein Austausch einzelner Module ist hier (genau wie beim Citroën C-Zero, Berlingo Elektrik sowie Peugeot Partner Elektrik) nicht möglich: "Wir arbeiten an einem System, auch einzelne Module zu tauschen", so ein Sprecher gegenüber AUTO BILD. Bei anderen Fahrzeugen, beispielsweise ...
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... BMW i3, Mitsubishi EV, VW e-Golf und e-Up (Foto) oder Nissan Leaf, ist der Tausch einzelner, kaputter Zellmodule dagegen möglich – beim Leaf kostet ein neues Modul 339 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Arbeitszeit (5,8 Stunden für ein Modul, zwölf für alle). Weitere Infos zu den Batterien der einzelnen E-Autos finden Sie hier!
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Wer das Risiko nicht eingehen möchte, der kann sich für einen Stromer mit Miet-Batterie entscheiden. Das Hauptargument für eine Batteriemiete ist, dass der Akku bei Defekten oder einer neuer Generation mit höherer Speicherkapazität kostenlos getauscht wird. Nachteil: monatliche Folgekosten durch die Miete. Beim Nissan Leaf beispielsweise kostet die Miet-Batterie je nach Laufzeit und Jahresfahrleistung zwischen 79 und 142 Euro pro Monat (Stand Februar 2016).
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Smart Fortwo electric drive: 65 Euro pro Monat.
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Renault Twizy: 30 bis 70 Euro pro Monat (abhängig von Vertragslaufzeit und Jahresfahrleistung).
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Renault Zoe: 49 bis 162 Euro pro Monat (abhängig von Vertragslaufzeit und Jahresfahrleistung).
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Citroen Berlingo electric: Gewerbekunden können die Batterie auch mieten – bei 96 Monaten Laufzeit und einer Laufleistung von 160.000 Kilometern kostet das monatlich rund 89 Euro (alle Preisangaben Stand Februar 2016).
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Wie teuer ist die Wartung eines Stromers? Laut einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen liegen die Wartungs- und Reparaturkosten für Elektrofahrzeuge um rund 35 Prozent unter denen eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Der Grund: kein Ölwechsel, ...
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... kein Ersatz der Auspuffanlage, ...
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... geringerer Bremsenverschleiß. Bremsen im E-Auto sollen sechs- bis zehnmal länger halten, und zwar aufgrund der Rekuperation (die Rückgewinnung von Energie im Brems- und Schubbetrieb). Das Elektroauto wird nicht nur durch den Elektromotor beschleunigt, sondern auch verzögert. Dadurch wird ein Teil der Bewegungsenergie in die Batterie zurückgespeist, und die Bremsen verschleißen weniger.
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Der Inspektionsaufwand bei E-Autos ist ebenfalls wesentlich geringer als beim Diesel oder Benziner. Zeitintensive Arbeiten wie etwa der Wechsel von Betriebsflüssigkeiten (Motoröl, Kühlwasser) fallen weg. Ein wichtiger Punkt ist aber die Überprüfung der teuren Batterie. Die elektronischen Komponenten sind nahezu wartungsfrei. Dementsprechend sind die Kosten beim Verbrenner höher, da mehr Zeit aufgewendet wird und mehr Bauteile am Auto regelmäßig ausgetauscht werden.
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Was gibt's eigentlich für E-Autos? Bekannte aktuelle Modelle sind beispielsweise BMW i3, Ford Focus Electric, ...