E-Autos laden: So viel kostet der Strom auf 100 km
Was kostet Strom fürs Laden von Elektroautos auf 100 km?

Was kostet das Stromladen auf 100 Kilometer? Das zeigt der Blick auf den Verbrauch an Kilowattstunden und deren Preis. So viel kostet der Ladestrom für 100 km bei 21 populären E-Autos, berechnet mit den Kosten für Hausstrom und fürs Schnellladen!
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Inhaltsverzeichnis
E-Auto oder Verbrenner? Angesichts des heftigen Sprungs, den die Spritpreise infolge der Angriffe auf den Iran gemacht haben, spricht alles für die Anschaffung eines Elektroautos. Sicher werden Diesel und Benzin nicht ewig so teuer bleiben – aber wann es wieder günstiger wird, steht in den Sternen.
Allerdings muss man bei den Energiekosten fürs Elektroauto genauer hinschauen und rechnen als beim Verbrenner. Denn der exakte Preis ist beim öffentlichen Laden nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Die Energiekosten errechnen sich aus dem Stromverbrauch des E-Autos und den Stromtarifen. Die wiederum sind je nach Art des Ladens unterschiedlich und hängen davon ab, ob man privat laden kann, öffentlich laden muss und wie groß der Anteil des Schnellladens bei einem speziellen Anbieter ist. Die Kostenrechnung ist bei der Entscheidung vieler Autokäufer für oder gegen ein E-Auto ein wichtiger Faktor.
Den Stromverbrauch eines Autos beeinflussen auch physikalische Aspekte: Geschwindigkeit, Fahrdynamik, Zuladung, Verbraucher an Bord (Klimaanlage etc.), Terrain wie auch Wind und Wetter – aber vor allem eine niedrige Außentemperatur. Diese Faktoren variieren, können also in einen Vergleich kaum einbezogen werden. Anders die Verbrauchswerte: Der Durchschnittsverbrauch lässt sich ermitteln, so lassen sich einzelne Modelle miteinander vergleichen.
Hier zunächst ein Blick auf die Kosten beim Ladestrom, gemessen in Cent pro Kilowattstunde (kWh). Sie schwanken wie Tankstellenpreise für Benzin und Diesel. Aber die Ausschläge sind größer, denn sie hängen ab von der Nutzungszeit (Tages- oder Nachtstrom) und von den Tarifen der Anbieter.
Am günstigsten ist Haushaltsstrom: Für Neukunden in Deutschland kostet er aktuell 25,35 Cent pro Kilowattstunde (Stand: 6. März 2026), hat das Vergleichsportal Verivox berechnet. Für Bestandskunden ist der Strompreis etwas höher mit im Schnitt 31,24 Cent pro Kilowattstunde. Er gilt für private Verbraucher mit bestehendem Vertrag im Grundtarif. Neukunden profitieren von Boni durch Werbeaktionen, die umgerechnet den Kilowattstundenpreis drücken. Für manche Elektroautofahrer können spezielle Autostromtarife interessant sein, hier gelten besondere Konditionen.

Bild: AUTO BILD
Mithilfe des Stromtarifs und der im alltagsnahen AUTO BILD-Test ermittelten Verbrauchswerte lassen sich die Stromkosten auf 100 km realistisch ermitteln. Hier sind die Ergebnisse!
AUTO BILD hat die Elektroauto-Stromkosten bei 21 populären Automodellen fürs Laden mit Haushaltsstrom zum Durchschnittspreis durchgerechnet – auf Basis von echten Testverbrauchswerten. Sie stellen einen Teil der Autokosten dar: Auch Kaufpreis, Steuern, Versicherungsprämien, Parkgebühren und Instandhaltungskosten gehören zu den Aufwendungen, die Autofahrer tragen müssen. Diese Kostenrechnung fließt auch in die Gesamtkostenberechnung von E-Auto, Diesel oder Verbrenner ein.
So viel kostet Ladestrom für 100 km im E-Auto
Platz 1: Dacia Spring (5,12 Euro/100 km)
Der Dacia Spring gehört zu den sparsamsten E-Autos. Nach 20 Sekunden erreicht das Vorfaceliftmodell mit 65 PS Tempo 100, sein Maximaltempo liegt bei 125 km/h. Der kleine Akku hat eine Kapazität von 27,4 kWh. Aber die Größe korrespondiert mit dem Energieverbrauch: AUTO BILD hat für das Modell Extreme mit 65 PS einen Alltagskonsum von 16,4 kWh auf 100 km gemessen. Bei einem Strompreis von 31,24 Cent (Verivox-Durchschnittspreis für März 2026) ergeben sich reine Energiekosten von 5,12 Euro. Das Spring-Facelift unterscheidet sich technisch kaum von der 1. Generation und sollte daher beim Ranking "Das verbrauchen Elektroautos auf 100 km" weiterhin ganz vorn stehen. Seit Jahreswechsel 2025/26 ist ein neues Modell mit größeren Motoren auf dem Markt, für das aber noch keine AUTO BILD-Testwerte vorliegen.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 8,62 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 10,38 Euro.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 8,62 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 10,38 Euro.
Platz 2: Fiat 500 Elektro (5,22 Euro/100 km)
Die fünfte Generation des Cinquecento (gestartet 2020) fährt als Fiat 500 Elektro rein elektrisch: 3,63 Meter lang und entweder 95 PS oder 118 PS stark. Der "große" Elektro-500 hat eine 37 kWh große Batterie, die vom kleinen speichert bis zu 21,3 kWh Energie. Im Alltag kommt der Elektro-500er mit größerem Akku, der 150 km/h schnell fährt, auf einen Verbrauch von 16,7 kWh. Damit fallen Stromkosten in Höhe von 5,22 Euro je 100 km an.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,35 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,52 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,35 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,52 Euro.
Platz 3: Opel Astra Electric (5,25 Euro/100 km)
Der Opel Astra Electric verbraucht im Alltag 16,8 kWh. Das kompakte Elektroauto gefiel den Testern von AUTO BILD vor allem durch seine stimmige Aufmachung: Es kommt als solides Auto daher, so wie die bisherigen Astra-Generationen mit Verbrennungsmotor. Der Astra Electric ist ein vollwertiger Fünftürer mit bis zu 1269 Kofferraumvolumen (bei umgeklappter Sitzbank) und einem Akku mit 54 kWh nutzbarer Kapazität. Sein 156 PS starker Frontantrieb beschleunigt in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h; Schluss ist bei Tempo 170. Die reinen Stromkosten für 100 km Fahrt mit dem Astra Electric liegen bei 5,25 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,41 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,59 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,41 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 11,59 Euro.
Platz 4: VW ID.3 Pro (5,41 Euro/100 km)
Der kompakte VW ID.3 ist zwei Zentimeter kürzer als der VW Golf, das macht ihn zum würdigen E-Bruder des Bestsellers: Sein Kofferraum hat mit 385 Litern fünf Liter mehr Platz, bei umgeklappter Rückbank sind es 1267 Liter – das wären 30 Liter mehr. In der getesteten Ausführung "Pro" versorgt ein 59 kWh großer Akku den 204-PS-Motor mit Strom. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei gedeckelten 160 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der elektrische Kompakte in 7,6 Sekunden. Als Testverbrauch ermittelte AUTO BILD beim ID.3 Pro 17,3 Kilowattstunden, das ergibt Kosten von 5,41 Euro auf 100 km.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 9,86 Euro, mit Ionity ad-hoc (69 Cent/kWh) bei 11,94 Euro.
Platz 5: Mercedes-Benz CLA (5,56 Euro/100 km)
Der CLA (Marktstart 2025) ist der erste Mercedes mit 800-Volt-Netz. Weitere technische Leckerbissen an Bord wie Zweigang-Getriebe, intelligente Vernetzung, gewaltige Ladeleistung (320 kW) und vorbildliche Aerodynamik (cw-Wert 0,21) führen auch zu einem bemerkenswert sparsamen Verbrauch: Bei der mittleren Leistungsstufe 250+ der elektrischen Mittelklasse mit 272 PS, bestromt von einem 85 kW großen Akku, ermittelten AUTO BILD-Tester 17,8 kWh auf 100 km. Ergibt beim Laden mit Hausstrom 5,56 Euro.
Auswärts bei EnBW lädt man ab 9,97 Euro, im Hyper-Schnellladenetz von Ionity (0,69 Euro / kWh) sind es 12,28 Euro.
Auswärts bei EnBW lädt man ab 9,97 Euro, im Hyper-Schnellladenetz von Ionity (0,69 Euro / kWh) sind es 12,28 Euro.
Platz 6: Tesla Model Y (5,65 Euro/100 km)
Der erfolgreiche SUV-Crossover Tesla Model Y wurde von AUTO BILD zuletzt in der 2. Modellreihe "Juniper" (seit März 2025) getestet. Bei angenehmen 18 Grad Außentemperatur maßen wir einen Durchschnittsverbrauch von 18,1 kWh – bemerkenswert wenig für rund zwei Tonnen schweres Mittelklasse-Auto mit markanter Silhouette. Das Model Y, das Tesla auch im brandenburgischen Grünheide baut, ist mit 4,75 Meter Länge mehr als stattlich. Dass dieses Format nicht nur repräsentative, sondern auch praktische Funktion hat, belegt der bis zu 2138 Liter große Kofferraum (bei umgeklappter Rückbank). Die getestete Version Long Range mit Hinterachsantrieb hat einen 77 kWh großen Akku (Werksangabe) und fährt bis 201 km/h schnell. Bei maßvollem Tempo kosten 100 km also aktuell rund 5,65 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,14 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 12,49 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,14 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 12,49 Euro.
Platz 7: Mini Cooper SE (5,81 Euro/100 km)
Den aktuellen Elektro-Mini, ein 3,85 langes Auto, brachten BMW und der chinesischen Hersteller Great Wall Motor (GWM) 2023 heraus. Die E-Version fußt auf der Plattform, auf der auch das GWM-Produkt Ora 02 entsteht. Die Basisversion Cooper E beschleunigt ein 184-PS-Motor an der Vorderachse bis auf 160 km/h, dafür stehen bis zu 36,8 kWh Strom zur Verfügung – ein kleiner Akku, der den Mini als Stadtauto ausweist. Eine Nummer größer ist die Ausführung SE mit 218 PS aus einem 49,8-kWh-Akku, den AUTO BILD im Spätsommer bei warmen 18 Grad Außentemperatur testete. Die Vergleichsfahrt ergab 18,6 kWh auf 100 km. Das kostet an der Wallbox durchschnittlich 5,81 Euro. Wer ad hoc am Schnelllader von EnBW (56 Cent/kWh) lädt, zahlt für diese Energiemenge 10,42 Euro. Bei Ionity am Hypercharger (ad hoc 69 Cent/kWh) kostet das Laden 12,83 Euro.
Platz 8: Opel Corsa Electric (5,94 Euro/100 km)
Der Kleinwagen Opel Corsa Electric ist weitgehend baugleich mit dem Peugeot 208. Elektrisch fährt man ab 136 PS, in der Topausführung "GS" sogar mit 156 PS. Wie sein größerer Bruder Astra Electric wird der Corsa dafür gelobt, dass er nicht viel Gewese um seinen alternativen Antrieb macht – "einfach ein Auto", stellen unsere Tester erfreut fest. Vier Personen können im GS-Modell gemäß WLTP-Prüfnorm bis zu 429 km weit fahren, bevor nachgeladen werden muss. Angesichts des relativ kleinen Akkus (48,1 kWh netto im GS, 46,3 kWh netto im Basis-Corsa) ist das ein ordentlicher Wert. Im Realverbrauch schrumpft der natürlich: Im GS hat AUTO BILD 19,0 kWh auf der Verbrauchsrunde gemessen; das geschah Spätherbst 2023 bei 9 Grad Außentemperatur. Damit kosten 100 km im 156-PS-Corsa 5,94 Euro.
Schnellladen bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet für den zugrundeliegenden Durchschnittsverbrauch bei 10,64 Euro, an einer Ionity-Powerladestation (69 Cent/kWh) kosten die 100 km exakt 13,11 Euro.
Schnellladen bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet für den zugrundeliegenden Durchschnittsverbrauch bei 10,64 Euro, an einer Ionity-Powerladestation (69 Cent/kWh) kosten die 100 km exakt 13,11 Euro.
Platz 9: Tesla Model 3 Performance (6,00 Euro/100 km)
Der Limousinenbruder des Model Y ist der Tesla Model 3, den es mittlerweile in einer Vielzahl von Versionen gibt: Vom reinen Heckantrieb zum Allradler mit einer Vielzahl von Akku- und Reichweitevarianten. Der Test des Model 3 Performance mit 534 PS und Hinterachsantrieb ergab auf der 155-km-Testrunde einen Durchschnittsverbrauch von 19,2 kWh – das bringt überschaubare Ladekosten von 6,00 Euro auf 100 km. Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,75 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 13,25 Euro.
Platz 10: BMW iX1 (6,06 Euro/100 km)
Das Kompakt-SUV BMW iX1 basiert auf Plattform des X1 – ist also ein Zwilling vom Verbrennermodell, das es mit Diesel-, Benzin- und Hybridantrieb gibt. Unsere Tester loben beim E-Auto den BMW-typischen Antritt und den sänftenähnlichen Fahrkomfort. Der iX1 startet als eDrive 20 mit 204 PS an der Hinterachse, den Strom gibt ein 64,7 kWh großer Akku ab. Den Verbrauchstest führte AUTO BILD diesen Sommer bei 21 Grad Außentemperatur mit dem Topmodell xDrive 30 durch, den zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit insgesamt 313 PS antreiben. Der Akku hat ebenfalls 64,7 kWh Speichervermögen. Auf 100 km verbrauchte der iX1 19,4 kWh Strom, das führt beim Laden mit Haushaltsstrom zu Kosten von 6,06 Euro.
Bei EnBW an der Schnellladesäule (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 10,86 Euro, am Hyper-Schnelllader von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 13,39 Euro.
Bei EnBW an der Schnellladesäule (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 10,86 Euro, am Hyper-Schnelllader von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 13,39 Euro.
Platz 11: Skoda Enyaq 85x (6,09 Euro/100 km)
Der Skoda Enyaq basiert – wie seine Halbbrüder VW ID.4 und Audi Q4 e-tron – auf dem VW-Elektro-Baukasten. Seine 4,64 Meter Länge machen ihn zu einer stattlichen Erscheinung, das ist auch am Kofferraum erkennbar: 585 Liter passen hinein, bei umgeklappter Rückbank sogar 1710 Liter. Inzwischen gibt es das tschechische E-SUV in fünf Versionen, vom günstigsten Enyaq 60 mit 179 PS bis zum sportlichen RS mit 340 PS. AUTO BILD hat jüngst das 286 PS starke Modell 85x getestet, samt 77-kWh-Akku. Dabei kam ein Verbrauch von 19,5 kWh heraus (bei 15 Grad Außentemperatur). Ergibt pro 100 km Stromkosten von 6,09 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,92 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 13,46 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 10,92 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 13,46 Euro.
Platz 12: Hyundai Inster (6,19 Euro/100 km)
Eines der wenigen echten günstigen Elektroautos unter 25.000 Euro: Der Hyundai Inster kam 2025 auf den Markt und verkaufte sich auf Anhieb gut. Das Einstiegsmodell des 3,38 Meter kurzen Crossover aus SUV und Kleinwagen kostet ab 23.900 Euro. Angetrieben wird der Inster 42 kWh von einem 97 PS-Elektromotor, die Energie kommt aus einem 42 kWh großen Akku. AUTO BILD testete die größere Version 49 kWh, die folgerichtig bis zu 49 kWh Akku-Kapazität hat. Den Strom setzt ein 115 PS starker E-Motor über die Vorderachse in Vortrieb um, bis zu 150 km/h schnell wird der Viersitzer damit. Beim Verbrauchstest an einem 8 Grad kühlen Frühjahrstag ermittelten wir eher hohe 19,8 kWh auf 100 km, das würde beim Nachladen an der Wallbox 6,19 Euro kosten, die im Sommer sicher zu unterbieten sind.
Bei EnBW am Straßenrand (56 Cent/kWh) lädt man ad hoc für 11,09 Euro, dieselbe Strommenge kostet in Ionitys Hyper-Schnellladenetz (69 Cent/kWh) sind 13,66 Euro fällig.
Bei EnBW am Straßenrand (56 Cent/kWh) lädt man ad hoc für 11,09 Euro, dieselbe Strommenge kostet in Ionitys Hyper-Schnellladenetz (69 Cent/kWh) sind 13,66 Euro fällig.
Platz 13: Mazda 6e EV (6,62 Euro/100 km)
Das zweite E-Auto der Ingenieursmarke Mazda ist die Fließhecklimousine 6e EV: ein lang gestrecktes, eher traditionell beblechtes E-Mobil. Auf einer Länge von 4,92 verknüpfen sich technische Raffinesse – und am Heck fährt nach Porsche-Art bei Tempo 90 ein Spoiler aus. Die technischen Daten sind eher bodenständig: An die 400-Volt-Plattform kann man zwei Akkupakete anflanschen: 68,6 oder 80 kWh. Im Test war der kleinere Akku an Bord, erbrachte auf der Testrunde einen Verbrauch von 21,2 kWh auf 100 km. Das entspricht Stromkosten an der Wallbox von durchschnittlich 6,62 Euro.
Öffentlich lädt man diese Energiemenge am EnBW-Schnelllader (56 Cent/kWh) für 11,87 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 14,63 Euro.
Öffentlich lädt man diese Energiemenge am EnBW-Schnelllader (56 Cent/kWh) für 11,87 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 14,63 Euro.
Platz 14: Mercedes EQB 300 4Matic (7,06 Euro/100 km)
Der Mercedes EQB ist als mittleres Elektro-SUV seit 2022 auf dem Markt. AUTO BILD fuhr die mittlere Ausführung mit Allradantrieb und bis zu 228 PS auf der Testrunde. Sie hat eine 66,5 kWh große Batterie, die an der Gleichstromladesäule bei einer Ladeleistung von bis zu 100 kW unter idealen Bedingungen in rund 30 Minuten von leer auf 80 Prozent geladen wird. Der EQB kostet in dieser Ausführung ab 55.519 Euro. Auf der Verbrauchsrunde erwies er sich trotz über 2,1 Tonnen Leergewicht als recht wirtschaftlich: Ein Verbrauch von 22,6 kWh – gefahren bei sommerlichen Temperaturen – führt zu Stromkosten von 7,06 Euro auf 100 km.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,66 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,59 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,66 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,59 Euro.
Platz 15: Renault 5 E-Tech (7,12 Euro/100 km)
Noch ein günstiger Kleinwagen mit Elektroantrieb: Der Renault 5 E-Tech hat soeben den Twingo abgelöst, er knüpft an den einstigen Kleinwagen R5 an. Das E-Auto ist 3,92 Meter lang und hat Platz für vier Personen. Das Basismodell "95" hat ebenso viel PS, die im Testauto aus einem 52 kWh großen Akku Energie für ein maximales Tempo von 150 km/h ziehen. Der Basispreis liegt bei 34.500 Euro. Das E-Auto beschleunigt in minimal 12 Sekunden von 0 auf 100 km/h. AUTO BILD hat die dritte Leistungsstufe "150" in der Akkugröße "Comfort Range" (52 kWh) im Mai bei kühlen 12 Grad getestet und ermittelte dabei 22,8 kWh Verbrauch auf 100 km. Bei einem Strompreis von 31,1 Cent ergeben sich Kosten in Höhe von 7,12 Euro.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,77 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,73 Euro.
Die Ad-hoc-Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 12,77 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 15,73 Euro.
Platz 16: VW ID.7 Tourer Pro (7,44 Euro/100 km)
Der VW ID.7 ist die ein Passat mit elektrischen Mitteln: ein Auto im Dienstwagen-Format, mit entsprechenden Abmessungen. Seine 4,96 Meter in der Länge und 1,86 in der Breite machen ihn für Repräsentationsaufgaben tauglich. Damit überragt er den aktuellen Passat sogar um 5 bzw. 2 cm. Als Kombi "Tourer" hat er zwar nicht so viel Laderaum, aber genug: 1714 Liter passen bei umgeklappter Rückbank rein. Angetrieben wird der ID.7 von dem hocheffizienten 286-PS-Elektromotor an der Hinterachse. Die Topversion GTX hat zusätzlich noch den Standard-Elektroantrieb mit 109 PS an der Vorderachse. Der neueste Verbrauchstest wurde beim Tourer Pro S gemacht, der einen größeren Akku (86 kWh netto) als das Basismodell Pro hat. Bei winterlichen 5 Grad Außentemperatur haben wir auf der Testrunde einen Durchschnittsverbrauch von 23,8 kWh ermittelt. Das kostet mit Haushaltsstrom 7,44 Euro.
An einer Ladestation von EnBW im günstigsten Ad-hoc-Ladetarif "S" (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 13,27 Euro, bei Ionity HPC-Schnellladern (69 Cent/kWh) sind es 16,35 Euro.
An einer Ladestation von EnBW im günstigsten Ad-hoc-Ladetarif "S" (56 Cent/kWh) zahlt man dafür 13,27 Euro, bei Ionity HPC-Schnellladern (69 Cent/kWh) sind es 16,35 Euro.
Platz 17: Audi Q4 45 e-tron (7,44 Euro/100 km)
Keine Überraschung, dass der Q4 einen ähnlichen Stromverbrauch aufweist, wie der VW ID.7: Der Audi Q4 e-tron hat starke technische Parallelen zum VW. Beide basieren auf der Elektro-Plattform des Volkswagen-Konzerns auf, nutzen gleiche Akkus und Antriebsstränge. Mit 4,58 Meter Länge ist der Q4 ebenfalls ziemlich geräumig, aber das Format hat Gewicht: Leer wiegt der Q4 um zwei Tonnen. Davon ist rund ein Viertel für den Akku reserviert. Die Leistungs-Bandbreite spannt sich zwischen 204 und 340 PS. AUTO BILD testete die mittlere Leistungsstufe 45 e-tron quattro 77 kWh-Akku. Seine 286 PS an der Hinterachse (ab 54.950 Euro) treiben den Q4 bis auf 180 km/h. Dabei wurde ein Durchschnittsverbrauch von 23,8 kWh ermittelt. Ergibt Energiekosten von 7,44 Euro auf 100 km.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 13,50 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 16,63 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 13,50 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 16,63 Euro.
Platz 18: VW ID.4 Pro 4Motion (8,53 Euro/100 km)
Der dritte Plattform-Bruder: Das elektrische Kompakt-SUV VW ID.4 ist eng verwandt mit Skoda Enyaq und Audi Q4 e-tron. Dass deren Durchschnittsverbrauch (trotz ähnlicher Wetterbedingungen während der Tests) nicht nah beieinander liegt, liegt am Antrieb. Denn AUTO BILD hat die Allradversion des ID.4 getestet – signalisiert durch das "4Motion". Die doppelte Traktion erfordert mehr Energie, der Motor hingegen ist der gleiche wie bei Skoda und Audi, ein neu entwickeltes VW-Aggregat mit 286 PS. Die Energie für maximal 180 km/h liefert erneut ein 77-kWh-Akku. Im Test wurde ein durchschnittlicher Verbrauchswert von 27,3 kWh ermittelt, der zu Energiekosten von 8,53 Euro auf 100 km führt.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 15,29 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 18,84 Euro.
Die Schnellladekosten liegen mit EnBW (56 Cent/kWh) bei 15,29 Euro, mit Ionity (69 Cent/kWh) bei 18,84 Euro.
Platz 19: Skoda Elroq (8,90 Euro/100 km)
Für Skoda ist es der "Senkrechtstarter": Das kompakte Elektro-SUV Elroq schoss seit Anfang 2025 an die Spitze der Elektroauto-Zulassungsstatistik. Im Oktober war er bereits Bestseller in Deutschland, im November immerhin auf Platz 3. Er gehört zu den ersten E-Autos, die günstiger sind als ein gleich großer Benziner derselben Marke: Ab 33.900 Euro kostet der Elroq. Ausgestattet ist das Basismodell Elroq 50 mit 170 PS an der Hinterachse, die Energie dazu kommt aus einem 52-kWh-Akku. Das bringt bis zu 160 km/h Endgeschwindigkeit. AUTO BILD hat bisher den Elroq 85 mit 286 PS und 77-kWh-Akku getestet, der bis zu 180 km/h schnell fährt. Bei ungünstigen winterlichen -2 Grad ergab der Test wir einen Durchschnittswert von 28,5 kWh auf 100 km. Das entspricht 8,90 Euro.
Bei EnBW am Straßenrand (ab 56 Cent/kWh) lädt man den Elroq für 15,96 Euro, an einem der ultraschnellen Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet Ad-hoc-Laden 19,67 Euro – bei sommerlichen Temperaturen fällt der Energieverbrauch sicher geringer aus.
Bei EnBW am Straßenrand (ab 56 Cent/kWh) lädt man den Elroq für 15,96 Euro, an einem der ultraschnellen Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) kostet Ad-hoc-Laden 19,67 Euro – bei sommerlichen Temperaturen fällt der Energieverbrauch sicher geringer aus.
Platz 20: Hyundai Ioniq 5 (8,97 Euro/100 km)
Der Ioniq 5 zählt zu den auffälligsten E-Autos der neuen Generation. Das macht sein avantgardistisches Design mit schrägen Sicken und Falzen in der Karosserie. Das 4,63 Meter lange SUV gibt es seit 2022. Das Basismodell mit 170 PS und 63 kWh großem Akku kostet ab 44.900 Euro. AUTO BILD testete im Frühling 2024 das Topmodell "N" mit brachialen 650 PS, die ihre Kraft aus einem 84 kWh großen Akku schöpfen. Beide Achsen sind angetrieben und beschleunigen den Power-Elektriker auf bis zu 260 km/h. Bei der Verbrauchsfahrt nach einheitlichen Kriterien ging es ruhiger zu. Sie ergab bei günstigen 20 Grad Außentemperatur einen Verbrauch von durchschnittlich 28,7 kWh. Die würden 8,97 Euro an der Wallbox kosten.
Mit Schnellladung bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet dieselbe Energiemenge 16,07 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 19,80 Euro.
Mit Schnellladung bei EnBW (56 Cent/kWh) kostet dieselbe Energiemenge 16,07 Euro, am Hypercharger von Ionity (69 Cent/kWh) sind es 19,80 Euro.
Platz 21: VW ID.Buzz (9,59 Euro/100 km)
Den E-Bus von Volkswagen haben viele schon ins Herz geschlossen, bevor er Anfang 2023 auf den Markt kam. Die eingangs echt geringe Reichweite und der hohe Preis für den ID.Buzz scheinen die Fangemeinde bisher nicht allzu sehr zu schocken. So kommt das Grundmodell nach Prüfnorm WLTP maximal 331 Kilometer weit, bis aufgeladen werden muss. Der Einstiegspreis beim "Einsteigermodell" (O-Ton VW) Freestyle mit kleinem Akku (59 kWh) liegt knapp unter 50.000 Euro. Getestet haben wir an einem kühlen Wintertag mit 6 Grad Außentemperatur die Langversion (4,96 Meter) in der Konfiguration Pro (286 PS an der Hinterachse, Akku-Kapazität 86 kWh). Auf 100 km verbrauchte der elektrische Kleinbus 30,7 kWh. Das bedeutet schattige Fahrtkosten von 9,59 Euro, wenn man den Durchschnittspreis für Haushaltsstrom zugrundelegt.
Beim öffentlichen Laden zahlt man ad hoc beim Marktführer EnBW (56 Cent/kWh) 17,19 Euro, beim Hyper-Netzwerk Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 21,18 Euro.
Beim öffentlichen Laden zahlt man ad hoc beim Marktführer EnBW (56 Cent/kWh) 17,19 Euro, beim Hyper-Netzwerk Ionity (69 Cent/kWh) kostet es 21,18 Euro.
Allgemein kann man den Stromverbrauch mithilfe von Näherungswerten schätzen, bei denen der Energieverbrauch auf der Basis realer Verbrauchswerte ermittelt wird. Das ist ähnlich wie beim Verbrenner, wo Benziner und Diesel im Schnitt zwischen sechs und neun Liter auf 100 km verbrauchen. Ein mittleres Elektroauto aktueller Produktion konsumiert zwischen 19 und 25 kWh auf 100 km. Diesen mittleren Stromverbrauch kann man mit dem jeweiligen Strompreis multiplizieren.

Der "Pro S" ist der VW ID.3 mit dem größten Akku (seit der Modellpflege im Mai 2025 ganze 79 kWh) und dem stärksten Motor. Er leistet bis zu 231 PS.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD
Noch exakter geht es mit einem Verbrauchswert, den AUTO BILD im Testalltag ermittelt. Dabei verbraucht das kompakte Elektroauto VW ID.3 Pro mit 204 PS durchschnittlich 17,3 Kilowattstunden auf 100 km. Beim oben genannten Durchschnitts-Haushaltsstrompreis (0,311 Euro/kWh) kostet diese Distanz im kompakten Elektro-VW aktuell 5,40 Euro.
Fahrzeug-Deals
Allerdings geht diese Rechnung nur auf, wenn man privat an der Wallbox lädt und nach Haushalts- oder Autostromtarif abrechnet. Wer bei EnBW an einer Ladesäule lädt und den Ad-hoc-Tarif "S" für Wenigfahrer ohne Grundgebühr nutzt (56 Cent/kWh), der zahlt für die gleiche Menge Strom 9,69 Euro auf 100 km.
Ist Strom fürs E-Auto günstiger als Benzin?
Wie viel spart man beim Umstieg vom Verbrenner aufs Elektroauto an Energie? Beim Vergleich der gleich großen VW-Modelle Golf (Benziner) und ID.3 (E-Auto mit 17,3 kWh auf 100 km Verbrauch unter Alltagsbedingungen) kam eine Differenz von rund 6,93 Euro bei den reinen Fahrtkosten heraus – zugunsten des Elektroautos (beim Laden am Hausnetz).

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Die Rechnung im Detail: Beim aktuellen Durchschnitts-Strompreis von 31,1 Cent/kWh liegen die Energiekosten beim VW ID.3 bei 5,40 Euro auf 100 km. Ein kompakter VW Golf 1.5 TSI mit 150 PS verbraucht als Vierzylinder im Alltag 6,5 Liter Benzin auf 100 km. Beim aktuellen Spritpreis (Stand 4. März 2026: 1,897 Euro pro Liter Super E10) kostet das 12,33 Euro, also 6,93 Euro mehr. Die Kraftstoffkosten beim Verbrenner-Golf sind somit mehr als doppelt so hoch wie beim elektrischen VW (geladen mit Haushaltsstrom). Für Diesel ist es ähnlich; der Kraftstoff kostet im Bundesdurchschnitt laut ADAC derzeit 1,917 Euro pro Liter.

Der VW Golf 1.5 TSI hat 150 PS und verbraucht im Alltag etwa 6,5 Liter Superbenzin, hat AUTO BILD bei Testfahrten ermittelt.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
Das Laden fällt teurer aus, wenn man das E-Auto öffentlich an einer Ladesäule lädt. So kostet beim genannten ID.3 das Laden einer Strommenge für 100 km Fahrt bei EnBW (Tarif "S") 9,69 Euro. So spart man immer noch 2,64 Euro gegenüber Benzin – auf 100 km.
Eines der aktuell sparsamsten Elektroautos ist der Dacia Spring, es gab ihn bisher mit 72 oder 102 PS. Die vorherige Variante mit 65 PS absolvierte die AUTO BILD-Testrunde. Nach dem Maßstab schlagen 100 km aktuell mit 5,12 Euro zu Buche (bei einem Realverbrauch von durchschnittlich 16,4 kWh, ermittelt von AUTO BILD). Der Dacia Spring ist mit einem Listenpreis ab 16.900 Euro (hier zu den Neuwagen-Angeboten bei Carwow) einer der günstigsten vollelektrischen Pkw auf dem Markt. Seit Jahreswechsel ist ein Facelift mit größeren Motoren auf dem Markt. Die Herstellerprämie vergünstigt den Spring weiter.
Etwas teurer wird es für den Dacia ohne private Lademöglichkeit: Wer mit dem Spring unterwegs an einer Schnellladesäule Strom für 100 km zapft, zahlt bei EnBW 8,62 Euro, beim HPC-Ladenetzwerk Ionity (Ad-hoc-Laden für 0,69 Cent/kWh) 10,63 Euro.

Der Dacia Spring ist eines der günstigsten E-Autos auf dem Markt – und zugleich eines der sparsamsten. Es gibt ihn mit 72 und 102 PS.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Ist in Zukunft mit sinkenden Strompreisen zu rechnen?
Der Anteil an nicht-fossilem Strom drückt den Strompreis, Strom aus erneuerbarer Energie ist der günstigste. Die Menge an günstigem Solarstrom nimmt kontinuierlich zu, der Energiemix in Deutschland lag für 2025 im Jahresmittel bei 55 Prozent an erneuerbarer Energie. Bis 2030 sollen es 80 Prozent sein.
Langfristig wird viel davon abhängen, ob der Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem steigenden Strombedarf in Deutschland Schritt hält. Entsprechend günstiger würde Strom werden – fossiler Sprit auf Sicht teurer.
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