Elektro-SUV bieten viel Raum und Komfort – und schonen gleichzeitig die Umwelt. Von Dacia Spring bis Mercedes EQA – AUTO BILD zeigt sechs E-SUV unter 50.000 Euro und erklärt, was sie so interessant macht. Kaufberatung!

Sechs Elektro-SUV unter 50.000 Euro

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Skoda Enyaq IV
UVP ab 42.100 EUR, Ersparnis bis zu 9406 EUR / Leasing-Bestpreis 49  EUR
VW ID.4
UVP ab 46.335 EUR, Ersparnis bis zu 8306 EUR / Leasing-Bestpreis 128  EUR
Polestar Polestar 2
UVP ab 43.725 EUR, Ersparnis bis zu 9570 EUR / im Leasing ab 278  EUR
Mercedes EQA
UVP ab 47.802 EUR, Ersparnis bis zu 9974 EUR / Leasing-Bestpreis 299  EUR
Kia Niro EV
UVP ab 47.590 EUR, Ersparnis bis zu 11.139 EUR / Leasing-Bestpreis 58  EUR
Dacia Spring
UVP ab 22.550 EUR, Ersparnis bis zu 8021 EUR / Leasing-Bestpreis 49  EUR

1. Skoda Enyaq – der Solide

Kein auffälliges Design oder herausragend viel Leistung, doch dafür solide und verlässlich. Der Skoda Enyaq bietet sehr viel Platz und erfüllt alle Aufgaben, die ein elektrisches SUV erfüllen sollte. Dazu gehört eine im AUTO BILD-Test gemessene Reichweite von 350 Kilometern und einiges an digitalem Equipment im Innenraum. Darunter ein 13-Zoll-Display in der Mittelkonsole und Laura, die Spracherkennung.
Beim Design des Enyaq hat Skoda auf Unauffälligkeit gesetzt. Während einem im Straßenverkehr viele Elektro-Autos durch eine besonders futuristische Optik direkt ins Auge stechen, ist der Enyaq etwas zurückhaltender. Doch auch ein schlichtes Design kann gefallen. Denn kleine Merkmale findet man auch hier: etwa die schmalen und schnittigen Scheinwerfer, die scharfen Kanten an der Front oder der kleine Spoiler über der Heckscheibe. Preislich liegen alle Varianten des Enyaq – von der Basisausstattung IV 60 (42.100 Euro) bis zum Topmodell, dem 80 X (49.050 Euro) – unter 50.000 Euro.

2. VW ID.4 – der Praktische

Beim ID.4 setzt VW vor allem auf den praktischen Nutzen. Daher kommt das SUV beispielsweise auch mit Anhängerkupplung und Dachreling. Und der ID.4 kann ordentlich was ziehen: bis zu 1200 Kilogramm! Von den Ausmaßen ist der Wolfsburger größer als der VW Tiguan, bleibt seiner praktischen Linie mit einem Wendekreis von zehn Meter aber treu. Äußerlich hat der ID.4 seinem kleinen Bruder, dem ID.3 ein edleres Design voraus, der Innenraum ist allerdings beinahe identisch – die Materialien des ID.4 wirken jedoch hochwertiger.
VW ID.4
Der VW ID.4 ist vor allem praktisch. Er kann bis zu 1200 Kilogramm ziehen!

Aktuell ist vom ID.4 für unter 50.000 Euro nur das Pro-Modell verfügbar. Das gibt es ab 46.335 Euro. Hier wird dem Kunden Einiges geboten. Neben 150 kW (204 PS), einer großen Batterie mit 77 kWh (Reichweite bis zu 537 Kilometer) und einer Dachlast von bis zu 75 Kilogramm, ist der ID.4-Pro ein echtes Allround-Talent.

3. Polestar 2 – der Alleskönner 

Der Polestar 2 ist ein ganz neuer Stern am Himmel. Er kombiniert edles und hochwertiges Design mit Fokus auf einer hohen Reichweite. Bei der Standardausführung ist eine maximale Reichweite von 444 Kilometer angegeben, bei der Long-Range-Edition, sind es stolze 100 Kilometer mehr. Das SUV besticht außerdem mit einem attraktiven und bekannten Design, denn der Volvo ist in den Formen und Details klar zu erkennen. Beispielsweise in den markanten Scheinwerfern, in denen ein an Thors Hammer angelehntes Bild verewigt wurde.
Polestar 2 Long Range Single Motor
Das Topmodell des Polestar 2 hat stolze 300 kW (408 PS) und beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0 auf 100.

Das Basismodell (Standard Range Single Motor) liegt bei 43.725 Euro und etwas teurer wird's mit dem nächst höheren Modell (Long Range Single Motor): 47.425 Euro. Das Topmodell liegt mit einem Basispreis von 51.424 Euro knapp über der gesetzten Marke von höchstens 50.000 Euro.

4. Mercedes EQA – der Komfortable

Den EQA gibt es nur in der Basisausstattung (EQA 250) und als EQA 250+ für unter 50.000 Euro. Die Preise beginnen bei 47.802,30 Euro. Und was bekommt man bei der Standardausstattung? Eine ganze Menge! Angefangen mit den technischen Daten, verspricht Mercedes beim EQA eine maximale Reichweite von 428 Kilometer. Er hat 190 PS und braucht 8,9 Sekunden von 0 auf 100. Und auch die Optik gefällt. Mercedes hat Neues gewagt und die Scheinwerfer und Heckleuchten jeweils zu einer Linie verbunden. Das Design blieb aber im Rahmen des typischen Elektro-Looks der Stuttgarter.
Mercedes EQA 250
Der EQA punktet vor allem beim Fahrkomfort. Der Wagen liegt satt auf der Straße, federt verbindlich, lenkt akkurat.

Die theoretischen Daten machen sich auch in der Praxis gut: Das Fazit des AUTO BILD-Tests fällt durchweg positiv aus. Besonders gefallen hat uns der Fahrkomfort. Der Wagen liegt satt auf der Straße und wankt nicht, federt verbindlich, lenkt akkurat. 

5. Kia Niro EV – der Langstreckenläufer

Der elektrische Niro ist als schon seit drei Jahren auf dem Markt. Der Südkoreaner soll nach WLTP eine maximale Reichweite von 455 Kilometer schaffen. Das ist auf jeden Fall genug, um auch mal eine lange Strecke zurückzulegen! Der e-Niro wird aktuell nur mit einer Motorisierung angeboten. Und diese verfügt über stolze 150 kW (204 PS). Der Basispreis liegt hier bei 47.590 Euro.
Kia e-Niro
Der Kia e-Niro soll nach Angaben des Herstellers eine Reichweite von bis zu 455 Kilometern schaffen.

Im Design bleibt der e-Niro schlicht und könnte auch für einen normalen Verbrenner gehalten werden. Grundsätzlich gibt es kaum sichtbare Unterschiede zum Hybriden. Wenig futuristisch und nicht so auffällig, wie viele andere E-Autos. Dieses Design spricht die große Masse an. Und das ist keinesfalls gleichzusetzen mit einer langweiligen Optik. Im Gegenteil: Sein Look wirkt sehr frisch.

6. Dacia Spring – das Preiswunder

Der Dacia Spring besticht mit einem unschlagbaren Preis. Er ist mit Abstand der Günstigste unter den interessantesten Elektro-SUVs. Aktuell ist nur die Ausstattungslinie Essentiel verfügbar. Das kleine SUV kostet dann 22.550 Euro.
Der Spring ist auch der Kleinste in dieser Aufzählung. Mit einer Länge von 3734 mm und einer Breite von 1770 mm, ist der Rumäne das perfekte SUV für die Stadt. Da reichen auch die 33 kW (44 PS). Optisch hat man bei der Basisausstattung die Wahl zwischen vier verschiedenen Lacken. Wählt man die Comfort-Plus-Variante, erhält man orangefarbene Applikationen beispielsweise an den Seitenspiegeln dazu. Im AUTO BILD-Test kommt der kleine Spring sehr gut weg! Nicht nur in preislicher Hinsicht gefällt er, denn das Elektroauto ist eins der wenigen seiner Gattung, bei dem das Gewicht nicht aus dem Leim gegangen ist. Da reichen wenig Leistung und ein kleiner Akku.

Von

Kim-Sarah Biehl