Elektro oder Verbrenner: Studie zur Zukunft

Neue E-Autos (2020 bis 2024)

Elektroauto-Entwicklung bis 2030: Studie zur Zukunft

Warum Elektro bald Verbrenner überholt

Schon im Jahr 2030 könnten weltweit mehr elektrisch angetriebene Autos als Verbrenner verkauft werden, prognostiziert eine Studie aus den USA. Das sind die Gründe!
Wir Deutschen können sehr treue Seelen sein, vor allem wenn es um unser Liebstes geht: das Auto. Wir waren gegen Katalysatoren, weil sie die Leistung unserer Autos schlechter machten. Wir wollten viel lieber verbleites Benzin fahren, hatten Angst vor der teuflisch-explosiven Technik von Airbags, schimpften E10-Benzin "Öko-Plörre". Alles Schnee von gestern. Genauso werden wir es auch beim Verbrennungsmotor erleben: Irgendwann ist er weg, allenfalls noch ein nützlicher Übergangshelfer. Wann, das hat die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in einer Studie ausgerechnet. Schon im Jahr 2030 könnten weltweit erstmals mehr Autos mit Elektroantrieb als mit Verbrennungsmotoren verkauft werden. Als elektrisch gelten laut der Studie reine batterieelektrische Fahrzeuge und solche mit Plug-in-Hybrid (extern aufladbarer E-Antrieb und Verbrennungsmotor).

Akkus könnten 80 Prozent günstiger werden

Die Entwicklung verlaufe rasanter als erwartet, heißt es. Bei etwa einem Drittel der neu zugelassenen Fahrzeuge würde E bereits 2025 landen, bei 51 Prozent im Jahr 2030. Dann würden weltweit insgesamt ein Viertel aller Autos bereits alternativ angetrieben sein. Die Gründe: Regierungsinitiativen, die mit Steuernachlässen und Förderungen E-Autos attraktiver machen, der Druck durch die strengen Grenzwerte zum Schadstoffausstoß sowie die sinkenden Kosten für die heute noch sehr teuren Akkus. Deren Preise sollen laut Boston Consulting zwischen 2014 und 2030 um 80 Prozent fallen. Die höheren Reichweiten der neueren Batterien würden zudem auf Kundenseite endlich zu einer höheren Nachfrage führen. Und noch ein Treiber: Wohl auch befördert durch die Klimadiskussion, würden auch mehr Kunden bereit sein, mehr Geld in ein "sauberes" Auto zu investieren. Geld, das sie später nicht alle 400 Kilometer an der Tankstelle ausgeben müssten.

400 neue Modelle bis 2025

Noch ein paar Zahlen aus der Studie: Die 29 größten Autohersteller der Welt werden in den nächsten zehn Jahren mehr als 300 Milliarden Dollar in die alternativen Antriebe investieren. Um die 400 neue Modelle sollen schon bis 2025 auf den Markt kommen und alle mit großem Aufwand CO2-neutral produziert werden. Wie ist es heute? Weltweit wurden 2019 etwa 2,8 Millionen Autos mit E- oder Hybridantrieb gebaut – und etwas mehr als 100.000 in Deutschland, aber rund 1,2 Millionen davon in China zugelassen. Viele Hersteller passen ihre Prognosen und Pläne an, zum Beispiel VW: 2040 soll dort der letzte Verbrennungsmotor vom Band laufen.

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