Chevrolet hat auf der CES 2016 in Las Vegas (6. bis 9. Januar) die serienreife Version des kompakten Elektroflitzers Bolt EV der Welt vorgestellt. Der kompakte Fünftürer wurde zusammen mit dem Elektronikriesen LG entwickelt, lehnt sich in seiner Grundform ans Concept (gezeigt auf der Detroit Motor Show 2015) an, fällt aber in seiner Ausgestaltung (Spiegel, Türgriffe, Radgröße) deutlich konservativer aus als noch die Studie. Als Reichweite versprachen die Amerikaner zur Konsumelektronik-Messe mehr als 200 Meilen, also gut 320 Kilometer bei vollem Akku. Als Preis sind rund 30.000 Dollar zu erwarten.
Der Bolt wird größer als der Spark EV (3,50 Meter) und kürzer als der Volt mit knapp 4,60 Metern Länge (neues Modell). Leichtbau mit Carbon und Alu sollen das hohe Gewicht der unterm Sitz verstauten Akkus kompensieren. Während GM technische Einzelheiten zum
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Video: Chevrolet Bolt EV (CES 2016)

Neuer Chevy mit Potenzial

Antrieb erst auf der Detroit Motor Show (11. bis 24. Januar 2016) verkünden will, ist zu den Multimedia-Features schon Vielversprechendes bekannt: OnStar 4G LTE macht den Bolt zu einem leistungsfähigen WLAN-Hotspot, eine extra entwickelte, stromsparende Bluetooth-Technik verbindet das Fahrzeug mit dem sich nähernden Smartphone. Die Mobile-App bietet viele Informationen und Dienste wie Akkustand lesen, Vorheizen oder einen Servicetermin vereinbaren. Besonderes Feature: Zwei Kameras am Heck erlauben eine Weitwinkelsicht über den Monitor beim Rückwärtsfahren, außerdem erhält der Fahrer per Knopfdruck eine 360-Grad-Rumdumsicht seines Fahrzeugs aus der Vogelperspektive (bei Schrittgeschwindigkeit und im Stand).

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Der Gegner für den neuen Stromer ist schnell ausgemacht: Tesla will mit dem Model 3 ebenfalls noch 2016 ein kompaktes Elektroauto anbieten, das circa 35.000 Dollar kosten soll. Gut denkbar, dass auch Opel einen Ableger nach Deutschland bringt – schließlich ist auch der kleine Karl eng mit Chevrolet-Modellen verwandt.

Von

Maike Schade
Stephan Bähnisch
Christopher Clausen