Mercedes stellt sein Portfolio Schritt für Schritt auf vollelektrische Fahrzeuge um. Ab 2025 wird es aus Stuttgart nur noch neue Elektro-Plattformen geben, im selben Jahr will man direkt drei neue Architekturen vorstellen:
MB.EA wird künftig die Basis der mittelgroßen bis großen Modelle.
AMG.EA ist der Sportmarke vorbehalten und auf besonders viel Leistung ausgelegt.
VAN.EA ist der Unterbau für die nächste Generation elektrischer Vans und Nutzfahrzeuge.

Die interessantesten aktuellen Mercedes-Modelle

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Wann bei Mercedes komplett Schluss mit dem Verbrenner sein soll, sagt man allerdings nicht – anders als andere Hersteller. Stattdessen macht der Autobauer diesen Zeitpunkt vom Markt abhängig. "Wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen", so Mercedes-Chef Ola Källenius.

Acht Gigafabriken für die Akku-Produktion geplant

Weil mehr Elektroautos auch mehr Akkus bedeuten, will Mercedes eine neue, standardisierte Batteriegeneration entwickeln. Die soll in 90 Prozent der künftigen Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Um ausreichend Batteriezellen produzieren zu können, sollen mit Partnern weltweit acht Gigafabriken entstehen.

Diese drei Modelle werden in den kommenden Jahren wichtig:

1. Mercedes GLC – bleibt sich optisch treu
Der Tiguan-Konkurrent fährt 2022 in die zweite Runde, optisch bleibt er sich treu. Das Design wird zwar angepasst, große Sprünge hat das SUV aber nicht gemacht. Der Innenraum hingegen ist deutlich moderner.
Wie bei der C-Klasse findet sich hier das frei stehende, 12,3 Zoll große Digital-Cockpit und das zum Fahrer geneigte Zentraldisplay mit 11,9 Zoll. Motorenseitig gibt es ausschließlich elektrifizierte Vierzylinder und Allradantrieb, das Automatik-Getriebe 9G-Tronic ist jetzt Serie.
2. Mercedes EQG – Verbrenner-Dino wird elektrisch
Auch an einem Urgestein geht die Entwicklung zur Elektromobilität nicht vorbei. Mit einer Studie hat Mercedes auf der IAA 2021 in München gezeigt, wie man sich in Stuttgart die elektrische G-Klasse vorstellt. Das Design orientiert sich nah an der bisher kaum veränderten Ikone.
Auch die Geländefähigkeiten will man in die neue Zeit retten. Sperren, Untersetzung und Ähnliches bleiben also erhalten – Allrad ist natürlich gesetzt! Die gute Nachricht: Die Verbrenner-Version bleibt erst mal im Portfolio und soll parallel angeboten werden.

Bildergalerie

Mercedes GLC 300 de 4Matic
Mercedes GLC 300 de 4Matic
Mercedes-AMG One
Kamera
Neue Mercedes und AMG (2022, 2023, 2024)
3. Mercedes-AMG One – Hybrid-Hypercar mit Formel-1-Motor
Einige Jahre hat es gedauert, aber jetzt ist die Serienversion des AMG One bereit, auf die Straße zu kommen. "Endlich", sagen nicht nur die Fans – sondern auch die Verantwortlichen, denn die Entwicklung des Hypercars war noch aufwendiger als gedacht und verzögerte sich mehrfach.
Angetrieben wird das Hypercar von einem V6-Hybridbenziner, der aus dem 2015er Formel-1-Mercedes stammt. Gepaart mit vier Elektromotoren bringt es das Hybrid-Aggregat auf eine Systemleistung von 1063 PS. Damit beschleunigt der auf 275 Exemplare limitierte One in 2,9 Sekunden auf Tempo 100, nach sieben Sekunden stehen 200 auf dem Tacho. Bei 352 km/h regelt die Elektronik ab. Der Preis des Boliden liegt bei 2,75 Millionen Euro. Netto, versteht sich.

Von

Elias Holdenried
Michael Gebhardt