Bildergalerie Porsche 911/992 (2018)

Bildergalerie Porsche 911/992 (2018)

Porsche 911/992 (2018): Test, Preis, Vorstellung, Motor, Infos

Alles zur neuen 911-Generation

Neues Infotainment, "Wet Mode" und 450 PS im Carrera S: Beim neuen Porsche 911 liegt das Augenmerk auf modernster Technik. Sitzprobe!

Vorstellung: Das Design ist eine Evolution

Porsche erfindet den 911 neu. In der mittlerweile achten Generation des "Elfers" halten ein modernes Infotainment und viele Komfort-Extras Einzug. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem 991, ist die Karosserie des Neuen (Baucode: 992) ein wenig gewachsen, in ihrer Grundform aber zweifelsfrei als 911 erkennbar. Auch am Heckmotorkonzept und dem Sechszylinder-Boxer hält Porsche in der neuen Evolutionsstufe fest. Damit unterscheidet sich der Porsche 911 von seinen direkten Konkurrenten wie dem Mercedes-AMG GT oder der Corvette. Die setzen beide auf einen vorn verbauten V8. Premiere des 911 ist auf der LA Auto Show (30. November bis 9. Dezember 2018).

LA Auto Show (2018): Bildergalerie


Das dritte Bremslicht haben die Designer in den Längsstreben des Kühllufteinlasses platziert.

Eine Schürze mit 
reichlich Lufteinlässen und stärker ausgeformte Kotflügel – die Front des neuen 911er stünde auch einem Turbo gut zu Gesicht. Der 992 ist in der Breite um 4,5 Zentimeter gewachsen (1,85 m). Der Radstand bleibt mit 2,45 m identisch zum Vorgänger. In der Länge schrumpft der 992 um acht Millimeter, was zu einer Länge von 4,52 m führt. Außerdem ist der neue Elfer fünf Millimeter höher (1,30 m). Die Fronthaube des 911 ist wieder klassisch geformt und schließt beinahe gerade mit der Schürze ab. Die Felgen messen vorne 20 Zoll im Durchmesser, hinten 21 Zoll. Zum Hingucker dürften sich die Türgriffe des 992 entwickeln. Sie sind im Blech der Türen versenkt und fahren bei Bedarf elektrisch aus. Der Heckspoiler fährt in Zukunft variabel aus und ist wesentlich breiter als bei allen Vorgänger-Generationen. Darunter befinden sich das durchgehende Rückleuchtenband, das mit seinem eingearbeiteten "Porsche"-Schriftzug an die Mission E-Studie von 2015 erinnert. Die Heckschürze ist weniger zerklüftet als beim 991-Facelift. Im unteren Heckteil haben die Designer das Kennzeichen, die beiden Endrohre, die Luftauslässe und die Positionslampen in einem schwarz abgesetzten Einsatz zusammengefasst.

Preis und Marktstart: Ab sofort bestellbar

Der neue Porsche 911 ist ab sofort bestellbar. Bei den Händlern steht der Sportwagen aber wohl erst Mitte 2019. Der Basispreis für den Carrera S liegt bei 120.125 Euro, der allradgetriebene Carrera 4S kostet mindestens 127.979 Euro. Unterhalb des Carrera S schiebt Porsche den heckgetriebenen 911 Carrera nach. Dieser dürfte dann der günstigste Elfer werden. AUTO BILD vermutet einen Einstiegspreis von etwa 105.000 Euro. Außerdem folgen mit der neuen 911-Generation auch wieder Cabrio, Turbo und GT3.

Neue Sportwagen (2019, 2020, 2021, 2022 und 2023)

Innenraum: Zeitloses Cockpit im 911 (Update!)

Anstelle eines Schlüssels dreht man in der Elfer-Generation 992 einen festinstallierten Drehschalter.

AUTO BILD machte die erste Sitzprobe im neuen Elfer. Erster Eindruck beim Öffnen der Tür: Die elektrisch ausfahrenden Türgriffe funktionieren einwandfrei, weil sie nicht komplett versenkt sind, sondern auch im eingefahrenen Zustand noch eine Griffmulde haben. Typisch 911 ist die Sitzposition, denn die Ergonomie ist schlichtweg perfekt. Selbst für 1,95 Meter große Fahrer ist reichlich Platz nach oben – nicht selbstverständlich für einen flach gebauten Sportwagen. Das Cockpit haben die Designer ebenso bedacht weiterentwickelt wie das Äußere des 911. Mit dem zentralen 10,9-Zoll-Touchscreen erinnert das Armaturenbrett an Panamera und Cayenne, es kombiniert zeitlos gelungenes Design mit modernen Elementen. Entscheidender Unterschied zum Vorgänger: Der Hauptmonitor ist deutlich höher platziert als im 991 und liegt damit besser im Blickfeld des Fahrers. Darunter ermöglichen fünf Schnellwahltasten einen intuitiven Zugriff auf Basisfunktionen. Die Knöpfe sehen wertig aus und fühlen sich massiv an. Die hervorragende Materialanmutung macht aber nicht bei den Knöpfen Halt, sondern ist im 911-Innenraum Standard. Klassisch angehaucht ist das Kombiinstrument. Bei aller Digitalisierung: So ganz kann sich Porsche nicht von der Nadel lösen, zumindest der zentrale Drehzahlmesser ist traditionell analog. Rechts und links davon versorgen zwei Monitore den Fahrer mit Informationen. Auffallend klein ist der neue Gangwahlhebel des neuen Achtgang-PDK. Ähnlich wie beim Vorgänger nimmt die breite Mittelkonsole recht viel Platz in Anspruch.

Fahren: Der neue Elfer ruht in sich

Enge Kurven, blinde Kuppen und Senken sind wie gemacht für den Hecktriebler.

AUTO BILD ist bereits in einem Prototyp mitgefahren: Enge Kurven, blinde Kuppen und Senken sind wie gemacht für den Hecktriebler. Die aktive Hinterachskinematik verdoppelt auf kurvigen Strecken die Anzahl der Hummeln im Heck. Da werden mit Nachdruck ambitionierte Radien durchcarvt, das Einlenken präzisiert und beschleunigt, die Balance mit Gas und Lenkung sauber austariert. Geht kaum besser. Der neue Elfer ruht also in sich, mehr denn je.

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Connectivity: Zwei neue Features

Das Infotainmentsystem umfasst Online-Navigation und lässt den 911 mit anderen Fahrzeugen kommunizieren.

Das
Infotainment PCM bringt den Elfer auf einen neuen Höchststand in Sachen Connectivity: Hauptbedieneinheit ist der 10,9 Zoll große Zentralmonitor. Das Infotainmentsystem umfasst Online-Navigation und erlaubt, das der 911 mit anderen Fahrzeugen kommunizieren kann, um Daten auszutauschen. Zudem zeigt Porsche im 911 zwei neue Features: den Porsche Road Trip für Tourenplanung, Organisation und Navigation entlang zusammengestellter Routen mit speziellen Point of Interests (Hotels, Restaurants, Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten) und den Lifestyle-Assistenten "Porsche 360+", der den Alltag erleichtern soll und exklusive Erlebnisse verspricht. Was genau sich dahinter verbirgt, verraten die Zuffenhäuser aber noch nicht.

Ausstattung: Neuer Wet Mode

Serienmäßig kommt der 992 mit neuer Sicherheitsausstattung: zum Beispiel dem Wet-Mode, der den Fahrer bei einsetzendem Regen warnt und die Fahrhilfen entsprechend voreinstellt. Die besonders sicherheitsoptimierte Abstimmung der Assistenten lässt sich per Taste (oder aufpreispflichtigem Sport Chrono-Paket-Drehregler am Lenkrad) abrufen. Stets mit an Bord ist zudem der Warn- und Bremsassistent. Optional können 911-Besitzer ihren Wagen mit einem Nachtsichtassistenten (Wärmebild), einer 360-Grad-Kamera oder Abstandsregeltempomat mit Stop-and-Go-Funktion samt autonomer Nothaltefunktion ausrüsten.

Motor: 450 PS im Carrera S

Zunächst nennt Porsche nur eine Motorenoption: die S-Variante des 911 Carrera mit 450 PS.

Zunächst nennt Porsche nur eine Motorenoption: die S-Variante des 911 Carrera mit 450 PS (30 PS mehr als bisher). Hinter der Leistungsangabe verbirgt sich der bekannte, aber weiterentwickelte drei Liter große Turbo-Boxer mit sechs Zylindern.
Im Carrera S gibt der Motor seine Kraft an die Hinterräder ab. In 3,7 Sekunden soll es von 0 auf 100 km/h gehen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 308 km/h angegeben. Steht "Carrera 4S" im Fahrzeugbrief, treibt der Heckmotor alle vier Räder an, was für eine etwas bessere Beschleunigung sorgt: 3,6 Sekunden braucht der 911 Carrera 4S laut Porsche aus dem Stand auf 100 km/h. Bei 306 km/h soll Schluss sein. Zum Marktstart bringt Porsche den neuen 911 nur mit PDK, später soll ein Handschalter folgen.

Gebrauchtwagen: Porsche 911 ab 66.000 Euro

Das Vorgängermodell mit dem Baucode 991 wurde seit 2011 gebaut und in Leistungsstufen von 350 PS (Carrera) bis 580 PS (Turbo S) angeboten. Seit dem Facelift Ende 2015 sind, außer in den Sportmodellen GT3 und R, nur noch aufgeladene Sechszylinder-Boxer mit mindestens 370 PS unter dem Blech. Und das Modell hat nur wenige Mängel: Der 911 ist der Sieger im AUTO BILD TÜV-Report 2019. Zu den wenigen Auffälligkeiten zählen knarzende Cabrioverdecke und ein hoher Verschleiß von Bremsen, Kupplung und Reifen bei sportlicher Fahrweise. Klar, dass die Sportwagen-Ikone recht wertstabil ist. Frühe Vorfaceliftmodelle mit unter 100.000 Kilometer kosten um 66.000 Euro. Dabei handelt es sich in der Regel um das Einstiegsmodell Carrera. Das Topmodell 911 Turbo S mit 560 PS wird um 126.000 Euro gehandelt – das gibt es allerdings nur mit Automatik. Für 88.500 Euro gibt es den Carrera als Faceliftmodell, in der Regel mit höchstens 30.000 Kilometern auf der Uhr. Den stärkeren Carrera S gibt es für etwa 95.000 Euro, den gelifteten Turbo S für 155.000 Euro.
Übersicht: Gebrauchte Porsche 911 (991)

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Autoren: Peter R. Fischer, Georg Kacher

Stichworte:

Sportwagen

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