Toyota C-HR (2016): Mitfahrt

Toyota C-HR (2016): Mitfahrt

— 15.04.2016

Erste Mitfahrt im Toyota-Crossover

Schwer getarnt präsentiert sich Toyotas neuer Crossover C-HR. AUTO BILD konnte erstmals im 1,2-Liter-Benziner mit 116 PS mitfahren.

Video: Toyota C-HR (Genf 2016)

Toyota attackiert Nissan

Koba-san hat Spaß bei der Arbeit. Der groß gewachsene Japaner, Chefingenieur bei Toyota, sitzt am Steuer des neuen C-HR und hantiert konzentriert mit Lenkrad, Pedalen und Schalthebel. Er pflegt einen engagierten Fahrstil und treibt das Auto äußerst zügig über die leergefegten Straßen der Eifel.
Alle News und Tests zu Toyota

Die Bedingungen sind typisch: Der Belag ist mal trocken, mal glänzt er feucht, mal blendet die Sonne, mal tröpfelt Regen. Anstiege und Gefälle, glatter Asphalt und ruppige Oberflächen wechseln sich ab. Alles kein Problem für Koba-san und den C-HR. Der lenkt entschlossen ein, liegt stramm, aber nicht unruhig, neigt sich in Kurven nur wenig. Der 1,2-Liter dreht lebhaft bis knapp 6000 Touren, summt dabei freundlich. Das alles wirkt leichtfüßig, erstaunlich agil und damit, ganz ehrlich, komplett anders als bisher von den meist ziemlich braven Toyota gewohnt.

Toyota C-HR (Genf 2016): Vorstellung

Der C-HR ist mit vielen Kanten und Zacken geschnitten

Noch ist der C-HR schwer getarnt, doch wir wissen seit dem Autosalon Genf, wie er aussieht.

Doch bei den Japanern weht ein neuer Wind. Vom Chef Akio Toyoda weiß man zum Beispiel, dass er ein begeisterter Rennfahrer ist und gern mal beim 24 Stundenrennen auf dem Nürburgring antritt. Und er fordert und fördert ungewöhnliche Design-Ideen – man sieht es beim neuen Prius. Und da kommt dann eben auch mal ein Mirai bei raus ... Auch beim C-HR durften sich die Designer austoben. Der ist ein betont knuffig gestalteter Crossover geworden, mit Kanten und Zacken und Falzen und scharf geschnittenen Scheinwerfern. Davon sieht man zwar im Moment nicht viel – unser Test-Auto ist außen heftig verklebt und auch das Cockpit vollkommen verkleidet – aber unter dem Tarnkleid zeichnen sich deutlich die Konturen ab.

Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2022

Jaguar i-Pace Lucid Motors Atvus VW CUVe Illustration

Mit deutlichen Ecken und Kanten ist der Crossover von Toyota gezeichnet.

Der C-HR steht nach dem Prius als zweites Auto auf der neuen TNGA-Plattform (für Toyota New Global Architecture), gegenüber dem Prius wurden aber der Radstand verkürzt und die Spur verbreitert. Und nein, der C-HR ist nicht das Gegenstück zum Nissan Juke – dazu ist er zu groß, nämlich 4,35 Meter lang, 1,79 breit und 1,57 Meter hoch. Deshalb gibt es ordentlich Platz, auch im überraschend geräumigen Fond sitzt man anständig.

Der Einstiegspreis liegt bei rund 20.000 Euro

Für den deutschen Markt wird es zwei Antriebsvarianten geben, einen Hybrid mit 122-PS-1,8-Liter-Benziner, Frontantrieb und CVT-Automatik. Und den hier vorgestellten 1,2-Liter-Turbo und 116 PS aus dem Auris – entweder mit Sechsgang-Schalter oder stufenloser CVT-Automatik. Los geht es bei uns Ende 2016, gebaut wird das Auto zusammen mit Corolla und Verso in der Türkei. Über Ausstattungen oder Preise möchte Toyota detailliert noch nicht reden, wir rechnen mit einem Einstiegspreis von etwa 20.000 Euro.
Dirk Branke

Dirk Branke

Fazit

Toyota baut vernünftige, zuverlässige Autos, das ist bekannt. Doch die Japaner können mehr, wie der C-HR zeigt: Der kombiniert moderne Technik mit spektakulärem Design und agilem Handling. Respekt, Toyota, es sieht gut aus für den C-HR.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.