Audi A8 D5 (2017): Alle Infos

Audi A8 D5 (2017): Alle Infos

Audi A8 D5 (2017): Test

— 11.07.2017

Alle Infos zum neuen A8

Der neue Audi A8 soll ein höheres technisches Level erreichen und ab 2018 vollautomatisch fahren können. AUTO BILD hat alle Infos und die Sitzprobe!

Vorstellung: Erster Serien-Audi von Designer Marc Lichte
Interieur: Fürstliche Platzverhältnisse und Hightech-Gadgets
Ausstattung: A8 auf Wunsch mit 41 Fahrassistenten
Connectivity und autonomes Fahren: Audi AI Staupilot ab 2018
Motoren und Preis: Der W12 bleibt im Programm
Gebrauchtwagen: Der Audi A8 ist kein preisstabiles Auto

Vorstellung: Erster Serien-Audi von Designer Marc Lichte

Audi legt den A8 neu auf: Mit der vierten Generation des A8 (Baucode D5) wollen die Ingolstädter an BMW und Mercedes vorbeiziehen. Dafür haben die Ingenieure den A8 technisch ein neues Level erklimmen lassen. Die Luxuslimousine soll bis 60 km/h vollautomatisch fahren können (ab 2018), auf Knopfdruck parken, verfügt über ein neuartiges Bedienkonzept, ein 48-Volt-Bordnetz und eine intelligente Federung.

Die auf der Schulter sitzenden Außenspiegel sollen das Geräuschniveau positiv beeinflussen.

Das Design sei laut Audi inspiriert von den Prologue-Studien. Der Singleframegrill ist enorm breit und flach, was das gesamte Auto optisch in die Breite zieht. Herausgekommen ist eine stattliche Erscheinung – auf der Autobahn ist die Front im Rückspiegel sicher für viele ein Grund, rechts rüber zu ziehen. Die optionalen HD Matrix LED-Scheinwerfer mit Laserlicht sollen nicht nur hell leuchten, sondern sehen auch einen Hauch aggressiver aus als beim Vorgänger, der vor allem von vorne deutlich klobiger wirkte als der neue A8. Dessen Seitenlinie ist geprägt von der durchlaufenden Schulterlinie und dem beinahe drei Meter messenden Radstand (2998 mm). Das Heck stemmt sich leicht gegen die Fahrtrichtung und beherbergt moderne OLED-Rückleuchten. Die beiden Lampen (mit je 135 Leuchtdioden) verbindet ein durchgehendes Lichtband. Das erinnert tatsächlich stark an die Prologue-Studien. Dennoch: Der erste Serien-Audi, der vollständig unter der Formgebungsregie von Marc Lichte entstand, wirkt im Vergleich zur Studie optisch ein wenig zurückgenommen. Wo ist die sportlich-elegante Coupé-Form des Prologue-Audis? Vergleicht man den A8 mit den Concept Cars, dann sieht er weniger scharf aus und knüpft optisch deutlich an den Vorgänger an. Es bleibt abzuwarten, ob der kommende A7 mehr vom Prologue übernehmen darf.

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Der neue A8 ist länger aber schmaler als der Vorgänger

Die technische Basis ist neu, was auch zu geänderten Abmessungen führt. Das Audi-Flaggschiff ist 3,7 Zentimeter länger geworden und misst von Nummernschild zu Nummernschild stolze 5,17 Meter (als A8 L: 5,30 Meter). Überraschung: Obwohl der neue A8 breiter erscheint als der A8 D4, ist er ein bisschen schlanker geworden: 1945 Millimeter misst er er in der Breite – marginale vier Millimeter weniger als bisher. Dafür baut er mit 1,47 Meter Höhe 13 Millimeter höher als bislang (A8 L: 1488 mm; ein Plus von 17 mm). Der Radstand kratzt ganz knapp unter der Drei-Meter-Marke (2998 mm). Klebt das "L" der Langversion hinter dem Typenschild, sind es 13 Zentimeter mehr zwischen den Achsen. Unter der stämmigen A8-Hülle steckt eine neue Plattform, die mit einem Materialmix aus Alu, Stahl, Magnesium (Domstrebe) und Carbon (Rückwand) steifer und geräuschärmer ist als im alten A8. Das soll den A8 fit machen im Wettstreit der deutschen Luxusliner. Dort trifft der große Audi ab Spätherbst 2017 auf den frischen BMW 7er und auf die gerade modernisierte Mercedes S-Klasse (FL ab 2017).
Vorstellung des neuen Audi A8 ist auf der IAA 2017 (14. bis 24. September)

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Interieur: Fürstliche Platzverhältnisse und Hightech-Gadgets

Schon beim Einstieg in die Luxusklasse werden die Passagiere umsorgt: Es genügt ein kleiner Zug am Griff, und schon kommt einem die Tür ein Stück entgegen. Danke, sehr aufmerksam! Die Türausschnitte sind größer als beim Vorgänger. Man gleitet komfortabel auf die Sitze. Passend zur Außenlänge ist auch das Innere des A8 gestreckt. 32 Millimeter hat die Fahrgastzelle in der Länge dazugewonnen. Gut zu wissen, aber entscheidender als die bloße Zahl ist der subjektive Eindruck: Die Platzverhältnisse sind – bereits in der normalen Version des A8 – fürstlich. Selbst Zweimeter-Menschen wirken nicht überdimensioniert im A8. Die Sitze sind hervorragend und schmeicheln dem Hinterkopf, denn die Kopfstütze ist mit weicherem Leder bezogen als der Rest des Sessels. Sitzkomfort auf höchstem Niveau. Nur bei der Optik müssen wir noch mal den Finger in die Prologue-Wunde legen: Das Gestühl der Studie sah so herrlich schlank aus.

Next level im Cockpit des neuen A8: Die neueste Generation des Virtual Cockpit hat Full-HD-Auflösung.

Na ja, Schwamm drüber, denn ein Feature des Serien-A8 stiehlt dann schnell die Show: Das neue MMI touch response, mit dem das Infotainment (MIB 2+ Infotainmentbaukasten) des A8 bedient wird, klickt bei Berührung und gibt dem Fahrer ein haptisches Feedback – fast so, als würde man einen echten Knopf drücken. Die Täuschung ist nahezu perfekt. Da ist es sogar für Touch-Muffel verschmerzbar, dass der A8 praktisch ohne klassische Drücker auskommt – auch das MMI mit Dreh-/Drücksteller fliegt raus. Stattdessen werden Eingaben über einen Touchscreen gemacht. Sogar die Klimabedienung und die Sitzheizung/-kühlung lässt sich klickend über das 8,6-Zoll-Display in der Mittelkonsole regeln. Darüber sitzt der Hauptbildschirm (10,1 Zoll), der praktisch nahtlos in die klare, moderne Cockpit-Architektur übergeht und sich optisch ins schwarze Zierelement einfügt. Edel. Genau wie die Materialien, die Audi-typisch nicht nur gut aussehen, sondern sich auch exquisit anfassen. Gestochen scharf ist die neueste Variante des Virtual Cockpits, das Audi im A8 debütieren lässt. Die digitalen Instrumente strahlen den Fahrer jetzt in Full-HD (1920x720 Pixel) an. Gegen Aufpreis gibt es zusätzlich ein Head-up-Display. Ein Hingucker sind aber auch die elektrisch öffnenden und schließenden Blenden der Belüftung.

Ausstattung: A8 auf Wunsch mit 41 Fahrassistenten

Die Ausstattungsliste des neuen A8 ist lang – wie es sich für ein Luxusauto gehört. Fangen wir bei den Farben an. Insgesamt bietet Audi zwölf Lacke für die Karosserie an. Darunter sind drei komplett neue Farben (Terragrau, Vesuvgrau und Sevillarot). Erstmals für den A8 stehen Impalabeige und Navarrablau zur Auswahl. Optional kann das Äußere der Limousine mit einem Chrompaket verfeinert werden. Im Inneraum gibt es noch mehr Wahlmöglichkeiten: Acht Material- und Farbpakete stehen in der Liste (Topvariante: Audi design selection). Je nach Variante ist die Instrumententafel zweifarbig ausgeführt. Dazu kommen diverse Furniere (Buche, Eukalyptus, Nussbaumwurzel, schwarzer Klavierlack). Wem das nicht genügt, der kann den A8 innen wie außen mit dem "Audi exclusive"-Programm weiter individualisieren.

Die Armauflagen in den Türen und die Mittelarmlehnen vorne und hinten sind auf Wunsch beheizt – die S-Klasse lässt grüßen. 

Für die Langversion des A8 ist ein zweiteiliges Panoramadach bestellbar. Für mehr Luxus auf der Rücksitzbank können die äußeren Sitze elektrisch in Neigung und Längsposition eingestellt werden. Eine Massagefunktion ist ebenfalls bestellbar. Noch einen Schritt weiter geht Audi mit dem Ruhesitz-Paket, das den A8 zur rollenden Wellness-Oase macht. Der hintere rechte Sitz (wo der Chef sitzt) hat dann eine Fußablage und kann sich in Liegeposition bringen lassen. Außerdem ist für den A8 eine Fußmassagefunktion im Angebot. Über die Fernbedienung "Rear Seat Remote" (5,7 Zoll großes OLED-Touchdisplay) lassen sich hinten Klima-, Sitz-, Licht-, Einstellungs- und Medienfunktionen steuern. Für den medialen Genuss im Fond kann der A8 rechts und links mit je einem 10,1 Zoll-Tablet und einem Bang&Olufsen-Soundsystem mit 3D-Klang ausgestattet werden (23 Lautsprecher; 1920 Watt Leistung). Das oben erwähnte elektrische Türschloss unterstützt beim Öffnen der Tür. Auf Wunsch ist diese Funktion um eine Zuziehhilfe erweiterbar.

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Die Luxuslimousine gibt es nur mit Luftfahrwerk

Serienmäßig rollt der A8 auf einem Luftfahrwerk (vier Höhenniveaus) und gibt seine Antriebskraft an alle vier Räder ab. Mithilfe der optionalen Allradlenkung soll die Luxuslimousine dynamischer um die Ecken fahren. Auf Wunsch kann zusätzlich ein Sportdifferenzial für die Hinterachse geordert werden. Das vollaktiv geregelte AI Aktivfahrwerk gibt es als Option. Mit ihm kann jedes Rad einzeln angesteuert, gehoben und gesenkt werden. Umfangreich ist auch die Liste der Fahrassistenten. Ganze 41 elektronische Hilfen sind verfügbar. Sie sind in drei Pakete aufgeteilt:

• AI Assistenzpaket Parken beinhaltet einen Parkassitenten mit Lenk- und Bremseingriff, eine Bordsteinwarnung, die die Felgen schützen soll und Umgebungskameras für den Rundumblick beim Rangieren.

• Das Assistenzpaket Stadt kommt mit einer Querverkehrerkennung samt Notbremsfunktion, einem Spurwechselassistenten und einer Ausstiegswarnung, die den rückwärtigen Verkehr im Blick behält. Zusätzlich hilft der Ausparkassistent mit Querverkehrwarnung beim Verlassen von Parklücken und "pre sense" bereitet im Falle eines Falles alles so vor, dass die Unfallfolgen abgemildert werden – dafür fährt zum Beispiel das Fahrwerk nach oben.

• Serienmäßig ist in Deutschland das Assitenzpaket Tour mit dem adaptiven Fahrassistenten. Er kombiniert Abstandsregel-Tempomat, Spurhalteassistent und Stauassistent und unterstützt den Fahrer zwischen 0 und 250 km/h. Außerdem erkennt der A8 mit Tour-Paket Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer und leitet im Notfall eine Bremsung ein. Abbiegeassistent und Ausweichassistent sind ebenfall Bestandteil des Tourpakets.


• Darüber hinaus bietet Audi das AI Assistenzpaket plus an, das alle drei Pakete und den Audi AI Remote Garagenpilot enthält, mit dem der A8 per Smartphone-App fahrerlos in Parklücken navigiert. Dabei soll der A8 beim Rangieren sogar Bögen meistern und so inschwer zugängliche Lücken und Einfahrten fahren. 

Connectivity und autonomes Fahren: Audi AI Staupilot ab 2018

Der A8 kommuniziert mit anderen Audis und wird so beispielsweise vor Gefahren gewarnt.

Theoretisch kann der A8 alleine fahren: Denn technisch beherrscht der neue Audi A8 dank einer ganzen Armada an Sensoren (Kameras, Ultraschallsensoren, Radar und Laserscanner) hochautomatisiertes Fahren (Level 3). Das bedeutet, dass der Fahrer die Steuerung nicht mehr permanent überwachen muss, sondern sich anderen Aufgaben widmen kann, ohne die Hände am Lenkrad zu haben. Per Knopfdruck auf die AI-Taste übernimmt der A8 Gasgeben, Bremsen und Lenken auf Autobahnen und Bundesstraßen mit baulich getrennten Fahrstreifen bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Wenn das System an die Grenzen kommt, bekommt der Fahrer eine Warnung und muss wieder übernehmen. Schläft der Fahrer ein oder übernimmt die Fahraufgabe nicht, hält der A8 automatisch an. Bis der Staupilot in der Serie verfügbar ist, wird es jedoch noch dauern. Audi nennt weltweit unterschiedliche Zulassungsverfahren und deren Fristen als Grund für die verspätete Einführung. Nach und nach sollen die Funktionen ab 2018 freigegeben werden.

Virtual Cockpit mit Full-HD-Auflösung

Im neuen A8 kommt der Infotainmentbaukasten MIB 2+ zum Einsatz. Neben den oben erwähnten Touch-Bildschirmen (8,6 Zoll und 10,1 Zoll) und der neuesten Generation des Virtual Cockpits (12,3 Zoll und Full-HD-Auflösung) sind LTE und ein lernendes Navi mit an Bord. Auch die Spracherkennung soll lernfähig sein, analysiert die Anweisungen des Fahrers und gleicht die Aufforderungen mit eigenen Erfahrungen und Ergebnissen aus der Cloud ab. Das System stellt bei Bedarf Rückfragen an den Fahrer oder bietet Auswahlmöglichkeiten. Da das konventionelle MMI ausgedient hat, beherrscht der 8,6-Zoll-Touchscreen Ganzworterkennung und Schreiben auf der Stelle.

Motoren und Preis: Der W12 bleibt im Programm

Zum Marktstart im Spätherbst 2017 stehen zunächst zwei V6-Aggregate zur Auswahl: Ein Diesel (286 PS) und ein Benziner (340 PS) – beide Sechszylinder schöpfen die Leistung aus drei Litern Hubraum. Später schiebt Audi zwei V8-Motoren nach. Der Selbstzünder 4.0 TDI leistet 435 PS und der 4.0 TFSI-Benziner 460 PS. Und auch den prestigeträchtigen Zwölfzylinder (W12) behält Audi im Programm. Der 6-Liter-Motor für Vorstände und Staatsoberhäupter bildet mit seinen 585 PS die vorläufige Topmotorisierung der A8-Baureihe, die bald um einen extrastarken S8 ergänzt wird. Für den A8 L kündigt Audi zudem den 3.0 TFSI e-tron mit 449 PS Systemleistung an. Er soll bis zu 50 Kilometer rein elektrische Reichweite ermöglichen und induktiv geladen werden können.

Audi A8 D5 (2017): Alle Infos

A8 teurer als Mercedes S-Klasse und BMW 7er

Bis auf den 3.0 TFSI haben alle Aggregate aktive Motorlager. Der V8-Benziner 4.0 TFSI, der 3.0 TFSI e-tron und der W12 besitzen außerdem eine Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancellation). Unabhängig vom Motor ist stets ein 48-Volt-Bordnetz verbaut, dessen Hauptbestandteil ein Riemen-Starter-Generator bildet. Er macht das Segeln mit ausgeschaltetem Motor möglich und startet den Motor bei Beendigung des Segelbetriebs wieder. Seine Rekuparationsleistung beträgt bis zu 12 kW. Audi gibt an, dass der Verbrauch dank dieser Maßnahmen um bis zu 0,7 Liter pro 100 km sinkt. Ab Spätherbst 2017 kommt der neue A8 auf den Markt. Die Preise beginnen bei 90.600 Euro für den normalen A8, der lange A8 L kostet mindestens 94.100 Euro. Damit ist der Audi A8 beim Basispreis der Teuerste unter den drei deutschen Luxuslimousinen. Die Mercedes S-Klasse startet als 286 PS starker 350 d 4Matic bei 88.447 Euro (ab 91.719 Euro als Langversion) und der BMW 7er ist sogar noch ein kleines bisschen günstiger. Der 730d mit 265 PS steht ab 87.200 Euro beim Händler, der 730Ld kostet mindestens 92.600 Euro.

Gebrauchtwagen: Der Audi A8 ist kein preisstabiles Auto

Die dritte Generation des Audi A8 wurde Ende 2009 vorgestellt und kam 2010 auf den Markt. Der intern D4 genannte A8 setzt, wie seine Vorgänger, auf eine Alukarosserie und misst 5,14 Meter, die Langversion sogar 5,27 Meter. Zum Marktstart 2010 hat Audi den A8 nur mit zwei Motorisierungen angeboten. Zur Wahl standen jeweils ein 4,2-Liter-Diesel oder -Benziner. Im Laufe des Modellzyklus wurden zahlreiche Motorisierungen und Ausstattungen ergänzt. Der Sechszylinder-Diesel, der 6,3-Liter-W12 und die Langversion des A8 wurden bereits Ende 2010 nachgeschoben. Ein Jahr später kam das Einstiegsmodell mit 204 Diesel-PS und Frontantrieb. Das sportliche Topmodell S8 ist seit 2012 im Programm und setzt auf den aus dem RS 6 und RS 7 bekannten Vierliter-Biturbo. Anders als in den beiden RS-Modellen leistet der V8 im S8 520 PS statt 560 PS. Das Facelift der Luxuslimousine hat Audi auf der IAA 2013 präsentiert. Zu erkennen ist der A8 Modelljahr 2014 an neuen Scheinwerfern (optional mit Matrix-LED), einem leicht veränderten Singleframe-Grill und schmalere Rückleuchten. Ende 2015 wurde das endgültige Topmodell S8 plus vorgestellt. Die Luxuslimousine leistet 605 PS, sprintet in 3,8 Sekunden auf 100 km/h und tritt in erster Linie gegen den Mercedes-AMG S 63 an.

Audi S8 plus (2015): Fahrbericht



Das Facelift-Modell des A8 wurde auf der IAA 2013 präsentiert, vier Jahre später wird dort der neue A8 gezeigt.

Der Audi A8 ist kein preisstabiles Auto, was sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt widerspiegelt. Die Auswahl an A8 der Generation D4 ist groß. Auffällig: Rund neun von zehn angebotenen Gebrauchten sind Diesel. Die Kombination A8 und Benziner ist nicht besonders gefragt. Für rund 30.000 Euro gibt es 2011er-Modelle mit unter 100.000 Kilometern Laufleistung. Die Ausstattung ist in der Luxusklasse sowieso immer üppig. Seltene und teure Extras sind Fond-Entertainment und das Bang&Olufsen-Soundsystem. Der Einstieg in die Luxusklasse gelingt mit etwas Glück sogar noch deutlich günstiger: Der Audi A8 D4 startet bereits bei 23.000 Euro. Dafür gibt es einen Dreiliter-Diesel mit deutlich über 200.000 Kilometern Laufleistung, der A8 ist eben ein Auto für Vielfahrer. Dann doch lieber das einstige Topmodell: einen fünf Jahre alten S8 mit 520 PS vom Vertragshändler findet man nach kurzer Suche für gut 40.000 Euro – das ist weniger als ein Drittel des ursprünglichen Neupreises. Immer noch sehr teuer ist der 605 PS starke S8 plus, der erst Ende 2015 auf den Markt kam – unter 85.000 Euro ist das aktuelle Topmodell gebraucht nicht zu finden. Bemängelt wird beim Audi A8 oft das kleine Kofferraumvolumen, Probleme sind selten, Qualität und Verarbeitung auf höchstem Niveau.

Im Überblick: Gebrauchte Audi A8

Autoren: Peter R. Fischer, Jan Götze

Stichworte:

Luxuslimousine

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