Alle Biker empfinden Ehrfurcht vor der Suzuki Hayabusa. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie Fans der japanischen Motorrad-Ikone sind oder eigentlich Harley-Davidson fahren. Und es ist auch egal, dass es heute Maschinen gibt, die auf dem Papier stärker sind.
Hinweis
Suzuki Hayabusa 1350 bei eBay         
Als Suzuki 1999 die erste Generation des "Wanderfalken" brachte, war die damals 175 PS starke Busa das stärkste und zugleich schnellste Serienmotorrad der Welt. Was für eine Ansage! 2008 kam Generation zwei, mit 197 PS und einer möglichen Höchstgeschwindigkeit jenseits der 300 km/h. Dieses Biest können nur Meister am Lenker zähmen, so die allgemeine Auffassung in der Motorradszene.
eBay  Suzuki Hayabusa
Die Reifen sind den Angaben zufolge neu. Der potenzielle Interessent sollte sich die Bremsen genau ansehen.

Diese Suzuki Hayabusa ist wenig gelaufen und wurde gut gepflegt

Bei eBay wird aktuell ein Exemplar dieser zweiten Hayabusa-Generation angeboten. Der Verkäufer beschreibt sein Bike im Text so kurz wie nur möglich: "TÜV neu, Bereifung neu." Doch das Inserat bietet – wie bei eBay üblich – weitere Infos. Und die sprechen für die Suzuki. Aus diesen Daten geht nämlich nicht nur hervor, dass die Hayabusa aus erster Hand stammt. Sie ist auch erst 9432 Kilometer gelaufen.
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Hayabusa-typisch kann der zweite Sitz hinter dem Fahrer abgedeckt werden, wenn er nicht gebraucht wird.
Darüber hinaus wird angegeben, die Suzuki habe keinerlei Mängel, sei regelmäßig in einer Werkstatt gewartet worden und unfallfrei. Es gibt ABS und eine Wegfahrsperre an Bord. Unter dem Punkt "individuelle Anbauteile" führt der Verkäufer unter anderem einen Stummellenker und Spiegel auf. Der zweite Sitz hat eine Abdeckung, die man abnehmen kann. Das ist bei der Hayabusa so üblich.
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Der Blick auf die Instrumente bestätigt die niedrige Laufleistung, die der Verkäufer angegeben hat.
Wer sich schließlich die Fotos anschaut, der findet die Angabe "gut gepflegt" bestätigt. Das Motorrad macht auf den ersten Blick einen sehr schönen Eindruck. Schäden oder nennenswerte Gebrauchsspuren sind nicht zu erkennen. Alles an der Maschine wirkt aufgeräumt und ordentlich. Das könnte ein guter Hinweis darauf sein, dass die niedrige Laufleistung stimmt. Preis: 12.500 Euro.

Darüber sollten sich potenzielle Hayabusa-Käufer Gedanken machen

Was sollte man vor dem Kauf einer Hayabusa wissen? Beginnen wir mit dem Wichtigsten: Das japanische Über-Motorrad ist nichts für Anfänger! Wer für dieses Monster nicht die notwendige Reife mitbringt, fährt sich vermutlich um Kopf und Kragen. Mit mehr als 250 Sachen die linke Autobahnspur entlangzufliegen, ist möglich, aber kein Genuss.
Der Reiz an der Hayabusa liegt an anderer Stelle. Sie schnürt ganz fein um die Kehren auf der Lieblingslandstraße, federt äußerst komfortabel und lässt sich entspannt aus der Hüfte dirigieren. Dreht man rechts an der Gasrolle, dampft sie aus jeder Lebenslage druckvoll los, wird dabei aber nie aufgeregt oder krakeelt sich in schwindelerregende Drehzahlregionen. Wollte man zuspitzen, könnte sagen: ein AMG in leise.
Hinweis
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Wer sich für ein so leistungsstarkes Bike wie die Hayabusa begeistert, fährt vermutlich mit einem scheckheftgepflegten Exemplar am besten. Es ist wie beim Sportwagen: Komplexe Technik verlangt nach regelmäßiger Wartung und bestraft das Ignorieren derselben möglicherweise mit Schäden. Die Vorgeschichte sollte glaubhaft belegt werden können. Es gilt: Eine Ausflugsmaschine ist ein besserer Kauf als ein Tracktool.
Nach einem genauen Blick verlangen die Bremsen. Das diktieren allein die mögliche Höchstgeschwindigkeit und das Gewicht der Busa.