Mit einem Megawatt Leistung soll der Elektro-Supersportler Nio EP9 den Rundenrekord für E-Autos auf der Nordschleife des Nürburgrings geknackt haben – das zumindest verkündet der Hersteller. Die 20,8 Kilometer soll der EP9 in 7:05.12 Minuten geschafft haben, damit sei er das bislang schnellste Elektroauto auf dieser Strecke. Auf dem französischen Circuit Paul Ricard schaffte er bereits eine Rundenzeit von 1:52.78 Minuten – der vorherige Rekord lag dort bei 2:40 Minuten. Der Nio EP9 wird vom chinesischen Unternehmen NextEV produziert. Er wird von vier je 250 kW starken E-Motoren angetrieben, zwei an der Vorderachse, zwei an der Hinterachse. Insgesamt bringt er es auf 1360 PS. Auf Tempo 100 soll es in unter drei Sekunden gehen, Höchstgeschwindigkeit 313 km/h.

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Preise? Noch Geheimsache!

Das Megawatt-Hypercar
AUTO BILD-Redakteur Hauke Schrieber war bei der Premiere schon ganz nah dran am EP9.
Die Reichweite gibt Nio mit 427 Kilometern an. In 45 Minuten soll der Straßenrenner im Le-Mans-Look geladen werden können. Mit dem EP9 will die Marke Nio die Erfahrung, die das Unternehmen NextEV bereits in der Formel E gesammelt hat, auf die Straße bringen. Die ersten sechs Nio-Hypersportwagen hat NextEV bereits an chinesische Millionäre verkauft. Der Preis des in England noch per Handarbeit hergestellten halben Dutzend wird noch nicht genannt. Die Herstellungskosten betragen allein 1,2 Millionen Euro. Die Kleinserienproduktion soll demnächst in China starten.

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Eine zweite Baureihe hat das in München ansässige Designteam auch schon fertig. Der "Pkw", wie Designchef Kris Tomasson das Nachfolgemodell nennt, soll dann ab 2018 verkauft werden, bei Markterfolg in China dann 2020 auch bei uns. Und woher kommt das Geld? NextEV-Gründer William Li hat mehrere Unternehmen und Risiko-Investoren von seinem Projekt überzeugen können. Bei der noblen Präsentation in London konnte man schon den Eindruck gewinnen, dass Geld keine Rolle spielt.

Von

Christopher Clausen