Autos ohne Nachfolger 2005-2012

— 31.08.2012

Der Sensenmann hat Hochsaison

Frisch beerdigt zum Jahresende: Lexus LF-A und Citroën C6 klopfen an der Himmelspforte, Ladas Nova liegt schon in der Holz-Kiste. Wir zeigen Ihnen, welche Modelle seit 2005 für immer von uns gegangen sind.

Eigentlich schade, dass es keinen Artenschutz für bedrohte Autos gibt. Denn nur die starken Typen überleben am hart umkämpften Markt. Wer die Kundschaft nicht überzeugt und die erhofften Absatzzahlen verfehlt, wird eingemottet und verschwindet für immer aus den Verkaufshallen. In den vergangenen sieben Jahren haben uns so einige spannende Modelle für immer verlassen. Gleich drei kleine Hersteller von Super-Sportlern beantragten zwischen Juli und August 2012 Insolvenz: Artega, Gumpert und Melkus. Ade Artega GT, Melkus RS 2000 und Gumpert Apollo. Noch schlechter sieht es für das SUV-Coupé-Konzept von Mindset aus. Der schweizerische Traum vom Serien-Hybriden ist endgültig geplatzt. Verhandlungsgespräche mit potenziellen Partnern wie Porsche, Magna und BMW scheiterten. Ganz neu auf dem Friedhof der Kult-Autos: Citroën C6 und Lexus LFA. Die herrlich-schrullige Citroën-Limousine war mehr Kunst als Automobil und geht mangels Erfolg den Weg alles Irdischen. Trotzdem schade drum. Für den Lexus kam nach 500 hangefertigten Exemplaren das Ende – wie geplant.

Sehen Sie auch: Alle Rückrufe im Überblick 

Dodge Viper: Die Urversion des Supersportlers kam 1992, nach 18 Jahren ist endgültig Schluss.

Kaum war die neuste Generation vom Saab 9-5 im Jahr 2010 auf dem Markt, wurde mit der Insolvenz 2011 ihr Schicksal besiegelt.

Vor kurzem hat die japanisch-chinesische Holding "National Modern Energy" mit Sitz in Hongkong die insolvente Traditionsmarke Saab für umgerechnet rund 200 Millionen Euro erworben. Zwar ist geplant, Elektro-Modelle auf Saab 9-3-Basis zu produzieren, doch noch steht in den Sternen, ob der Name "Saab" überhaupt bestehen bleibt. Fest steht, der jüngste Saab, der 9-5, ist unter der Erde. Da wird es Zeit für eine kleine Andacht. autobild.de zeigt die auf dem deutschen Markt ausgestorbenen Modelle der Jahre 2005 bis 2012. Erinnern sie sich zum Beispiel noch an den Ford Streetka? Der kleine Roadster auf Fiesta-Basis erblickte 2002 das Licht der Welt. Ein knackiger Zweisitzer mit frechem Design, wie geschaffen für Junge und Junggebliebene. Doch nach nur vier Jahren ließ Ford den Streetka sterben, weil die Produktionskapazitäten bei Pininfarina für den den Ford Focus CC benötigt wurden. Auch der Honda S2000 starb den Roadster-Tod: Seit 2009 ist die sympathische Drehorgel vom Markt – leider bislang ohne Nachfolger.

Die schrillsten Autos aller Zeiten

Alfa Romeo Arna
Das gilt auch für den Lancia Thesis, in Deutschland bis 2009 zu haben. Die eigenwillig gestylte Limousine beerbte 2002 den glücklosen Kappa (1994 bis 2000) und fand ebenfalls kaum Käufer – weshalb Lancia das Projekt obere Mittelklasse schließlich entnervt beendete. Ein kurzes Leben hatte auch der Chevy HHR: Das Retromobil debütierte 2007 und orientierte sich optisch am Suburban von 1949. US-Retro für den deutschen Markt? Die Zielgruppe konnte sich weder mit dem schrägen Look noch mit dem durstigen, schwachbrüstigen Motor anfreunden. Nach nicht einmal zwei Jahren gab Chevrolet auf, der HHR verschwand auf Nimmerwiedersehen – genau wie der Retro-Pionier PT Cruiser, dem Chrysler 2009 Lebewohl sagte. Alle ausgestorbenen Modelle der vergangenen fünf Jahre gibt es in der Galerie.

Unvergessen: Die Autos der 90er | Die Autos der 80er | Die Autos der 70er
Autor:

Jan Kretzmann

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Kommentare zum Artikel (113)

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amazzing
30.12.2012, 00:10Uhr

@AutoBild: Zum Bild Renault Vel Satis:

Zitat: "(...)ein Nachfolger könnte ab 2011 der Latitude werden."

Nun, erstens haben wir bald 2013 und zweitens wurde der Latitude bereits eingestellt. Auch dieser ist nun tot! LG

PRO - Kleinserie
02.09.2012, 10:26Uhr

Zudem sind Pressebericht wie diese, wo Produkte todgesagt werden bevor sie es eigentlich sind, sicher nicht wirkliche eine Hilfe für die angeschlagenen Unternehmen. Aber was interessiert es denn den Redakteur ... Hauptsache die Schlagzeile stimmt.

PRO - Kleinserie
02.09.2012, 10:25Uhr

Es ist wirklich schade was in den letzten Monaten so passiert. Somit verliert ein bunter Blumenstrauß an Fahrzeugherstellern in Europa weiter an Farbe und eben auch Angestellte Ihren Job, die sicher zumeist mit weit mehr Herzblut an den Produkten gearbeitet haben als dies bei den großen OEM´s und deren Zulieferern und Dienstleistern das der Fall ist.

AuToMoBiL
01.09.2012, 11:11Uhr

Der Zastava Yugo hässlich!?? Aber ich bitte Sie, Herr autobild-Redakteur - warum stellen Sie Autos auf die gleiche Ebene, wie ihre eigene Mama und die ihrer Redaktions-Kollegen!?! Das haben sie NICT verdient!!! Ich meine natürlich die Autos!!!!!!!!!!!!

Andy Bru
03.04.2012, 23:41Uhr

Chevrolet Beretta

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