VW Up Facelift (2016): Fahrbericht

VW Up Facelift (2016) im Test: Fahrbericht

— 21.06.2016

So fährt der neue VW Up

VW spendiert dem Up einen neuen 90-PS-Benziner, einen frischen Look und eine intelligente Connectivity-Lösung. Erster Fahrbericht!

Video: VW Up Facelift (2016)

UPdate für den Mini-VW

Der VW Up geht als Facelift in die zweite Runde. Die Wolfsburger bieten den Kleinen ab sofort für 9850 Euro an. Zum Facelift haben die Designer tief in den Farbtopf gegriffen und erweitern das Angebot an Gestaltungsmöglichkeiten beim kleinsten Volkswagen. Das ist nicht erstaunlich, die Konkurrenten wie Opel Adam oder Peugeot 108 machen es schließlich vor. Die wichtigste Neuerung ist aber der Dreizylinder-Motor mit 1,0 Liter Hubraum. Die VW-Ingenieure quetschen mithilfe eines Turbos 90 PS aus dem Motörchen. Die 160 Nm maximales Drehmoment reichen für 185 km/h Spitze und einen Sprintwert von knapp unter zehn Sekunden bis Tempo 100. Der erste Fahreindruck: spritzig, frisch, aber leider etwas brummig. Unter 2000 Umdrehungen kommt der Kleine kaum aus den Puschen.
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Dabei klingt der Motor etwas knurrig – eben typisch nach Dreizylinder. Die lang übersetzten Gänge rauben dem Motor etwas Power im unteren Drehzahlbereich. Geschuldet ist dies der Sparsamkeit. Laut VW soll der Up nur 4,4 Liter verbrauchen. Für Schaltfaule ist dieser Wagen leider nichts. Wobei gerade das Schalten beim neuen Up die reinste Freude ist. Mit der kurzwegigen Schaltung die Zahnräder zu sortieren, macht einfach nur Spaß. Wenn dann noch eine kurvige Berg- oder Landstraße zu fahren ist, zeigt der VW-Spross Dreizylinder-Fahrspaß.

100.000 Kilometer im VW Up

VW Up VW Up VW Up

Präzise Lenkung und ein ordentlich abgestimmtes Fahrwerk

Teil dieser Freunde ist auch die präzise Lenkung. Der Up lässt sich leicht rangieren und passt dank guter Übersichtlichkeit und kompakten Abmaßen in jede noch so kleine Stadt-Parklücke. Mit einem gut abgestimmten Fahrwerk hält der Up perfekt die Spur. Keine zu enge und zu schnell genommene Kurve, die der Kleinste nicht standhaft meistert. Nichts bringt ihn aus der Spur und den Fahrer aus der Ruhe. Stets gibt einem der Kleinwagen ein absolut sicheres Gefühl.

VW Up Facelift (2016): Fahrbericht

    

An Front und Heck gibt es Änderungen

Waben im vorderen Lufteinlass sowie LED-Tagfahrlichter und eine Chromleiste zieren die Front des Up.

Ansonsten hat der Up einige kleinere Schönheitskorrekturen über sich ergehen lassen: Die Frontscheinwerfer sind neu geformt und strahlen mit LED-Tagfahrlichtern, eine Chromleiste am Kühlergrill lässt den Up ernsthafter aussehen als bisher und rückt ihn optisch näher an die großen Geschwister Polo und Golf. Die Frontschürze hat künftig ein Wabenmuster, Kenner können an den zusätzlichen Inlets rechts und links sogar den neuen Motor erkennen. Der TSI-Schriftzug schmückt in diesem Falle auch das Heck, das neben einer zusätzlichen Chromleiste an der Unterkante der Heckklappe auch neu gestaltete Rückleuchten bekommen hat. Auch neu: Die seitlichen Blinker sind in die Außenspiegel gewandert.

Smartphone statt "maps+more"

Beim VW Up Facelift kann das Smartphone via Bluetooth mit dem neuen Radiosystem gekoppelt werden.

Mehr Farbe gibt es auch im Innenraum: Zwischen zehn verschiedenen Dekoren für das Armaturenbrett hat man als Käufer die Wahl. Auch beim Cockpit haben die Designer nachgeschärft, es zeigt mehr Kante und enthält in den Modellen "high up", "cross up" und "e-up" eine Ambientebeleuchtung. Außerdem gibt es künftig ein Multifunktionslenkrad und die Climatronic (kennen wir schon aus dem e-Up). Die wichtigste Neuerung thront auf dem Armaturenträger: Das "maps+more"-System verschwindet, stattdessen kann der Up-Besitzer sein Smartphone in eine Halterung stecken. Via Bluetooth lässt es sich mit dem ebenfalls neuen Radiosystem koppeln und übernimmt künftig Musikstreaming, Navigation, Fahrtinformationen. Dazu gibt es es eine spezielle App. Für Strom sorgt ein USB-Anschluss, wahlweise nahe der Smartphone-Halterung oder in der Mittelkonsole.

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Auch neu an Bord: die optionale Rückfahrkamera. Die Materialauswahl des Wolfsburgers ist für die Klasse sehr vernünftig, Schwächen wie die fehlenden Schalter für die Fensterheber oder die fehlenden Haltebänder für die Hutablage hat VW bereits vor gut einem Jahr ausgemerzt. Bleiben nur noch die teils unverkleideten Vordertüren, die den Eindruck trüben – das kann beispielsweise der Hyundai i10 besser.

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Autor:

Helene Schmidt

Fazit

Der VW Up gehört nun endlich mit in die Runde der coolen kunterbunten Kleinstwagen. Mit frischen Farben, intelligenter Connectivity-Lösung und spritzigem Motor ist der Up fit für die Zukunft. Wobei der Motor fahrtechnisch und akustisch seine Dreizylinder nicht leugnen kann.

Autoren: Helene Schmidt,

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